neues aus der roiberhöhle
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#silbersalz35

14.06.26

my mum taught me not to be so negative all the time. but today I just need to let off some steam, especially as it’s about my negatives. I’ve been a proud customer of #silbersalz35 for five years. in total, I’ve had 64 rolls of film developed there, and I bought most of them from them as well. they have a great scanner and use the ECN-2 process for development, which delivers fantastic results and is very impressive.

but this year, the service has deteriorated significantly, and I won’t be ordering anything from them for the time being. what’s happened? well, I don’t know. the films I sent in are just sitting there, and there’s no communication whatsoever. only after multiple enquiries to customer support do I receive standard replies. it used to take about a week for the scans to be ready; at the moment it takes over a month, and there are no updates. on Instagram, negative comments are piling up under the official account’s rare posts – with no response.

at the moment, I’m waiting for the negatives from my last batch, and there’s no news on that either. and to be honest, there are several labs in berlin that can develop ECN-2 and aren’t any more expensive. it makes me sad, but sometimes you just have to part ways.

nixdorf-gebäude

10.06.26

oben am humboldthain im gesundbrunnen war früher mal die AEG ganz groß. auf dem ehemaligen werksgelände passiert ganz viel und unterschiedliche architektur steht scheinbar wahllos nebeneinander. unter anderem auch das sogenannte nixdorf-gebäude. da hat nixdorf in den 80ern mal chips produziert, die sparkasse war hier und die glasfront erinnert an den palast der republik, siehe zB hier https://german-architects.com/de/architecture-news/meldungen/wehmut-in-gesundbrunnen

lageplan Quelle: https://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/stadtentwicklungsamt/stadtplanung/verbindliche-bauleitplanung/bebauungsplan/iii-233-1_oeb_begruendung.pdf

heute stolperte ich über architekturstudenten, die genau dieses monster als model gebaut haben, sicher ein guter quadratmeter groß. leider habe ich nur ganz schiefe bilder davon gemacht:

Modell von Block 240

Modell von Block 240

das gebäude wird bald abgerissen und an der stelle entsteht das quartier am humboldthain https://humboldthain.de/standort-quartier-am-humboldthain/

hierzu heißt es:

Hierzu soll das großflächige, in den späten 1980er Jahren für die Fertigung von Großrechneranlagen der Fa. Nixdorf errichtete und bis Ende September 2024 durch die Berliner Sparkasse genutzte Gebäude abgebrochen werden (fortan „Nixdorf-Gebäude“). Aufgrund dessen stark eingeschränkter Nutzungsflexibilität kommen eine (wirtschaftliche) Nachnutzung oder ein Umbau des Gebäudes nicht in Betracht. So befindet sich ein erheblicher Anteil der Geschossflächen im Tiefparterre. Zudem prägen eine große Gebäudetiefe und ein sehr hoher Erschließungsflächenanteil die Gliederung des Gebäudes. Die vormalige Nutzung als Dienstleistungszentrum der Berliner Sparkasse wird nicht fortgeführt, sodass Gebäude und Tiefgaragenanlagen sowie die weitläufigen Stellplatzanlagen auf dem Gelände brach fallen werden. Anlässlich der Nutzungsaufgabe sowie zur Weiterentwicklung zeitgemäßer innerstädtischer Strukturen soll das gesamte Gelände daher städtebaulich neu geordnet werden. aus: https://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/stadtentwicklungsamt/stadtplanung/verbindliche-bauleitplanung/bebauungsplan/iii-233-1_oeb_begruendung.pdf

Filmkritik: Therapie für Wikinger (2025)

28.05.26

ein film über dysfunktionale familien, persönlichkeitsstörung (dissoziative Identitätsstörung), viel gewalt und die frage, wer normal und wer verrückt ist. zwei brüder, aufgewachsen mit einem vater, der erst gewalttätig war und dann verschwand, bewältigen ihre traumata auf verschiedene weisen. jahre später, einer saß im knast, entspinnt sich eine suche nach dem versteckten geld, doch die handlung ist nebensächlich. immer wieder driftet der film in rohe gewalt ab, um augenblicke später tiefe dialoge, gedanken und manchmal nur blicke zu zeigen. und so mäandert der film zwischen slapstick und komik und blutrausch. das lachen bleibt einem im hals stecken. man muss einiges aushalten als zuschauer, aber lohnt sich.

Voigtlander Color Skopar 35mm f2.5 wackelt

20.05.26

der vordere teil war sehr wackelig und ich habe mich gewundert. auswirkungen auf die abbildungsqualität hatte das nicht, soweit ich sehe. der fix war sehr simpel, es gibt im hinteren bereich einen ring, den man mit einem dünnen schraubenzieher wieder festziehen kann - markiert im bild.

Voigtlander Color Skopar 35mm f2.5

verschwundenes berlin

07.05.26

was es alles nicht mehr gibt in der großen stadt. eine unvollständige liste. ich hatte das mal als blog-projekt, hat nicht so funktioniert. eine sehr persönliche auswahl, aber viele punkte kommen euch sicher bekannt vor. manche konzepte haben sich auserzählt, so manches geschäftsmodell hat nicht funktioniert, der rest ist gentrifizierung.

  • die mobilen bratwurstverkäufer, war hygienisch immer kritisch und als job wahrscheinlich die hölle. die menschen hatten einen kompletten gasgrill umgeschnallt und die würste vor dir gegrillt.
  • die sprüche “warum muss der sohn betteln”, prominent mit edding überall in der stadt hingekritzelt, die taz hatte mal was dazu
  • der döner in der prinzenallee, der die zwiebeln gebraten hat
  • die videothek nebenan, die dvds und bier für einen euro hatte
  • negativeland, die videothek, deren mitarbeiter dich immer schräg ob deiner auswahl angeschaut haben
  • die plakate für ein theaterstück “Ich bin’s nicht, Adolf Hitler ist es gewesen”
  • der uhrenladen am rosenthaler, der meine uhr hatte und reparieren sollte, aber dann plötzlich verschwunden war
  • der golfplatz an der chausseestraße, da steht jetzt der BND
  • die sonntage mit DER SPIEGEL und eine schachtel Gauloises und dann zum flohmarkt helmholzplatz
  • milchkaffee aus absurd großen tassen/schüsseln
  • die tankstelle in der stargarder, wo man die robben und wientjes-karre für insg. 2,34 betankt hat
  • robben und wientjes und ihren riesigen papiernen plan - ich war immer fasziniert
  • kurzstrecke in taxis
  • TXL
  • eckkneipen - die sind tatsächlich fast verschwunden inzwischen

begegnungen

05.05.26

es ist samstag, nach dem 1. mai ein weiterer heißer sommertag, ungewöhnlich früh in diesem jahr. wir haben besuch und machen das volle touriprogramm. vom wittenbergplatz geht es mit dem m29 richtung kreuzberg, wir sitzen verteilt im bus im oberdeck, da wenig platz. ich knipse ein bisschen die rolle voll, wechsle den film. da spricht mich die frau neben mir an und ist ganz entzückt, dass es analoge fotografie noch gibt und dass das ja wie früher sei. dieses gespräch ist unvermeidlich und ich führe es viel zu oft. aber man ist ja nett zu leuten. es wird dann aber doch spannend, sie sind unterwegs in sachen gallery weekend und wir tauschen uns über ausstellungen und fotografie im allgemeinen aus. namen werden gedroppt und ansätze diskutiert. friedenau gegen pankow abgewogen. eine schöne, zufällige und ungezwungene begegnung. oranien ecke adalbert steigen wir aus, verabschieden uns, müssen döner essen, naklar.