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beobachtungen und strukturen in der irischen hauptstadt.
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beobachtungen und strukturen in der irischen hauptstadt.
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wir streunern duch die docklands, es gibt viele moderne gebäude, großkonzerne haben hier ihre büros. ein auswanderer-museum kann uns nicht begeistern (EPIC The Irish Emigration Museum). es ist sonntag, nicht viel los. Daniel Libeskind hat eine oper gebaut, naja (Bord Gáis Energy Theatre).
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besuch in der irischen hauptstadt ende dezember. es wird digital fotografiert. die ergebnisse folgen in einer reihe von beiträgen. fangen wir mit den basics an: eine sammlung von straßen ohne menschen.

das neue jahr ist zwei wochen alt und die konflikte und schlagzeilen, eilmeldungen und ereignisse erreichen uns in hoher schlagzahl. in iran sind blutige aufstände, viel wissen wir nicht. in der ukraine ist noch immer krieg, russland und putin setzen unglaubliche ressourcen ein für lächerliche gebietsgewinne. die fluglinien meiden beide länder und umfliegen sie. vor einer woche gab es einen amerikanischen angriff auf venezuela. in gaza hungern die menschen. und zwischen allem fake news, falschmeldeungen, AI slops. da muss man aufpassen, nicht durchzudrehen. past auf euch auf.
in der tiefgarage unter dem Bahnhof Wrocław Główny steht ein verdreckter golf mit allerlei strafzetteln. wir kennen die geschichte dahinter nicht, sie ist vielleicht dramatisch, tragisch - oder ganz banal. eine ausgedachte geschichte ist also genauso wahrscheinlich wie die realität.

ein mensch lässt sein geliebtes auto zurück und begibt sich auf eine reise mit dem zug. nie wird er wiederkehren. doch auch die verantwortung bleibt zurück, ein ganzes leben vielleicht. war es ein gutes, ein erfülltes leben, was hier im ewgig hellen neonlicht der tiefgarage zurück bleibt? wir bezweifeln das.
reflexhaft vermuten wir ein begangenes verbrechen. ein banküberfall, wenn wir romantisch sind. ein gewaltverbrechen, wenn wir realistisch sein wollen. oder beides, ein missglückter banküberfall. doch wäre dann nicht das auto längt gegenstand polizeilicher ermittlungen und eingezäunt auf einem polizeiparkplatz? war es ein verbrechen ohne spuren, ein bisher unentdeckter mord, eine straftat, für die jemand anderes unschuldig inhaftiert ist? weil wir zuviel boulevard lesen, denken wir gleich an ein gewaltverbrechen, das opfer eine frau, der täter ein mann. menschliche abgründe tun sich auf, eine toxische beziehung, eine erhobene hand, blut und in der ecke ein verängstigtes kind mit großen augen…
kopfschüttelnd verwerfen wir den gedanken, was soll die grausame realität in unserer ausgedachten geschichte? also banküberfall, niemand kam zu schaden, es wurde kein schuss abgegeben. eine erkleckliche menge bargeld kam abhanden. kurz verschnaufen wir beim wort erklecklich. meinen eigentlich, dass die summe nicht so hoch war, dass es eine zeitungsmeldung wäre. aber immerhin, irgendwas tausend. die bank ist sicher versichert und holt sich den schaden von ihren kunden, niemand kam zu schaden, die welt dreht sich weiter. aber gibt es überhaupt noch bargeld in den banken. das müsste man mal nachforschen. also unser täter ist ein mann, was soll das gendern, die meisten bankräuber sind männer [citation needed].
in polen haben sie sehr früh einkaufszentren gebaut, die teilweise noch immer in betrieb sind, entsprechend interessant die architektur. eine auswahl:
Dom Handlowy „Astra”, Wroclaw (1985)
Dom Handlowy „Astra”, Wroclaw (1985)