besuch in Malbork, Kartuzy und Kościerzyna, kleine städtchen in der kaschubei, pommern, polen. es ist juli, corona schwebt noch in der luft, es gibt wenige touristen.

Film: Kodak Gold GB 200-7
Kamera: Nikon F90 und 50mm 1.8
Zeit: Juli 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (3,75 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

urlaubsbilder im Kaszubski Park Etnograficzny in Wdzydze Kiszewskie, einem über hundert jahre altem freilichtmuseum. um 1900 sind die einwohner auf der suche nach arbeit richtung Weichsel-Nogat-Delta, Sachsen und Mecklenburg gezogen, zurück blieben über 50 gebäude im originalzustand, inklusive kirche, schule, mühle usw. eindrucksvoll und riesig, sodass man einen ganzen tag da verbringen kann. corona-bedingt natürlich mit abstand und weniger ausprobieren und mitmachen, aber ein besuch lohnt trotzdem.

Film: Kodak Gold GB 200-7
Kamera: Nikon F90 und 50mm 1.8
Zeit: Juli 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (3,83 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

höre gerade den podcast 038 Schwarzweiße Filmtypen von Absolut Analog und ok, es gibt mehr schwarzweiß-filme und -typen als ich dachte. hier eine auswahl an bildern von einer rolle panchromatischen films mit schön viel korn. eine reise an die polnische ostssee und eine einsame flasche mate.

Film: Kodak T-MAX 400 (5053 TMY)
Kamera: Nikon F4s
Zeit: Juni 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (3,35 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

anfang juli in gdansk, die sonne scheint, ein paradies zum fotografieren: alte gebäude, die eigentlich gar nicht so alt sind, sondern originalgetreu nach dem krieg wieder aufgebaut wurden. eine menge touristen, die den langen markt (Długi Targ) entlang schreiten. oder durch die frauengasse (ul. Mariacka) schlendern. man kann nicht viel falsch machen, einfach drauf halten.

es ist ein nebliger samstag an der ostsee im juni 2020. einige unerschrockene baden, einige sitzen am strand. ich versuche mich in RAW und spiele anschließend bisschen rum. nett, aber ich habe keine ahnung, was ich da mache.

Wir besuchen die Stadt an der Weichsel, Kultur und Städtetourismus. Für ein paar Tage in einem Hostel, angereist mit dem Bus. Ein Stadt voll Geschichte, jüdischer Erinnerungskultur, vor allem aber polnischer Identität. Hier liegen die Herrscher begraben, hier schlägt eines der vielen Herzen Europas. Jeder Stein ist Geschichte. Und zwischen Erinnern und Gedenken, das einem die Kehle zuschnürt – das KZ Auschwitz-Birkenau ist nicht weit – ist eine moderne Stadt entstanden, mit allem Pipapo des Kapitalismus, sodass es schwer wird noch Authentizität zu finden. Überall Wodkashots und Zapiekanka (lecker!), Touristen und nochmals Touristen. Städtebauliche Verbrechen neben Highlights der Architektur aus mehreren Epochen.

wir waren in urad, der polnischen seite des dörfchens aurith. beide dörfer sind durch die oder getrennt, früher gab es eine fähre, seit 1945 nicht mehr. wir lasen darüber vor jahren in einem schönen büchlein von Tina Veihelmann.

wir sitzen auf der kaimauer und der wind bläst ordentlich, die oder fließt schnell und ist auch ganz schön voll.

drüben ist deutschland, ab und zu kommen dort menschen, stehen ebenfalls auf der kaimauer und blicken zu uns herüber, gehen wieder. auf unserer seite kommt niemand, wir bleiben alleine. eine schwanenfamilie passiert den grenzfluss, ohne sich über die komplexe deutsch-polnische geschichte gedanken zu machen. ein wassermotorrad lärmt vorbei und durchbricht das idyll. sonst fahren keine schiffe.

vor jahren haben wie mal eine brücke bauen wollen und sind gescheitert. eine fähre gibt zur zeit nur einmal im jahr zum sommerfest. offenbar wird sonst keine gebraucht.