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20140829_134422

ein wichtiges buch, wird meist in einer reihe mit orwells 1984 und huxleys schöne neue welt genannt. ich bin mir nicht sicher, ob eggers aus literarischer perspektive an diese giganten ranreicht. das ist auch nicht so wichtig.
entscheidender ist, dass er eine wichtige entwicklung aufzeigt: die künftige totale überwachung geht von großen konzernen aus. und jedes neue technische gimmick führt zu mehr transparenz und verfolgbarkeit. die vermessung von uns allen, seien es geodaten oder soziale netzwerkstrukturen, füttern datenbanken und systeme, deren algorithmen uns gläserner und durchschaubarer werden lassen. das ist heute noch witzig, wenn die predicting machine vom buchhändler absurde vorschläge macht, in ein paar jahren wird uns das lachen im hals stecken bleiben.
aber zuück zum buch: eine naive frau heuert beim circle an und steigt schnell auf, trägt dann wesentlich zu den weiteren, beängstigenden schritten bei, den konzern zu dem machen, wovor wir uns alle fürchten: einer globalen organisation, die alle gesellschaftlichen entwicklungen steuert und kontrolliert. es gibt eine heimliche affäre, die entfremdung von familie und freunden und kein happy end. ein endzeitroman, der auch im jetzt spielen könnte.