ix glaube ja, dass es … - wirres.net by ix (fachblog für irrelevanz)
ix glaube ja, dass es wichtig ist, alle die da (freiwillig) mitmachen, konsequent mit verachtung zu strafen, auch die, die daran arbeiten dem drecksblatt ein besseres image zu verpassen, z.b. mit unkritischen, menschelnden, empathischen interviews/portraits der (mit)macherïnnen. / Ich kehre dann auch wieder zu meiner bew&228;hrten Tradition zur&25 …

19.09.2016 bei maskworld.com in der Oranienburger Str., Berlin

throwback in september 2016: wir sind in mitte verabredet weil wir da was vorhaben. den maskenladen gibts schon ewig, über die oranienburger gibts ein schönes buch. die gegend nervt wegen touristen und schickimicki. das altersheim gegenüber den hackeschen höfen wurde weggentrifiziert, nachdem es in den 90ern selbst gentrifiziert hat. und die freimaurerloge wurde abgerissen. die synagoge glänzt in der abendsonne, grillgeruch aus dem monbijoupark und im aufsturz gibts viel bier. im zosch in der tucholskystraße sitzen die spanier und der burger wird kalt. gegenüber hat sarah wiener eine bäckerei. der späti ist noch auf, die straßenbahn rattert und ab und zu sieht man noch frauen. das tacheles ist abgerissen, eine gruppe angetrunkener aus der provinz torkelt vorbei. es nieselt leicht und in dem indischen restaurant werden die letzten tische geräumt.

am 7. oktober wird berlin blockiert.

mehr dazu: https://extinctionrebellion.de/berlinblockieren/

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Der Wikipedia-Artikel "Hanswurst" beschreibt die typischenn berliner Szene-Nachbarn: "Sein Kostüm bestand aus einer roten, offenen Jacke mit bauschigen Ärmeln, blauem Brustfleck und mitten darauf zwischen den roten, grün eingefassten Hosenträgern ein grünes Herz. Er trug eine weite gelbe Hose, die nur bis zu den Knöcheln reichte, dazu niedrige derbe Schuhe aus Leder und einen breiten Ledergurt mit großer Schließe aus Metall, auf dem Kopf den grünen Spitzhut und am Gürtel ein hölzernes Schwert."

„Sicher werden Sie deine Adverbien zählen, deine Obwohls und die Länge deiner Ellipsen messen… Das ist ihr Job. Aber du, du schneiderst dir kein Abendkleid, du schreibst ein Buch! Kümmere dich nicht darum, was man über dich schreibt, ob gut oder schlecht. Meide die Orte, an denen über Bücher gesprochen wird. Höre auf niemanden. Wenn sich jemand über deine Schultern beugt, spring auf und schlag ihm ins Gesicht. Schwing keine Reden über deine Arbeit, es gibt nichts zu sagen. Frag dich nicht, warum und für wen du schreibst, sondern denke, dass jeder deiner Sätze der letzte sein könnte. Laß ihn an die Tür klopfen, er wird schon die Lust verlieren.“

~ Philippe Djian: Pas de deux (Lent dehors), 1991, S.435f ~

Wir fahren von Kreuzberg nach Neukölln mit dem Fahrrad. Durch die Hasenheide, vorbei am Sommerbad Neukölln und dem Tempelhofer Feld. Es ist der 21. Juni, es ist sehr lange hell, viele sind unterwegs. Das Kopfsteinpflaster nervt mit dem Fahrrad. An der Ecke liegt ein umgefallenes Mofa, hier war sicher mal eine Eckkneipe, auf den Wänden großflächige Graffitis.