Wohnungsbesichtigung in Französisch Buchholz im Januar 2015. Bereits vor vier Jahren war der Mietwohnungsmarkt in Berlin angespannt. Entsprechend viele kamen zu den Besichtigungsterminen und man stand sich ständig im Weg. Die Wohnungen im Berliner Norden sind so durchschnittlich wie ihre Bewohner. Über die sichtbaren Mängel schweigen wir, nehmen den Bewerbungsbogen und verschwinden. Wir schauen uns an dem Tag noch andere Wohnungen an, es wird nicht besser. Treffen immer wieder die gleichen Interessenten. Die Gegend wirkt an diesem Wochenende traurig und leer, viele Geschäfte sind für immer geschlossen, die Straßenbahn rattert vorbei. Es ist Januar, ein kalter Wind weht und wir beschließen, nicht nach Französisch Buchholz zu ziehen.

da wo wir früher unser auto repariert haben lassen, werden jetzt langweilige eigentumswohnungen gebaut und die stadt wird wieder ein stück langweiliger. und außerdem ist die halbe straße gesperrt, was die sowieso bereits angespannte parkplatzsituation weiter verschärft.

früh hängt noch die sonne tief und strahlt durch die bäume im schloßpark; nebel hängt dicht überm gras und verflüchtigt sich. fahrräder holpern über den backsteinweg vorm schloß. manchertags sind gärtner unterwegs.