neues von den pankgrafen

“Über Ursprung und Zweck der Pankgrafen schreibt Walther Kiaulehn in seinem Berlin-Buch: „Irgendein Witzbold des Stammtisches hatte herausgefunden, daß es 500 Jahre zuvor eine blühende Pankgrafschaft auf dem Wedding gegeben habe. Die Bewahrung der Tradition dieser alten Rittergilde machten die neuen Pankgrafen zu ihrem Lebenszweck… Sie erklärten – auf sagenhafte Rechtstitel ihrer Chronik gestützt – irgendeiner märkischen Stadt den Krieg, nagelten einen übergroßen Fehdehandschuh an das Stadttor, erstürmten die Stadt mit viel Lärm, Knallfröschen und allerlei Feuerwerk, entfalteten auf dem Marktplatz ein großes Lagerleben und versammelten sich schließlich mit den unterworfenen Bürgern im Fackelglanz zu einer Rede ihres Großkomturs auf Kaiser und Reich, beschenkten die Waisenhäuser und Krüppelheime und fuhren am Montagmorgen vor Tag und Tau müde, verkatert und glücklich nach Berlin zurück.”

aus: Kinnigkeit, W.: Trauriges Ende einer Ritterfahrt, in: Die Zeit (28.04.1961), Nr. 18. online abrufbar unter http://www.zeit.de/1961/18/trauriges-ende-einer-ritterfahrt

zuvor im blog: neues von der panke (2007)

Allet jute!

man hat sich aus den augen verloren, wie das eben so ist. jeder geht seiner wege und manchmal – wer weiß – werden die sich auch wieder kreuzen. war ne coole zeit damals, ist eigentlich auch nicht so lange her. ist viel passiert, kann man nicht ändern. jedenfalls, alles gute zum geburtstag, auch wenns nicht unbedingt heute ist. mein gedächtnis und mein handy sind sich da nicht einig.

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kneipen im wedding. eine auswahl.

der prototyp aller alternativer gastronomie im wedding: kaffee schmidt in der schererstraße, leider seit langem zu
der prototyp aller alternativer gastronomie im wedding: kaffee schmidt in der schererstraße, leider seit langem zu

Castle Pub
vor einiger zeit waren wir im castle pub, haben dort anständig getrunken und somit war dann auch die rechnung anständig. bei so einem putzigen rubbelspielspaß haben wir sogar gläser gewonnen, nur um sie beim gehen einfach zu vergessen. der pub ist toll, gleich am gesundbrunnen und gemütlich eingerichtet, nur die live-band war zu laut, obwohl wir uns extra weit weg gesetzt haben. gegessen haben wir nichts. siehe auch

Mastul
weil das cralle letztens voll war, erinnerten wir uns an das mastul umme ecke. war dann doch ein etwas längerer marsch, hat sich aber gelohnt. vier bierchen für ‘nen zehner, das kann man machen. man sitzt in gemütlicher atmosphäre und plaudert. ab und zu gibt es da auch lesungen, sagt man.

Humboldthain Club
da wollte ich schon lange mal hin, direkt an der s-bahn. das war auch mal ein rockerdings, glaube ich. jetzt ist da bumm-bumm-musik, über deren qualität ich leider nichts sagen kann. es war dunkel und der strobo hat geblitzt, wir saßen im kabuff und quatschten. manchmal kostet das auch eintritt, aber nicht, wenn man wie wir früh kommt. später waren nur hopsende kids, wir gingen schnell.

Kugelbahn
das wollte ich schon lange mal erwähnen. coole kneipe, oft auch mit live musik. man sitzt gut und gerne dort. und das beste: gleich um die ecke.

natürlich gibt es noch mehr, das F in der grüntaler, weine & geflügel, eschenbräu, und noch hundert andere. aber man kann ja nicht immer nur ausgehen…