roiberhöhle

das richtige blog fürs falsche leben

current status: beer

Sep
05

image

Berlin, deine Partys

May
18

image

Man will lieber nicht genau wissen, was in den Partygästen nach dem Konsum von fünf Pfeffies und einer Milch vorgegangen ist. Es wird nichts Gutes gewesen sein.

fragmentation is the inability to lay out related data sequentially

Sep
15
SAX Clubzone Disco in Bad Blankenburg in Thüringen, Oktober 2007

SAX Clubzone Disco in Bad Blankenburg in Thüringen, Oktober 2007

dass er zuwenig geschlafen hatte und also sein körper merkwürdig auf den hastigen alkohol reagierte, wurde ihm bewußt, als das nüchterne bewußtsein langsam schwand. er betrat die zwischenwelt und die realität um ihn nahm groteske züge an, in etwa so, als hätte ein semiprominenter und künstlerisch ambitionierter independentregisseur neues kameraequipment mit ganz vielen farbfiltern auf dem flohmarkt ergattert und hielte nun voll drauf. dabei hatte sich, soweit er das beurteilen konnte, nichts an der situation verändert. er stand weiterhin im club, die bässe hämmerten durch seinen zunehmend unkontrollierten körper und das licht stroboblitzte neue bilder im sekundentakt in sein hirn. er nahm die sich windenden körper um sich herum wahr, fühlte sie, wurde angerempelt. hörte schreie, fetzen von sprache, lachen. obwohl inmitten von menschen, fühlte er sich alleine und fremd, störte andere bei ihrem kleinne freizeitvergnügen, gruppen, die ausgelassen feierten und ihn unbeachtet stehen ließen, als sei er eine säule oder ähnliches. vor kurzem hatte er noch getanzt, vielmehr gezuckt, seine gliedmaßen unkontrolliert in dem wenigen raum zwischen den menschen jongliert. nun war er über den punkt, an dem er normalweise nach hause ging, also suchte er den ausgang, was in diesen verwinkelten räumen gar nicht so einfach war. immer wieder rempelte er in gruppen und erntete böse blicke. erschöpft ließ er sich in einer nische in der wand nieder und schloß die augen, nur für ein paar augenblicke…

was bisher geschah (stark fragmentiert):

Bierienale globale #13

Nov
30

2013-11-23 22.15.21

Pinta Oto Mata IPA – japanisches bier aus polen, was man nicht alles mitmacht, wenn man in mitte unterwegs ist: geht so.

Bierienale globale #12

Aug
28

Bierienale globale #11

Feb
09

1-2013-02-09 22.28.59

kitzmann, ihr kennt das.

#bärenbierienale

Oct
27

Bierienale globale #10

May
08

Heute: Piwo Ciechan: Miodow (Honigbier aus Polen)

Bierienale globale #9

Apr
12

image

Heute: Tyskie

Futschi inner Dose

Apr
03

Futschi inner Dose

Futschi inner Dose, klar, nä?

Bierienale globale #8

Mar
09

image

Heute: Paderborner Pilsener

mal wieder öfters ins musem gehen

Mar
17

im internet, da gibts alles. da darf jeder reinschreiben und reintun, was er will. egal, ob es interessant ist oder jemals gelesen oder angeschaut wird, da kümmert sich keiner drum. und so muss man zwischen all’ dem scheiß die perlen suchen. die es zweifelsohne gibt. zum beispiel das Museum of Anti-Alcohol Posters von Yuri Matrosovich.

nach dem museumsbesuch hat man einen ganz anderen blick auf das thema, ist sensibilisiert und hört sofort auf mit trinken. um nichts anderes geht es doch in der kunst!

(via)

Adventstürchen #18: Mit 18…

Dec
18

Endlich 18…Wer dachte sich das nicht als es soweit war?
Endlich kann darf man den “richtigen” Alkohol kaufen, den Führerschein machen, in die Pornoabteilung in der Videothek gehen, usw.
Und dann war man 18½ und das Leben ging genau so weiter wie es war. Man dachte, dass alles besser wird aber in Wirklichkeit musste man sich weiterhin um die Zukunft kümmern – einen Job finden, Geld verdienen um die Hälfte davon dem Staat zu schenken, die Miete zu bezahlen und einen gewissen Lebensstandard zu fininzieren. Dafür steht man endlich auf eigenen Beinen, keiner sagt einem mehr was man zu tun und zu lassen hat (zumindest außerhalb der Arbeit). Das musst nicht unbedingt gut sein – man verliert schnell den Blick für’s Wesentliche. Man muss sich halt zusammenreißen und klar kommen.
Im Prinzip hat sich nicht viel verändert. Es gibt gute Dinge und schlechte, nur die Art der Probleme hat sich geändert.
Ich bin jedenfalls froh nicht mehr 18 oder 20 sein zu müssen.
Irgendwann kommt sicher das Alter in dem man wieder 18 sein möchte, aber das wird wohl noch eine Weile dauern.

Es gibt ein ziemlich tolles Lied zu dem Thema von Marius Müller-Westernhagen. Für mich ist er einer der besten deutschen Künstler.

Tatort: Mit ruhiger Hand (2009) – Ballauf & Schenk

Aug
24

Nun endlich ist die Sommerpause vorbei und Sonntags kommen wieder neue Tatorte. Für die ZEIT war er “meisterhaft und überragend”. Die FAZ dagegen ätzt: “So viel kollateraler Leberschaden war schon lange nicht mehr.” Und: “Nach dreiundvierzig Ausgaben des Duos Schenk/Ballauf ist es Zeit für eine Entziehung.”
Harte Worte für einen durchschnittlichen Tatort. Sicher, spannend war er und den Mörder haben wir auch nicht gleich ermittelt. Aber soviel erhobener Zeigefinger und Suchtprävention tut weh, auch dem Zuschauer. Und das Bier schmeckt dann schon mal gar nicht mehr. Ballaufs hilflose Liebelei mit der Psychologin stört und Schenks Sätze haben alle eine Ausrufezeichen. Außerdem nervt es, WENN IM DREHBUCH DAUERND GEBRÜLLT WIRD! Und dass Arztsöhne alle ein Alkoholproblem haben, ist ja mal sowas von klar.

[xrr rating=4/7]

Erstausstrahlung: 23.08.2009 +++ Link

Bitte auch hier mit abstimmen über die beliebtesten Tatort-Ermittler.

bierkonsum nach ländern

Aug
19

da gibt es eine nette grafik zum thema bierkonsum nach ländern. deutschland landet nur auf dem dritten platz nach tschechien und irland. prost. (via)

Warum wird Alkohol in Mitte von weniger weiblichen Jugendlichen getrunken?

Feb
03

Der Tagesspiegel hat eine interessante Statistik veröffentlicht, die ich mir flux mal geklaut habe. Und es ist erschreckend: In den Krankenhäusern Berlins wird gesoffen, dass es einem nur schlecht werden kann. Hier dargestellt sind nur die Jugendlichen, aber auch Erwachse greifen gerne zur Flasche. Vor allem in den bürgerlichen Vierteln. Da geht man zum Trinken noch ins Krankenhaus. In den alternativen Vierteln Berlins ist das offenbar nicht so angesagt. Außerdem im Artikel inside die Mutter aller Erkentnisse:

Zudem, so eine Vermutung, spiele Alkohol für muslimische Jugendliche eine nicht so große Rolle.

Noch Fragen dazu?

konnektiert

Nov
09

jezzzzz.....!!

lange hats gedauert, doch nun ist es endlich soweit: der pixelroiber und anhang haben jetzt internet. und das geben wir so schnell nicht wieder her. also entschuldigt bitte, wenn es in den nächsten tagen etwas langsamer wird bei euch. in der rekordzeit von sechs tagen hat uns die telekom nicht nur einen anschluss gelegt, nein, sie haben auch gebohrt, geschwitzt und geblutet, damit es endlich wirklichkeit wurde, was schon längst abgeschrieben geglaubt war. ich gönne mir jetzt noch ein alkoholfreies bierchen und sichere den router gegen unerlaubten zugriff. so geht das.

was soll man auch machen, mit 17, 18 in brandenburg…?

Jun
17

wie der tagesspiegel heute berichtet, wird das gaststättengesetz in brandenburg abgeschafft. an dessen stelle tritt eine neue regelung: wer künfig in deutschlands brandenburgigsten bundesland alkohol verschütten verschenken ausschenken will, der muss nur sein führungszeugnis, einen auszug aus dem gewerbezentralregister und eine steuerliche unbedenklichkeitsbescheinigung auf dem amt vorbei bringen. und dann kanns auch schon losgehen mit der kneipe. das ist innovativ und soll investoren in dünn besiedelte regionen locken. einziger wermutstropfen: pauschalpreise für alkohol werden verboten, also nix mehr mit flateratesaufen! ausdrücklich!

warum nun gerade die saufbranche gefördert wird, bleibt der phantasie des lesers überlassen. denn hier wird kein brandenburg-bashing betrieben. wär’ ja noch schöner. prost.

Filmkritik: Das jüngste Gewitter (2007)

May
21

ok. gestern abend also kino. hat nicht jedem gefallen. aber muss ja auch nicht immer. und wäre ja auch scheiße, wenn alle den selben geschmack hätten. uniformität ist auch ohne uniformen blöd. ich jedenfalls begeistert von dem film. eher ein märchen, story gibts wohl keine. und ruhig ist er. lustig bis lächerlich. großartige kamera (heißt in diesem film: sie bewegt sich einfach nicht). und sehr grotesk. oft auch bitter. so halt. also unbedingt empfehlenswert. nicht für alle, aber für einige (siehe oben). anschauen!

preisfrage: warum muss man eigentlich zu unkonventionellen und grotesken filmen völlig unverständliche kritiken schreiben? und noch dazu mit philosophischem schwachsinn schwängern? steht das in den redaktionsstatuten? einige beispiele:

Die Starrheit der Kamera, die fast unbemerkt einige Male doch zoomt, die Tristesse der Dekors, die gebrochene, grau-grüne Farbpalette, die den Film beherrscht, das kalte Neonlicht und die starren, emotionslosen und kreideweißen Gesichter der Darsteller – dies alles macht den Eindruck einer Vorhölle, eines Wartens auf das ersehnte Hereinbrechen einer Apokalypse, die einem reinigenden Gewitter gleich diesen Haufen trostloser Gestalten endlich erlöst. [kino-zeit.de]

Am besten alles im ständigen Wechsel, ansonsten könnte man winzige bedeutungsvolle Details übersehen, die Anderssons existentiellen Bestands- und Notaufnahmen häufig einen doppelten Boden verleihen und sie trotz repetitiver Motive und Verlaufsprinzipien nie eintönig werden lassen. [critic.de]

Das “Niemand versteht mich”, das mehrere der Figuren dem Publikum entgegen schleudern, ist in der Welt, die Roy Andersson uns zeigt ohne Zweifel wahr. Die Kraft des Lebendigen ist in ihr aber viel stärker als die Verzweiflung und fern von Zynismus. [filmstarts.de]

Dabei sind seine Bilder auf ihre kalte Art üppiger, barocker und felliniesker als die des in diesem Sinne viel protestantischeren Franzosen… [welt.de]

…unbeteiligte Gesichter und lange statische Einstellungen erzeugen auch hier jene tragikomische Lakonie, die keiner meisterhaft zu inszenieren versteht wie die nördlichen Filmemacher. [br-online.de]

Der Film zeigt den Menschen in allen seinen Aspekten voller Selbstsucht, Arroganz, Gleichgültigkeit und Opportunismus aber auch voller Mitgefühl, Großzügigkeit, Zärtlichkeit und Liebe. [jetzt.de]

Die renitente Alkoholikerin bringt da schon mehr Druck in ihre unmittelbare Umgebung. [tagblatt.de]

…als würde Ingmar Bergman ‘The Big Lebowski’ verfilmen. (faz)

undsoweiter. übrigens ist es auch total schick, absurde querverweise in die kritiken einzubauen. zum beispiel wurden erwähnt:

Johan Wolfgang von Goethe (3x)
Luis Buñuel
Franz Kafka
David Lynch
Samuel Beckett
Max Beckmann
Otto Dix
Aki Kaurismäki (2x)
Bent Hamer
Robert Bresson
Federico Fellini
Alexander Payne
Loriot

Konkurrenz! Karriere! Kollaps!

Apr
11

nun ist es raus: das leben in berlin macht nicht nur glücklicher, sondern auch krank. vor allem rücken und psyche gehen öfters kaputt als woanders. aber dafür leben berliner auch nicht so lange wie beispielsweise schwaben (+3 jahre) und frauen (+5 jahre).

woran das liegt? der tagesspiegels macht es sich einfach und kommt mit den üblichen verdächtigen: “Stress, Bewegungsmangel und Alkohol”, holt tief luft und führt weiter aus: “…Stress im Beruf, Konflikte im Privaten und Alkoholmissbrauch…” und schließt mit einem harten urteil: “Die Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer bei Männern aus, da diese dazu neigten, ihre depressiven Symptome zu verleugnen.”

aber das kann nicht alles sein. vor allem der vergleich mit ba-wü ist interessant. im internet findet sich eine eigenartige seite über schullärm im schwäbischsten aller bundesländer. könnte das mal einer lesen?

vielleicht liegt es ja auch an der (sicherlich genetisch-vererbten) gemütlichkeit der südländer, der berliner ist ja immer in eile. wieauchimmer. vielleicht habt ihr noch ideen?