Kategorie: gesellschaft

„Das Thema ist dermaßen hoch emotionalisiert, dass das Hirn auf eine Art Reptilienstufe zurückfällt. Sonst kluge Menschen würden völlig primitive Entscheidungen treffen“

(eine ärztin bei heute.at vom 17.11. über leute, die sich absichtlich infizieren, damit sie als genesen gelten und keine impfung brauchen)

where are we now?

es ist 2020. heute wird in den usa ein präsident gewählt. gestern gab es einen anschlag in wien und einen in kabul. eine globale seuche hält die welt im griff. es vergeht kein tag ohne neue scheiße. man braucht nur den browser aufmachen.


There is a war between the rich and poor,
A war between the man and the woman.
There is a war between the ones who say there is a war
And the ones who say there isn’t.

There is a war between the left and right,
A war between the black and white,
A war between the odd and the even.

~ Leonard Cohen – There Is A War

nazis im parlament, nazis in der polizei. wahlen werden manipuliert, twitter explodiert, voll hass und kampagnen. man will die welt brennen sehen. hauptsache, ich habe recht. und wenn du meine meinung nicht akzeptierst, blocke ich dich weg. ist schließlich meinungsfreiheit.

ich bin müde. AUFWACHEN!!, heulen sie in ihren telegram-gruppen. mir egal, ich dreh‘ mich nochmal rum. demomstriert doch gegen masken und fühlt euch mutig. füllt die kommentarspalten eurer lausigen regionalzeitung, liest eh‘ keiner.

es ist alles so egal. kämpfen sollt ihr, für euch und eure lieben. und nicht für irgendeine scheiße, die ihr auf youtube seht. engagiert euch in der nachbarschaft, nicht für putin oder excelmenschen. hört auf, springer zu lesen.

I’ve seen the future, baby
It is murder
~ Leonard Cohen – The Future

Tag 11

seit 11 tagen nun zu hause, es gibt neben arbeit nur einkäufe und spaziergänge. viel hat sich nicht geändert, man trifft sich abends online, wäscht sich öfter die hände und achtet auf abstand. einschränkungen – welche einschränkungen? anderen gehts da anders, in jobs, in denen es kein homeoffice gibt, die überstunden häufen, die über ihre kapazitäten arbeiten, meist weiblich und schlecht bezahlt. als dank gibts abends applaus. die krise ist auch eine erzählung über klassenunterschiede und über arbeit im allgemeinen. wie relevant und wichtig ist dein job, wenn es drauf ankommt. ich selbst kann wenig dazu beitragen aktuell, außer hier rumzumeinen.

die welt im krisenmodus wird uns noch lange danach beschäftigen und das danach müssen wir gestalten. ähnlich wie 9/11 ist dies eine zäsur und es wird in den erzählungen der menschen immer ein „davor“ und „danach“ geben. wir sehen aktuell erhebliche einschnitte in persönlichen freiheiten, durchgesetzt von einer regierung im ausnahmezustand und einer polizei, die mancherorts übers ziel hinausschießt. telefondaten, die weiter gegeben werden. was passiert mit den schwachen, den menschen ohne pass, ohne wohnung, es ist zum aufschreien.

neben sämtlichen medizinischen aspekten ist vor allem der wirtschaftliche interessant. können wir nachher so weiter machen oder gibt es tatsächlich änderungen?

bleibt gesund!


hilfreiche links:

ix glaube ja, dass es … – wirres.net by ix (fachblog für irrelevanz)

ix glaube ja, dass es wichtig ist, alle die da (freiwillig) mitmachen, konsequent mit verachtung zu strafen, auch die, die daran arbeiten dem drecksblatt ein besseres image zu verpassen, z.b. mit unkritischen, menschelnden, empathischen interviews/portraits der (mit)macherïnnen. / Ich kehre dann auch wieder zu meiner bew&228;hrten Tradition zur&25 …

warum männer nicht mehr einparken sollten

Moiren erschlagen während der Gigantomachie die beiden Giganten Agrios und Thoas
Gigantenfries / Gigantomachie, rekonstruiert im asisi Panorama Berlin, aufgenommen im Februar 2019

hier kann man sich ein schönes bespiel anschauen, wie debatten zwischen männers und frauen manchmal ablaufen: fehlen die sachargumente, wird geschrien. es wird zeit, dass frauen die macht übernehmen, die männlichkeit, die sich hier verzweifelt an macht klammert, ist kaum auszuhalten.