der prototyp aller alternativer gastronomie im wedding: kaffee schmidt in der schererstraße, leider seit langem zu
der prototyp aller alternativer gastronomie im wedding: kaffee schmidt in der schererstraße, leider seit langem zu

Castle Pub
vor einiger zeit waren wir im castle pub, haben dort anständig getrunken und somit war dann auch die rechnung anständig. bei so einem putzigen rubbelspielspaß haben wir sogar gläser gewonnen, nur um sie beim gehen einfach zu vergessen. der pub ist toll, gleich am gesundbrunnen und gemütlich eingerichtet, nur die live-band war zu laut, obwohl wir uns extra weit weg gesetzt haben. gegessen haben wir nichts. siehe auch

Mastul
weil das cralle letztens voll war, erinnerten wir uns an das mastul umme ecke. war dann doch ein etwas längerer marsch, hat sich aber gelohnt. vier bierchen für ‘nen zehner, das kann man machen. man sitzt in gemütlicher atmosphäre und plaudert. ab und zu gibt es da auch lesungen, sagt man.

Humboldthain Club
da wollte ich schon lange mal hin, direkt an der s-bahn. das war auch mal ein rockerdings, glaube ich. jetzt ist da bumm-bumm-musik, über deren qualität ich leider nichts sagen kann. es war dunkel und der strobo hat geblitzt, wir saßen im kabuff und quatschten. manchmal kostet das auch eintritt, aber nicht, wenn man wie wir früh kommt. später waren nur hopsende kids, wir gingen schnell.

Kugelbahn
das wollte ich schon lange mal erwähnen. coole kneipe, oft auch mit live musik. man sitzt gut und gerne dort. und das beste: gleich um die ecke.

natürlich gibt es noch mehr, das F in der grüntaler, weine & geflügel, eschenbräu, und noch hundert andere. aber man kann ja nicht immer nur ausgehen…

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Auf dem Gesundbrunnen bauen Sie wieder, einen Bahnhof. Eine richtig schnieke Empfangshalle wird das, da wird der Besucher nur so empfangen, dass es eine Freude ist. Weil hier ist nämlich jeder willkommen, der aus der Fremde oder überhaupt herkommt. Da wird dann auch kein Unterschied gemacht. Auf der Gesundbrunnen-Platte jedenfalls bauen sie, hat ja lange genug gedauert und der Wind hat gezogen, wenn man da rüber gedackelt ist im Herbst und im Winter.

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Man hat sich ja immer gefragt, was dieser Platz sollte, Hanne-Sobek-Platz, 13357 Berlin, N20, ihr kennt den. Hanne Sobek war bei Hertha, lange Jahre, Deutscher Meister ’30/’31 – viele erinnern sich. Anner Plumpe, Gesundbrunnen, Badstraße, Lichtburg, Corso-Theater, Mauerbau, Dornröschenschlaf. Gesundbrunnen-Center. Und nun eine Empfangshalle. Für alle Gestrandeten und Entwurzelten, für die Touristen und die Einheimischen. Ein Treffpunkt der Völker, die sich vor dem DB Reisezentrum in den Armen liegen und – vor Kälte und Wind geschützt – eine neue Weltordnung erschaffen, an den Plänen für den Weltfrieden arbeiten.

ein wohl authentischer fall von rap in uniform:

traurig. und nächstes mal reden wir über macht, machtdemonstration und gegengewalt. es stimmt schon, hier leben einige kaputte menschen, und die polizisten, die hier ihren dienst tun (müssen), sind nicht zu beneiden. das video verstehe ich als antwort auf gängige (pseudo-) gangster rap videos aus dem kiez. kann man machen, aber gelöst bekommt man damit auch nichts.

jetzt, wenn die tage wieder ein wenig christsozialer werden und die königin der herzen fast alleine regiert, jetzt, wo wir alle bangen, ob mutti einknickt und die verarmte oberschicht schröpft mit dem pösen spitzensteuersatz, jetzt, wo wir freien neoliberalen im politischen nirvana versinken und euch mit unsern’ hart verdienten zinseszins den lobbyisten schicken müssen…

aber tröstet euch, berlin hat schon ganz andere zeiten hinter sich!

die band ging bisher komplett an mir vorbei, und dass, obwohl sie seit 1995 “an der Weiterentwicklung des Genres Elektronische Popmusik arbeitet” (wikipeadia). aus gründen schauen wir uns jetzt erstmal dieses video an, da müssen wir jetzt durch:

tiefsinniger in text und subtext und auch mit wedding im bild dieses hier:

mag ich.

das völlig unpassende symbolbild
das völlig unpassende symbolbild

was hier so nüchtern dokumentiert wird, sah in der realität ein bisschen anders aus:

es war diese woche, ich, noch etwas vertrant und verschlafen und verspult, trat vor die haustür, um zur arbeitsstätte zu gelangen. wenige hundert meter danach fielen mir mehrere autos auf, aus denen immer mehr sportlich-dynamische menschen hervor quollen. die wuselten an mir vorbei und drückten sich an der hauswand richtung ecklokalität. eine menschin wurde vorgeschickt und klopfte am lokal. mehr habe ich nicht gesehen, war mir völlig klar: Aha, Schwerpunkteinsatz gegen Rauschgifthandel. sieht ziemlich martialisch aus, so ein einsatz. und auf einmal war ich froh, kein polizeier sein zu müssen. so früh am morgen könnt’ ich das nicht.

das folgende bild wollte ich am 1. märz veröffentlichen, da gab es ein paar sonnenstunden bis gleich der winter wieder über uns herein brach. also habe ich es gelassen. inzwischen ist einiges passiert.

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wie gesagt kam wieder winter:

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im hauptbahnhof musste eine rolltreppe gesperrt werden:

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am ostbahnhof stand ein güterzug:

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im museum der dinge gibt es dinge:

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im wedding blühen die ersten blumen (#flatterband):

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eine mysteriöse wurstbande treibt ihr unwesen (#wasntme):

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und im fernsehen kommt immer noch mehr schrott:

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