Was war denn das? Da freut man sich auf einen Tatort und dann kommt Götz George als Schimanski. Ein Ermittler in Rente ermittelt auf eigene Faust einen Polizisten-Selbstmord. Und gerät ins Visier von korrupten Polizisten und dunklen Gestalten. Ständig wird geht er kaputt, steht aber immer wieder auf.

Woanders wird geschrieben:

„Der Polizei-Rentner schleicht und flüstert resigniert durch die Szenerie, auf seinen Schultern schleppt er die Last dieser Welt mit sich herum. „War es das Scheiß-Geld wert?“, fragt Schimanski am Ende den korrupten Ober-Bullen. Ja, nein, auch egal.“ (RP-Online)

Aber so einfach war es nicht, es war schon spannend und Schimanski ist wirklich eine Klasse für sich. Aber ich glaube kaum, dass das Konzept noch mehr Folgen überlebt. Also abwarten.

Und noch was: Schimanski spricht immer vom Vater des Selbstermordeten, dass der auch ein guter Polizist war, und sein Sohn immer so sein wollte wie er – nur: Schimanski ist nicht der Vater, also wer soll das gewesen sein? Kompliziert.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: Sonntag, 30. Januar 2011 +++

[xrr rating=5/7]

Ganz spannend in der ersten Hälfte, absehbar in der zweiten und lustlos am Ende. Ein Junge liegt tot im Kühlhaus, schnell fällt der Verdacht auf die Hofbesitzerin. Quasi das ganze Dorf ist gegen sie. Nur die Mutter des Toten nicht, da steckt mehr dahinter, Liebe gar. Doch wer war es nun? Vielleicht ein Unfall? Oder Vorsatz? Und was ist eigentlich mit dem Alten, der unbedingt den Hof kaufen will, um ein Restaurant zu eröffnen? Der Kölner Tatort spielt mal wieder auf der ganzen Klaviatur der menschlichen Gefühle und verrennt sich dabei im spätherbstlichen Nebel. Übrigens sind mal wieder alle im Dorf im Schützenverein. Ich sags ja immer wieder: Das kann nicht gut gehen.

Nette Episode nebenbei: Wie die Assistentin Franziska der Schenk-Tochter hilft und mit ihr das Arbeitsamt rockt.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 05.12.2010

[xrr rating = 5/7]

Frau Lindholm ermittelt in ihrer Heimatstadt Lüneburg und trifft einen alten Kollegen und Freund, der sie hat sitzen lassen vor ein paar Jahren. Ein Anschlag auf einen Unternehmer wurde verübt, schnell fällt der Verdacht auf eine Gruppe junger Protestler (analog zum Tatort Salzleiche, muss an der Gegend liegen). Doch es gibt Ungereimtheiten, vor allem in der Firmengeschichte, der Sohn vom Unternehmer ist komisch und Kollege Bein vom Staatsschutz erst recht.

Nettes Stückchen zum Thema böses Pharmaunternehmen und korrupte Polizei. Stellenweise ziemlich langweilig und das Ende kommt ein wenig plump. Übrigens auch einer der wenigen Tatorte ohne Leiche.

Erstausstrahlung: 29.02.2004 +++ link

[xrr rating=5/7]

Der Kommisar war mit der Hauptkommissarin ihrer Tochter im Bett und das wars dann auch mit Überraschendem. Es folgt viel Wiederholung, die Story dreht sich im Kreis und der Versächtige ist schnell gefunden. Frau Lürsen ätzt sich abermals durch den ganzen Tatort und ihr Kollege mit dem ulkigen Namen hat nicht viel beizutragen zur Unterhaltung des anspruchsvollen Zuschauers. Die Auflösung kommt überraschend und unglaubwürdig daher.

Nö, so nicht, da haben wir schon bessere gesehen.

Hier steht übrigens, was da alles nicht stimmte.

[xrr rating=3/7]

Erstausstrahlung! +++ LINK