halbfiktionale geschichten aus der welt des scheiterns in der wissenschaft. los gehts mit dem physiker Paul Ehrenfest, der an depressionen litt und an sich selbst zweifelte, sodass er sich 1933 umbrachte.
den hauptteil des buches ist die geschichte des mathemtikers John von Neumann. erzählt aus der halbfiktionalen perspektive seiner familie, freunden, kollegen. er selbst kommt nicht zu wort. seine geschichte ist sehr spannend, geboren in ungarn, in die USA migriert aufgrund der entwicklung in nazideutschland. bekannt für die grundlagen des computers, der atombombe und der spieltheorie. kein einfacher mensch (daher auch der titel).
zum ende eine kurze geschichte der schach- und go-KIs Deep Blue und AlphaGo und dem scheitern des damaligen weltbesten go-spielers Lee Sedol. dieser teil liest sich wie ein krimi. und auch hier wird detailiert dieser zeitpunkt seziert, als eine KI zum ersten mal medienwirksam besser war als ein mensch.
dem buch wurde zu recht vorgeworfen, zu frei mit den fakten umzugehen - es gibt keine bibliographie / keine quellen. die unterschiedlichen perspektiven und aussagen widersprechen teilweise, ergeben aber letztendlich ein gutes bild über die besprochenen männer. unterstreichen, wie katastrophal der zweite weltkrieg biographien gebrochen haben und dass großer geist oft auch einhergeht mit wahnsinn. macht auf jeden fall hunger, sich noch mehr mit den protagonisten und ihren wegbegleitern zu beschäftigen.