der zweite film aus meinem experiment mit sehr altem filmmaterial (siehe auch teil 1). diesmal belichtet bei ISO 800 und tageslicht und dies auch dem Labor so kommuniziert. leicht bis mittelstark verrauscht, hier kann ich leider immer noch nicht sagen, ob das am film selbst, am alter oder am entwicklungsprozeß liegt. aber ich habe ja noch vier versuche.

themen sind diesmal coronabedingt ausflüge in die nähere umgebung:

– bürgerpark pankow
– friedhof pankow III hinterm bürgerpark
– s-bhf wollankstraße

Film: Kodak T-MAX P3200 (TMZ 5054) abgelaufen am 09/1989
Kamera: Nikon F4s
Zeit: Juni 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (6,70 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

bilder aus der coronazeit, in der wir täglich die nähere umgebung spazierend erkundeten. wenn man bisschen aufpasst, kommt einem reichlich absurdes vor die linse.

Film: Agfaphoto APX 100 4356-12
Kamera: Nikon F4s
Zeit: April 2020
Entwicklung: rossmann, Rathaus Center Pankow (9,75 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

in der kürzlich gebraucht gekauften Nikon F4s war noch ein diafilm, teilweise belichtet. offenbar ein urlaub, ansichten einer stadt am mittelmeer(?). bilder aus dem flugzeug. die lumix-kamera in der hand der frau sagt uns, dass es noch nicht so lange her sein kann. der film jedoch hat gelitten und ist durch die zeit grünstichig geworden. lag halt nicht im kühlschrank und ist nicht so robust wie ein s/w-film.

Film: Kodak Elitechrome EB-3
Kamera: Nikon F4s
Zeit: unbekannt
Entwicklung: rossmann, Rathaus Center Pankow (3,55 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

meine bilder sind auch grün geworden und zeigen Cameron Carpenter bei seinem konzert am bürgerpark im april auf einer auf einem lkw montierten orgel.

Ein paar Fingerübungen mit der neuen Nikon F4 während des Lockdowns bei den nachmittäglichen Spaziergängen. Viel grüner Bürgerpark und Florakiez.

Film: Kodak GB 200-7
Kamera: Nikon F4
Zeit: Mai 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (3,83 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

Mit der Kamera auf Arbeit, die Sonne steht weit unten. Rauhreif bedeckt die Wiese, die Panke plätschert, es ist kalt. Baustellen überall, die Autos stauen sich. Vereinzelt kommen Jogger, der Bus kommt nicht. Auf dem Ohr ein Hörbuch, irgendwann muss man dann aber doch an den Schreibtisch.

eine radkappe liegt vor der schönholzer heide in pankow
der morgendliche frost bedeckt sie mit gefrorenem tau
sie wird abgefallen sein von einem auto
sie wird lustig tanzend neben die fahrbahn gerollt sein
bis sie dann zum liegen kam und irgendwann verschwunden sein wird.
auf spanisch heißt sie tapacubos, was nach sonne und salz auf der haut klingt.


ein nebel liegt abends über der stadt, es ist november, nicht kalt, aber ungemütlich. es wird früh dunkel, der park dient vielen als durchgang zwischen pankow und niederschhönhausen, um diese jahreszeit wird nicht flaniert, es wird nach hause gegangen. niemand sitzt auf der bank, niemand will das.

Bewohner in Berlin sind aktuell aufgerufen, an einer Befragung zu ihrer Wohnsituation / Mietverhältnis teilzunehmen.

https://www.berlin.de/ba-pankow/aktuelles/pressemitteilungen/2019/pressemitteilung.833215.php

https://www.abendblatt-berlin.de/2019/08/13/berlin-pankow-haushaltsbefragung-bitte-unterstuetzen/

Der Fragebogen ist völlig anonym, die Zustellung erfolgte ohne Adresse. Auf der einen Seite ist das vorbildlich, denn es werden sensible Daten zu Angehörigen und Einkommen abgefragt, anderseits auch kritisch, denn man hat dann keine Vergleichsdaten, zu vorherigen Befragungen etwa.

from pixelroiber (@pixelroiber@mastodon.social)

Wohnungsbesichtigung in Französisch Buchholz im Januar 2015. Bereits vor vier Jahren war der Mietwohnungsmarkt in Berlin angespannt. Entsprechend viele kamen zu den Besichtigungsterminen und man stand sich ständig im Weg. Die Wohnungen im Berliner Norden sind so durchschnittlich wie ihre Bewohner. Über die sichtbaren Mängel schweigen wir, nehmen den Bewerbungsbogen und verschwinden. Wir schauen uns an dem Tag noch andere Wohnungen an, es wird nicht besser. Treffen immer wieder die gleichen Interessenten. Die Gegend wirkt an diesem Wochenende traurig und leer, viele Geschäfte sind für immer geschlossen, die Straßenbahn rattert vorbei. Es ist Januar, ein kalter Wind weht und wir beschließen, nicht nach Französisch Buchholz zu ziehen.