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Ein großer Roman, die Handlung kann hier nachgelesen werden. Es geht um drei Hauptfiguren, die in Beziehung zueinander treten, auseinander treiben und wieder zusammen finden. Es geht um die DDR als Überwachungsstaat, das Internet, Whistleblowing. Um verkorkste Elternhäuser und Beziehungen, Liebe, Enttäuschung und Verrat. Alles ist miteinander verbunden, die Handlung wird schlüssig erzählt aus verschiedenen Perspektiven, aber insgesamt wirkt es teilweise langatmig und langweilig und der Leser/Hörer steigt aus. Das Stärke des Romans sind die Charaktere, deren Gefühlswelten und Handlungen tief erforscht werden. Scheinbar nebenbei klopft Franzen die Rolle der Medien, Politik und Gesellschaft ab, untersucht ihre Wirkung auf das Individuum. Das Buch reiht sich ein in die Reihe der anderen Romane des Autors. Wer intelligente Unterhaltung sucht, wird schnell begeistert sein. Allerdings zieht es einen auch runter, weil alles so kaputt ist, die Charaktere alles kaputt machen und am Ende nichts bleibt als zerstörte Beziehungen.