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Das Buch habe ich schon mehrere Jahre, fast zuende gelesen – wir sprachen bereits darüber, als der Franzose mal zu Gast war. Dann kam die Krimkrise und der politische Umbruch in der Ukraine 2014 und die Hauptthese des Buchs verblasste vor der Wirklichkeit.

Die These ist, dass – abgesehen von Weltkrieg eins und zwei – die Anzahl der bewaffneten Konflikte seit Jahrhunderten zurück geht. Er führt dies auf eine Korrelation mit dem, was wir unter Zivilisation verstehen, zurück. Je fortschrittlicher eine Gesellschaft ist, desto weniger Gewalt wird produziert. Anhand allerlei Statistik belegt er seine These. Unsere Wahrnehmung sei natürlich verzerrt, weil wir jedes Ereignis, jeden Anschlag sofort medial präsentiert bekommen. Aber selbst die Anzahl der Toten pro Konflikt gehe zurück.

Man kann das in Anbetracht derzeitiger Konflikte zynisch finden, aber ich wette, statistisch haben auch IS, Syrien und diverse Anschläge in der letzten Zeit nicht viel geändert. Wir sind noch weit vom Weltfrieden entfernt, aber wir versinken auch nicht in Gewalt, wie das eine durchschnittliche Tagesschau behauptet.

Lesenswert auch die Besprechung bei Volker Strübing und wikipedia.

5 thoughts on “Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit

  1. (irony on) och, muss ich mich denn immer auf deine politik-/gesellschafts-/sonstwas-kritik runterziehen lassen? du weißt doch, wie ich solche diskussionen hasse. aber gut, wenn du unbedingt willst (irony off):

    was ist denn überhaupt gewalt? ist die betrachtung der erwähnten tagesschau nicht auch schon gewalt?
    oder anders gefragt: muss gewalt immer im körperlichen tod enden um als gewalt zu gelten?
    was ist mit dem geistigen/spirituellen tod der aus der kontrollierten gleichschaltung der massen (die dabei angewandten methoden haben wir oft genug erwähnt) oder aus so vielen anderen gründen folgt?

    und könnte es sein, dass die vielen kriege der finanzheuschrecken, die ganze landstriche (z.b. durch fracking), ganze Länder (wie nestlè in afrika), bald womöglich die ganze welt in schutt und asche legen, gar nicht erst als kriege bezeichnet werden, weil sie nicht mit panzern geführt werden? und sind die hungernden und verelenden menschen in den betroffenen ländern (momentan ja besonders verbreitet in südamerika – natürlich außerhalb der deutschen medienzuständigkeit) demzufolge dann auch keine kriegsopfer?
    könnte es sein, dass diejenigen, die diese kriege führen, auch entscheiden was öffentlich als krieg gilt und was nicht?

    wenn die soldaten in schlips und kragen auftauchen und einfach direkt die regierung übernehmen um ein land auszusaugen ohne erst mühsam die hauptstadt erobern zu müssen, hat das mit den kriegen von vor fünfhundert oder tausend jahren freilich nicht viel gemeinsam.
    damals haben aber auch menschen mit relativ primitiven waffen gegen andere, ähnlich ausgrüstete menschen gekämpt.
    heute kämpfen maschinen, teils automatisch (z.b. drohnen, da wird bekanntlich erst nach dem schuss geprüft, ob das okay war) oder hochgerüstete menschen mit allerlei technik gegen meist schwächere gegner.

    das heißt, die kriege vor der industriealisierung mit den kriegen nach bzw.seit der industriealisierung zu vergleichen ist….naja…göbbels hat weniger gehinkt.
    gerade in bezug auf die opferzahlen.
    natürlich brauche ich weniger menschen, wenn die mobilität (auch in sachen nachschub) unverhältnismäßig höher ist. da Könnte man jetzt noch andere beispiele anführen, aber ich glaube das konzept ist klar.

    und ich sage: die altägliche gewalt, war früher vielleicht Körperlicher geartet, heute passiert das eher psychisch, dafür in einem bedeutend höheren maße, dass die meisten systemlinge wahrscheinlich nichteinmal erahnen können.

    es ist vergleichbar mit diesem schönen gedanklichen bild:
    „früher konnte man die zäune und grenzen noch sehen, heute ist der stacheldraht direkt durch die köpfe der menschen gezogen“

    • du musst aber zugeben, dass die abgrenzung zwischen dir und uns systemlingen auch eine form der gewalt ist. indem du dich zum verkünder der reinen wahrheit stilisierst. mit rhetorischen fragen und tendenziösen halbsätzen torpedierst du jede grundlage einer diskussion und machst diese unmöglich.

      ich gebe dir natürlich recht, die geschichte der gewalt auf physische auseinandersetzung, kriege und morde zu reduzieren, ist unsinn. das buch geht natürlich auch auf andere formen der gewalt ein, ich hatte das verkürzt wieder gegeben. allerdings ist das schwer zu messen und in statistiken zu fassen.

      dass es immer interessengruppen gegeben hat, die macht ausübten und somit gewalt, auch auf andere staaten, ist klar. dass es früher fürsten, könige, herrscher, kirchenleute usw. waren und heute eher konzerne und leute mit schlips, dürfte auch klar sein. schwierig ist, dies zu beweisen. lobbyismus bedeutet ja immer auch, dass hinter den kulissen agiert wird. ärgerlich daran ist, dass die akteure kein interesse an aufklärung haben. noch ärgerlicher ist es, dass das publikum scheinbar kein interesse daran hat – was ich nur bedingt unterschreiben würde, denn sie erfahren ja auch nicht, welche skandale sie skandalös finden sollen, sie werden abgelenkt, lenken sich selbst (fußball!) ab und verlieren das interesse. aber am meisten regen mich verschwörungstheoretiker auf, die überall echsenmenschen, rothschilds, geoengineering oder NWO, den großen plan vermuten. denn damit machen sie sich selbst höchst unglaubwürdig und lenken von den eigentlichen skandalen ab. weitergedacht sind verschwörungstheoretiker auch nur vom CIA installiert.

      • nöö, das sehe ich nicht so.
        ich grenze mich ja nicht ab, ich unterscheide nur zwischen zwei grob zusammengefassten personengruppen.

        personengruppe 1:
        menschen, die seit monaten oder länger ohne geldbeschaffungszwang und ohne stress leben, in harmonie und weitestgehend im einklang mit der natur. menschen die kein radio hören, nicht fernsehen, nicht an jeder ecke mit werbung bombardiert werden (also eigentlich nirgends), die folglich außerhalb der propaganda-/ manipulationsinstrumente leben, jeden tag reichlich gutes und gesundes essen essen, das nie einen supermarkt gesehen hat, nichtmal von außen und das auf gesundem boden gewachen ist, ohne chemische hilfe (das betrifft pflanzen genauso wie tiere und alles was daraus folgt, wie brot, wurst, butter etc.)
        menschen, die jeden tag machen können, was sie wollen, schlafen so lange sie wollen, feiern wann und solange sie wollen, keinem rechenschaft ablegen oder irgendwas erklären müssen. menschen die auch sog. luxusgüter wie gras, bier, wein etc. in unmengen haben und pro woche vielleicht 8 stunden arbeiten, mal mehr, mal weniger. dann aber in sauberer luft und in einer gesunden, natürlichen umgebung und in selbstgewähltem tempo zu selbstgewählten zeiten.
        nur um ein paar eckpunkte zu nennen.

        personengruppe 2:
        menschen die sich vollkommen abhängig gemacht haben, von einem stressfaktor in den nächsten eilen, am sonntag denken «ach scheiße, morgen ist wieder montag», die den großteil ihrer sehr begrenzten lebenszeit damit verbringen, etwas zu tun, das sie nicht tun wollen um dafür etwas zu kriegen, das sie nicht brauchen…
        all diese unwichtigkeiten, aus denen die leute sich notwendigkeiten geschaffen haben.
        ach, muss ich das wirklich alles zum hundersten mal runternudeln. es müsste doch inzwischen klar sein, aus welchen gründen das leben «im system» also «als systemling», besonders in einer großstadt scheiße ungut ist.
        ich habe mich aus diesem elend befreit und will weder gedanklich, noch sonstwie in diesen dampfenden topf voll exkremente (mit ein paar kleinen grünen inseln) zurück.

        jedenfalls sind diese beiden personengruppen doch ganz klar zu unterscheiden. das heißt ja noch nicht, dass da automatisch eine abgrenzung erfolgt.

        mir ist natürlich klar, dass diejenigen, die nicht in personengruppe 1 sind, eben jene i.d.R. nicht begreifen können, weil sie dieses leben nicht kennen. alle erkenntnisse, die aus dem verlassen des vorgesehenen trampelpfades folgen, haben die meisten leute/systemopfer nunmal nicht…

        klar könnte man jetzt «teile und herrsche» in den raum werfen, und auch zu recht. aber das würde jetzt zu weit gehen, also weiter im text.

        ich habe selber bereits in einigen kommentaren gesagt, dass dieser begriff «wahrheit» sehr abstrakt ist, und ich ihn beshalb normalerweise vermeide. ich glaube also nicht, dass ich mich zum verkünder der reinen wahrheit stilisiere.
        im übrigen klingt dieser vorwurf stark nach der propaganda, die «den verschwörungstheoretikern» durch die mainstream-medien aufgesetzt wird.
        dabei begreifen die systemsklaven i.d.R. natürlich nicht, dass «die verschwörungstheoretiker» das gleiche ist, wie «der islam» oder «die griechen», «die deutschen», «die linken», «die rechten», «die CDU», «die AFD», «die SPD», «die jugend», «die alten» oder auch «die systemlinge».
        natürlich gibt es, wie du weißt, überall abstufungen, ausnahmen und teilweise bewusste falschzuordnungen. das sollte man gedanklich nie vergessen, auch wenn es schriftlich oder verbal schwer anzuwenden ist, weil es meist einfach zu langwierig wenn nicht gar unmöglich ist alles bis ins detail korrekt zu formulieren, schon weil es sich letztlich immer um eine gruppe von individuen handelt. ich finde, man sollte es trotzdem in vertretbarem oder notwendigem maße zu tun versuchen.

        also: ich sage nicht, dass ich die wahrheit verkünde, schon weil kein heutiges, menschliches gehirn die universelle wahrheit erfassen kann, so es sie denn gibt, wovon ich ausegehe.
        aber ich denke doch, dass ich die realität und viele komplexe zusammenhänge stärker oder weiter durchdrungen habe, als der großteil der westlich geprägten menschen. unter anderem weil ich sachverhalte aus möglichst vielen blickwinkeln betrachte und mir meine informationen aus allen möglichen (auch aus unbequemen) quellen beschaffe und sie selbst analysiere, bewerte und evtl. in meine meinungen einfließen lasse, statt einfach vorgefertigte meinungen aus immer denselben «anerkannten» quellen zu beziehen *1. unter anderem deshalb habe ich inzwischen die freiheit, von der viele systemlinge immer reden oder träumen.

        und bevor mir jemand in den mund legen will, dass ich behaupte ich oder „wir“ wären besser als andere: das ist nicht der fall. ich beschreibe nur das, was ich für die realität halte. letztlich muss jeder selbst entscheiden, wie er leben oder existieren oder gelebt werden will.

        aber zum nächsten punkt:
        es ist mir neu, dass rhetorische fragen, also ein ganz normales rhetorisches mittel, eine diskussion unmöglich machen. und auch diese sog. tendenziösen halbsätze stellen kein problem dar, wenn man weiß, wie eine diskussion funktioniert.
        besteht doch einer der wesentlichen punkte darin, dass man die argumente des gegenüber verwendet um die eigene argumentation aufzubauen.
        ich könnte meinen letzten kommentar wunderbar selber kommentieren, weiß also nicht, wo da das problem sein soll.
        klar muss man zeit und konzentration investieren, um überhaupt zu begreifen, was der andere sagt.
        da reicht es freilich nicht, wenn man alles in drei minuten querliest, durch automatismen filtern lässt und am ende des textes schon wieder die hälfte vergessen oder überlesen hat. vielleicht etwas übertrieben formuliert aber du wirst hoffentlich wissen, was ich meine.
        wenn du dir unsere früheren kommentardiskussionen nochmal durchliest, also ich meine richtig durchliest, nicht nur überfliegst, wird dir auffallen, dass ich diese argumentationsmethode meistens verwende. ich nehme das, was du gesagt hast und lasse es in meine weitere argumentation einfließen.
        du hingegen schreibst manchmal irgendwas, bei dem ich mich frage, ob du meinen kommentar überhaupt gelesen oder verstanden hast. das soll nicht heißen dass du da nur müll schreibst, aber du derailst schon auch ganz gerne mal ein bisschen.
        klar muss man bei komplexen themen auch mal mehr schreiben um alles zu sagen, was man zu sagen gedenkt und der andere muss es halt lesen, aber das ist eigentlich nur ein problem, wenn man chronischen zeit- und/oder konzentrations-/energiemangel hat, evtl. weil beides auf der «arbeit» verbraten wird.
        wobei man natürlich sagen muss, dass solche diskussionen, wie wir sie führen, durch schriftliche kommunikation in gewisser weise verkompliziert werden, was aber für keinen von uns beiden neu ist, denke ich.

        aber zum letzten punkt:
        auf deinen letzten absatz gehe ich nochmal gesondert ein, da der meiner ansicht nach >stellenweise< nur so vor unwissenheit bzw. unverständnis, vorurteilen und nachweislich verlogener systempropaganda trieft und mein kommentar ja schon lang genug ist. aber trotzdem ganz kurz ein paar gedanken dazu: was ist schlimmer? a) sich in den augen von mehr oder weniger manipulierten, am rockzipfel der obrigkeit hängenden untertanen unglaubwürdig zu machen oder b) sich in den augen des denkenden teils der bevölkerung ein stück weit lächerlich oder bedauernswert zu machen? mensch, zieh doch mal den kopf ausm arsch und fang wieder an selber zu denken. früher konntest du das mal, zumindest hatte ich den eindruck. ich erinnere nur an deinen link bzgl. des compact-magazins vor ein paar tagen. der titel hätte auch lauten können «wir tun für euch so als ob wir denken, damit ihr es nicht tun müsst» mir ist durchaus bewusst, das im compact-magazin nicht alles toll ist aber wenn man geistig in der lage ist, informationen selber zu bewerten und zu analysieren, ist das compact-magazin allemal gehaltvoller als jede gewöhnliche mainstream-zeitschrift. das soll kein appell sein, das compact-magazin zu konsumieren, aber es zeigt eines der großen probleme der meisten «westlich beeinflussten» menschen im umgang mit medien auf. nach dem motto: lieber lese ich mir die vorgefilterten ansichten eines meinungsmachers durch, bevor ich mir selber ein bild mache.*2 wenn ich das sage, ist mir natürlich klar, dass ein text bzw. der autor immer eine bestimmte absicht verfolgt oder meinung vertitt und diese, wenn auch vielleicht teilweise ungewollt oder unbewusst in seinen formulierungen zum ausdruck bringt. dabei ist aber die absicht oder vielleicht auch die recherchequalität der vertretenen meinung entscheidend. und ich unterstelle aus häufig genug erwähnten gründen, dass sämtliche großen und überwiegend auch mittelgroßen medienbestandteile keine gute absicht vertreten, wenn sie ihre beiträge...naja, erstellen. ich hingegen komme in friedlicher absicht, wie hollywood sagt. aber jetzt erstmal genug. am ende bleibt eine wichtige frage: wer ist eigentlich pinker - der autor oder das buch? und nachdem ich den kommentar jetzt in seiner gesamtheit nochmal in einem entspannten zustand gelesen und verfeinert bzw. an manchen stellen etwas entschärft habe, finde ich, dass man schon merkt, dass der kommentar zu verschiedenen zeiten in verschiedenen stimmungen entstanden ist. überwiegend entspannt, teilweise etwas erregt. naja, so ist der mensch - nicht linear. *1 manchmal kann man ja den eindruck kriegen, dass die leute angst haben sich mit bösem oder von irgendwelchen kontrollinstanzen (gesellschaft, gesetz,…) nicht akzeptiertem gedankengut zu infizieren gegen das sie offenbar nicht imun sind, wenn sie diese angst haben sollten. oder vielleicht ist es nur die allzu oft angewandte ignoranz, die die leute zu den „vertrauenswürdigen“ medien treibt.

        *2
        nur so kann eigentlich ein satz wie „verschwörungstheoretiker […] lenken von den eigentlichen skandalen ab“ entstehen.

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