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2013-10-05 11.19.02

Nach den roten Matrosen von Kordon der dritte Teil der Triologie als Comic, gezeichnet von Christoph Heuer. Wir sind wieder in der Ackerstraße, der Krieg ist fast vorbei und wir erleben die Geschichte von Änne, einer Berliner Göre in den Wirren von 1945. Die Männer kehren heim, haben schreckliches zu berichten, doch auch Berlin und seine Einwohner sind kaputt. Ein wichtiges Buch, grandios gezeichnet.

[xrr rating=6/7]

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das erste buch, das mir die roibertochter empfohlen hat. eine dicke schwarte von über 500 seiten mit hunderten zeichnungen und film-stills. großartig. erzählt wird die geschichte eines jungen in paris der 20er jahre. er lebt im bahnhof, zieht die uhren auf, vater und onkel sind tot. er schraubt an einem automaten und wird irgendwann entdeckt. das schöne: die geschichte wird nicht durch die zeichnung ergänzt, sondern zwischendurch weiter erzählt. es entsteht ein stimmiges gesamtbild und eine spannende reise. schönes geschenk.

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ein essay, diese unerhörte form der meinungsäußerung. engler befasst sich mit dem grundeinkommen, denkt weiter, nicht auf ausgelatschten trampelpfaden, sondern geht eigene wege. durchaus nachvollziehbar, aber als leser hat man immer das gefühl hinterher zu stolpern, zurück gelassen zu werden. teilweise nicht nachvollziehbare und um sich drehende aussagen. im mittelpunkt immer der mensch, der das grundeinkommen bezieht: was passiert mit ihm, wie verändert er sich dadurch? und ist das beeinflussbar? wie muss sich die gesellschaft darauf vorbereiten? spannend, aber teilweise doch sehr knöchern zu lesen.

[xrr rating=5/10]

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Ja, mhm, lustig. Doch. Hannes Jaenicke, Wladimir Kaminer und Jan Plewka lesen folgende Anleitungen:

  1. Einer Frau zuhören
  2. Eine 747 landen
  3. Eine Kneipe aufmachen
  4. Was tun wenn man eine Bombe findet?
  5. Einen Schluckauf bekämpfen
  6. Pokern
  7. Tanzen, ohne tanzen zu können
  8. Fussel im Bauchnabel finden
  9. Einen Kater bekämpfen

Das klingt spannender als es dann tatsächlich ist. Denn die Texte sind nicht besonders tiefsinnig, eher langweilig. Da kann jede noch so gute Vortragsweise auch nichts heraus reißen. Was das ganze dann noch mit Männlichkeit zu tun haben soll? Keine Ahnung, irgend ein Marketingfuzzi wird es wissen…

[xrr rating=2/10]

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letztens noch in berlin, jetzt in der schwäbischen provinz. hartmut kauft ein haus für 8.000 euro auf ebay, dementsprechend sieht es aus. und muss renoviert werden. die frauen flüchten. nebenan wohnen verrückte germanen und paramilitärs. sämtliche amtsgeschäfte erledigt ein einziger beamter und der restaurator kommt, wann er will.

feine unterhaltung mit einigen richtig guten höhepunkten. jedoch kann sich das buch nicht so richtig entscheiden zwischen klamauk und humor, oft fehlt es an tiefe. das ist schade, denn die story ist gut, die charaktere herrlich absurd.

[xrr rating=7/10]

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Zwei Berliner auf den Spuren von Heinrich Heine im Harz. In Gedichten, Kurzgeschichten und Notizen beschreiben sie ihre Eindrücke auf einer Reise durch die Provinz. Manchmal liebevoll, meist ironisch, oft zynisch erzählen sie von der Provinz, touristischen Punkten und Gaststätten. Sie hatten Spaß und das merkt man. Unbedingt lesenswert, wenn man schon mal dort war oder es vorhat. Es steckt soviel Wahrheit zwischen zwei Buchdeckeln.

[xrr rating=7/10]

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eindruck nach 85s.: am anfang passiert nicht viel, die handelnden stellen sich vor, es wird viel getrunken und die stimmung wie früher will nicht so richtig aufkommen. der affektierte streit zwischen den wissenschaftlern liest sich ein bisschen wie mulischs entdeckung des himmels. dann jedoch kommt action in die ganze sache, kindesentführung! der vater vermutet die täter, ertappt sich aber eher im dunkeln. unerwartet spannend.

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eindruck nach 176s.: jetzt ist auch noch ein mord passiert. ein kind wurde entführt. die drahtzieher sind noch nicht bekannt. und kommisar schilf ermittelt, er erinnert dabei stark an eberhard mock. aber diese figur rita skura kommt mir doch stark überzeichnet vor. abwarten, was noch passiert. ist jedenfalls spannnend.

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fertig: ein tolles buch. mit viel physik drinnen, von der ich aber nur die hälfte verstanden habe. mit einem kommissar, der langsam kaputt geht. und einer überraschenden wendung.

punktabzug allerdings wegen stellenweise zu viel schwülstigkeit in den beschreibungen. nervt.

[xrr rating=8/10]

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sehr intelligenter und unterhaltsamer bericht eines trunkenen polen, der auf lesereise durch deutschland allerhand beobachtungen macht. und das liest sich dann ganz anders als zum beispiel stefan möller (viva polonia). stasiuk spielt nicht mit klischees, er lebt sie. er hat angst und komplexe und beobachtet die ängste und komplexe der deutschen. manchmal vergleicht er orte in deutschland mit orten in osteuropa und das ist definitiv großartig. selten solche offenen worte gelesen, abseits jeder politischen korrektheit. und doch nicht böse, eher liebevoll vertraut. sind nicht viele seiten, knapp unter hundert, davon lohnt sich aber jede einzelne!

[xrr rating=9/10]

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tina veihelmann lebte mithilfe des kiezschreiberstipendiums im soldiner kiez, berlin-wedding zwischen 2006 und 2007. ein paarmal habe ich sie zu dieser zeit gesehen, wie sie auf der bank an der panke saß und sich geschichten erzählen ließ. die geschichten hat sie aufgeschrieben, kann man hier nachlesen oder in einem kleinen büchlein namens “soldiner spaziergang”. darin auch die story von den zwei künstlerinnen in der ehemaligen apotheke (“labor k1”, hatte ich damals auch). und das angenehme: frau veihelmann beobachtet lediglich, hört zu und schreibt auf. sie will nichts verändern, klagt nicht an. lesebefehl für all’ jene, die den soldiner kiez nur aus gruseligen presemitteilungen kennen.

[xrr rating=7/10]

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ich habe es verschlungen. es ist weder komisch, auch keine liebesgeschichte, und um kultur gehts auch nicht. es geht ums überleben. die handlung ist schnell erzählt: eine handvoll osteuropäer (und ein afrikaner) machen sich auf den weg nach england um geld zu verdienen. weil es da besser bezahlte jobs gibt. doch schnell merken sie, dass die bessere bezahlung durch reichlich abzüge und windige chefs zusammendampft und die jobs knochenarbeit sind. sie merken schnell, dass sie verheizt werden, das große geld machen andere.

es geht um arbeit, die protagonisten sind hochmotiviert und wollen geld verdienen. nicht illegal, sondern durch ehrliche, harte arbeit. dafür sind sie bereit, jeden noch so miesen job anzunehmen. die miesen “personalvermittler” (aka menschenhändler) nutzen deren situation aus und sind neben den arbeitgebern die profiteure. nicht jedoch die arbeiter.

lösungsansätze bietet das buch nicht, dafür ist es viel zu sehr roman. einmal tritt ein gewerkschafter auf, doch dessen anliegen versteht keiner und er verschwindet ungesehen eine seite weiter. marina lewycka ist eine lesenswerte beschreibung gelungen. eine beschreibung der sehnsüchte, der hoffnung und der verbitterung.