neues aus der roiberhöhle
no ads 🚫 no tracking ⛔ no nazis 🚯 no AI 🚩

Posts

bloglog

23.04.26

vermehrt lese ich, dass blogs wieder ein ding seien, dass die entwicklung im netz weg von den toxischen plattformen geht, hin zu eigenen seiten, alternativen plattformen. finde ich gut, kann ich aber aus dem persönlichen umfeld nicht bestätigen. da interessiert sich keiner für das, was ich hier seit ziemlich genau 20 jahren mache. aber egal, geht ja um die netizens (sagt man das noch?).

rss ist wieder da in form von schnell zusammen gehackten webseiten/aggregatoren. find ich geil, muss ich mir anschauen. das fediverse dümpelt so bisschen vor sich hin. twitter/x ist unter journalisten ein ding, sonst begegnet mir das kaum noch. warum künstler ausgerechnet auf instagram stattfinden, erschließt sich mir nicht. zumindest nicht in 2026. facebook gibt es immer noch und das ist bemerkenswert.

am ende ist es auch egal, hauptsache man hat einen platz zum abhängen und austauschen mit leuten, die man sich sucht (folgt) und platz für den kram, den man macht. um dem kommerziellen etwas entgegen zu setzen. um eine gute zeit zu haben.

geolokation

22.04.26

habe mal die 35mm-beiträge und einige blogeinträge mit jeweils einer location ergänzt und auf einer schicken karte dargestellt:

europakarte

berlin hat noch seine eigene detailkarte bekommen:

berlinkarte

ganz schick geworden, natürlich mithilfe von AI, so macht man das jetzt - die inhalte schreibe ich weiterhin manuell. und die fotos sowieso.

podcast-tipp: korridore (2026)

15.03.26

ein thriller in 24 teilen von Lars Henriks und mit Maximilian Schimmelpfennig, Nisan Arikan, Ulrich Bähnk. hervorragend verschachtelte story um backrooms / liminal spaces. aber in einem deutschen bürogebäude.

link zu ARD Sounds (früher: Audiothek)

nachtflohmarkt

15.03.26

gestern beim nachtflohmarkt auf dem parkdeck des gesundbrunnencenters. jenes gebäude, was seit jahren wie ein raumschiff mitten im herzen des kietz steckt. dreh- und angelpaunkt des lebens in diesem teil der stadt.

jedenfalls auf diesem gebäude ein hipster flohmarkt mit streetfood und bassmusik und gebrauchten jacken. tatsächlich vorwiegend jacken. gar keine schlechte idee, zog es doch kräftig mitte märz. es gab cola eines namhaften herstellers für umsonst.

viele besucher, vorwiegend jung und weiß und alternativ (sagt man so?) von der diversität der stadt zu füßen des centers war wenig zu sehen. eher so ein mauerparkflohmarktpublikum. gefunden haben wir nichts aber lecker gözleme gabs.

wie es weiter ging

03.03.26

Screenshot flightradar24.com

nach dem beginn ist es auch nicht besser geworden, usa und israel bomben im iran, der schlägt zurück. die lage ist unklar, die waffen sind ki-unterstützt. die nachrichtenlage ist voll propaganda und geraune. in der ukraine geht es unvermindet weiter, die welt hält den atem an. niemand weiß was in den nächsten wochen wird, wer wie eskaliert. das ungute gefühl, dass es eskaliert.

analogien und entwicklungen (2)

18.02.26

The true content of a photograph is invisible, for it derives from a play, not with form, but with time. ~ John Berger, 1968

als nina hagen 1974 ihr Du hast den Farbfilm vergessen veröffentlichte, gab es, auf einem anderen kontinent, in einer anderen weltordnung paul simons kodachrome schon seit 1973. beide lieder thematisieren die fotografie, die analoge gar. aber in beiden liedern geht es nicht um die fotografie als selbstzweck.

I got a Nikon camera I love to take a photograph So mama don’t take my Kodachrome away

kodachrome, das muss man erklären, ist ein legänderer farbdiafilm, den es nicht mehr gibt. selbst alte rollen lassen sich nicht mehr entwickeln, weil kein labor das mehr anbietet.

They give us those nice bright colors They give us the greens of summers Makes you think all the world’s a sunny day, oh yeah

wir wissen nicht, ob nina hagen, michael heubach (melodie) oder kurt demmler (text) sich auf paul simon beziehen, wenn es heißt

Du hast den Farbfilm vergessen bei meiner Seel' Alles blau und weiß und grün und später nicht mehr wahr

genau genommen, kann man blau und weiß und grün in den grauschattierungen ganz gut unterscheiden auf einem schwarzweißfilm, aber es bleibt ja doch grau und grau.

und der besungene micha hat auch keine schlechte wahl getroffen, waren doch die ORWO schwarzweißfilme weltklasse, während die farbfilme eher nicht so dolle waren (sagt man, keine eigene erfahrung). und so einigt man sich über einen ozean und systemgrenzen hinaus auf

And everything looks worse in black and white

(was auf dem studioalbum dann zu everything looks better in black and white wurde, naja)

aber wie oben angedeutet, gehts in den liedern natürlich um mehr, um liebe evtl, sehnsucht, unerfüllte erwartungen, vergangenheit und zukunft. genau wie in der fotografie. es ist nur ein werkzeug, um etwas auszudrücken. ein medium.