friedrichshain im november 2019: aus der hipster-kaufhalle an der warschauer kommen die metalheads in ihren kutten und werden heute abend spaß haben. die m10 hat ersatzverkehr, die busse sind überheizt und voll, aus der sbahn strömen mehr partyhungrige, sie alle haben ein ziel: den samstag abend zu dem ihren machen.

endlich befreit. als ich mein handy neu bespielte, flog auch ganz viel unnötiger ballast weg. nennen wir das kind beim namen: instagram. gelöscht ist sie, die blöde app. viel zu viele berechtigungen für eine simple foto hochladen-funktion. eine toxische community, influencer und celebrities buhlen um die teenager und likes, es ist so traurig. unklare geschäftsbedingungen (wem gehört das bild nach dem upload?) und überhaupt facebook als betreiber. da stelle ich mein bild doch lieber in das eigene blog. was uns zur frage führt: wenn keiner das blog liest, existiert das bild vom wald überhaupt? jedenfalls im wald gewesen, da war es neblig und kalt und pilze gabe es nur ein paar. aber unschlagbar: die stille. die schweren wanderstiefel erzeugen ein knacken, das wars, ab und zu vogelt ein vogel im geäst, die bäume machen auch geräusche im wind, sonst ist stille. du bist mit dir und deinen gedanken alleine. in der stadt ist ja immer was, und wenn es deine kopfhörer sind, die deine ohren zumüllen. jaja, wald ist toll.

in der koloniestraße, ecke kühnemannstraße in berlin gesundbrunnen gibt es ein hotel. das war früher mal ein wohnhaus und jetzt kommen schulklassen und touristen. darüber müssen wir uns aufregen, denn in wohnhäusern, die nun hotels sind, kann keiner mehr wohnen.
schaut man sich die bewertungen an, so hat man viel amüsemang. denn oft sind die gäste vom fluglärm genervt – was ziemlich witzig ist, es kommen vermutlich viele mit dem flugzeug angereist.

Screenshot von google.de

das chinesische telefon läuft schon länger mit lineageos (vorher: CyanogenMod). nun habe ich es geschafft, beim upgrade auf android 9 pie auf die google dienste zu verzichten – dank dem microg-projekt und viel gefummel läuft nun alles rund und ohne dass google meine daten bekommt. microg ist leider erforderlich, um zugang zum play store zu haben (via aurora droid), da der sonst sehr empfehlenswerte f-droid store nicht alle apps hat. eine menge alternative apps verrichten nun ihre stummen dienste und ich kann besser schlafen. einen einstieg bietet mike kuketz, in wahrheit ist es viel ausprobieren, versuch und irrtum. und natürlich viel weniger komfort. denn schon allein die schnöde deutsche bahn-app verweigert den login ohne play services-zugang – da fragt man sich, warum und greift auf die website zurück. oder die taxi-app freenow (früher mytaxi) – warum nur mit google? insgesamt läuft alles schneller und mit magisk und adaway sehr viel abgeschotteter. danke, community.

Soziologe über Thüringen-Wahl: "AfD-Wählern geht es wirtschaftlich gut" - SPIEGEL ONLINE - Wissenschaft (SPIEGEL ONLINE)
Wer ökonomisch abgehängt ist, wählt eher AfD? Falsch, sagt der Soziologe Alexander Yendell. Der wahre Grund für den Erfolg der Rechtspopulisten in Thüringen ist demnach Rassismus.

Arbeitslosigkeit und niedrige Einkommen spielen überhaupt keine Rolle. Wirtschaftliche Benachteiligung erklärt nicht den Erfolg der AfD. […] Viel wichtiger ist eine grundsätzlich fremdenfeindliche Einstellung – besonders gegenüber Muslimen – gepaart mit der diffusen Angst der Überfremdung. Die Diskussion über wirtschaftliche Gründe für den Erfolg der Rechten führt also in die Irre. Das verbindende Element der AfD-Wähler ist Fremdenfeindlichkeit.

ix glaube ja, dass es … - wirres.net by ix (fachblog für irrelevanz)
ix glaube ja, dass es wichtig ist, alle die da (freiwillig) mitmachen, konsequent mit verachtung zu strafen, auch die, die daran arbeiten dem drecksblatt ein besseres image zu verpassen, z.b. mit unkritischen, menschelnden, empathischen interviews/portraits der (mit)macherïnnen. / Ich kehre dann auch wieder zu meiner bew&228;hrten Tradition zur&25 …

19.09.2016 bei maskworld.com in der Oranienburger Str., Berlin

throwback in september 2016: wir sind in mitte verabredet weil wir da was vorhaben. den maskenladen gibts schon ewig, über die oranienburger gibts ein schönes buch. die gegend nervt wegen touristen und schickimicki. das altersheim gegenüber den hackeschen höfen wurde weggentrifiziert, nachdem es in den 90ern selbst gentrifiziert hat. und die freimaurerloge wurde abgerissen. die synagoge glänzt in der abendsonne, grillgeruch aus dem monbijoupark und im aufsturz gibts viel bier. im zosch in der tucholskystraße sitzen die spanier und der burger wird kalt. gegenüber hat sarah wiener eine bäckerei. der späti ist noch auf, die straßenbahn rattert und ab und zu sieht man noch frauen. das tacheles ist abgerissen, eine gruppe angetrunkener aus der provinz torkelt vorbei. es nieselt leicht und in dem indischen restaurant werden die letzten tische geräumt.

am 7. oktober wird berlin blockiert.

mehr dazu: https://extinctionrebellion.de/berlinblockieren/

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Der Wikipedia-Artikel "Hanswurst" beschreibt die typischenn berliner Szene-Nachbarn: "Sein Kostüm bestand aus einer roten, offenen Jacke mit bauschigen Ärmeln, blauem Brustfleck und mitten darauf zwischen den roten, grün eingefassten Hosenträgern ein grünes Herz. Er trug eine weite gelbe Hose, die nur bis zu den Knöcheln reichte, dazu niedrige derbe Schuhe aus Leder und einen breiten Ledergurt mit großer Schließe aus Metall, auf dem Kopf den grünen Spitzhut und am Gürtel ein hölzernes Schwert."