mäh. brad pitt ist ein gestrenger und unberechenbarer vater für seine söhne. sean penn klettert übern berg und ein dino tritt einem anderen auf den kopf. im grunde nicht viel mehr story. ein sohn stirbt, seine mutter hinterfragt den sinn. wir erleben in phantastischen bildern die entstehung des universums, der welt und des lebens. wir hören klassik und sehen die söhne heran wachsen. aber in über zwei stunden kommen wir nicht hinter den film. ist er religiös? meta? will er überhaupt irgendwas sein? will ich überhaupt dahinter kommen? ein bisschen wie koyaanisqatsi oder kubriks 2001 – filme also, die auch nicht so meine sind. aber vielleicht muss ich noch ein bisschen wachsen, um derartiges fassen zu können. vielleicht will ich das aber auch gar nicht. zum glück ging es offenbar nicht nur mir so…

ja, ein film über einen stotternden prinzen, der in den wirren der dreißiger jahre könig wird und sein stottern überwindet, weil es nämlich psychologisch begründet ist, an seiner autoritären kindheit liegt. wir erfahren die regeln am britischen hof und lernen churchill als bürgerlichen sympath kennen und den verrückten australier und angeblichen sprachtherapeuthen schätzen.

viel hollywood, viel dramatik und nebel. kann man gucken, überrascht einen aber nicht sonderlich.

[xrr rating=4/7]

dieser film trägt den unfassbar schlimmen deutschen titel „Schneeweiß und Russenrot“. nach einem buch von Dorota Maslowska, die auch selbst auftritt. worum gehts? mhm, schwierig zu sagen. jedenfalls um Silny (in den deutschen untertitteln Yobbi), der in seinen drogenphantasien überall die russenmafia vermutet, seine freundin verlässt ihn, er trifft eine zu junge frau und sein leben gerät ihm außer kontrolle. das wars im grunde schon. dazwischen immer wieder drogenphantasien, groteske figuren und gewalt. erinnert stark an trainspotting und fear and loathing in las vegas, wenn die vergleiche erlaubt sind. wieauchimmer, kein film für ein schwaches gemüt.

[youtube PAjgyZ2HLUk]

+++ imdb +++

[xrr rating=6/7]

Der Film der Gebrüder Coen ist ein Remake des gleichnamigen Films von 1955. Eine Bande um Professor G.H. Dorr, gespielt von Tom Hanks, gräbt sich im Keller einer gutmütigen alten Dame in den Tresorraum eines Kasinos und raubt die Einnahmen. Alles ist perfekt geplant und geht auch gut. Wenn nicht am Schluß die Alte alles entdecken würde – jetzt muss sie beseitigt werden und das gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Eine schöne Roiberpistole im Stil von Oceans Eleven und folgende, nur geht hier so manches schief. Die Bandenmitglieder sind leider nicht die hellsten und so wird es manchmal grotesk. Die Figuren sind meist übertrieben gezeichnet, aber gerade das macht den Film so liebenswert.

Vielleicht nicht der beste Film der Coen-Brüder, aber sehenswert allemal.

[xrr rating=6/7]

Jean-Pierre Jeunet sollten wir uns endlich mal merken: nach Delicatessen (1991), Die fabelhafte Welt der Amélie (2001) nun dieser film mit teilweise den gleichen schauspielern und vor allem Dany Boon (bekannt als Sch’ti).

wahnsinnig grotesk, absurd. handlung, nebenehandlung, rückblenden. kuriose und liebenswerte figuren. dazu noch kritik an der rüstungsindustrie. komisch, albern, intelligent gemacht. es wird nie langweilig – unbedingt ansehen.

[xrr rating=7/7]

toller film über drei unperfekte und ihre rolle in unserer gesellschaft. über den ausbruch aus ihren vorgezeichneten wegen und ein vertörendes, klischeehaftes und unerwartetes ende. mutig und federleicht und schön. manchmal etwas haklig und nervig in der story, aber gut gespielt. ein bisschen wie ein märchen.

[xrr rating=6/7]

beeindruckender film über einen bankangestellten, der auf einmal böse wird (ein bisschen wie bei HUSMANN, 2008), mit seinem bruder eine bank überfällt, einen gefangenen befreit und leute abknallt. aus hehren motiven, aber brutal wie nur möglich. das ganze eingebettet in eine erzählende rahmenhandlung, die sich am ende jedoch geschickt in die geschichte verwirbelt. interessante idee.

ansonsten lernen wir viel über uns selbst, es geht wohl um grenzerfahrungen und psychologie. dazu bissiger, schwarzer, skandinavischer humor, ja, kann man sehen.

[xrr rating=5/7]

Pistolero: Where’s Comanche?
The Gent: He’s over there taking a piss. He doesn’t wanna get any dust on his dick.
Pistolero: Something is rotten in the State of Pistolero

boah, groß angekündigt als tarantino-film und hat der großmeister hier nur produziert. meh. so nicht, marketing-abteilung! jedenfalls geht es um biker, rache und gewaltexzesse und natürlich auch ein paar frauen, die hier aber fast nur deko sind. im stil von easy rider und konsorten fährt man durch die wüste USA (es regnet nie, man muss nicht tanken und das moped geht nur kaputt, wenn man die kollegen in einen hinterhalt locken will) und mordet und übt gerechtigkeit. denn die gewaltspirale muss sich drehen, sonst macht das leben keinen spaß. man redet sich natürlich mit irrwitzigen decknamen an fährt die ganze zeit ohne helm. man ist böse und gesetzlos.
die charaktere sind leider ein bisschen eindimensional, die story künstlich kompliziert durch zahlreiche zeitsprünge und rückblenden und überhaupt wünscht man sich ein bisschen mehr tiefgang.

nunja, nett. aber machete ist besser.

Pistolero: Which asshole are you bettin‘ on?
Dani: I’m bettin‘ you’re a bigger asshole than the two of them put together
Pistolero: I’ll drink to that.
Dani: To the president of assholes.

[xrr rating=3/7]

man muss due date / stichtag mit hangover vergleichen und damit enttäuscht sein. warum? hier haben wir einen klassischen road movie, dort hatten wir eine sauf-rekunstruktion. in beiden filmen spielt Zach Galifianakis einen eigenwilligen sensiblen einfallspinsel, der sämtliche weiteren hauptdarsteller verblassen lässt. in diesem fall robert downey jr., der hier einfach nur nervt, weil es die rolle eben vorschreibt. mehr als ein paar witzige situationen bleiben nicht.

[xrr rating=4/7]

anmerkung: vor kurzem startete hangover part: II, es bleibt also spannend…

witzige verfilmung von jan weilers buch (das ich nicht gelesen habe). über ein italienisch-deutsches pärchen, die im ausland (hier: italien) heiraten wollen. mit allelei (sprach-)verwirrung und klischees zu kämpfen haben (kennt man ja) und die ganze geschichte mit den gastarbeitern in deutschland nochmal aufrollen (bitter!). streckenweise platt, viel komik, aber auch nachdenkliches. solider deutscher film, christian ulmen spielt großartig und die anderen auch.

| wikipedia | imdb |

[xrr rating=5/7]

roter teppich bei der berlinale 2008 mit einer EXA 1b (35mm)

die berlinale interessiert mich ja so gar nicht und es erstaunt mich immer wieder, wie das die leute anzieht. jedes jahr aufs neue. wie sie anstehen für tickets und durch die stadt fahren, völlig abgenervt und übermüdet (man erkennt sie ganz gut an ihren taschen). wie radio eins nur noch ein thema kennt und es so manche pressekonferenz bis in die tagesschau schafft. wie sie alle auf einmal filmtheoretisch daher schwafeln und alles an werner herzog und wim wenders vergleichen. gruselig. ich glaube, der deutsche film hat einen minderwertigkeitskomplex, oder zumindest die kritiker. was ich auch noch nie verstanden hab‘: da laufen filme, die manchmal erst monate später regulär in die kinos kommen.

vielleicht braucht berlin die berlinale – ich brauch‘ sie nicht.

Walk of Fame (?) am Potsdamer Platz (Oktober 2010)

woweezowee. endlich mal gesehen und gar nicht mal so doof gemacht. mit dem fiktiven dokufilmer, der selbst zum streetartisten wird. mit den großen der szene, mit banksy selbst natürlich und kunstmarktkritik. nun könnte man dem großmeister geltungszwang und hybris vorwerfen ob soviel selbstbezogenheit. aber lassen wir das. hören wir lieber auf die taz:

„So weitet sich sein um drei Ecken gedachtes Straßenspektakel zur multiperspektivischen Bestandsaufnahme eines Kunstschlussverkaufs.“

+++ imdb +++ official +++ wikipedia +++

[xrr rating=6/7]

bonustrack: was ganz ähnliches hatte ich hier auch schon mal…

tragisch, komisch, frustrierend: das leben des Larry Gopnik ist kein einfaches – der uni-dozent und reihenhäusler verliert frau und geld und dann noch den geliebten seiner frau. die kinder nerven, nehmen drogen und der nachbar schießt auf juden. das ist großartig, trocken, bitter, witzig, da kommt man aus dem staunen nicht mehr raus und ist enttäuscht, dass der film so schnell vorbei ist.

den coen-brüdern ist ein abermaliges meisterwerk gelungen, zwar gescheitert an der kinokasse, aber unbedingt empfehlenswert.

+++ wikipeadia +++ imdb

[xrr rating=7/7]

Gestern war ich im Kino. Ich wollte sowieso schon seit einiger Zeit mal wieder ins Kino gehen und auch endlich mal einen 3D-Film sehen. Tron Legacy stand schon länger auf dem Plan also haben Andrew1 und ich ihn uns angesehen. Nachdem die Umsetzung von Tron seinerzeit ja relativ revolutionär war kann man heutzutage über die eingesetzte Technik nur müde lächeln. Die Erwartungen an Tron Legacy – der durch besonders gute Tricktechnik glänzen sollte – waren also sehr hoch. Mit 12,90€ war der Ticketpreis allerdings ein leichter Dämpfer.

Tron Legacy beginnt mit einem kurzen Rückblick auf den Originalfilm und das Ganze in 2D – wohl als stilistisches Mittel. Nach ca. 15 Minuten Aufarbeitung taucht dann auch Sam Flynn wie schon sein Vater 29 Jahre zuvor in die digitale Welt im Innern eines Computers ein. Ab hier läuft der Film in 3D und die Augen haben sich auch an die Brille gewöhnt. Es folgt ein effektvolles, farbenprächtiges Spektakel, dass die eher dünne aber den Erwartungen entsprechende und selten langweilige Handlung in den Hintergrund treten lässt. Man befindet sich in einer optisch sehr ansprechenden Welt mit hervorragend designten Räumen und Fahrzeugen und mit hübschen Frauen. Die Konturen von so ziemlich Allem werden mit Licht hervorgehoben. Die dritte Dimension lässt die Tron-Welt noch eindrucksvoller erscheinen. Mir hat der Film wirklich gut gefallen und ich kann ihn jedem empfehlen der sich mit gutem Aussehen als Ersatz für eine tiefe Handlung zufriedengeben kann.


  1. Name von der Redaktion geändert []

ein Freund schrieb mir im Juli 2008:

du musst unbedingt ins kino und happy go lucky anschauen! wenn möglich in der omu version! toller film! der wird dir gefallen. hat mich die ganze zeit an die duloks mädchen erinnert…

Und nun, zweieinhalb Jahre später auf DVD gesehen: Poppy hat Spaß in ihrem Leben und lässt sich das nicht nehmen, nicht vom Diebstahl ihres Fahrrads, nicht von ihrer schwangeren Schwester auch nicht vom chronischen Männermangel und dem mies gelaunten Fahrlehrer. Im Gegenteil, sie fühlt sich heraus gefordert und hat noch mehr Spaß. Das ist ganz schön anstrengend, diese Frau wäre in der Realität kaum zu ertragen, im Film wirkt es künstlich und übertrieben. Sicher, die Schauspieler sind toll, spielen wunderbar zusammen und sogar der Fahrlehrer zeigt Menschliches. Aber: Worum geht es eigentlich? Was ist der Punkt? Den ganzen Film über wartet man auf eine Story, aber nein, es passiert nichts, erzählt werden ein paar Tage im Leben einer hyperaktiven Frau, mehr ist nicht.
War der Knaller auf einer Berlinale – ganz ehrlich: das macht mir Angst.

+++ imdb +++ wikipedia +++

[xrr rating=3/7]

Heute vor 44 Jahren ist Walt Disney gestorben.
Es gibt wohl niemanden, der mehr Berühmtheiten erschaffen hat als Walt Disney.
Im ersten Weltkrieg war er Ambulanzfahrer in Frankfreich und lernte dort Ubbe „Ub“ Iwerks kennen, der die meisten Disney-Figuren zeichnete.
Mit seinen Filmen und Themenparks ist Disney eine der wichtigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Walt Disney war der Wegbereiter des vertonten Zeichentrickfilms. Er wurde von den Gebrüdern Warner1 dazu inspiriert.
Mit „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, „Pinocchio“, „Dumbo“ und „Bambi“ gelangen ihm die ersten abendfüllenden Zeichentrickfilme. Ein gigantischer Welterfolg.

Seine Figuren wie Micky & Minni Maus, Donald & Daisy Duck, Kater Karlo, Goofy, Pluto, Mary Poppins usw. sind legendär und haben schon Generationen in ihrer Kindheit begleitet.
Bis heute ist Walt Disney mit 26 Oscars der am häufigsten mit diesem Preis geehrte Filmschaffende.

Nach seinem Tod kam das Gerücht auf, Walt Disney habe sich kryonisch einfrieren lassen. Wann und von wem genau dieses Gerücht in Umlauf gebracht wurde, ist unbekannt. Dass sich dieses Gerücht jedoch überhaupt verbreiten konnte und nicht direkt als Unsinn abgetan wurde, wird zum einen dem Mangel an Informationen über Disneys Beisetzung und zum anderen dessen Ruf als technischer Innovator zugeschrieben.

Was aber auf jeden Fall stimmt: Er hat ein Meisterwerk hinterlassen, das bis heute seinesgleichen sucht.


  1. Ihr Film „Der Jazzsänger“ war der erste kommerziell aufgeführte Tonfilm der Filmgeschichte []

ganz lustiger film über einen, der sich an seinem vater rächen will, indem er ihn als bösewicht überführen will, mit allerlei basteleien, wanzen und mehr. aleks fährt in seinem maluch umher, kennt keine furcht und ist verliebt in sonia. erinnert ein bisschen an ocean eleven und konsorten, dazu viele details. und ein wunderbarer polizist. kann man sich ansehen. auch auf youtube, da aber ohne untertitel.

[xrr rating=5/7]

imdb | wikipedia (pl)

gerade noch trailer bei death proof / planet terror, jetzt schon ein eigener film: fiktion frisst fake sozusagen. die story ist totaler schrott, die schauspielerischen leistungen orientieren sich grob an gar nichts, offenbar hatte man aber viel spaß am set. desperado trifft politische realität an der mexikanisch-us-amerikanischen-grenze. wem from dusk till dawn gefällt, der hat auch hier seinen spaß. wer obsessive gewalt als filmisches mittel akzeptiert, der wird sich freuen. alle anderen: finger weg. sonst sind sie ab. denn machete kriegt sie alle, und alle auf einmal. mit seiner – nunja – machete.

[xrr rating=6/7]

| imdb | wikipedia | fünffilmfreunde |

Ein ganzes Steampunk-Universum hat Guy Ritchie mit diesem Film geschaffen. Alle Details sind sehr liebevoll gestaltet, dass man sich am liebsten reinsetzen würde in das London des 19. Jahrhunderts. Höhepunkt natürlich die Parlamentsvernichtungsmaschine des bösewichtigen Magiers am Ende mit Fernbedienung.

Die Story erinnert vage an Tom Hanks‘ Vinci, aber so wichtig ist sie gar nicht für den Film. Vielmehr sind es die grandiosen Dialoge zwischen Holmes (Robert Downey jr.) und Dr. Watson (Jude Law) und etliche andere Figuren, die diesen Film zu einem kurzweiligen Erlebnis machen. Mr Holmes wird als eine Mischung aus Monk, Dr. House und Karl-Friedrich Boerne präsentiert – keine so schlechte Mischung.

[xrr rating=6/7]

+++ wikipedia +++ imdb +++ offiziell +++

Schon lange nicht mehr so viel gelacht. Es geht um einen Zeitreisenden, der in der Zukunft aufwacht und auf eine Welt voller Bekloppter und Verblödeter trifft. Mehr gibt es nicht zu berichten von der Story. Und auch wenn der Film teilweise derbe unter Niveau versinkt: Die Bilder und Ideen sind so detailreich und witzig, dass man seinen ARTE-geschulten Anspruch vergisst und einfach nur noch lacht. Sicherlich wird die Gesellschaft super-überzeichnet dargestellt, die Menschen in der Zukunft sind einfach nur Stulle. Und es ist ein sehr amerikanischer Film. Aber! Er ist auch eine Warnung an uns alle. Dass wir mehr denken und lesen sollten und nicht alle glauben sollten.

Selber gucken!

[xrr rating=6/7]

wikipedia | imdb