Eher ein Politikum als klassische Tatort-Unterhaltung: Vier posttraumatische Bundeswehrsoldaten kehren aus Afghanistan heim und kommen nicht mehr klar. Eine Künstlerin wird erschossen, die eben deren videoaufgezeichneten Therapiestunden zu Kunst verarbeitet hatte. Schnell kreisen die Ermittlungen um die Soldaten. In Nebenrollen langweilen die Kommissare und können nur staunen, was es so alles zu verarbeiten gibt nach einem Krieg. Im Anschluss dann Anne Will zum selben Thema. Ganz klar: Hier hat ein Staat Diskussionsbedarf. Die Bundeswehr hatte vorher nie einen Krieg, immer nur für den Verteidigungsfall zu üben ist eben doch was anderes als die staubige und kugelsichere Wüste am Hindukusch. Entsprechend unvorbereitet sind die Soldaten gewesen, das Material und die Politik. Ob es da unbedingt einen Tatort braucht zum Aufarbeiten sei dahin gestellt – Ein Glanzstück war es nicht. Die mäßig überraschende Auflösung jedenfalls hat es dann auch nicht mehr raus gerissen.

+++ LINK +++ Erstausstrahlung: 23.01.2011

[xrr rating=5/7]

fette vetternwirtschaftsförderung, sag ich mal. hatte wir schon mal gesehen, aber ehrlich gesagt, nicht sehr aufmerksam, so dass es wieder spannend bis zum ende blieb.
ein bisschen undurchsichtig vielleicht das ganze stück, entweder ist man miteinander verwandt oder hat eine affäre. jedenfalls ist die chefärztin tot und keiner wars. alles dreht sich um ein neues projekt, indem viel subventioniert wurde. der schmierige projektleiter macht sich zwar unbeliebt bei den kommissuren, kann aber seine unschuld beweisen. ritter tanzt erst mit stark, dann mit weber und schließlich mit der schönen wissenschaftlichen mitarbeiterin. die lügt sich aber um kopf und kragen, das mag er nicht. stark verliebt sich auch ein bisschen in das blinde versuchskaninchen, ist aber mitleid offenbar. chef wiegand macht gewinne mit insiderhandel.

alles nicht sehr aufregend, nicht ihr bester fall.

[xrr rating=4/7]

+++ Link +++ Erstausstrahlung: 31.08.2008

über die beiden hatte ich mich ja schon mal aufgeregt. jeder weitere tatort kann das nur bestätigen. diesmal geht es um einen toten reporter im wald, um einen schlitzohrigen bauunternehmer, einen gewieften bürgermeister und um den vom pech verfolgten familienvater (in dieser rolle glänzt ulrich mühe – respekt).

zehn jahre hat dieser tatort erst auf dem buckel und doch wirkt er merkwürdig antiquiert, wie aus einer anderen zeit. zwar gibt es schon computer und handys und autos und telefone. dennoch, so richtig atmosphäre will nicht aufkommen. ich bin mir aber nicht so sicher, woran das eigentlich liegt.

Link +++ Erstausstrahlung: 30.05.1999

[xrr rating=4/7]