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  • Carsten 11:57 on June 28, 2017 Permalink
    Tags: , , , flüchtlinge, fremdenhass, , u55   

    ein Berlin-Titel in DER SPIEGEL 8/1995 

    alle Zitate von hier kopiert (hier als pdf mit bildern), um zu zeigen, dass der ganze fremdenhass tief in medien und gesellschaft wurzelt und kein phänomen der letzten monate ist:

    Unübersehbar ist die brodelnde Riesenstadt auch Magnet für Migranten und Flüchtlinge aus aller Welt. Tausende aus Ost, Fernost und Lateinamerika strömen nach Berlin, um ihr Glück zu suchen. Sie bringen sozialen und kulturellen Zündstoff mit, dessen Sprengkraft noch niemand abzuschätzen vermag.

    Tagsüber schuften die Fremden in Zwölf-Stunden-Schichten, nachts teilen sie sich enge Zimmer in billigen Läusepensionen oder Barackenunterkünften am Stadtrand. An ihren freien Tagen trifft man sie im Oscar Wilde Pub an der Friedrichstraße oder in der Jazz-Kneipe Eierschale am Ku’damm.

    Noch krasser trifft es die Arbeiterbezirke Neukölln und Wedding. Nach der Flucht der deutschen Mittelstandsfamilien rücken dort vor allem ausländische Flüchtlinge und die wachsende türkische Gemeinde nach – ein idealer Nährboden für rechtsradikale Aufrührer.

    Aus dem Alltag, auch der deutschen Bevölkerung, sind sie nicht mehr wegzudenken. Der Putzfrauenmarkt ist fest in der Hand polnischer Pendlerinnen, die oft nur ein paar Monate bleiben. Auch Handwerks- und Malerarbeiten läßt der Berliner immer häufiger von Schwarzarbeitern aus Osteuropa erledigen.

    Der Hauptstadt werde gar nichts anderes als eine gezielte Einwanderungspolitik übrigbleiben. “Wir müssen”, fordert Häußermann, “das Fremde in der Stadt sich entwickeln lassen.” Vom Sozialstaat seien die Ausländer nicht zu ernähren. Da könne Berlin im Guten wie im Schlechten “von der Einwandererstadt New York lernen”.

    es ist immer dasselbe narrativ von der schwemme, der flut des fremden. das heimelige wurde unterspült und fortgerissen, übrig bleibt das kaputte und fremde. sie erzählen es seit jahrzehnten. sie verbreiten angst und schrecken, statt zu vermitteln. das vereinzelte wird verallgemeinert. die verallgemeinerung überträgt sich auf den einzelnen. es ist ein strudel, den zu durchbrechen vor allem journalisten bereit sein müssen. geht raus und redet mit den menschen und hört auf, naturkatastrophen-wörter zu benutzen.


    B O N U S T R A C K

    So halten sie gegen vielfache Kritik eisern am Bau der 1,3 Milliarden Mark teuren sogenannten Kanzler-U-Bahn vom Alexanderplatz durchs Regierungsviertel zum neuen Zentralbahnhof fest. Die gleiche Verbindung deckt eine parallel laufende S-Bahn schon ab. Selbst die Verkehrsbetriebe BVG stellten fest, daß eine Straßenbahn, die nur einen Bruchteil der Summe kostet, für den Bedarf ausreichen würde.

     
  • Carsten 14:07 on August 17, 2015 Permalink
    Tags: flüchtlinge, , refugees, , washington post   

    “On a cool night six weeks ago, suspected right-wing arsonists struck the building, scorching its interior and rendering it uninhabitable days before the ­asylum-seekers were to move in. The attack added Meissen, a gothic castle town of 30,000 on the Elbe River, to a string of German cities caught up in an escalating rash of violence against refugees.”

    August 16 @ washingtonpost.com

    (via)

     
  • Carsten 22:42 on November 3, 2014 Permalink
    Tags: , , flüchtlinge, , lampedusa, , mauern   

    Erster Europäischer Mauerfall 

    bitte hier entlang:

    http://www.youtube.com/watch?v=pty0yNPeubk

    Hinweis: unter dem video dieser dialektisch großartigen aktion versammelt sich die avantgarde der kommentarschreiber des deutschsprachigen internets.

    und während im mittelmeer die flüchtlinge absaufen, organisieren wir unser gedenken an die überwindung von unrecht … mit halteverboten und sperrungen:

    IMG_20141102_145219

    IMG_20141103_075957

    und dann klopfen wir uns auf die schultern, wie toll wir alle auf der straße gegen überwachung und für meinungsfreiheit und begrüßungsgeld waren. und dann singt helene fischer das lied der deutschen und gauck reitet nur mit einer fahne bekleidet durchs brandenburger tor, dem sonnenuntergang im westen entgegen.

     
  • Carsten 22:33 on October 6, 2014 Permalink
    Tags: , , , flüchtlinge, , , radikalismus   

    kommentar der woche 41|2014 

    höre mich gerade auf youtube durch die punkszene der frühen neunzinger und habe feeling b und skeptiker wiederentdeckt. die kassetten hatte ich bis zum ausleiern gehört, richtiger punker war ich jedoch nie. anders als wohl holger j., der unter dem upload von Schlachtrufe BRD Vol 2 wehmütig schreibt:

    screenshot.7

    jetzt überlege ich, ob das nicht vielleicht auch ein gutes zeichen ist. also die entradikalisierung der gesellschaft. die antifa berlin hat sich vor kurzem aufgelöst. punk gibt es immer noch, aber eher als untergrund-phänomen, von der breiten masse weitesgehend ignoriert. wichtigstes thema der radikalen linken ist die kaputte asyl- und flüchtlingspolitik in der bunderepublik. besetzungen, camps und auch radikale formen wie anschläge auf s-bahn usw usf sollen auf den missstand hinweisen. das ist höchst dringend, die politik hat bis jetzt keine antworten. ob so mancher radikaler ansatz richtig ist, darf und muss bezweifelt werden, hilft aber unter umständen.

     
  • Carsten 23:08 on May 15, 2011 Permalink
    Tags: , , , außengrenze, , , , Daniel Lommatzsch, einreise, , einwanderungspolitik, , , Florence Kasumba, , , flüchtlinge, , , James Faulkner, , Katzmann, Kerstin de Ahna, , Maryam Zaree, , Michael Pink, Michael Wenninger, Nikola Kastner, , , , , ,   

    Tatort: Der illegale Tod (2011) – Lürsen & Stedefreund 

    frau lürsens tochter ist nun ihre chefin, stedefreund trinkt zuviel und kann sich an nichts erinnern, die wasserpolizisten vertuschen einen zusammenstoß mit flüchtlingen im mittelmeer, eine frau verliert dabei mann und tochter und will sich (scheinbar) an den verantwortlichen rächen. ein tatort mit großen aktuellen themen, vielen dramatischen bildern und keiner lösung am ende. aber spannend und dicht erzählt.

    komisch nur, dass anne will lieber über griechenland und den euro reden wollte statt über die brachiale einwanderungspolitik der EU.

    +++ LINK +++ Erstausstrahlung: 15.05.2011

    [xrr rating=6.25/7]

     
    • ortrun 13:34 on May 16, 2011 Permalink | Reply

      ich war auch sicher, anne wuerde ueber fluechtlinge reden wollen.

      den tatort fand ich anstrengend, zu spannend, nur die kommissarin zu langweilig.
      und erst heute morgen beim aufwachen waren mir die zusammenhaenge richtig klar. eine schwarze moerderin kann es in tatorten einfach nicht geben, das haette man sich gleich denken koennen.

      • Carsten 23:46 on May 16, 2011 Permalink | Reply

        also hab’ ichs richtig verstanden: sie wollte keine rache, nur die wahrheit ans licht bringen. ist aber eher gescheitert, oder?

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