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Somuncu liest Sonneborn. Man kann über letzteren denken, was man will. Er ist ein wahrer Anarchist, ein Demagoge des Wortes und er versteht es wie kein zweiter, der Gesellschaft (und hier dem Politikbetrieb) den Spiegel vorzuhalten und Meinungen zu hinterfragen. Seine Parteigründung und die medienwirksamen Aktionen sind denn auch kein Spaß, sondern bitterer Ernst, überzogen, lächerlich, dreist – die Reaktionen (die hier in Form von Pressezitaten auftauchen) sind der eigentliche Skandal. Weil wir nicht hinterfragen, sondern taub alles glauben, was uns vorgesetzt wird. So gerieten der Auslandseinsatz in Georgien zu einer Groteske, die Wahlkämpfe auf Landesebene, der Parteitag zu lächerlichen Veranstaltungen, wenn denn nicht die Reaktionen darauf so ernst wären. Das Lachen bleibt einem im Hals stecken, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Der Humor ist sicher gewöhnungsbedürftig und anstrengend, aber er lohnt.

[xrr rating=6/7]

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