stell dir vor, es ist studivz und keiner klickt drauf. ein szenario, was schon bald realität werden könnte?

facebook
[picture by dan hallet]
dabei werden es wohl nicht die diskussionen um geänderte AGBs und datenschutzbedenken sein, die dem freunde-sammel-dienst das genick brechen werden, sondern die eigene geschichte. vor gefühlten hundert jahren startete die seite als facebook-kopie (rot-weiß statt blau). doch statt sich wie das vorbild weiter zu entwickeln, dümpelte studivz technisch vor sich hin, nur die user-zahlen explodierten. jeder, der eine maus hin- und herschieben konnte, hatte plötzlich ein profil. schnell wurde die eigene seite zum persönlichen aushängeschild und man trat in hunderte von gruppen mit obskuren namen ein, um die eigenen vorlieben und neigungen zu zeigen.
doch anfang des jahres wurde der studivz böse und wollte plötzlich geld mit den klicks verdienen. es kam, wie es kommen musste: die unverbesserlichen protestierten (und erzeugten damit noch mehr klicks), den meisten war es aber egal. und nun kommt der facebook daher und bietet sich als alternative. weil er sich gegenüber rest-internet geöffnet hat. dank schnittstellen und pfiffigen programmierern kann man seine internet-aktivitäten im profil vereinen. das ganze sieht zwar auch nicht besser aus und erinnert stark an myspace. ist langsam und verkauft die nutzerdaten auch. aber – who cares?
jedenfalls kommt dieses jahr die deutsche übersetzung und wir blicken gespannt auf die kritische masse: wird es eine bewegung von studivz nach facebook geben? die abschottung von studivz könnte übrigens diesmal die rettung sein: gibt es doch keine möglichkeit, seine kontakte nach facebook zu importieren (greasemonkey-coder anyone?).
dieser tage merke ich, wie mühselig, zeitraubend und nervig es ist, sich in einem netzwerk neu zu profilieren.

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entschuldigt +++ nachgedacht +++ aus. vorbei. +++
hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (1) (2)


UPDATES:
15.01.08: medienkonvergenz: Bringt Facebook den Untergang des Abendlandes?
16.01.08: heise: Samwer-Brüder steigen bei Online-Sozialnetz Facebook ein

3 thoughts on “hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (#3): facebook vs. studiVZ

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