märz 2020, ich habe leider vergessen, wo ich das bild aufgenommen habe. wo war ich da? es war jedenfalls sonntag und pandemie war erst eine woche später. mhmm. vermutlich geht es den damen und herren im bild ähnlich, auch sie wissen nicht so recht, wo sie sich befinden.

september, früher nachmittag, die sonne hängt schon tief, der blaue himmel wolkenverhangen, wir düsen durch adlershof. viel industrie und weite flächen. hier hat berlin noch platz und dehnt sich aus. die grenze zu schönefeld kaum sichtbar, es geht nahtlos ineinander über. immer wieder große wohnblocks und verwunderung darüber, wo überall menschen wohnen. hier fährt man durch oder steht im stau, für andere ist es heimat und bezugspunkt.

im blog von ricarda kiehl gibts die kategorie nicht gemachte bilder. es gab das konzept auch mal als website, wo nutzer selbst eintragen konnten, das finde ich leider nicht mehr. jedenfalls will ich das jetzt auch. zuviele ungenutzte gelegenheiten, zu viele verpasste chancen. zu schade, um nicht dokumentiert zu werden:

eine ordensschwester/nonne mit schleier und blütenweißem mundnasenschutz sitzt in der straßenbahn und lehnt ihren kopf gegen die scheibe, die augen sind geschlossen. ich radle nebenher, es ist zu schnell und zu riskant, das telefon aus der tasche zu holen.