beim herumstromern durch pankreich fallen immer wieder die zu-verschenken-kisten auf. sie sind prall gefüllt mit dem wohlstandsmüll der nachbarn. überflüssige dinge müssen raus für neuen scheiß. wobei sich die kisten von viertel zu viertel unterscheiden und wir langsam mal einen wirtschaftsindex bauen sollten, der auf weggeworfenem basiert. ein paar straßen weiter im wedding wird anders weggeworfen und ich mag mir nicht ausmalen, was in zehlendorfer kisten landet. hier also eine nicht repräsentative auswahl:

also ein spannender film. irgendwas mit entropie und kausalität und invertieren. zurück in die vergangenheit. und dem bösen oligarchen. es wird geschossen, es gibt viel bums. am anfang ist dann einer tot. aber spielt die oligarchenfrau mit? wir werden es sicher gewußt haben. am anfang ist mumbai. plutonium wird transportiert. krachbumm, zukunft. zehn minuten, rückwärts, vorwärts. wie so eine stoiber-rede. und die yacht in vietnam und überhaupt.

doppelbelichtungen mit zwei verschiedenen kameras. an verschiedenen tagen und mit verschiedenen motiven. in der nikon f90 normal belichtet, in der f801 eine ganze blendenstufe weniger. daher ist ein bildteil dominanter. natürlich habe ich nicht gewußt, welche motive auf dem ersten bild sind. überhaupt ist es großer zufalle, dass sie fast genau übereinander liegen.

Film: Agfa Vista Plus 200
Kamera: Nikon F90 / F801
Zeit: September 2020
Entwicklung: DAS FOTO - Dietzgenstr. 39 (5,- €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

juhu! mein erster selbst entwickelter film. gar nicht so schwer, obwohl ich sicher gut 20 minuten gebraucht habe, den film aus der dose zu bekommen und ihn einzuspulen. im dunkeln in der kleinen abstellkammer bei sehr sommerlichen temperaturen, schweißtreibend, sag ich euch. zum vergleich: die ergebnisse mit dem gleichen film bei dm entwickelt: 079402 und 029612.

Film: Agfaphoto APX 100 4356-11
Kamera: Nikon F4s
Zeit: August 2020
Entwicklung: Adox Rodinal 1+50 10min 20°
Scan: Epson Perfection V330 Photo

auf unserem ausflug nach wünsdorf kommen wir auch an der baustelle zum neuen Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ (BER) vorbei. gespenstisch leer ist es und da sonntag ist, gibts auch keine (sichtbaren) bauarbeiten. nur sicherheitsleute, die uns außen rumlaufen lassen, solange wir nicht „die nasen an die scheiben drücken“ – hatten wir nicht vor, die sind nämlich ziemlich dreckig. überhaupt erinnert nicht mehr viel an eine baustelle, es hat eher den eindruck eines lange verlassenen gebäudes. gras wächst zwischen den bodenplatten, staub überall. eine stille beherrscht die szene. sommerliches vogelgezwitscher gibt es hier nicht.

am 31. oktober diesen jahres ist eröffnung. mit neun jahren verspätung. viele witze wurden gemacht, viel wurde dikutiert, das wird dann endlich und hoffentlich vorbei sein. schön ist er nicht geworden, eher zeitlos-funktional. keine ahnung, wie es innen aussieht, man hofft auf mehr ergonomie als in tegel und schönefeld. flughäfen sind keine wohlfühl-oasen, sie sollen funktionieren. und alsbald eröffnet werden.

es gibt auch ein video vom ausflug:

in der kürzlich gebraucht gekauften Nikon F4s war noch ein diafilm, teilweise belichtet. offenbar ein urlaub, ansichten einer stadt am mittelmeer(?). bilder aus dem flugzeug. die lumix-kamera in der hand der frau sagt uns, dass es noch nicht so lange her sein kann. der film jedoch hat gelitten und ist durch die zeit grünstichig geworden. lag halt nicht im kühlschrank und ist nicht so robust wie ein s/w-film.

Film: Kodak Elitechrome EB-3
Kamera: Nikon F4s
Zeit: unbekannt
Entwicklung: rossmann, Rathaus Center Pankow (3,55 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

meine bilder sind auch grün geworden und zeigen Cameron Carpenter bei seinem konzert am bürgerpark im april auf einer auf einem lkw montierten orgel.

es ist ein nebliger samstag an der ostsee im juni 2020. einige unerschrockene baden, einige sitzen am strand. ich versuche mich in RAW und spiele anschließend bisschen rum. nett, aber ich habe keine ahnung, was ich da mache.

über die provinz lachen ist einfach. die provinz zu entdecken dagegen ist schwieriger. diese stadt hat 100.000 einwohner und ebenso viele tankstellen. schnieke einfamilienhäuser stehen neben mittelgroßen mietskasernen, es gibt viel platz und hinter den häusern ist feld. ich stolpere über weitläufige betriebsgelände von miele und bertelsmann und tankstellen. der bus kommt alle 20 minuten, ein taxi zu rufen ist unmöglich. also laufe ich zum bahnhof, es gibt kaum menschen, sie schauen scheu. es gibt auch keine läden. laut wikipedia soll es eine altstadt geben, aber nur wo? die schönheit dieser stadt entfaltet sich wohl in den herzen der menschen – so hoffe ich – in ihren straßen jedenfalls nicht. da sind nur tankstellen.

es ist februar, ungewöhnlich warm und sonnig, die gegend ist voll touristen, obwohl es wenig zu sehen gibt, man schiebt sich über die bürgersteige, zum bahnhof, zur spree. einheimische gehen ihrer wege. im bahnhof eine große schlange vor edeka.

es ist anfang februar und wir besuchen die katalanische hauptstadt für ein paar tage. es ist selbst für barcelona sehr warm, die sonne knallt. wir fahren mit dem bus auf den Montjuïc und schauen runter. wir entscheiden uns gegen die seilbahn und laufen richtung strand. es ist sonntag, die einheimischen liegen am strand, einige wenige baden. ein typ verkauft cocktails, es ist entspannt.

Mit der Kamera auf Arbeit, die Sonne steht weit unten. Rauhreif bedeckt die Wiese, die Panke plätschert, es ist kalt. Baustellen überall, die Autos stauen sich. Vereinzelt kommen Jogger, der Bus kommt nicht. Auf dem Ohr ein Hörbuch, irgendwann muss man dann aber doch an den Schreibtisch.