sie haben mich wieder unter kontrolle. genauer: meinen kopf. mit allerlei werkzeug bearbeiten sie ihn von innen und quälen mich mit unerträglichen schmerzen. meine stummen schreie verhallen ungehört im raum. mit blutleeren augen starre ich sie an, doch sie lachen mich aus, wollen mich zermürben und haben sichtlich spaß daran. ich erhöhe meine tägliche dosis chemikalien, doch es bringt nichts. wann werden sie aufhören? ich habe extra wegen ihnen meine lebensgewohnheiten umgestellt: nikotin nur noch in homöopathischen dosen, vitamine in rauhen mengen, mehr als zehn stunden schlaf. doch eines werden sie nicht schaffen: mich zum arzt zu prügeln und mich krankschreiben zu lassen! basta.

4 thoughts on “ubahnfahren im fieberwahn, Teil III

  1. mein lieber herr roiber,
    mit sorge vernehme ich diese neuigkeiten. passen Sie bitte gut auf sich auf. krankschreiben ist keine schande. ich weiß sehr wohl, dass mitarbeiter wie Sie unentbehrlich sind, aber es gibt dinge, die noch wichtiger sind als Ihre arbeit. und dazu gehört ganz sicher Ihre gesundheit. denken Sie einmal an sich. und grüßen Sie die fiebermonster von mir.

    mit den besten genesungswünschen,
    Ihre staatsministerin im postministerium

  2. die redaktion gratuliert zur beförderung! amtsanmaßung würden wir Ihnen nämlich nie unterstellen! sicher haben Sie geistreich taktiert und den richtigen leuten die hand geküsst! jetzt ist unser respekt vor Ihnen nunmehr ins unermessliche gesteigert. nebenbei gefragt: wie geht es claus bei der ganzen geschichte? er müsste doch ordentlich sauer auf Sie sein? oder trägt er es mit fassung? oder haben Sie ihm ordentlich geschmeichelt?

    mit den ehrlichsten wünschen,
    Roiber
    (schon fast wieder gesund)

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