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  • Carsten 23:10 on November 7, 2017 Permalink | Reply
    Tags: , alles, politik, rant   

    bestandsaufnahme 2017 

    alles geht den bach runter, die infrastrukturakopalüze droht, der flughafen nicht fertig, die fluggesellschaft pleite, der ausländer frisst die kinder, der konzern die mitarbeiter. die bienen sterben und elektroautos verstromen die kohle, die reichen werden reicher, die linken rechts und die rechten sitzen im bundestag. an der spitze der ehemaligen supermacht sitzt ein irrer, in UK eine unentschlossene, in D stagniert die politik. die individualität zerstört die gesellschaft, der diskurs ist kaputt und überhaupt findet alles in a-sozialen netzwerken statt.

    überall klagen und nichts wird besser. jeden tag wird eine neue sau durchs dorf getrieben, dabei ist doch schweinefleisch auch irgendwie bäh. das einzelne wird zum allgemeinen, niemand hat mehr überblick. die rattenfänger lauern mit einfachen lösungen und erklärungen für komplexe probleme und sowieso ist putin an allem schuld, trump eventuell und merkel sowieso.

    aber vielleicht sollten wir aufhören, uns dauernd zu beschweren und lieber das schicksal selbst in die hand nehmen? statt immer nur auf andere zu zeigen und unsere wunden lecken. zugegeben, die dikussionskultur ist am arsch, aber wir müssen auch nicht alles ernst nehmen. jeder kann seine meinung ins netz kippen, aber recht hat er dann noch lange nicht. vielleicht sollten wir auch mehr ignorieren und uns auf das eigentliche konzentrieren. das klingt anstrengend und ist es auch, aufwändiger jedenfalls als ein like oder ein klick unter eine petition.

    im übrigen, die bienen sterben.

     
  • Carsten 10:45 on July 14, 2017 Permalink
    Tags: , , , , , , politik,   

    pixelroiber rezensiert wahlplakate #5 

    CSU-Plakat zur Europawahl 2009 (Nürnberg, Mai 2009)

    vorm bratwurststand der csu-mann. mit blauem himmel. geht gar nicht.

     
  • Carsten 10:35 on July 14, 2017 Permalink
    Tags: , , politik, ,   

    pixelroiber rezensiert wahlplakate #2 

    SPD-Plakat zur Europawahl 2009 (Prenzlauer Berg, April 2009)

    mein kommentar aus 2009 dazu:

    hier durfte sich der grafikpraktikant mal richtig austoben. abgebildet soll hier offenbar ein LINKE-wähler sein bzw. ein kandiat, so genau hat man sich das nicht überlegt.
    diesmal fährt die spd eine negativkampagne und schießt sich damit (zumindest in berlin) ins eigene bein. wenn das mal gut geht…
    warum das spd-logo ein würfel ist, bleibt ein streng gehütetes geheimnis.

     
  • Carsten 10:30 on July 14, 2017 Permalink
    Tags: , , , container, , politik   

    pixelroiber rezensiert wahlplakate #1 

    CDU-Plakat zur Europawahl 2009 (Berlin, Mai 2009)

    mein kommentar aus 2009 dazu:

    früher saßen wir alle in einem boot, nun sind wir zusammen gepfercht in einem container und zwei anonyme herren von der cdu transportieren uns weg. schieben uns ab, nach afganisthan oder die somalische küste und liefern uns den pösen piraten aus. so sieht der geheime plan der christsozialen aus.

    selten zeichnete ein wahlplakat so ein drastisches bild. immerhin tragen die herren die vorgeschriebene schutzbekleidung….

     
  • Carsten 09:41 on July 12, 2017 Permalink
    Tags: , autonome, g20, gipfel, , , , politik, , schwarzer block, unten   

    #g20hh 

    Polizei am Bhf Zoologischer Garten (April 2009)

    “Der Rechtsstaat hat nicht zu siegen, er hat auch nicht zu verlieren, sondern er hat zu existieren!” Helmut Schmidt

    sie schreien wieder nach mehr überwachung und mehr polizei, nach vollumfänglicher aufklärung und harten urteilen gegen die straftäter. sie beschuldigen sich gegenseitig, geifern nach rücktritten und verantwortlichen. aber nirgends worte der mäßigung oder der selbstkritik. immerwieder maximalforderungen. ultima ratio, sonst droht der definitive untergang.

    • es ist falsch, die institution g20 überhaupt auszurichten und damit die institution UNO zu negieren
    • es ist falsch, den g20 im zentrum einer millionenstadt zu machen
    • die sicherheitsstrategie hat sinnlos polizei verheizt und nicht alle straftaten verhindert
    • journalisten sollten ihre rolle überdenken – auf jedem video mit gewaltausbruch waren sie mittendrin statt nur dabei
    • es ist kein bürgerkrieg, wenn am nächsten tag anwohner alles wieder aufräumen
    • es reichen ein paar hundert idioten, um den gegenprotest vieler tausender zu diskreditieren
    • der öffentliche diskurs handelt von linksextremen, aber nicht von kapitalismus, zwang, diktatoren, repression
    • kosten wird der ganze spaß zwischen 130-350 Mio. Euro, finanziert vom steuerzahler

    in ein paar jahren wird es gerichtsurteile geben, die unrecht während des g20 aufzeigen, das war bei genua 2001 so und auch bei heiligendamm 2007:

    Vorwürfe gab es derweil auch gegen die Polizei. Einige Beamte hätten sich als gewalttätige Provokateure unter Demonstranten geschleust, andere seien übergriffig geworden. Das meiste verlief im Sand. Doch 2011 verurteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das Land Mecklenburg-Vorpommern wegen Verletzung der Freiheits- und Versammlungsrechte, weil die Polizei zwei G8-Aktivisten sechs Tage lang vorbeugend in Gewahrsam genommen hatte.- DLF, 20.05.2015

     
  • Carsten 15:05 on June 2, 2017 Permalink
    Tags: , politik,   

    #afd schafft sich ab 

    das ist so unfassbar tragisch, das muss ohne kommentar bleiben.

     
  • Carsten 11:23 on May 2, 2017 Permalink
    Tags: , , , gegendemonstration, , , politik, , ,   

    die afd zu besuch im bürgerpark 

    Der Mai
    der Mai
    der lustige Mai

    der kommt herangerauschet.
    Ich ging in den Busch und brach mir einen Mai

    der Mai und der war grüne.
    Tra-la-la-la-la-la-la-la-la

    der Mai und der war grüne.

    gestern war die große politik zu gast im bürgerpark pankow. die afd lud mit hüpfburg und bratwurst an ihren stand, eine handvoll leute kam dann auch. drumherum 300 polizisten, die das völkische blut und die hüpfburg beschützen musste vor ca. 600 gegendemonstranten.

    nach einigem gerangel, entschied man sich bei der polizei, eine kette aus polizeiautos zwischen die hüpfburg und die gegendemonstranten zu stellen. und so zerfuhren die wannen den rasen, es blieb friedlich.

    ein paar meter weiter war übrigens das fest der spd mit reichlich mehr besuchern und ohne polizei.

     
  • Carsten 23:52 on August 4, 2016 Permalink
    Tags: anschläge, , hysterie, politik   

    mittelstandsmittleidsgejammer 

    alles ist nur noch hysterie. es wird geschrien und geblökt, als wäre immerzu jahrmarkt. als stünden wir permanent auf dem marktplatz. ich bin so müde und kann es nicht mehr hören. spaßbefreite provokationen von rechtsaußen (afd, trump, isis), reflexhafte empörung von links, gegenreaktion, meinung, sondersendung. es geht immer nur um aufmerksmkeit, likes, shares, gruschel. die gesellschaft wurde wie facebook, anstatt die philosophie von freien und neutralen netzen zu verinnerlichen, hat man sich der aufmerksamkeitkeitsökonomie einer facebook-pinnwand angenähert: wer am lautesten schreit, wird auch gehört. zwischentöne eliminiert der algorithmus. vielleicht wäre es wirklich besser, eine schlaue KI übernehme die politischen entscheidungen, ohne beeinflussung durch die massen. verstehen sie mich nicht falsch, mir geht es nicht um die gute alte zeit. ich finde nur, wir haben ganz schön verkackt mit unseren chancen auf eine offene und zivile gesellschaft.

     
    • bakunin 11:32 on August 5, 2016 Permalink | Reply

      wer sich in dieses system zwängen lässt und auch noch dort bleibt, ist selbst schuld. noch hat so ziemlich jeder die möglichkeit dieses hamsterrad zu verlassen…
      aber durch lamentieren (das ist höchstens indirekt auf deinen artikel bezogen) kommt man da nicht raus.

      • Carsten 11:56 on August 5, 2016 Permalink | Reply

        tja, aber flucht ist im grunde auch nur flucht. ändert ja genauso so wenig wie laminieren.

        • bakunin 18:18 on August 6, 2016 Permalink | Reply

          ich würde meinen weitestgehenden ausstieg aus dem system jetzt zwar nicht als flucht bezeichnen, sondern als steigerung meiner lebensqualität in fast jederlei hinsicht, also einfach einen lebenswandel.
          aber egal wie man es nennt: das verlassen des arbeitssklavensystems und der vielen anderen systeme im system bzw. das ganze einfach nicht mehr mitzuspielen ist definitiv wirksamer als im system zu bleiben und ein bisschen zu laminieren.
          denn wer nach den regeln des systems spielt, seine acht stunden im büro absitzt um sich dafür magenfüllstoffe im supermarkt zu kaufen und unterhaltungs-/ konsumzeugs zur ablenkung von den schlechten gefühlen, die man leicht kriegen kann, falls man dazu kommt zu erkennen, was man sich selbst und unserem planeten eigentlich antut, wenn man diese art zu “leben” einfach akzeptiert, derjenige ist eines von vielen rädern die die darauf gebaute machtpyramide stämmen und am rollen halten. ob lamentierend oder nicht.

          das ist wie mit dem krieg, zu dem (leider nur in der vorstellung) keiner hingeht.

          und ich kann jetzt schon die gedankenlosen platitüden hören:
          “aber wenn jetzt alle in den wald gehen und da wohnen – das geht doch auch nicht. mähh mähh”

          für jene: bitte mal die zeit nehmen und sich für mehr als ein paar minuten oder ne halbe stunde an einen ruhigen ort ohne ablenkungen, am besten in der natur begeben und mal nachdenken.
          das system in seinen vielen facetten hinterfragen, vermutlich erkennen wie wenig man eigentlich gesagt bekommt, und über alternativen nachdenken.
          dann wird man auch verstehen, warum der obenstehende spuch unsinnig ist.

  • Carsten 13:36 on June 1, 2016 Permalink
    Tags: , , noafd, politik, storch   

    In game theory, a “no-win” situation is one in which no player benefits from any outcome… 

     
  • Carsten 15:49 on December 5, 2015 Permalink
    Tags: , Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, INSM, , , , politik,   

    Geschichten aus dem Neoliberalismus (2005) 

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    Vor 10 Jahren, unter den Linden in Berlin, da warb die Menschenrechtsorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) noch für Menschlichkeit und Wärme in Deutschland. Waren eben andere Zeite, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, dass Lobbyverbände halbtransparent ihre Lobbyarbeit mitten im Stadtbild machen. pft!

     
  • Carsten 00:36 on September 11, 2015 Permalink
    Tags: , , , politik   

    9/11 

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    Die Welt dreht sich seit tausenden von Jahren, inzwischen können wir es erklären und noch viel mehr Technikkram. Aber menschlich sind wir keinen Schritt weiter gekommen. Es sind die alten Fragen nach dem guten Zusammenleben, die uns beschäftigen, die wir noch nicht beantwortet haben. Wir verfallen in archaische Denkmuster, wenn uns etwas Fremdes begegnet, wir antworten mit längst überwunden Geglaubtem. Zeit, die richtigen Fragen zu stellen und bessere Antworten zu finden.

     
  • Carsten 00:47 on August 4, 2015 Permalink
    Tags: , , , politik   

    das ende des weißen mannes 

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    wenn man johnny haeusler weiter denkt, kommt man zu rainald grebe und es wird klar, dass viele aktuelle konflikte vor allem generationskonflikte sind. schaut man sich fotos aus pegidistan an, sieht man sie, mittelalte männer in beigen kurzen hosen.

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    lösen sich die konflikte also mit der zeit von selbst? nein, es wird ein kampf wie anno ’68. stoßt sie vom thron, die alten in der regierung, in der verwaltung. löst geheimdienste auf, jagt die alten männer aus den konzernen. sie verstehen uns nicht mehr, schickt sie in rente. deutschland ist ein einwanderungsland, migranten sind alltag in den städten, auch wenn die csu-wähler in den dörfern es nicht wahrhaben wollen. der döner gehört zu deutschland!

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    • professor schlauschlau 04:28 on August 4, 2015 Permalink | Reply

      ja..ja…im prinzip schon, ja.
      aber vorsicht: fall nicht auf den gleichen raffinierten trick rein, wie diese dummen pegidanesen. den trick, mit dem schon die römer ihr reich und ihre macht vergrößert haben und mit dem auch die heutigen systeme ihre macht sichern und ausbauen, nämlich “teile und herrsche”.

      was genau ich damit meine, können wir dann am tage x noch genauer besprechen.

      [>>> nachträglicher einschub: eigentlich war der kommentar nur bis hier hin geplant. das folgende hat sich wegen johnny spontan entwickelt<<<]

      und zu dieser scheinempörung, die ja hin und wieder nochmal durchs dorf getrieben wird, weil wir im internet auspioniert werden, kann ich nur sagen, dass der spiegel schon 1988 (also als er noch nicht von springer/bertelsmann unterwandert war) berichtete, dass jede einzelne analoge und digitale kommunikation von geheimdiensten (namentlich nsa) auspioniert wird.

      und das ist ja auch kein wunder, schließlich haben sich die (westlichen) siegermächte dieses recht herausgenommen, als sie im zuge der kolonisation deutschlands auch gleich noch unsere gesetze optimiert haben.
      und das ist bis heute so, weil das amerikanische besatzungsstatut nach wie vor in kraft ist, wenn auch inzwischen unter anderem namen. darüber hat nun sogar schon die anstalt berichtet.

      aber da probleme ja schon seit jahrzehnten generell nicht mehr an ihren wurzeln gelöst werden (wenn man sie überhaupt bis dahin zurückverfolgt), wird es wohl wiedermal dabei bleiben, dass diese oberflächliche scheinempörung immer weiter an schwung verliert, die medien tun ihr übriges (wie schon 1968) und zurück bleiben ein paar wenige, die wissen, wo das eigentliche übel liegt, von dem aber eigentlich fast keiner etwas wissen will, weil das ja letzlich doch viel zu unbequem wäre.

      • Carsten 12:39 on August 4, 2015 Permalink | Reply

        was hat pegida mit den römern zu tun?

        warum hier der verweis auf den völkerrechtlichen status? im übrigen, “…dass das Völkerrechtssubjekt “Deutsches Reich” nicht untergegangen und die Bundesrepublik Deutschland nicht sein Rechtsnachfolger, sondern mit ihm als Völkerrechtssubjekt identisch ist.” und eigentlich hätten die allierten deutschland ganz abschaffen sollen, dann hätten wir heute keine nationalistische scheiße am hals.

        • professor schlauschlau 18:06 on August 4, 2015 Permalink | Reply

          die erste frage verstehe ich nicht…steht doch da:
          die pegida-deppen fallen auf den alten trick “teile und herrsche” rein. mit dem haben schon die römer ihr reich kontrolliert.

          und der verweis auf die fremdbesatzung kam, wegen dieser abhör-scheinempörung. aber das können wir morgen nochmal auf nicht schriftlichem weg (vom mund zum ohr) besprechen.

          aber wieso denkst du, dass wir heute kein nationalismus-problem hätten, wenn deutschland komplett aufgelöst worden wäre? nationalismus ist ja jetzt keine deutsche erfindung.
          und wie hätte das in der praxis eigentlich aussehen sollen?

          • Carsten 23:50 on August 4, 2015 Permalink | Reply

            ich glaube ich habs: “wir wissen erst, wer WIR sind, wenn wir wissen gegen WEN wir sind” (Gustave LeBon) – siehe auch. damit unterstellst du aber, dass pegida und konsorten staatsgelenke agenten provocateure sind. das denke ich nicht, ich glaube, sie stießen in das vakkum, dass die jahrzehntelang unterdrückte asyl- und einwanderungsdebatte hinterlassen hat. ungefähr so, wie die bombardierung syriens ISIS hat wachsen lassen.

            ich glaube immer noch, dass der nationalstaat und nationalismus das grundübel der geschichte ist (zusammen mit dem kapitalismus). die auflösung stand wohl tatsächlich zur debatte, damals in den konferenzen, kurz vor und nach kriegsende. sozusagen die verlängerung des kollwitz’schen “nie wieder!”

            die auflösung repektive aufteilung in kleine provinzen stand durchaus zur debatte; siehe Lowe 2012:

            Auf der Konferenz von Teheran sprachen sich die Briten für eine Aufteilung des besiegten Deutschen Reichs in drei Verwaltungszonen aus, während Roosevelt das Land in noch kleinere Einheiten zerlegen wollte. »Deutschland«, so sagte er, »stellt für die zivilisierte Welt eine weniger große Bedrohung dar, wenn es aus 107 Provinzen besteht.«

    • pixelroiber 20:49 on August 6, 2015 Permalink | Reply

  • Carsten 15:04 on March 9, 2015 Permalink
    Tags: , christopher lauer, , politik, thilo jung   

    podcast: jung&naiv – Politik, das System & überhaupt – Christopher Lauer – Folge 225 

    man muss thilo jung nicht mögen, aber kennen. ich höre seit einiger zeit die podcasts und aufzeichnungen der bundespressekonferenzen. und lasse mich gern überraschen. wie von christopher lauer zum beispiel.

     
    • Steffen 18:13 on March 9, 2015 Permalink | Reply

      der neuste beitrag klingt doch interessant:

      “Atombomben in Deutschland
      – Warum müssen amerikanische Atombomben in Deutschland bleiben?
      – Wenn die Bundesregierung will, dass die Atombomben verschwinden, warum kann sie das nicht durchsetzen?”

      • Carsten 21:17 on March 9, 2015 Permalink | Reply

        soweit bin ich noch nicht, mein podcast-player hat seine eigenen vorstellungen von prioritäten… aber die BPK-schnipsel sind wirklich gruselig.

      • Steffen 02:28 on March 10, 2015 Permalink | Reply

        fjedn!
        umso unverständlicher erscheint mir deine (gefühlte(?)) ”uneinsichtigkeit/systemtreue” (ein besserer, wertungsfreier begriff fiel mir auf die schnelle leider nicht ein, aber ich hoffe du weißt was ich meine)

        • Carsten 00:10 on March 18, 2015 Permalink | Reply

          ditte is kompliziert. das system an sich – staat und struktur – funktioniert ja. jeden tag aufs neue. nur die belegschaft der regierung und auch große teile des parlaments sind mehr als fragwürdig. ich bitte das zu trennen, so viel staatstheorie muss sein. parallel dazu gibts das witschaftssystem, was ja in seiner theorie auch erstmal ok ist, aber in der praxis solche auswüchse angenommen hat, die mit der ursprünglichen idee nichts mehr zu tun haben, stichwort steuerflucht und straffreiheit für steuerhinterziehung, umgehung gesetzlicher vorgaben, blabla. da gibt es so viel zu tun, aber keiner in D. will was dagagen tun. da sehe ich enormes handlungspotential, positiv formuliert.

          • Steffen 07:02 on March 18, 2015 Permalink | Reply

            ja, ok. da habe ich vielleicht zu stark simplifiziert.

            aber ist das, was da jeden tag aufs neue funktioniert, wirklich der staat mit seiner struktur?
            oder ist es vielleicht einfach das leben? oder um es mit einem sprichwort zu konkretisieren:
            “wenn jeder für sich sorgt, ist für alle gesorgt.”

            und funktioniert das ganze vielleicht nicht wegen, sondern trotz staatlicher struktur? ich bin mir da nicht ganz sicher.

            wo wir uns auf jeden fall einig sind, ist die notwendigkeit einer gründlichen personellen umstrukturierung im gesamten staatsapparat.
            obwohl, naja: ist die problematik mit diesem menschenmaterial nicht einfach nur eine folge unseres schulsystems, der medienlandschaft, usw. (diese dinge hatten wir nun oft genug, deshalb nur “usw.”)?
            viele der idioten, die da zur zeit unsere zukunft verzocken, sind doch schließlich genauso mit diesem ganzen irrigen weltbild indoktriniert, wie der überwiegende rest der bevölkerung.

            naja, das wird man vielleicht erst in 10, 20 jahren beantworten können, wenn man weiß was aus dem ganzen murks geworden ist.

            • Carsten 10:33 on March 18, 2015 Permalink | Reply

              doch, der staat funktioniert. alles andere wäre anarchie. dass er nicht überall perfekt funktioniert, dass er es nicht allen recht machen kann, dass er in manchen augen autoritär und repressiv aussieht – ansichtssache. aber er gewährt versammlungsfreiheit, freie rede, politische beteiligung, pressefreiheit, du kannst im grunde machen was du willst. mit einschränkungen, du brauchst für dieses wollen auch ein können (ergo kapital), die pressefreiheit haben sich die redaktionen selber beschnitten, indem sie sich alle nach dem maul schreiben und keiner mehr eine eigene meinung hat. usw. usf.

              • Steffen 09:14 on March 19, 2015 Permalink | Reply

                hmm, ich weiß nicht so recht…
                was ist so schlimm an einigen formen des anarchismus?
                dieser gängigen darstellung, dass dann alles im chaos versinkt, glaube ich definitiv nicht.

                und diese ganzen vorteile, die du hervorgehoben hast, kann es doch auch ohne dieses monster namens staat geben.
                warum sollte man ohne den staat plötzlich nicht mehr frei reden oder sich versammeln dürfen oder nicht einfach machen können, was man will?

                möglicherweise verwechselst du hier etwas.
                was du beschreibst, sind doch die vorteile der demokratie gegenüber der aristokratie/oligarchie oder anderen repressiven staatsformen und nicht prinzipiell die vorteile eines staatsapparates. oder sehe ich das falsch?

                ok, es gibt noch die ansicht, dass die gewalt dann exzessive züge annehmen würde. aber mal ehrlich. gibt es heute keine morde und keine gewalt? warum sollte das schlimmer werden, wenn es keinen staat gäbe? natürlich müsste sich mehr ändern, als allein die abschaffung des staates. aber das zu erörtern, würde jetzt den rahmen dieser inzwischen schon recht schmalen spalte sprengen.

                und wenn man den an und für sich nutzlosen staat nicht mehr mit steuern am leben halten muss, sondern einfach so alles machen kann, dann braucht man doch eigentlich auch kein kapital mehr. im prinzip so, wie es die menschheit hunderttausende von jahren hinbekommen hat.
                vielleicht müsste man auch nur mal einen echten kommunismus einführen (den es, entgegen allzu häufiger behauptungen, noch nie und nirgends auf der welt gegeben hat – zumindest nicht in den letzten min. 2000 jahren)

                diese ganzen staatskonstrukte (ob nun das alte ägypten, byzanz, das römische reich und was es da alles so gab oder heute gibt) sind doch im prinzip nur das ergebnis der machtgier einiger weniger. und das hat vor frühestens zehntausend jahren angefangen (so frei ausm kopp geschätzt).

                sicherlich könnte man jetzt sagen, dass es dann keinen fortschritt geben würde/gegeben hätte. das würde ich aber erstmal nicht als gesicherten fakt ansehen. vielleicht würde der fortschritt nur in einem verträglicheren tempo vonstatten gehen und nicht so zerstörerische züge annehmen.

                das könnte man auch in einer diskussionsrunde nochmal genauer betrachten. scheint mir ein spannendes thema zu sein.

                für das meiste gilt:
                ich stelle hier nur vermutungen an. ich bin mir auch nicht immer ganz sicher, was ich von dem halten soll, was ich so schreibe..

                • Carsten 10:50 on March 19, 2015 Permalink | Reply

                  uff, das führt zu weit! das muss man ja denken! hör auf.

                  im ernst: die diskussion ist so alt wie keine andere und führt immer zur frage, von welchem menschenbild du ausgehst. ist der mensch in deinen augen ur-vernünftig, brauchst du keinen staat. hälst du ihn aber für ein tier in menschnegstalt, brauchst du einen staat, der ihn in zaum hält und ihm sagt, was er tun soll. die wahrhit liegt IMHO irgendwo dazwischen, also brauchst du ein staatsähnliches konstrukt, was ihm

                  (1.) seine freiheiten garantiert (meinung, rede, leben, …)
                  (2.) ihn vor anderen schützt (mord, gewalt, diskriminierung) – das schließ auch ein, den mensch vor dem staat zu schützen

                  es wurden in der geschichte der menschheit schon einige staatsformen ausprobiert, ich halte die demokratie für die fähigste. aber ich lasse mich da gern belehren.

                  • Steffen 20:45 on March 19, 2015 Permalink | Reply

                    muahaha, du wolltest staatstheorie, also habe ich mal das staatstheorie-deluxe-paket gedropt.

                    naja, du hast schon recht. die diskussion ist nicht neu und in form eines kommentar-battles nicht wirklich behandelbar (aber es ist eine spannende und wichtige diskussion).

                    dennoch möchte ich kurz noch anmerken:

                    1. der staat ist ja kein übernatürliches wesen.
                    soll heißen: was macht die menschen, die den staat formen (sagen wir mal “die regierenden”) zu besseren oder fähigeren menschen als die übrigen, regierten menschen?
                    beißt sich die katze da nicht in den schwanz?

                    2. mag sein, dass die von dir bevorzugte demokratie mit meinen favoriten mithalten kann. leider haben wir hier keine demokratie. aber davon abgesehen würde ich folgende staatsformen bevorzugen (wenn man schon einen staat hat):
                    -kommunismus
                    -demokratischer sozialismus
                    -pornokratie (gibt es wirklich, meine ich aber nicht ganz ernst)

                    • Carsten 22:34 on March 24, 2015 Permalink | Reply

                      Ick sahre: “Der Reichstach muß uffjelöst wern, das Volk muß rejiern, denn alle Rechte jehn vom Volke aus. Na, un wenn eener ausjejang is, denn kommt a ja sobald nich wieda!” sahre ick. “Wir brauchen eine Zoffjett-Republik mit ein unumschränkten Offsier an die Spitze”, sahre ick. “Und in diesen Sinne werk ick wähln.” Und denn bin ick aust Fensta jefalln. (Tucholsky, 1930)

                      mehr fällt mir da jetzt och nicht mehr ein.

                      • Carsten 22:35 on March 24, 2015 Permalink

                        zut alors! verschachtelte kommentare sehen ja scheiße hier aus.

                      • Steffen 05:00 on March 25, 2015 Permalink

                        C’est vrai.

                        zumindest bei dieser tiefe…

                • Carsten 22:49 on March 24, 2015 Permalink | Reply

                  die regierung ist ja nur ein teil des staates. ich wette, dass er – gerade in D. – auch einige jahre ohne funktionierende regierung existieren würde (böse zungen sagen, dass wir inzwischen in diesem zustand sind). um das ganze noch ein wenig zu abstrahieren: wieviel staat brauchste? soll er sich nur um hoheitliche aufgaben kümmern, also polizei, militär, straßenbau, recht und gesetz? oder soll und muss er sich um seine bürger kümmern mit sozialhilfe und grundeinkommen? dann können wir auch wieder über kommunismus reden.

                  • Steffen 05:07 on March 25, 2015 Permalink | Reply

                    hmmhhmm…jawollja. nur hoheitliches oder auch soziales? keine leichte frage.
                    da müsste ich jetzt ziemlich weit ausholen. momentan kann ich mir das selber noch nicht so richtig beantworten. das würde sich dann (wie so oft) erst während des schreiben ergeben.

                    ich gehe nochmal in mich, und werde die mitbringsel aus der welt im innern dann auf anderem weje kommunisieren oder kommunizieren oder wie ditte heißt.

                    • Carsten 15:59 on March 25, 2015 Permalink | Reply

                      ein letztes wort dazu muss ich hier noch dazwischen zwängen: bitte den oben verlinkten podcast mit herrn lauer nochmal anhören. da geht es auch ums meckern über politik.

                      • Steffen 18:40 on March 25, 2015 Permalink

                        welche stelle meinst du da?
                        ich habe es mir jetzt nochmal angehört, aber weiß nicht genau was du meinst.
                        und ich finde diese ständige repetitivität echt nervig.
                        die stelle mit dem standort des abgeodnetenhauses wird doch bestimmt 3-4 mal reingeschnitten. hat das irgendeinen sinn, von dem ich nix weiß?

                      • Carsten 22:40 on March 27, 2015 Permalink

                        ich meinte die stelle, wo lauer gegen pispers und co. hatet, weil die nur quatschen und nix machen. so ähnlich hatte das auch lobo letztens. link sucht ihr euch selber bitte.

  • Carsten 22:44 on November 25, 2014 Permalink
    Tags: , , demonstranten, , , , politik, ,   

    die rückkehr der geschichte 

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    im bild: die yenidze in dresden, über hundert jahre alt. wird bestimmt bald abgerissen, weil zu islamisch

    jetzt demonstrieren sie zu tausenden in dresden und anderswo gegen asylanten und einwanderer. das ist etwas surreal, denn auch wenn deutschland immer so homogen und arisch tut, ist es längst heterogener als es so mancher wahrhaben will. nur nicht in sachsen, da ist man selbst als hesse noch ausländer. ich verstehe die demos als ausdruck der angst vor verlusten, vor der realität. was ich nicht vestehe, ist, warum der stramme nationalist keine kinder kriegt, um sein vaterland zu retten? in sachsen wird lieber gestorben als geboren, schlimmer ist es nur im saarland, in sachsen-anhalt, thüringen und brandenburg1. da helfen keine schwarzrotgoldene fähnchen auf der demo gegen asylanten.

    und ich verstehe auch die asylpolitik deutschlands nicht. da werden wieder mauern errichtet, die einreise wird schier verboten2. asylanten dürfen nicht arbeiten, obwohl man sich in diesem unseren staat einzig über arbeit definiert. wer hat hier wovor angst? dabei braucht der exportweltmeister billige arbeitskräfte, die unter dem mindestlohn unseren müll und unsere kacke wegputzen! da winken doch satte renditen und dividenden für deutsche traditionsunternehmen. wo ist die fdp, wenn man sie mal braucht?

    öffnet die grenzen für alle, die europäische geschichte ist geprägt von migration und völkerwanderung. anerkennt menschenrechte auch für menschen außerhalb der EU. und bekämpft NSA, BND und frontex, die wahren feinde der menschheit.


    1. siehe dazu Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Geborene und Gestorbene nach Bundesländern 2011 []
    2. stichwort drittstaatenregelung []
     
  • Carsten 00:34 on August 19, 2014 Permalink
    Tags: , , , politik, , ,   

    fickt euch! 

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    eigentlich wollte ich nichts schreiben zu anti-amerikanismus, antisemitismus, rassismus und russenhass. aber es ist wohl nötig: hört auf, eure persönliche unzufriedenheit in geopolitischen und religiösen konflikten zu katalysieren. klar ist alles scheiße, was in der welt passiert. aber es hilft niemandem, wenn ihr die platten erklärungsversuche der medien noch weiter abstrahiert und längst überwunden geglaubte feindbilder beschwört.

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    denkt nach und ignoriert propaganda, zeigt mit dem finger auf die hetzer, egal wo sie sitzen. die welt ist komplexer als dass man sie in gut und böse klassifizieren kann. schafft geheimdienste und rüstungskonzerne ab.

    in diesem sinne: https://www.youtube.com/watch?v=rwj6SoWMfXQ

     
  • Carsten 00:05 on May 28, 2014 Permalink
    Tags: politik, , , ,   

    Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt, daß ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt! 

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    diese stadt ist so blöd und volksentscheidet sich gegen investoren, die unser leben doch immer so bereichert und bunt gemacht haben. gegen gewinne aus bauprojekten und wohnungen in bester citylage, direkt vom eigentümer. gegen satte unternehmensgewinne, gefördert von politik und klüngel. was sind das für deppen, die nicht erkennen wollen, dass kapitalismus wachstum ist und wachstum den steten strom von dividenden und zinsen auf den konten derer bedeutet, die schon haben? was sind das für menschen, denen ein unbebautes feld lieber ist als sterotypische glasbetonbauten ohne charakter? vergesst berlin! bebaut die lücken zwischen den hochhäusern in frankfurt am main mit shopping malls, ihr werdet es nicht bereuen.

     
    • Steffen 15:57 on May 28, 2014 Permalink | Reply

      yeah, jetzt haben wir es den kapitalistischen terrorheuschrecken aber mal so richtig gezeigt. jetzt können wir uns erstmal wieder zurücklehnen.

      aber im ernst: ein gutes zeichen war dieser wahlausgang schon. da haste recht.

      • Carsten 00:34 on June 2, 2014 Permalink | Reply

        die grausame wahrheit ist: bezahlbarer (sozial-)wohnraum wäre in der tat die bessere alternative zu einer brache, die nur am wochenende zum grillen und drachensteigen genutzt wird. nur: diesem senat traut man nicht mehr. zu groß ist der einfluss von klüngel und investoren. dann lieber nüscht als noch mehr glasbeton für die elite. meine meinung.

    • Steffen 00:51 on June 2, 2014 Permalink | Reply

      genau so ist es.
      und bei geplanten 7-8€/m² (kalt natürlich) würde ich nicht mehr von sozialem wohnen reden. deshalb sollen unsere politiker mit ihren geldsackfreunden mal lieber die finger davon lassen.

  • Carsten 22:59 on May 21, 2014 Permalink
    Tags: , , , politik   

    pssst. ich habe da etwas gefunden in diesem internet. ihr dürft es aber nicht weitersagen. behaltet es für euch. weil es das beste ist, was ich seit wochen zum thema gelesen habe: Die Zersetzung von Innen. und den spin da finde ich immer noch besser als den kopf in den sand zu stecken.

    die überschrift – man ahnt es – ist geklaut.

     
    • Steffen 03:12 on May 22, 2014 Permalink | Reply

      das beste, was du seit wochen zu dem thema gelesen hast?
      pff…vielleicht solltest du häufiger bei telepolis reingucken.

      ich nehme an, der verlinkte beitrag hat bewusst keine kommentarfunktion. natürlich will der autor vermeiden, dass einer dieser “verwirrten Menschen” etwas zu seinem gedanklichen auswurf sagt. einer dieser “Verschwörungsspinner, die […] nicht in der Lage sind, komplexe Sachverhalte zu analysieren”.
      diese hohe kunst beherrscht natürlich nur der begnadete autor. das erkennt man ja schon daran, dass er stumpfsinnige rechtspopulisten, stammtischpolitiker, antisemiten und ähnliche über denselben kamm schert wie linke und menschen, die sich zu recht gegen die missstände in D & EU & dem rest der Welt erheben.

      wenn er sich 80% seines textes gespart hätte, wäre der artikel vielleicht noch gut geworden. aber so…zeitverschwendung (imho).

    • Labelizer 12:59 on May 22, 2014 Permalink | Reply

      Danke für das Feedback. Was die Kommentarfunktion angeht ist die standardmäßig nur 14 Tage geöffnet. Und ja, es ist bequemer die Diskussion nicht in der Kommentarspalte zu führen.

      • Steffen 23:24 on May 22, 2014 Permalink | Reply

        nix zu danken. klar sind diskussionen in kommentarspalten nicht allzu komfortabel. dennoch sind kommentare oft hilfreich, um den kommentierten beitrag zu relativieren, mit weiteren informationen zu ergänzen und um die meinungsvielfalt zu erhöhen. besonders dem gegenwärtig diskutierten artikel täte das m. E. gut.

  • Carsten 11:56 on February 26, 2014 Permalink
    Tags: , , , , politik,   

    heute ist was einigermaßen erstaunliches passiert: Spiegel Online gibt einer these von Sahra Wagenknecht Recht. “Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert” – was vor ein paar Jahren noch als linkes spinnertum abgetan wurde, lässt sich nun nicht mehr leugnen. erstaunlich.

     
    • Steffen 20:38 on February 26, 2014 Permalink | Reply

      in deiner tl;dr-darstellung klingt es in der tat erstaunlich. allerdings sollte man sich lieber darauf beschränken, denn der spiegel-artikel stotzt ja wieder nur so vor bild-niveau. angefangen bei der wortwahl in der schlagzeile. und so geht es auch weiter. ich weiß schon, warum ich da kaum noch reingucke…

      • Carsten 22:56 on February 26, 2014 Permalink | Reply

        Der Artikel ist schon arg zusammen gewurstet. Stimmt. Aber geht ja um die message. Und es gibt Graphen. Graphen. In einer boulevard Nachricht. Graphen.

  • Carsten 22:12 on February 7, 2014 Permalink
    Tags: , , , , , politik   

    Mit dem ADAC-Hubschrauber nach Sotschi 

    2014-02-07 08.09.21

    Die Nachrichten der vergangenen Monate haben die letzten Reste der alten Bundesrepublik beseitigt. Vorbei sind die Zeiten, als die Helmuts ein geordnetes Land regierten, als die Welt noch in Ordnung war. Die Feinde in Russland waren Kommunisten, die anderen Deutschen auch. Da hatte man einen satten Kontrast zur eigenen Lebenseinstellung, die Identität und das Weltbild war gefestigt. Dann kam die Wende, alles sollte ein paar Jahre weiter gehen, nur das Land war größer. Der Rest der Welt veränderte sich rasant, man brauchte ganze 10 Jahre für ein neues Feindbild, Staaten zerfielen, gingen bankrott, entstanden neu, Bündnisse brachen auseinander, wurden geschmiedet, die Welt drehte sich. In Deutschland zerkloppten die Sozialdemokraten den Sozialstaat, die Christdemokraten schafften die Atomkraft ab und die Grünen begannen Kriege. Plötzlich wurden feste Konstanten zu Unbekannten, Alice Schwarzer macht sich durch Steuertricksereien moralisch angreifbar, Michael Schumacher verliert, der Golf ist womöglich gar nicht das Lieblingsauto und die Amerikaner bespitzeln uns.

    2014-01-12 14.48.57

    Vielleicht ist diese Winterolympiade ohne Schnee der Beginn einer neuen Zeit. Einer Zeit, in der alles irgendwie irrational wird, keiner Moral, sondern nur dem Geld folgt, der kurzfristigen Rendite. Schmeißt die Ausländer raus und nehmt Euch den Mindestlohn. Beschwer dich nicht über Briefkastenfirmen und Nebentätigkeiten deiner Politiker, du bescheißt doch selbst beim Hartz4. Gründe eine Bürgerinitiative und beschwer dich auf facebook über deinen Nachbarn, aber lass die Großen Politik machen, die können das, die können nichts anderes. Lass dich verzaubern von der Dschungelkönigin und lass die Afrikaner und Syrier sich selbst abschlachten, damit du dich aufregen kannst über sie. Die Panzer dafür verkaufen wir ihnen gerne. Sei gegen Schweinefleisch und Russlands Homophobie. Es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Aber du kannst es wenigstens kritisch kommentieren auf ZEITonline oder in deinem Blog. Dann geht es dir besser.

    2014-01-11 10.54.16

    Wir sind langsam an einem Punkt angekommen, an dem wir uns entscheiden müssen. Und ich meine jetzt keine Eurokritische Politik, die sich trauen zu sagen, was nicht gesagt werden darf. Sondern eher, ob wir uns so weiterkapitalisieren wollen oder ob es vielleicht auch andere Werte gibt?

    2013-11-27 18.55.53

     
  • Carsten 00:13 on January 5, 2014 Permalink
    Tags: , gesellschafft, holger apfel, , michael schuhmacher, politik, Ronald Pofalla,   

    wer betrügt, fliegt (auf der ski-piste) 

    es ist so deprimierend: die deutschen medien bangen um einen, der mal schnell um die kurve fahren konnte, keine steuern in deutschland zahlt und einen skiunfall hatte. vor jahren hatte mal ein thüringer einen skiunfall, da hat auch keiner getrauert. dabei hat der die seehofersche these radikal umgesetzt, rammte er doch dabei eine osteuropäerin mit tödlicher folge. und darüber hinaus war besagter minister seiner zeit weit voraus: nach dem ausscheiden in der politik wurde er lobbyist, da kann sich pofalla mal eine scheibe abschneiden. aber wir sind ja selber schuld, was wählen wir auch die CSU in den deutschen bundestag? und wir können nicht mal aus protest aus der protestpartei austreten. die frage ist nur, in welchem unternehmen holger apfel nun unterschlupf findet. lobbyismus beim verfassungsschutz? vielleicht sollte er mal winterurlaub machen…

     
    • Steffen 18:50 on January 5, 2014 Permalink | Reply

      da stimme ich dir zu. wenn der schubkarrer im krankenhaus liegt, pilgern alle hin, halten transparente hoch und jeden tag hört man, dass sein zustand “kritisch aber stabil” sei. abartig. und damit kann man dann schön von den weltweit zunehmenden kriegen und protesten, den schweinereien der NSA und von nazipropaganda der CSU ablenken. dagegen geht dann natürlich kaum einer auf die straße. nur in hamburg passiert was. immerhin.
      nur an einer stelle muss ich dir widersprechen. nicht “wir” haben die CSU in den bundestag gewählt, sondern einzig und allein die [adjektive v.d.R. entfernt] bayern.

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