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Sandel gilt als Vorbild für Mr Burns von den Simpsons und als Mitbegründer der kommunitaristischen Strömung.

Im vorliegenden Buch kritisiert er die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre, große Teile des menschlichen Miteinanders zu vermarkten: VIP-Lounges in Stadien, Emissionsrechte, Werbung auf der Stirn, Polzieautos. Also jenen Auswüchsen des Kapitalismus, die wir gemeinhin als Ausverkauf bezeichnen. Das ist bemerkenswert, weil er erstens Amerikaner und zweitens Harvard-Prof ist. Aber vielleicht sagt das mehr über mein Amerika-Bild aus als über ihn…

Das Buch trieft nicht vor linker Rhetorik und marxscher Dialektik, sondern kritisiert den Neoliberalismus in einer klaren und verständlichen Sprache.

Ein Argument ist besonders bermerkenswert: Wir werten die Dinge ab, sobald wir ihnen einen Preis geben. Das klang schon bei Sedlá?ek und Graeber an und es lohnt sich ein wenig, darüber nachzudenken.

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