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die hoffnung, das neue jahr würde besser werden als die vergangen, haben wir ende februar aufgegeben. die russischen bomben und soldaten in der ukraine bringen unendlich leid und zerstörung. wir schweigen, weil wir mit diesen dimensionen nicht umzugehen gelernt haben. vielmehr: wir sind in der priviligierten lage, keinen krieg zu kennen. oder anders: unsere arroganz hat uns bisher glauben lassen, krieg und tod sei weit weg. was irre ist, schließlich gab und gibt es noch kosovo, kurdistan, syrien, irak, … nun also aktualisieren und scrollen wir endlos durch die timelines, suchen nach antworten, finden lügen und fakes und doch keine lösungen. die geschichten der flucht berühren uns, die flucht der anderen vorher ging (und geht!) uns kaum noch an. es ist erschreckend und machtlos stehen wir vor den eigenen lügen der vergangenen jahre, keine hoffnung auf besserung. und weiter sterben menschen und existenzen werden vernichtet. in einem sinnlosen krieg, angezettelt von der russischen politik, es ist nicht nur putin – diese fokussierung auf ihn finde ich auch falsch. und die leidtragenden sind die menschen auf beiden seiten. beide länder in die vergangenheit gebombt und saktioniert.

die hilfsbereitschaft ist groß, spenden werden gesammelt und flaggen werden gezeigt. wenn auch so manches symbol geheuchelt wird, so ist es in der summe doch wichtig. wären wir noch religiös, könnten wir jetzt beten. so bleibt uns nur die demonstration von menschlichkeit und hoffnung.


2 comments

  • leider hast du mit allem geschriebenen recht. und heute habe ich erfahren, dass dunkelhäutige studenten/-innen nicht nach polen gelassen werden, obwohl sie auch flüchten und aus vielen ländern kommen. was sind wir in einer bescheuerten welt, und dabei ist es unsere einzige! ich hoffe dass sich bald etwas ändert. gruss roswitha

    ps. z.zt. der friedensdemos 1983 gab es einen spruch: gott erhalte reagan, sofort! schreib ich doch einfach statt reagan putin, dann stimmts wieder.

    • danke für deinen kommentar. vielleicht hilft es, die gedanken aufzuschreiben, dafür sind blogs schließlich da.

      der umgang der polnischen regierung und ihrer grenztruppen mit flüchtlingen war in den vergangenen monaten bereits fürchterlich. nun ist es noch absurder. ich habe aber auch gelesen, dass nach intervention verschiedener staaten zumindest für die ukrainischen studenten besser geworden ist. trotzdem muss die eu-flüchtlingspolitik unbedingt überdacht werden, das ist doch alles eine große scheiße.

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