in einem neubauviertel (neue vahr süd?) in bremen wird ein mann und seine frau erstochen, das kind bleibt verängstigt zurück. frau lürsen kümmert sich, passt sich den klischees an und ermittelt im umfeld. die männer und nachbarn arbeiten nicht nur zusammen, sondern schmuggeln auch drogen. stedefreund kümmert sich um lürsen und karlsen spielt dem kind mit brötchen und gabeln was vor. spannend ja, etwas zu vorhersehbar und auch ein bisschen anstrengend.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 13.02.2011

[NACHTRAG:] Die SZ fragt nach:

Dass sie erst unter Zeugen als Kommissarin und kurz darauf schlecht verkleidet als angebliche Angehörige am selben Tatort recherchiert – diese Logik im Drehbuch ist natürlich mindestens surreal. Das traumatisierte Kind, das die Ermordung der Eltern miterlebte, tanzt am Ende des Films schon wieder therapeutischen Hip-Hop und freut sich. Alles ist also kurz vor Anne Will auf einem guten Weg.

Wow. Ein richtig spannender Tatort, von der ersten Minute an. Mit viel geheimdienstlicher Trickserei werden die Kommissare an der Nase herum geführt: Zersetzung, Täuschung, Überwachung. Und am Ende muss Herr Stedefreund für seinen Alleingang bluten. Sehr Forsythesk.

Aber! Die Story um alte Stasi-Seilschaften, die noch Gift aus dem Kalten Krieg einsetzen, ist ja mal sowas von an den Haaren herbei gezogen. Dazu Waffenschmuggel an die Rebellen, um die Welt zu befreien. Hach, das wäre Stoff für einen guten Spionagethriller, aber für die Bremer Kripo? Haarsträubend.

Link +++ Erstausstrahlung!

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