Ganz spannend in der ersten Hälfte, absehbar in der zweiten und lustlos am Ende. Ein Junge liegt tot im Kühlhaus, schnell fällt der Verdacht auf die Hofbesitzerin. Quasi das ganze Dorf ist gegen sie. Nur die Mutter des Toten nicht, da steckt mehr dahinter, Liebe gar. Doch wer war es nun? Vielleicht ein Unfall? Oder Vorsatz? Und was ist eigentlich mit dem Alten, der unbedingt den Hof kaufen will, um ein Restaurant zu eröffnen? Der Kölner Tatort spielt mal wieder auf der ganzen Klaviatur der menschlichen Gefühle und verrennt sich dabei im spätherbstlichen Nebel. Übrigens sind mal wieder alle im Dorf im Schützenverein. Ich sags ja immer wieder: Das kann nicht gut gehen.

Nette Episode nebenbei: Wie die Assistentin Franziska der Schenk-Tochter hilft und mit ihr das Arbeitsamt rockt.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 05.12.2010

[xrr rating = 5/7]

die taz urteilt: „Ein Debattenkrimi mit hohen Dezibelzahlen ist dieser neue Kölner „Tatort“ geworden, denn über ein keifendes Ex-Ehepaar führt er tief in die Vor- und Nachteile des neuen deutschen Scheidungsrechts ein. […] Bis weit über die Schmerzgrenzen wird […] paritätisch das Unglück ausgeleuchtet, das die Auflösung einer Familie bei allen Beteiligten auslöst.“

wohl war. leichte kost war das nicht. stellenweise auch langweilig. zumindest gab es keinen erhobenen zeigefinger, keine moral. am ende haben alle verloren. aber so ist das bei scheidungen. etwas deplaziert dabei wirkte die story mit dem katzenkaffee.

[xrr rating=4/7]

+++ Erstausstrahlung: 12.09.2010 +++ Link