bilder aus einer fernen zeit, in der man noch reisen konnte. wir sind in bad frankenhausen / thüringen. dort gibt es den schiefsten turm deutschlands, ein panorama-museum (wir waren 2011 mal da), auf dem schlachtberg fand 1525 die letzte letzte schlacht des bauernkriegs statt. es ist eine typische mitteldeutsche kleinstadt mit viel geschichte und wenig arbeitsplätzen und einwohnern (siehe auch).

über die provinz lachen ist einfach. die provinz zu entdecken dagegen ist schwieriger. diese stadt hat 100.000 einwohner und ebenso viele tankstellen. schnieke einfamilienhäuser stehen neben mittelgroßen mietskasernen, es gibt viel platz und hinter den häusern ist feld. ich stolpere über weitläufige betriebsgelände von miele und bertelsmann und tankstellen. der bus kommt alle 20 minuten, ein taxi zu rufen ist unmöglich. also laufe ich zum bahnhof, es gibt kaum menschen, sie schauen scheu. es gibt auch keine läden. laut wikipedia soll es eine altstadt geben, aber nur wo? die schönheit dieser stadt entfaltet sich wohl in den herzen der menschen – so hoffe ich – in ihren straßen jedenfalls nicht. da sind nur tankstellen.

es ist februar, ungewöhnlich warm und sonnig, die gegend ist voll touristen, obwohl es wenig zu sehen gibt, man schiebt sich über die bürgersteige, zum bahnhof, zur spree. einheimische gehen ihrer wege. im bahnhof eine große schlange vor edeka.

wie schon am ersten tag ist das wetter nicht besonders anfang januar, nass und kalt eben. wir schlendern an den grachten vorbei, sehen schiefe und ungewöhnliche häuser und gehen ins rijksmuseum. dort sehen wir, wie man sich früher eingerichtet hatte. nett.

dann wieder durch die stadt, essen und shoppen und gucken. es liegt kein müll rum, aber schon ein paar weihnachtsbäume.

es ist anfang februar und wir besuchen die katalanische hauptstadt für ein paar tage. es ist selbst für barcelona sehr warm, die sonne knallt. wir fahren mit dem bus auf den Montjuïc und schauen runter. wir entscheiden uns gegen die seilbahn und laufen richtung strand. es ist sonntag, die einheimischen liegen am strand, einige wenige baden. ein typ verkauft cocktails, es ist entspannt.

Mit der Kamera auf Arbeit, die Sonne steht weit unten. Rauhreif bedeckt die Wiese, die Panke plätschert, es ist kalt. Baustellen überall, die Autos stauen sich. Vereinzelt kommen Jogger, der Bus kommt nicht. Auf dem Ohr ein Hörbuch, irgendwann muss man dann aber doch an den Schreibtisch.

es ist der letzte Tag unserer Wien-Reise. ich drehe meine runden um den neuen hauptbahnhof, architektonisch interessanter als in berlin, die gegend wird derzeit ebenso mit glasbeton bebaut. in der nähe das schloss belvedere mit vielen touristen.

Ein Spaziergang am Montag – dem ersten Arbeitstag des Jahres – vom Alex bis zur Weberwiese.

ein paar schnelle skizzen im regierungsviertel im überraschend warmen dezember. es ist früh dunkel, aber es gibt auch tolles licht.

berlin hat ein neues einkaufszentrum. genau da, wo früher schon das Wertheim Leipziger Platz stand, da wor man sich in den neunzigern abzappelte (tresor). das ist so trist und traurig, so dekadent, architektonisch langweilig und uninspieriert wie alle einkaufszentren dieser welt. der sogenannte food-court ist so deprimierend, dass einem schnell das essen vergeht. wie masttiere bewegt man sich im rondell vorbei an den büdchen mit fettigem und den minijobbern, alles so beliebig und austauschbar.

hinweis für die touristen unter den lesern: bitte nicht die mall of berlin mit der wall of berlin (checkpoint charlie) verwechseln:

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Noch unter dem Einfluss zeitgenössischer Schwarzweiß-Fotografie in der sehr lohnenswerten Barbara Klemm-Ausstellung entstanden die folgenden Bilder: