Tagged: ddr Toggle Comment Threads | Keyboard Shortcuts

  • Carsten 15:10 on December 22, 2017 Permalink | Reply
    Tags: ddr, kfmw,   

    Doku: DDR 1990 – Reise durch ein verschwindendes Land

     
  • Carsten 14:33 on January 19, 2017 Permalink
    Tags: , ddr, geheimakten, SED,   

    Was dachte die CIA 1983 über die DDR? 

    kürzlich hat die CIA akten befreit. da findet sich auch allerlei interessantes zu deutschland und ddr. das ganze ist durchsuchbar und nur teilweise geschwärzt. mit ein wenig zeit kann man sich austoben.

    hier zB gibt es eine einschätzung über den politischen zustand der ddr (“EAST GERMANY: A POLITICAL PROGNOSIS”), hier das pdf. zwar sahen sie opposition und friedensbewegungen, aber einen mauerfall haben sie nicht vorher gesehen. eher leichte reformen in der führungsspitze der partei und regierung.

     
  • Carsten 23:18 on November 12, 2014 Permalink
    Tags: , , , , , ddr, , , lichtergrenze, , ,   

    9. November 2014 

    IMG_20141107_170654

    die ganze aktion am vergangenen wochenende zum 25. jahrestag des mauerfalls war beeindruckend und sicherlich auch einmalig, da haben sie sich was schönes ausgedacht. etwas ätzend dagagen war die weitesgehend unreflektierte berichterstattung rund um den gedenktag: ein paar zeitzeugen, eine gratis-bild, ostalgisches zum schmunzeln, anekdoten und anekdötchen. der sieg über den einstigen politischen gegner wird zelebriert und dargestellt, als gäbe es eine klare und unvermeidliche historische linie vom mauerbau zur wiedervereinigung. dabei wollten die demonstranten von 1989 zuerst gar keine wiedervereinigung; es war nicht klar, ob die damalige sowjetunion nicht doch militärisch intervenieren wollte; es gab ein breites bündnis in der bunderepublik gegen eine wiedervereinigung. aber so ist das wohl mit der geschichtsschreibung, die macht immer der gewinner.

    am brandenburger tor gab es ein bratwurst, bier und ein fanfest für ein deutschland, das sich in letzter zeit ein bisschen zu viel selbst feiert. ganz so, als gäbe es etwas zu feiern.

    und bei all’ dem schwarzrotgoldenen trubel gingen die wenigen leisen töne zum gedenken an die novemberpogrome 1938 völlig unter. das ist bitter.

    SAM_8366

    SAM_8369

    SAM_8383

    SAM_8395

    SAM_8400

     
  • Carsten 17:50 on October 15, 2013 Permalink
    Tags: aufarbeitung, , ddr, , , , stefan wolle,   

    jetzt ist schon wieder was passiert 

    in stuttgart haben linksextreme eine kritische ausstellung1 über die ddr kaputt gemacht. das ist dialektik.

    wir haben noch mehr lustige ideen:

    • vor dem arbeitsamt für vollbeschäftigung demonstrieren
    • die app der FDP bundestagfraktion installieren
    • mit glaskugeln im steinhaus werfen

    1. hier ein pdf zur ausstellung, die texte stammen von Stefan Wolle, das buch hatte ich vor jahren mal gelesen. []
     
  • Carsten 22:09 on May 20, 2013 Permalink
    Tags: , ddr, futurismus, , , , ,   

    Bleiben die Halbleiter Stiefkind? 

    So richtig eine Antwort fällt mir da jetzt nicht ein, als Trost kann ich aber ein paar schlechte Scans aus Jugend und Technik vom Oktober 1962 anbieten. Futurismus trifft sozialistische Ideologie. Oder so.

     
  • Carsten 13:18 on August 17, 2012 Permalink
    Tags: , ddr, , ,   

    mann vor eigenartiger wand, die merkwürdig ostig wirkt 

    August 2008

    August 2008

     
  • Carsten 15:56 on August 14, 2012 Permalink
    Tags: ddr, , , geldautomat,   

    jetzt gibt es eine neue rationelle form der verfügung über ihr spargirokonto 

    [youtube zkT4GsrGY9E]

    (via)

     
  • Carsten 23:57 on July 8, 2011 Permalink
    Tags: 2raumwohnung, Anna Depenbusch, Anne de Wolff, , Bernhard Brink, broken comedy, Curry Sauce, ddr, , , trabant, Ute Freudenberg   

    die begründung eines sommerhits aus dem hüftspeck des deutschen schlagers 

    (hinweis: die überschrift ist natürlich geklaut)

    auf wikipedia gibt es eine liste von liedern über berlin, da kann man so manch’ abgründiges finden. wir begeben uns dahin, wo es wehtut. und das solltet ihr auch tun. raus aus eurer subkultur und rein in die gegenkultur des schlagers, denn, obwohl schon vor fünfzig jahren tot geglaubt, lebt dieser nach wie vor, hat seinen festen sendeplatz in den öffentlichen und wird immer wichtiger, glaubt man an die bevölkerungspyramide. das perfide dabei: der schlager unterminiert die gesellschaft, indem er – ansonsten völlig ironiefrei und unpolitisch – das leben kommentiert, in eigentlich oberflächlichen texten findet sich so mancher hinweis auf extremes gedankengut. aber der reihe nach.

    lieder über und aus und von berlin finden sich einige. im grunde gehts immer um dasselbe. liebeserklärungen an eine stadt. an die verflossene liebe. oder aber es wird gut und gerne kritisiert, der dreck, die sprache, die unfreundlichkeit, alles bekannt und nichts neues. scheinbar gilt es unter musikern als trés chic, ein lied mindestens im repertoire über die stadt aller städte zu haben.

    hier die hitliste der grausamkeiten. absolut und indiskutabel.

    [5. Platz: Curry Sauce feat. Frank Zander: “Frank Zander”]

    das lied basiert auf dem 2010er-hit Barbra Streisand von Duck Sauce, dazwischen gibt es große dialektik des altmeisters:

    berlin ist reich
    berlin ist arm
    berlin ist schön
    berlin ist hässlich
    es ist satt und hungrig,
    nüchtern und besoffen
    aber am wichtigesten ist ja:
    berlin ist meine stadt
    frank zander!
    […]
    berlin ist leer und voll
    berlin ist alt und neu
    berlin ist unglaublich
    frank zander!

    da bleiben natürlich fragen offen, die kaum beantwortet werden können und wollen. jedoch muss man sagen: zander ist urberliner und: “Der Urgroßvater Frank Zanders war ein persönlicher Freund von Heinrich Zille.” (wiki) – da kann man schwer gegenargumentieren, das muss man so stehen lassen und sich verneigen vor dem urgstein.

    [4. Platz: 2raumwohnung: Berlin 2011]


    Annette Humpe mit 2raumwohnung — Berlin 2011 – MyVideo

    annette humpe singt nochmal ihren hit aus den achtzigern, der text überarbeitet (inklusive gentrifizierung und alles), etwas weniger aggressiv gesungen und mit schickem video. etwas zu glatt, zu müde, man nimmt es ihr nicht wirklich ab.

    [3. Platz: Bernhard Brink: Berlin 2010]

    [youtube bj3LsSLlBCU]

    immerhin hat er nach 16 semestern jura sein studium abgebrochen, wilde zeit. vielleicht war er sogar ein hippie, man weiß es nicht.

    Und kommst du irgendwann
    nochmal nach Berlin
    Weißt du genau wo ich zu finden bin
    Dann werden wir beide
    bis Morgens um Neune
    in Kreuzberg um die Häuser ziehn
    Ich würd mich freun
    dich noch mal wiederzusehn
    und vielleicht sagst du dann
    du willst nie mehr gehn
    mir ist es vor Jahren
    genauso ergangen
    Ich konnt den Zauber dieser Stadt
    auch nicht widerstehn

    aber es ist wie eine drohung: da läufst du morgens auf arbeit und stolperst über einen total breiten brink mit anhang, die die ganze nacht durchgefeiert haben. will man das? und auch im video sieht es nicht so aus, als wäre eine durchzechte nacht mit ihm besonders spannend. wahrscheinlich fängt er irgendwann an zu singen…

    [2. Platz: Anna Depenbusch & Band (mit Anne de Wolff): Glücklich in Berlin]

    [youtube BFC4WN4qb5Q]

    dem mädel kann man nicht böse sein. ein bisschen wie dota singt sie da vor sich hin von ihrer großen liebe in der großen stadt.

    Ja, es ist schön, wenn Du mir schreibst, wen Du so triffst und was Du treibst
    In dieser Stadt kennst Du Dich aus
    Ich mein´ wer sehnt sich da nach Hause?
    Ein Teil von mir freut sich sehr für Dich
    Und ein Teil denkt: Berlin wär´ nichts für mich
    […]
    Hallo, wie schön Dich hier zu sehen, es scheint Dir gut zu gehen
    Ich glaube, Du bist glücklich in Berlin

    argumentativ ist das natürlich arm und klingt auch ein bisschen vorwurfsvoll und unterwürfig. und deprimiert. so psycho ein wenig. was soll man da nur antworten?

    [1. Platz: Ute Freudenberg: Auf den Dächern von Berlin 2011]

    [youtube WSjpmxTIOQs]

    ohgottohgott. ute freudenberg und ihr namensloser gesangspartner rammen den stachel in die frisch verheilte wunde der deutsch-deutschen teilung.

    Wir hatten Sparwasser und Jähn,
    und ihr den Kaiser und den Lindenberg.
    Und doch: Ich hörte damals schon
    deine “Jugendliebe”.
    Wir lebten selbstbewußt und frei
    und träumten uns am Traum vorbei.
    Im Helmstedt endete die Welt,
    doch hinter’m Horizont
    ging’s weiter – für uns.
    […]
    War uns die and’re Welt auch fremd
    und haben Mauern uns getrennt,
    im Herzen war’n wir immer eins.
    Ja, wir waren blutjung
    und uns’re Träume gleich.
    Auf den Dächern von Berlin
    sah’n wir die Sonne westwärts zieh’n
    und den Himmel ungeteilt.

    da fragt man sich: meinen die das ernst? relativieren die da den ddr-unrechtsstaat? ist das schon verfassungsfeindlich? oder wird hier die persönliche und völlig apolitische persönliche erfahrung angesprochen, jenseits von stasi und diktatur? dieses es-war-nicht-alles-schlecht und auf-mauerflüchtlinge-habe-ich-nie-geschossen? man mag es kaum glauben, fast 22 jahre nach der wiedervereinigung. revanchismus? der trabi im hintergrund als symbol oder nur effekthascherei?

    [bonustrack: broken comedy: berlin]

    …ohne worte…

     
  • Steffen 13:17 on January 17, 2011 Permalink
    Tags: , Berluc, City, ddr, Electra, , , Karat, Keks, Metapher, , Neil Young, Ostrock, Puhdys, Renft, Silly, Stern-Combo Meißen, ,   

    Ostrock 

    Denkt mal ein paar Zahrzehnte zurück. 80er Jahre. DDR.
    Der Aufstand gegen die Regierung wird immer stärker. Auch in der Musik ist dieser Trend zu spüren was zu vielen sogenannten Berufsverboten führte.
    Es gab damals eine Menge guter Bands, die den Ost-Rock geprägt haben. Renft, City, Silly, Karat, Berluc, Electra, Stern-Combo Meißen, Keks und auch die Puhdys.
    Viele dieser Bands gibt es heute nicht mehr und/oder kaum einer kennt sie mehr. Für mich Grund genug, mal wieder etwas für die Populartät dieser Musikrichtung, die mir ziemlich am Herzen liegt, zu tun.

    Da man sich ja mit freier Meinungsäußerung in der DDR etwas schwer tat, wurden heikle Themen wie die Flucht aus der DDR sehr geschickt mit vielen Metaphern in den Texten versteckt, so dass der typische Jugendliche von heute Probleme hat sie überhaupt zu verstehen (wenn er zufällig mal über Ostrock stolpern sollte).
    Besonders gut gefallen mir die Texte der Klaus-Renft-Combo.

    Ketten werden knapper
    Und brechen sowieso
    Wie junger Rhabarber
    Wie trockenes Stroh
    An der Hand des Riesen
    Der tausend Nasen hat
    Der braucht nur zu niesen
    Und wendet das Blatt

    Ketten werden knapper – liebe Regierung, das Eis wird dünner, ihr könnt uns nicht alle wegsperren, wir lassen uns nicht alles gefallen.
    Der Riese, der tausend Nasen hat und nur zu niesen braucht um das Blatt zu wenden – hier dürfte das Volk gemeint sein, dass nur mal auf die Barrikaden gehen muss, um etwas zu verändern.

    Singt für alle, die alles wagen
    Für die Leute in Vietnam
    Die riskieren nicht nur ihren Kragen
    Die planieren den braunen Schlamm

    Gegen den braunen Schlamm. Nazis in Vietnam. Amis sind Nazis? Spekulationen…
    Da kann man auch viel hineininterpretieren aber das sind wirklich tolle Texte. Und die Musik dazu ist auch nicht schlecht.

    Hier noch ein Text, der auf die Melodie von Neil Youngs Lied Helpless gesungen wird. Herrlich.

    Hier steh ich, seh die Sterne,
    blau, blau Glas dahinter.
    Leicht schwebt ein Schatten
    über die Erde, an der ich klebe.

    Vater Vogel fliegt den Seinen
    Freisein über den Felsen vor,
    der gelbe Mond gibt sein ganzes Hell
    so ich sehe – Machtloser –

    Steh ich
    hilflos, hilflos, hilflos, hilflos.
    He, Träumer, hörst du mich?
    So viele Tore sind uns versperrt.
    Vater Vogel fliegt die Freiheit vor

    Ich will euch jetzt nicht mit noch mehr Texten bombardieren, aber diese beiden musste ich einfach in den Artikel reinfummeln.
    Hört es euch einfach mal an. Viellecht gefällt es ja dem einen oder anderen. Diese tolle Musik darf nicht in Vergessenheit geraten.

    Wenn es ihnen gefallen hat erzählen sie es weiter, wenn es ihnen nicht gefallen hat behalten sie es für sich.

    Da Youtube bei dieser Musik ziemlich versagt, stelle ich Interessierten gerne Hörproben einiger musikalischer Perlen zur Verfügung.

     
    • Steffen 12:15 on January 20, 2011 Permalink | Reply

      Und? Gibt’s Meinungen? Kritiken? Tolle Musik, scheiß Musik? “Soll der Ostrock doch endlich untergehen” oder “Hoch lebe die Musik der DDR”?

      • Carsten 15:47 on January 20, 2011 Permalink | Reply

        Mit Ostrock konnte ich noch nie so richtig warm werden. Die geheimnisvollen Texte, die putzige Musik, die Altherrenrockerplattitüden, das war mir alles nix. Vieles kann man sich auch einfach nicht mehr anhören. Manches schon, vieles nicht.

        • Steffen 14:53 on January 23, 2011 Permalink | Reply

          hmm, schade drum. aber die geheimnisvollen texte mussten ja so verschleiert sein. das ist ja auch gerade so toll daran.
          man darf sich natürlich nicht an den beiden videos im artikel aufhängen. es gibt noch bessere sachen, nur die beiden fand ich ganz passend.

    • claudius 13:41 on January 23, 2011 Permalink | Reply

      und die puhdys haben jetzt den eisbären song (die hymne der berliner eisbären ist von den puhdys, die eisbären sind ein verein im eishockey, für die unsportlichen hier)neu aufgenommen! und ratet mal mit wem! mit dem könig von malle! dem drews dem jürgen! peinlich!!

      • Steffen 14:47 on January 23, 2011 Permalink | Reply

        ja, das ist wirklich peinlich. die puhdys habe ich auch mit absicht ganz zu letzt in die aufzählung geschrieben.
        die haben im gegensatz zu den anderen bands immer gute einschätzungen von den stasi-spitzeln bekommen. warum wohl? die haben irgendwie zusammengearbeitet.

    • Weltraumfred 15:23 on January 28, 2011 Permalink | Reply

      Ein Tag ohne Wein,
      ist wie ein Tag ohne Bier.

  • Steffen 21:30 on December 20, 2010 Permalink
    Tags: , Dance Dance Revolution, ddr, Kuttner, Schachtelsatz, ,   

    Adventstürchen #20: Tanzrevolution 

    Heute vor 20 Jahren ist der erste gesamtdeutsche Bundestag nach der Wiedervereinigung in Berlin zusammengetreten.

    Grund genug mal die DDR zu beleuchten.
    Da ich nur einige wenige Jahre in der DDR verbringen konnte, durfte und musste überlasse ich die ganze Rumphilosophiererei heute mal Kuttner, der ja einige Jahre mehr in der DDR verbracht hat und mir deshalb für diese Aufgabe prädestinierter zu sein scheint als ich. Immerhin würde ich den Versuch einen kuttnerschen Schachtelsatz zu formulieren als gelungen bezeichnen und übergebe mich jetzt an Jürgen Kuttner, der, wie ich finde, einer der besten (und dadurch vielleicht auch anstrengensten) Querdenker, Hinterfrager, Philosphen, Anprangerer und Zusammenhangsentdecker der heutigen Zeit ist.

    Viel Spaß und lasst euch nicht zu sehr verwirren.

     
  • Carsten 10:24 on May 31, 2010 Permalink
    Tags: bautzen, , , ddr, Elisabeth Schwarz, , , , Heinz Werner Kraehkamp, , , Jürgen Prochnow, Kai Ivo Baulitz, Kommissar Stedefreund, Laura Tonke, Liane Düsterhöft, , Marie Anne Fliegel, , normannenstraße, , , , , , , Thomas Ziesch, , Wilfried Huismann,   

    Tatort: Schlafende Hunde (2010) – Lürsen & Stedefreund 

    Wow. Ein richtig spannender Tatort, von der ersten Minute an. Mit viel geheimdienstlicher Trickserei werden die Kommissare an der Nase herum geführt: Zersetzung, Täuschung, Überwachung. Und am Ende muss Herr Stedefreund für seinen Alleingang bluten. Sehr Forsythesk.

    Aber! Die Story um alte Stasi-Seilschaften, die noch Gift aus dem Kalten Krieg einsetzen, ist ja mal sowas von an den Haaren herbei gezogen. Dazu Waffenschmuggel an die Rebellen, um die Welt zu befreien. Hach, das wäre Stoff für einen guten Spionagethriller, aber für die Bremer Kripo? Haarsträubend.

    Link +++ Erstausstrahlung!

    [xrr rating=5/7]

     
  • Carsten 19:30 on April 20, 2010 Permalink
    Tags: , , Bov Bjerg, ddr, François Villon, , hip, , , kaffeekrise, katerwolf, , , ,   

    #kurzes 

    “Wenn in der Jugend ich studiert und nicht so viel gelottert hätte,
    so hätt’ ich jetzo Haus und Bette.”1

    “First of all: I am tired. I am true of heart!
    And also: You are tired. You are true of heart!”2

    #

    auf spreeblick steht, dass der wedding jetzt szene sei. das höre ich schon, seitdem ich hier wohne. und da kann man sicher von ausgehen, dass das genau nicht passieren wird. beziehungsweise nur in den grenzregionen. die bernauer und brunnenstraße sind ja schon gut fashioniert. sagt man. denn eigentlich habe ich keine ahnung davon. und noch eigentlicher ist es mir egal. und um ehrlich zu sein, wäre es besser, wenn die hypemaschine vorbei rollen würde, direkt nach reinickendorf und wittenau.3

    #

    ganz anderes liest man hier – geschichten aus dem wedding, großartig geschrieben und immer noch aktuell, trotz aller gentrifikation.4

    #

    ach, und diesen text muss man einfach verlinken. weil er so relevant über irrelevantes herzieht, dass er fast stimmt. auch wenn man blogger und bloggerkonferenzen aus dem weg geht.5

    #

    die kaffeekrise in der DDR der siebziger jahre scheint mir mehr als ein treppenwitz der geschichte. die proteste gegen den versorgungsengpass überschatteten alles bisher da gewesene.6


    1. frei aus dem Kopf zitiert nach François Villon []
    2. Dave Eggers: Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität. []
    3. Sara Chahrrour auf spreeblick.com: Der Berliner Szenemensch []
    4. katerwolf: Kevin, Dschässika, Brett und Schannntalll []
    5. Bov Bjerg: Das Internet ist an seiner dicksten Stelle exakt sieben Argumente breit []
    6. wikipedia.org: Kaffeekrise (DDR) []
     
  • Carsten 11:09 on August 14, 2009 Permalink
    Tags: 1961, , , , , , ddr, Erwin Sawatzke, , , Franziska Götze, , , Hans Kuhlke, Hartmut Schoen, , , Iris Berben, , Jule Gartzke, Katharina Kuhlke, Lavinia Kellermann, , Paul Kuhlke, , Renate Sawatzke, , ,   

    [Film:] Die Mauer – Berlin ’61 (2006) 

    Ok, Axel Prahl war dabei, als schmieriger Möbelhändler mit Gelfrisur. Aber ansonsten? Schöne Bilder, alles in braun und grau gehalten, war offensichtlich damals so. Aber die Story? Ossifamilie kommt nach dem Mauerbau nicht mehr nach Hause, wo der Sohn inzwischen zum Vorzeigepionier rekrutiert wird. Dazu ein bisschen Notaufnahmelager und zuviel Allzumenschliches. Wenigstens das Ende ist nicht kitschig, sondern orientiert sich an der deutsch-deutschen Realität.

    Nur eine U-Bahn Station Treptower Park gab es meines Wissens nie, oder irre ich mich?

    SPONs Fazit:

    “Ein traurigerer Film über die deutsche Teilung wurde bislang nicht gedreht.”

    [xrr rating=2/7]

     
  • Carsten 23:57 on June 17, 2009 Permalink
    Tags: 17. juni, , , ddr, , , volksaufstand   

    noch mehr treppenwitze 

    der bundestag gedachte heute des volkaufstands vom 17. juni 1953 in der ddr, während ein paar hundert meter weiter die studenten protestierten (frau ministerin schavan ganz im stil des politbüros: “Die Proteste sind, was die Ziele angeht, zum Teil gestrig”) und morgen wollen sie dann zensurinfrastrukturen errichten. ich glaube, da läuft gerade einiges schief…

     
  • Carsten 21:43 on April 27, 2009 Permalink
    Tags: , , , berlin (ost), , , ddr, dokument, , , ich suche sie, , , , , , wolfgang lippert,   

    Lippi rockt den P-Berg 

    Der (leider) real existierende Wolfgang Lippert hat schon 1985 erkannt, dass der Prenzlauer Berg das nächste große Ding sein würde. Der spätere Wetten dass..?-Moderator stolziert da musizierend durch den Kiez und wir erkennen so einiges wieder. Mit dabei Ikarus-Busse, die Schönhauser, eine coole Lederjacke und ganz alte Straßenbahnen. und, nunja, frisuren oder so.

    [youtube OLaHimxmDdk]

    (via, via)

     
  • Carsten 00:02 on February 15, 2009 Permalink
    Tags: aktuelle kamera, ddr, , fernsehsender, , fixmbr, fox, , , ,   

    zwei videos, die deinen sonntag retten 

    erstmal extra drei zur lage der nation, ganz großartig wie immer (via):

    [youtube AbFJp7iYrGQ]

    und hier ein alternativer simpsons-vorspann (via):

    [youtube qZGz1Ajg7QU]

    übrigens: fernsehsender fox wirbt, dass man dessen serien auch im netz sehen kann. ist aber garnicht so. denn:

    This episode is currently only available to viewers living in the United States.

    sowas! ob ich das hier auch mal einführen sollte?

     
  • Carsten 16:18 on August 22, 2008 Permalink
    Tags: , basar der spione, , , , , ddr, , , , , , , , Norbert F. Pötzl, rechtsanwalt, , , , , unterhändler, verstorben, , wolfgang vogel   

    Wolfgang Vogel R.I.P. 

    der tagesspiegel berichtet, dass wolfgang vogel verstorben ist. als rechtsanwalt hatte er einen eher ungewöhnlichen job:

    Er vermittelte zu DDR-Zeiten den Freikauf von tausenden Häftlingen und Kindern. Die Bundesregierung blätterte dafür Milliarden West-Mark hin. Er selbst soll Honorare in Millionenhöhe kassiert haben. Später wurde ihm die Erpressung ausreisewilliger DDR-Bürger vorgeworfen.

    dieses buch zum thema habe ich nahezu verschlungen. und auch wenn es schon über zehn jahre alt ist und sehr reißerisch erzählt, es lohnt sich zu lesen!

     
  • Carsten 11:57 on August 21, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , ddr, , , dokumentationszentrum, , , elternbesuch, , , , , , gedenkstätte berliner mauer, , , , , , , , palast der republik, , pdr, , , , sowjetisches ehrenmal, , , , , , , ,   

    tourist in der eigenen stadt – teil 1 

    vergangenes wochenende war sightseeing angesagt. die eltern waren da und wollten unter anderem auch berlin sehen. grund genug, mal wieder tourist in der eigenen stadt zu sein. wir haben viel gesehen und abends schmerzten die füße. so entstanden auch ein paar bilders, die ich euch nicht vorenthalten will:
    PdR 3PdR 2

    der besuch am ehemaligen palast der republik (oder was inzwischen davon übrig geblieben ist) ist fast schon obligatorisch. inzwischen sieht das ding aus wie die innenstadt von bagdad. zu allem überfluss wurde auch noch ein musikvideo gedreht vor dieser eindrucksvollen kulisse. mit roten fahnen und menschen in merkwürdigen outfits, die auf einem W50 gruselige lieder sangen.

    (More …)

     
    • pixelroiber 15:54 on August 21, 2008 Permalink | Reply

      bei den ersten beiden? oder überhaupt? oder wie?

    • pixelroiber 16:00 on August 21, 2008 Permalink | Reply

      na schick! dafür gibts mal gleich einen punkt!

    • artemisia 15:49 on August 21, 2008 Permalink | Reply

      Interessante Kollektion aus Rot und Grau übrigens.

    • artemisia 15:55 on August 21, 2008 Permalink | Reply

      So, jetzt nix mehr Caro hier mit den Comments. Ich hab jetzt auch'n Gesicht.

  • Carsten 17:20 on August 19, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , ddr, , , , , , saxony, , , untergegangen,   

    bilder aus einem untergegangenem land 

    GDR AFTERNOON
    [GDR AFTERNOON 1987 by phillygdr, license]

    im flickrstream von phillygdr finden sich noch mehr tolle bilder aus dem alltag der ehemaligen ddr. aufgenommen in den siebzigern und achtzigern des vergangenen jahrhunderts. viel politisches und viel berlin. in für die damalige zeit typischen farbverzerrungen. klickt euch mal durch. es lohnt sich.

     
    • artemisia 16:31 on August 19, 2008 Permalink | Reply

      Die Bilder sind wirklich schön. Ich denke da öfter drüber nach, ob wir wirklich 'ein Volk' sind oder ob das überhaupt erstrebenswert ist. Diejenigen, die in der DDR gelebt haben und jetzt vereinte Deutsche sind, haben jedenfalls einen reicheren Erfahrungsschatz als ich Wessi. So empfinde ich das. Und ich bin froh, wenn ich netter 'Ossis' kennenlerne, von denen ich ein bisschen Erfahrungsweisheit übernehmen darf.

    • pixelroiber 08:46 on August 20, 2008 Permalink | Reply

      mhm, ich weiß nicht, ob sich nicht die erfahrungsweisheit auf leben in ständiger knappheit, permanenter überwachung und bunkerbauen beschränkt hat. es war eben ein komplett anderes leben, das die ostdeutschen führten. da kann ich nur den stefan wolle empfehlen.

    • Ole Begemann 09:12 on August 20, 2008 Permalink | Reply

      Die Fotos sinde ein guter Tipp, danke.

    • Ryo 10:19 on August 20, 2008 Permalink | Reply

      1)leben in ständiger knappheit – Gab es im Westen für sehr viele ebenfalls.
      2)permanenter überwachung – Haben wir jetzt auch, dank Schaüble & Co. Wird nur NOCH NICHT verwendet.
      3) Gab es bei “uns” im Westen kaum. Zivilschutz scheint es nicht zu geben, wir haben ja noch nocht mal mehr ein Sirenensystem.

    • pixelroiber 10:58 on August 20, 2008 Permalink | Reply

      @1: knappheit aufgrund eigener wirtschaftlicher not oder aufgrund staatlicher unzulänglichkeit – die gründe sind verschieden, die auswirkungen auf den einzelnen wahrscheinlich aber identisch.

      @2: ja nun, trotzdem ist das jetzige deutschland noch ein bisschen demokratischer als die ddr. dass die grundrechte in letzter zeit ein wenig lockerer gesehen werden von unserer regierung, ist in der tat ein ernstzunehmendes problem!

      @3: doch, es gab einen zivilschutzplan und auch bunker für die bevölkerung in der bunderepublik, jedoch viel zu wenig und zu schlecht ausgestattet. 2006 hat dann die innenministerkonferenz beschlossen, dass das nicht mehr nötig sei. kann man jetzt sehen wie man will….

    • pixelroiber 11:05 on August 20, 2008 Permalink | Reply

      japs, das stimmt. jene sind wirklich erfahrener und pfiffiger – solange sie auch wirklich angekommen sind im neuen system. denn erschreckender weise gibt es auch viele, die den alten zeiten hinterher trauern. aber die soll es in der ehemaligen brd ja auch geben..

    • artemisia 10:47 on August 20, 2008 Permalink | Reply

      Also ich empfinde es so, dass trotz alledem (Knappheit, Überwachung etc.) die Freude an den kleinen Dingen menschliche Größe hat(te). Zudem bedeutet die Neu-Orientierung in einem anderen (bundesrepublikanischen) System – zumindest bei denjenigen, denen dies gelungen ist – beide Welten erlebt zu haben und zu kennen.

  • Carsten 00:03 on March 23, 2008 Permalink
    Tags: , , , , ddr, , , eoc, , handgeschrieben, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,   

    nachdenkliches 

    In meiner Kehle wohnt ein Tier, das frißt die klugen Worte auf
    Die ich mir beigebogen hab für einen lieben langen Tag
    Was soll ich sagen, wenn da keine Worte sind
    Manchmal wüßt ich gern, wer ich wirklich bin
    [eoc]

    vor ein paar jahren leistete ich mir einen klugen diskurs mit einem hobbypsychologen per mail*. ich traf ihn auf arbeit, bei einem job, über den ich hier besser nicht reden will**. wir schrieben über den job als solchen und im allgemeinen, über menschliche psyche und so kram. blabla halt. irgendwann kam er dann auf den trichter, mich analysieren zu müssen und so erhielt ich eine antwort, die mich (erstens) nachdenklich stimmte und die ich (zweitens) ganz schnell vergaß und (drittens) jetzt wieder ausgegraben hab’. ein paar zitate will ich jetzt veröffentlichen, weil es (erstens) so schön formuliert und (zweitens) so zutreffend und (drittens) so ein schmarrn ist…

    schon die einleitung war grandios:

    Ich teile deine Selbsteinschätzung. Ich meine es jedoch nicht ironisch, sondern sehr wohl unironisch. Du bist ein Opportunist nicht aus Niederträchtigkeit, sondern vielmehr aus Unsicherheit. Bei dir besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die du versuchst mit der koketten Selbstbezichtigung des Opportunismus zu kaschieren.

    chapeau! der geneigte leser wird ein muster erkennen und des autors wirklichkeit und substrat auch auf dieser seite gespiegelt wieder finden. doch lauschen wir dem fachmann noch ein paar zeilen weiter:

    Ich kann auf jeder Ebene mit dir kommunizieren. Ich lehne deine “proletarische” Ebene von meiner “wohl situierten gutbürgerlichen” Ebene nicht ab. Du bist weder proletarisch noch bin ich wohl situiert und gutbürgerlich. Das ist ein Machtspiel. Du versuchst dich über mich zu erheben, indem du dich erniedrigst und mich erhöhst. Soll ich darauf noch weiter eingehen? Besser nicht!

    ja, warum eigentlich nicht? dieser, meiner kunstgriff war nötig, um genau das zu erreichen. ich mag das spiel mit geschichtsschwangeren begrifflichkeiten und vorurteilen. und selbst-erniedrigung ist eigentlich ganz schick. doch es wird noch besser:

    Deine vermeintliche Fehldeutung von Akkumulation ist aufschlussreich. Das ist wieder ein Machtspiel. Du versuchst dich über mich zu erheben, indem du mir einen Knochen zuwirfst, an dem ich knabbern darf. Du versucht dich über mich zu erheben, indem du dich in die Rolle des Schülers begibst und mir die Rolle des Lehrers zuweist. Ich danke dir für diese Ehre (Ironie). Das Spiel, welches du spielst ist sehr polemisch und aggressiv. Deine Gefühle sind wahr und richtig – die Projektion jedoch unwahr und destruktiv.

    hier irrte ich mich und wollte marx bringen, ging wohl schief. projektion war im übrigen garnicht geplant.

    Du bezeichnest deine Sozialisation als post-faschistoid und quasidemokratisch. Du meinst sicher pseudodemokratisch. Ich kann deine Gefühle, die du mit post-faschistoid bezeichnest nachvollziehen und ich stimme dir inhaltlich, sachlich gänzlich zu. Meine Anmerkungen sind rein sprachlicher Natur. Es ist ein repressives und diktatorisches System gewesen. Das ändert nichts an deinen Gefühlen, das verstehe ich auch. Du befindest dich in einer Ambivalenz zu deiner Sozialisation, die dir Unbehagen bereitet. Du hast Machtstrukturen und viele Aggressionen verinnerlich, die aus deiner Sozialisation resultieren. Die Machtstrukturen waren eine Notwehr und eine Überlebensstrategie. Das Problem besteht in dem Konflikt der verinnerlichten Machtstrukturen und Aggressionen die ihre ursprüngliche Grundlage verloren haben.

    und hier irrt der meister. hab ihm geschrieben, in der ddr aufgewachsen zu sein und darunter gelitten zu haben. mitnichten! ich war acht beim mauerfall und hab’ rein garnichts kapiert. insofern nervt seine einschätzung an dieser stelle. der letzte satz allerdings macht mir bis heute kopfzerbrechen:

    Du hast bei mir nicht im Geringsten eine Verwirrung gestiftet. Im Gegenteil, du bist für mich ein offenes Buch. Ich kann in dir lesen wie in einem Buch, auch wenn es dir nicht schmeichelt.

    so denn. wie auch immer. habe nie geantwortet. vielleicht sollte ich? bin ich denn wirklich so durchschaubar?

    • damals™ formulierte man schöne sätze in mails, suchte nach begriffen und nahm sich zeit. wie noch früher™ in handgeschriebenen briefen. die zeiten sind nun vorbei und die ICQ-isierung der kommunikation schreitet unaufhaltsam voran. lolroflomg…

    ** kommt aber sicher noch.

     
    • c.h. 14:31 on March 24, 2008 Permalink | Reply

      ich erinnere mich, der herr der immer um 6 angefangen hat und haare auf der tastatur lies…
      war er nich musiker? hat er mir jedenfalls erzählt…

    • pixelroiber 16:53 on March 24, 2008 Permalink | Reply

      hat er? bei mir war er psycho-onkel. aber die haare auf der tastatur! ja, das war gruselig…urx

    • Caroline 18:32 on March 24, 2008 Permalink | Reply

      Iiih, Haare auf der Tastatur? Ich glaube ja eher, der wollte mehr von Dir. Also nicht unbedingt in DER Hinsicht, aber im Sinne von “analytisch Macht über Dich gewinnen”. Oder er war ein ‘Hochstapler’, der sich dem einen gegenüber als Psycho-Onkel und dem anderen gegenüber als Musiker ausgab?

    • pixelroiber 20:28 on March 24, 2008 Permalink | Reply

      wollte er? gnihhhiii…

      [menschen machen mir zunehmend angst..]

c
Compose new post
j
Next post/Next comment
k
Previous post/Previous comment
r
Reply
e
Edit
o
Show/Hide comments
t
Go to top
l
Go to login
h
Show/Hide help
shift + esc
Cancel