neues aus der roiberhöhle
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verschwundenes berlin

07.05.26

was es alles nicht mehr gibt in der großen stadt. eine unvollständige liste. ich hatte das mal als blog-projekt, hat nicht so funktioniert. eine sehr persönliche auswahl, aber viele punkte kommen euch sicher bekannt vor. manche konzepte haben sich auserzählt, so manches geschäftsmodell hat nicht funktioniert, der rest ist gentrifizierung.

  • die mobilen bratwurstverkäufer, war hygienisch immer kritisch und als job wahrscheinlich die hölle. die menschen hatten einen kompletten gasgrill umgeschnallt und die würste vor dir gegrillt.
  • die sprüche “warum muss der sohn betteln”, prominent mit edding überall in der stadt hingekritzelt, die taz hatte mal was dazu
  • der döner in der prinzenallee, der die zwiebeln gebraten hat
  • die videothek nebenan, die dvds und bier für einen euro hatte
  • negativeland, die videothek, deren mitarbeiter dich immer schräg ob deiner auswahl angeschaut haben
  • die plakate für ein theaterstück “Ich bin’s nicht, Adolf Hitler ist es gewesen”
  • der uhrenladen am rosenthaler, der meine uhr hatte und reparieren sollte, aber dann plötzlich verschwunden war
  • der golfplatz an der chausseestraße, da steht jetzt der BND
  • die sonntage mit DER SPIEGEL und eine schachtel Gauloises und dann zum flohmarkt helmholzplatz
  • milchkaffee aus absurd großen tassen/schüsseln
  • die tankstelle in der stargarder, wo man die robben und wientjes-karre für insg. 2,34 betankt hat
  • robben und wientjes und ihren riesigen papiernen plan - ich war immer fasziniert
  • kurzstrecke in taxis
  • TXL
  • eckkneipen - die sind tatsächlich fast verschwunden inzwischen

begegnungen

05.05.26

es ist samstag, nach dem 1. mai ein weiterer heißer sommertag, ungewöhnlich früh in diesem jahr. wir haben besuch und machen das volle touriprogramm. vom wittenbergplatz geht es mit dem m29 richtung kreuzberg, wir sitzen verteilt im bus im oberdeck, da wenig platz. ich knipse ein bisschen die rolle voll, wechsle den film. da spricht mich die frau neben mir an und ist ganz entzückt, dass es analoge fotografie noch gibt und dass das ja wie früher sei. dieses gespräch ist unvermeidlich und ich führe es viel zu oft. aber man ist ja nett zu leuten. es wird dann aber doch spannend, sie sind unterwegs in sachen gallery weekend und wir tauschen uns über ausstellungen und fotografie im allgemeinen aus. namen werden gedroppt und ansätze diskutiert. friedenau gegen pankow abgewogen. eine schöne, zufällige und ungezwungene begegnung. oranien ecke adalbert steigen wir aus, verabschieden uns, müssen döner essen, naklar.

bloglog

23.04.26

vermehrt lese ich, dass blogs wieder ein ding seien, dass die entwicklung im netz weg von den toxischen plattformen geht, hin zu eigenen seiten, alternativen plattformen. finde ich gut, kann ich aber aus dem persönlichen umfeld nicht bestätigen. da interessiert sich keiner für das, was ich hier seit ziemlich genau 20 jahren mache. aber egal, geht ja um die netizens (sagt man das noch?).

rss ist wieder da in form von schnell zusammen gehackten webseiten/aggregatoren. find ich geil, muss ich mir anschauen. das fediverse dümpelt so bisschen vor sich hin. twitter/x ist unter journalisten ein ding, sonst begegnet mir das kaum noch. warum künstler ausgerechnet auf instagram stattfinden, erschließt sich mir nicht. zumindest nicht in 2026. facebook gibt es immer noch und das ist bemerkenswert.

am ende ist es auch egal, hauptsache man hat einen platz zum abhängen und austauschen mit leuten, die man sich sucht (folgt) und platz für den kram, den man macht. um dem kommerziellen etwas entgegen zu setzen. um eine gute zeit zu haben.

geolokation

22.04.26

habe mal die 35mm-beiträge und einige blogeinträge mit jeweils einer location ergänzt und auf einer schicken karte dargestellt:

europakarte

berlin hat noch seine eigene detailkarte bekommen:

berlinkarte

ganz schick geworden, natürlich mithilfe von AI, so macht man das jetzt - die inhalte schreibe ich weiterhin manuell. und die fotos sowieso.

podcast-tipp: korridore (2026)

15.03.26

ein thriller in 24 teilen von Lars Henriks und mit Maximilian Schimmelpfennig, Nisan Arikan, Ulrich Bähnk. hervorragend verschachtelte story um backrooms / liminal spaces. aber in einem deutschen bürogebäude.

link zu ARD Sounds (früher: Audiothek)

nachtflohmarkt

15.03.26

gestern beim nachtflohmarkt auf dem parkdeck des gesundbrunnencenters. jenes gebäude, was seit jahren wie ein raumschiff mitten im herzen des kietz steckt. dreh- und angelpaunkt des lebens in diesem teil der stadt.

jedenfalls auf diesem gebäude ein hipster flohmarkt mit streetfood und bassmusik und gebrauchten jacken. tatsächlich vorwiegend jacken. gar keine schlechte idee, zog es doch kräftig mitte märz. es gab cola eines namhaften herstellers für umsonst.

viele besucher, vorwiegend jung und weiß und alternativ (sagt man so?) von der diversität der stadt zu füßen des centers war wenig zu sehen. eher so ein mauerparkflohmarktpublikum. gefunden haben wir nichts aber lecker gözleme gabs.