Zwischenstand nach 418 Seiten (33%):

Schreiben kann Sie nun wirklich nicht, die gute Frau Rand. Aber die Story ist großartig: In einer nicht allzu fernen Zukunft der 50er Jahre geht die Welt die Bach runter. Fast alle Länder sind offenbar kommunistisch regiert, nur in den USA gibt es noch den guten und bewährten Kapitalismus. Doch auch der zerbröselt langsam. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der Eisenbahnmagnatin Dagny Taggart und einer Handvoll Ihrer Weggefährten. Selbstverständlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, doch die stört die ganze Story. Und die erotischen Andeutungen sind ulkig bis lächerlich.

Davon abgesehen steckt viel Wahrheit in dem Buch: Wie eine kleine Gruppe von Menschen langsam aber systematisch die Wirtschaft eines Landes kaputt regiert unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung. Die Argumente sind ähnlich denen unserer Zeit. Obwohl es mir schwerfällt, Parallelen zum Jetzt zu ziehen. Die letzten verbliebenen guten Kapitalisten tun ihr Möglichstes um gegen die Dummheit und Blindheit anzukämpfen, doch langsam werden sie immer weniger und schwächer. Es ist ein mörderisches Spiel, ausgetragen auf den Rücken der Bevölkerung. Langsam werden Rohstoffe und Güter kanpp, die Gesellschaft droht zu kippen.

In meinen Augen zieht Frau Rand eine zu scharfe Linie zwischen Gut und Böse. Es ist schon schwer genug, sich als Europäer den Kapitalisten als solchen in der Rolle des Weltretters vorzustellen. Amerikaner haben damit sicher weniger Probleme. Aber ich finde, dieses Buch gehört zur Pflichtlektüre jedes Wirtschaftsstudenten. Auch wenn es sich ganz schön hinzieht.

Mehr dazu demnächst, dann auch zum Begriff des Objektivismus von Ayn Rand.

(Kaufen bei amazon + englische Version)


Übrigens: So eine typische John Galt-Sache ist der Beschluss gegen Lohnexzesse im Management.

Nur mit einem halben Auge gesehen, aber bei dem Namen der Hilfsorganisation musste ich dann doch aufhorchen. Bei Cicero wird es so zusammen gefasst:

Ganz und gar schwäbisch ist auch die Hilfsorganisation, die in den Fall verwickelt ist. Wer in Schwaben anderen Menschen hilft, der weiß nämlich, dass er Gutes tut. Die Arroganz des Gutmenschlichen ist allgegenwärtig: Schwaben sind halt bessere Menschen. Anders kann man sich den Namen der Hilfsorganisation, für die sich Iris Westermann (Despina Pajanou) so überzeugend einsetzt, nicht erklären. „Schwaben für Menschen“ verschickt Hilfsgüter in alle Welt und sieht darin nichts Schlimmes, wenn der größte Spender ein philanthropischer Waffenhändler ist.

Das lasse ich mal so stehen und vergebe meine Punkte unter Vorbehalt:

[xrr rating=4/7]

Link – Link – Erstausstrahlung

In der Ankündigung steht:

Es wird ein Wettlauf mit dem Tod.

Und dieser Wettlauf wird nach allen Regeln der Kunst von den Drehbuchschreibern ausgereizt. Am Ende jagt ein Höhepunkt den anderen und man mag schon gar nicht mehr hinschauen. Ganz am Ende wird dann noch geweint, aber ansonsten kommt dieser Tatort ohne den erhobenen Zeigefinger daher. Die Geschichte mit dem Qualitätsmanagement wirkt aufgesetzt und störend. Und zwischendurch schrekt man entsetzt hoch: Was denn für Aktiengeschäfte? Wird aber nicht weiter thematisiert. Insgesamt ein grundsolides Stück, kommt aber über Standardqualität nicht hinaus. War aber auch nicht mehr drin, in der Story.

Erstausstrahlung! +++ Link

[xrr rating=4/7]

[edit am 27.09.2009:] der kam heute am wahlsonntag noch mal im WDR. und da noch die zusammenfassung fehlt, pack ich es mal hier rein und hol den artikel nach oben:

thiel macht sich an die schöne inguschetienierinn ran und boerne ist fast ein mörder. natürlich geht es um wahlkampf heute und ein kandidat ist schon tot. ein besonderes highlight: boerne besucht seinen kölner kollegen und trifft dort ballauf und schenk! ganz klischee ist der kölner oberstaatsanwalt auch noch schwul. der schurke diesmal: der politisierende unternehmer. und man sieht so einige grünen-wahlplakate. skandal, skandal. dazu viel thiel und boerne-witz und am ende jagen sich alle übern golfplatz. ein gelungenes glanzstück!

[xrr rating=6/7]

Link +++ Kritik +++ Erstausstrahlung: 20.11.2005

Der Herr Kommisar macht Urlaub auf dem Bauernhof. Mit Entspannung ist aber nichts, denn es gibt Stress mit Plauers Gerti und zusammengeschlagen wird er auch noch. Den Grundstückspekulatius sein Auto liegt im Baggersee und von ihm selbst fehlt jede Spur. Und als Krönung oben drauf wird auch geknutscht mit der schönen Bäuerin.

Mal ehrlich: der war nicht gut, oder? Der war eher peinlich. Dafür hat sich der Kameramann ausgetobt und ständig neue Perspektiven ausprobiert. Wenigstens.

link +++ Erstausstrahlung

[xrr rating=3/7]

Produktionsnotiz: 30 Jahre „Tatort“ im Ersten: „Taxi nach Leipzig“ hieß der erste „Tatort“, der am 29. November 1970 ausgestrahlt wurde. Fast auf den Tag genau 30 Jahre danch gibt es jetzt einen ganz besonderen Jubiläumskrimi, denn erstmals ermitteln die MDR-Kommissare gemeinsam mit ihren Kollegen aus Köln.

Das war er also, der Jubiläums-Tatort mit den vier Kommissaren aus Leipzig und Köln. Naja. Ich hatte mir mehr versprochen. Obwohl, die Story mit den zwei Toten im Burschenschaftsmilieu, die war schon ordentlich verstrickt. Etwas zu viel Ehrlichers Lunge und auch zuviel Ost-West-Stänkeleien (das war eigentlich schon im Jahr 2000 durch, jetzt wirkt es noch antiquierter, obwohl, passt eigentlich zur Kanzlerkandidatenkür…). Die beiden Kölner wirken ein bisschen blass neben dem Titan und seinem verpeilten Kollegen. Am Ende viel triefender Pathos.

Link +++ Erstausstrahlung: 26.11.2000

[xrr rating=4/7]

nach diesem klick gehts zum längsten foto der welt und wahrscheinlich auch zur breitesten website ever! aufgenommen 2007 auf der warschauer brücke in berlin von dem dänen simon hoegsberg. nicht auf einmal, sondern innerhalb von 20 tagen. viel spaß damit.

btw: ich kenne einen, der erkennt sicher wieder das ein oder andere bekannte gesicht…

(via)

Das war ja mal ein komisches Dings. Dieser Tatort verursacht nicht nur bei Kommisar Ballauf erhebliche Magenschmerzen. Esogedöns meets Katholizismus und trifft Systemkritik am bundesdeutschen Gesundheitssystems. Ihbäh! Ging garnicht. Noch dazu ein Psychologe, der aussieht wie Jogi Löw. Erhebliche Abzüge, schlechtester Tatort bisher. Und ihr so?

Link +++ Erstausstrahlung: 25.01.2009

[xrr rating=2/7]

Unsere beiden Lieblingsermittler in passabler Höchstform. Die Story ist etwas fad, dümpelt so vor sich hin und fühlt sich dann am Ende doch eher platt an. Hätte man komplett weglassen können. Dafür kochen Thiel und Boerne zusammen ein leckeres Essen. Einen halben Zusatzpunkt gibts für den Hasenkontent. Solide, aber dennoch wäre mehr drin gewesen.

+++ Link +++ Link +++ Erstausstrahlung: 14.12.2003

[xrr rating=4.5/7]

Durchwachsene Geschichte über Rollstuhlfahrer, Forensik und dealende Taxifahrer. Sehr linear, ohne große Überraschungen. Aber das ist das schöne an Thiel und Boerne: Bei ihnen kann der Fall noch so langweilig sein, ihre Dialoge und gewitzten Pointen sind goldig bis genial. Punktegewinn, weil Thiel zweimal sein „Rrrriiiieeeschtich!“ untergebracht hat.

Erstausstrahlung: 19.10.2003 +++ Link +++ Link

[xrr rating=4/7]

Eigentlich wollte sollte hier ein Beitrag stehen über den aktuellen Nahostkonflikt und über den Tatort letzten Sonntag. Ein Pamphlet gegen die Ignoranz und Unmenschlichkeit. Ein Rundumschlag. Gegen alle Beteiligten. Weil es keinen Sinn macht, Partei zu ergreifen. Die Wörter gären nur so in mir und wollen aufgeschrieben werdern. Und je mehr ich darüber lese, je mehr Nachrichtenbilder ich sehe, desto höher steigt die Wut. Wut über so viel Intoleranz, über die verquere Logik von Religionen. Und Wut auch über die eigene Machtlosigkeit. Aber meine Wut hilft niemandem (genausowenig wie meine Worte jemandem helfen). Immerhin geht es nicht nur mir so.

Was aber hingegen in diesem sogenanntem Internet zu lesen ist an so manchen Stellen übersteigt dann doch die Vorstellungskraft. Bitte aufschreiben: Islamophobie ist Rassismus. Kritische Auseinandersetzung jedenfalls geht anders. Ich verzichte jetzt auf Links, muss ja nicht sein. Aber ich schäme mich für so viel geistigen Dünnschiss in den Blogs und Foren. Geht mal wieder raus. Das hilft.

Dieses Jahr tauchte in allen Ecken und Kanten der Microblogging-Dienst twitter auf. Obwohl schon 2006 gestartet, erlebte der Dienst dank starker Vernetzung dieses Jahr seinen Hype. Und wird auch in 2009 richtig abgehen.

mspro auf twitter

Nun, was ist aber so schlimm dran? twitter negiert das Internet, weil es keine Trackbacks gibt, keine vias, nur verstümmelte Links. Weil es abgeschottet ist, für Außenstehende schwer nachzuvollziehen und weil es vor allem Zeit bindet. Eine twitter-Nachricht ist nur für den Moment, schwer zu archivieren und damit zu durchsuchen. Wo sollen die Inhalte herkommen, wenn alle nur noch twittern?

heute abend spielt nämlich einer, der sein inzwischen drittes soloalbum veröffentlicht hat. ein alter hase im populärmusikalischen hiphop-geschäft. laut.de schreibt über ihn:

Er hat die Mechanismen flüchtigen Ruhms ebenso durchschaut wie die überaus berechenbare Vorgehensweise der Medien. Während andere nach ihren „15 Min. Of Fame“ gieren, schlendert er zu Gitarren- und Banjo-Klängen gemütlich in den Sonnenuntergang.

und auch der pixelroiber wird – wenn er denn wieder heil zuhause angekommen ist – wieder eine jener verkorkstkopfigen kritiken schreiben, die nur im musikbusiness erlaubt sind – und vielleicht im ZEIT-feuilleton (das wort musste ich erstmal nachschlagen). link wird nachgereicht.

T-Mobile G1: Das erste Android-basierte Mobiltelefon … vereint Touchscreen, Tastatur und Trackball als Bedienelemente. Google als Initiator … hat sich nur sehr dezent auf der Rückseite des Geräts verewigen lassen. Frontal … gibt sich das G1 ausgesprochen iPhone-artig. Eine Suchfunktion ist per Fingerklick erreichbar. Sie führt … bei Bedarf direkt auf Googles mobiles Suchportal. Alternativ zur schwarzen Version … ist auch eine schneeweiße Variante verfügbar. Eine kleine Überraschung ist allerdings … das ganz in Braun gehaltene Modell. Mehr Freunde … wird mit Sicherheit die schwarze Version finden. Immerhin aber … kann man sich bei der weißen Version aber den Bildhintergrund schwarz einfärben. Oder sich … schlicht am Weiß einer leeren Textseite erfreuen, farblich abgestimmt auf die Außenhülle.

(link)