september, früher nachmittag, die sonne hängt schon tief, der blaue himmel wolkenverhangen, wir düsen durch adlershof. viel industrie und weite flächen. hier hat berlin noch platz und dehnt sich aus. die grenze zu schönefeld kaum sichtbar, es geht nahtlos ineinander über. immer wieder große wohnblocks und verwunderung darüber, wo überall menschen wohnen. hier fährt man durch oder steht im stau, für andere ist es heimat und bezugspunkt.

im blog von ricarda kiehl gibts die kategorie nicht gemachte bilder. es gab das konzept auch mal als website, wo nutzer selbst eintragen konnten, das finde ich leider nicht mehr. jedenfalls will ich das jetzt auch. zuviele ungenutzte gelegenheiten, zu viele verpasste chancen. zu schade, um nicht dokumentiert zu werden:

eine ordensschwester/nonne mit schleier und blütenweißem mundnasenschutz sitzt in der straßenbahn und lehnt ihren kopf gegen die scheibe, die augen sind geschlossen. ich radle nebenher, es ist zu schnell und zu riskant, das telefon aus der tasche zu holen.

hin und wieder beginne ich posts und weiß dann später nicht mehr, worauf ich hinaus wollte. wie im vorliegenden fall aus september 2017:

eine launige kritik am neoliberalismus? oder ein gaunerstück über findiges unternehmertum? über billige flugreisen im speziellen oder umweltaktivismus im allgemeinen?

jedenfalls waren wir mit dem abgebildeten flieger im februar 2016 in london, nachzulesen unter #londonlogs