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Das Buch endet mit dem Satz:

„Gott schütze uns vor der Renaissance der Religionen.“

In schönen Sätzen legt Misik dar, dass es mit der Säkularisierung vieler Länder, dem Trennungsgebot von Staat und Religion nicht allzu weit her ist. Da mischen sich Kirchenfürsten in aktuelle Debatten oder im Namen Gottes werden Terrorakte legitimiert. Seine Kritik richtet sich gegen alles Religiöse, was in seinen Augen im Politischen nichts zu suchen hat.

„Dennoch, jeder soll glauben, wozu er lustig ist.“

Und dann kommt die starke Analogie mit dem Aberglauben, dass es Unglück bringt, einen Hut aufs Bett zu legen: Diese „Gläubigen“ würden niemals versuchen, andere zu bekehren oder Nichtgläubige auszugrenzen. Nicht einmal Dialog wollen sie.

Und so sollten Religionen auch im 21. Jahrhundert funktionieren, als Privatsache, nicht als ausschließliche Identitätsstiftung. Mein Nachbar ist niemals nur Muslim, sondern auch Berlin, Deutscher, usw. Genauso wie ich mich zwar in der viel beschworenen christlich-jüdischen Tradition bewege, aber auch Berliner, Angestellter, Deutscher und Vater usw. bin. Und daran sollten wir bei der nächsten Debatte mal denken.

[xrr rating=6/7]

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