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  • Carsten 17:59 on July 9, 2012 Permalink
    Tags: , rauchen, , ,   

    smoga 

    [youtube ly4KAZfv_1o]
    (via)

     
  • Carsten 23:45 on August 3, 2009 Permalink
    Tags: , euroflohmarkt, , hausrat, , , , rauchen, , trödeln   

    Schöner trödeln im Prenzlauer Berg 

    Der Gegenentwurf zum übervollen Mauerparktrödel ist nur ein paar Straßen weiter und hat immer offen: Der Euroflohmarkt an der Schönhauser Allee, kurz hinter der Bornholmer. Auf über zigtausend Quadratmetern findet man hier alles, was man eventuell mal gebrauchen könnte. Und im Gegensatz zum Szenetrödel ist es hier nie voll, sogar die Verkäufer muss man suchen, wenn man zwischen all’ dem Zeug endlich was gefunden hat. Als ich vor Jahren mal meinen alten Drucker da hin gestellt habe, hat es niemanden interessiert. Ich weiß nicht, wie die Händler da überleben, aber sie schaffen es und es wird diesen Markt auch noch ein paar hundert Jahre geben, dann ist die Szene längst aus dem Mauerpark verschwunden. Unbedingt mal hingehen!

     
    • ortrun 09:53 on August 4, 2009 Permalink | Reply

      juhu, alte sachen hinstellen! das will ich auch.

    • artemisia 14:49 on August 5, 2009 Permalink | Reply

      Ihr habt da – glaube ich – was falsch verstanden…

    • artemisia 23:12 on August 6, 2009 Permalink | Reply

      Na eigentlich soll man da doch kaufen, nix dazustellen, oder?

  • Carsten 21:21 on May 3, 2009 Permalink
    Tags: , , , , krawall, , , , protestforscher, rauchen, Roland Roth, schweinegrippe, Self-Fulfilling-Prophecy, stammtisch, swineflu, , , , wir zahlen nicht für eure krise,   

    Notizen vom Stammtisch #2 

    Gewalt löst keine Probleme. Doch ohne Protest verspüren die Regierenden auch keinen Handlungsbedarf. Es ist das alte Dilemma und es scheint nahezu unlösbar. Und auch wenn es der Protestforscher in kluge Worte fasst, das Problem bleibt:

    An Wut mangelt es nicht. Zu Hause, am Stammtisch, in der Mittagspause auf der Arbeit – da schimpfen die Menschen. Der moralische Kredit der Wirtschaftseliten ist verspielt, niemand glaubt diesen Leuten mehr irgendetwas. […] Protestbewegungen sind Teil einer demokratischen Kultur, durch die sich ausgegrenzte Interessen immer wieder Gehör verschaffen. Aktuell droht aber eher eine Erosionskrise. Dazu gehören vielfältige Ausgrenzungserfahrungen: auf dem Arbeitsmarkt, in abgehängten Regionen, in einer verfallenden öffentlichen Infrastruktur. Hierzulande wenden die Menschen solche Erfahrungen aber eher gegen sich selbst – etwa in Depressionen, Sucht oder Suizid. Wir erleben einen Zerfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts – keine Explosion, sondern eine Implosion. (taz)

    Kein Ausweg, nirgends. Und nun ist auch die Party in Kreuzberg vorbei und die BSR räumt die Scherben auf. Was wir brauchen, ist aber eine Strukturänderung. Denn es kann nicht sein, dass die alten Männer, die nachweislich für die Krise verantwortlich sind, damit so einfach durchkommen. Und doch wird allgemein so getan, als wär nichts gewesen und so weitergemacht wie bisher.

    Das eigentlich erschreckende ist doch, dass wir diese Krise überhaupt nicht spüren. Es gibt sie und alle reden darüber, doch sie ist nicht greifbar. Das Leben geht weiter wie zuvor. Die Bahnen fahren, Geld abheben ist möglich und die Preise sind auch noch nicht gestiegen. Sicher, Kurzarbeit in den Unternehmen, Auftragseinbrüche, steigende Arbeitslosigkeit, Minijobs werden knapp – alles Zeichen für den drohenden Untergang? Oder Zeichen dafür, wie Unternehmen auf entsprechende Pressemeldungen reagieren, so genannte Self-Fulfilling-Prophecy-Effekte? Alles heißer Dampf? Wenn aber doch nicht: Wer trägt die Verantwortung und wer zahlt dafür?

    “Wir zahlen nicht für Eure Krise!” hieß es vor ein paar Wochen auf den Demos in Berlin und Frankfurt. Doch ich befürchte, dass wir zahlen müssen. Alle, ohne Ausnahmen und alle zukünftigen Generationen bis in alle Ewigkeiten, Amen. Denn die Rettungspakete und die abgewrackten Autos wollen finanziert werden. Teuer, mit Schulden. Da gibt es keine Alternative. Können wir uns überhaupt noch leisten, eine Wahl zu haben? Oder ist dies der Anfang vom Ende des Kapitalismus, wie einige behaupten? Wie kam es eigentlich dazu, dass alle von Krise sprechen?

    Lange vor dem Internet bereits haben sich in der Finanzbranche virtuelle Märkte etabliert, die mit ihren Vorgängern nicht mehr viel gemeinsam haben. Es wird gehandelt mit Werten, die real gar nicht existieren. Mit Optionen auf Tatsachen, deren Eintreten von dem Handel mit diesen Optionen beeinflußt wird. Wann fing das alles an? Ich habe keine Ahnung und bin beileibe kein Finanzmarktexperte. Doch spätestens nach der Asienkrise, nach dem Platzen der Internet-Blase vor ein paar Jahren hätte man es wissen müssen. Damals schon hätte man nach ebenjenen Regulationsinstrumenten schreien müssen, die Heute diskutiert aber doch verpuffen werden. Weil alles nur so halbherzig angegangen wird, dass man sich nur wundern kann, dass überhaupt noch irgend etwas funktioniert.

    Müssen wir Angst haben? Ich weiß es nicht. Niemand weiß das. Vorsichtshalber lenken wir uns lieber ab mit der Schweinegrippe und schieben Panik, wenn der Nachbar mal wieder Schaum vorm Mund hat. Natürlich wird unser Leben weiter gehen. Nur wahrscheinlich auf einem niedrigeren Niveau. Und das wurde sowieso mal Zeit. Die Wikipedia meint dazu lapidar:

    Die Grenze des beschränkten Wachstums kann abrupt oder durch Sättigung asymptotisch erreicht werden. (wikipedia)

    Ziemlich schnell müssen wir uns also entscheiden, wie wir in Zukunft leben wollen. Ob dann noch der unterfinanzierte Plasma-TV im Wohnzimmer stehen wird, bleibt fraglich.

    Die BSR jedenfalls wird morgen die letzten Spuren des Protestes von den Straßen kehren, somit sichern die Systemkritiker wenigstens Arbeitsplätze in einem System, das sie eigentlich bekämpfen. Und man kann diesen (scheinbaren) Widerspruch gar nicht oft genug wiederholen. Oder, auf einer anderen Ebene: Wen sollen Punks anschnorren, wenn alle das punkige Lebensgefühl angenommen haben?

    Es bleibt verzwickt, aber denken hilft. Auch in einer schweinekrisigen und finanzverseuchten Welt, machen wir das Beste draus.

     
    • artemisia 08:59 on May 4, 2009 Permalink | Reply

      Das hast Du gut geschrieben. Schappo!

    • Ole 13:11 on May 4, 2009 Permalink | Reply

      Denn es kann nicht sein, dass die alten Männer, die nachweislich für die Krise verantwortlich sind, damit so einfach durchkommen.

      Diese Aussage ist derzeit ja großer gesellschaftlicher Konsens. Ich bin sicher, auch die Politiker würden die “alten Männer” liebend gerne zur Rechenschaft ziehen (blenden wir für den Moment mal aus, dass auch einige Politiker nicht ganz schuldlos an der Situation sind). Das Problem ist doch, dass wir keine Idee haben, wie wir das machen können oder wie wir es schaffen, sie wenigstens in Zukunft im Zaum zu halten. Strafrechtlich haben sich die meisten wahrscheinlich nichts zuschulden kommen lassen. Und wenn wir sie am Geldbeutel packen wollten, hätten wir die Banken pleite gehen lassen müssen. Das wäre wohl auch nicht mehrheitsfähig gewesen.

      Ein Manager bekommt sein Mismanagement dann zu spüren, wenn er sein Unternehmen in die Pleite fährt. Nur dann ist für ihn wahrscheinlich auch Essig mit irgendwelchen Abfindungen. Gleiches gilt für die Aktionäre, die vorher am meisten von verantwortungslosen Risikogeschäften profitiert haben. Nur trifft die Pleite natürlich auch die Mitarbeiter. Wenn die Politik dann jedes Mal eingreift und das Unternehmen am Leben erhält, verzögert sie nicht nur den (notwendigen) Strukturwandel, sondern signalisiert auch dem Manager: handele möglichst riskant, um in guten Zeiten riesige Profite zu machen; wenn’s schief läuft, wirst du ja aufgefangen.

      Wie muss die Strukturänderung aussehen, um das zu vermeiden?

      • pixelroiber 15:42 on May 4, 2009 Permalink | Reply

        das sind ja eigentlich zwei fragen, die natürlich zusammenhängen. wir werden nicht um ein gesundschrumpfen herum kommen. also eine absenkung des lebensstandards? würde ich nicht sagen, eher eine verschiebung der prioritäten. unter den apekten globalisierung, ökologie und menschenrechte. wir leben nicht nur inmitten der krise eines alten systems, sondern wir haben auch die möglichkeit ein neues system zu schaffen. so richtung soziale marktwirtschaft plus demokratische grundordnung plus ökologischer weltwirtschaft. hat jemand was dagegen?

        • Ole 22:13 on May 4, 2009 Permalink | Reply

          Nee, überhaupt nichts dagegen. Gesundschrumpfen ist super. Ich frage mich nur ernsthaft, wie wir eine den Namen verdienende Soziale Marktwirtschaft hinkriegen, ohne an der Regulierung der Gier zu ersticken. Mehr Liberalismus und mehr Verantwortung für den Einzelnen wären mir lieber als Regulierung durch Verbote, aber irgendwo beißt sich das natürlich mit Sozialer Marktwirtschaft, zumindest im Verständnis vieler.

  • Carsten 14:54 on November 27, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , , bürger in uniform, , , feldjäger, genthin, , , , , , rauchen, , , , , , wehrpflicht   

    neues vom bürger in uniform 

    Schön muss es sein, nach einer Norm
    Soldat zu sein in Uniform!
    Und gehst du dann die Straße lang,
    sehen dich schöne Mädchen an.
    Doch im Krieg, da macht es BUMM
    und sie schießen schöne Mädchen um.
    Schön muss es sein, nach einer Norm
    Soldat zu sein in Uniform!
    [ZK]

    HPIM2151

    von einem bundeswehrsoldaten, der auf dem bahnhof rumballert und im regio an seiner waffe spielt. trottel. jetzt kümmern sich feldjäger um ihn. warum brauchen wir eigentlich noch eine armee? wenn schon wehrpflicht abschaffen, dann bitte auch die ganze bundeswehr. null toleranz.

     
  • Carsten 14:47 on October 2, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , , , , , , , , , rauchen, , , ,   

    die party der anderen 

    Schmeiß die Möbel aus dem Fenster
    wir brauchen Platz zum Dancen

    heute abend party im tunnel unterm mauerstreifen*. hingehen. rocken. kaminer kommt auch.

    * hätten vor 18 jahren die ossis mit ihren komischen klamotten und witzigen autos nicht die grenzen eingerannt, gäbe es weder einen feiertag morgen, noch könnte man tanzen im gleimtunnel. so siehts doch mal aus!

    (via)

     
    • artemisia 15:57 on October 2, 2008 Permalink | Reply

      Hast Du Dir den Titel “Die Party der anderen” ausgedacht? Grenzt an Genialität.

    • artemisia 15:57 on October 2, 2008 Permalink | Reply

      … wo wir schon von gefallenen Grenzen sprechen…

    • pixelroiber 21:24 on October 7, 2008 Permalink | Reply

      hab ich.

    • artemisia 21:58 on October 7, 2008 Permalink | Reply

      Ah, also Grenzgenialer.

  • Carsten 10:03 on October 2, 2008 Permalink
    Tags: , Around the World in Eighty Days, , , Jules Verne, , rauchen, , , weltumrundung,   

    drumherum in 42 tagen 

    Jules Verne hab ich nie gemocht. Zu großspurig und langatmig geschrieben – braucht kein Mensch. Aber immerhin hatte er ein paar gute Ideen. Unter anderem die von der Erdumrundung in 80 Tagen. Wie man hier erfährt, hat sich vor ein paar Jahren jemand die Mühe gemacht, wie lange man in unserer heutigen schnellebigen Zeit dafür brauchen würde (ohne Flugzeug!): 42 Tage. Das Ganze würde auch noch über 5.000 Dollars kosten. na denn.

    (via)

     
    • pixelroiber 14:06 on October 2, 2008 Permalink | Reply

      … sind ja nur die fahrtkosten, verpflegung usw. kommt noch hinzu. und höchstwahrscheinlich bleibt auch keine zeit für sightseeing.

    • artemisia 13:03 on October 2, 2008 Permalink | Reply

      5000$ für 42 Tage reisen finde ich ganz ok. Nicht, dass ich mir das leisten könnte oder unternehmen wollte. Aber andere Leute zahlen das für viel uninteressantere Urlaube, die nur an “einem Ort verweilen”.

  • Carsten 12:21 on September 23, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , , , , , rauchen, , , , , , , , , ,   

    angesagt 

    reisebild #1

    Guten Tag meine Damen und Herren, das Bordpersonal begrüßt Sie herzlich im Regionalexpress der Existenzängste über Depression und verpasste Chancen Hauptbahnhof.

    Unsere fahrplanmäßige Ankunft wird auch Ihr vorläufiges Ende sein. Sie haben Anschluß an die Züge nach Todesangst und Soziales Elend. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass der Zug nach Hoffnung ersatzlos gestrichen wurde und nicht wie geplant fünf vor zwölf abfahren wird. Wir entschuldigen uns schon jetzt für diese Unannehmlichkeit.

    Im mittleren Teil des Zuges finden Sie ein reichhaltiges Angebot an kalten und warmen Krisen. Schauen Sie nicht aus dem Fenster und steigen Sie nicht zwischendurch aus. Rauchen Sie nur, es wird Ihnen nichts nützen. Und bitte beachten Sie das allgemeine Gesprächsverbot mit den Mitreisenden.

    Wir wünschen Ihnen eine angenehme Reise und hoffen, Sie schon bald wieder in unseren Zügen begrüßen zu dürfen.

     
    • artemisia 10:28 on September 24, 2008 Permalink | Reply

      Was ist das? Eine Depri- oder Zynismus-Glosse? Gibt es so 'was überhaupt? Oder hast Du es erfunden? Jedenfalls schon wieder ein qualitatives Anders-Posting.

    • klatscher 15:10 on September 27, 2008 Permalink | Reply

      so was in der art wollte ich auch schon fragen!

  • Carsten 11:20 on August 19, 2008 Permalink
    Tags: , , Annette Widmann-Mauz, , Bundestagsabgeordnete, , , Hubert Hüppe, , klassenfahrt, , Potsdam-West, Randolph Krüger, rauchen, san francisco,   

    klassenfahrt 

    eine handvoll bundestagsabgeordnete waren im urlaub und fühlten sich schlecht behandelt. die story, die da der spiegel beschreibt lässt einem die haare zu berge stehen und ist voller peinlichkeiten. und auch wenn die da erwähnten abgeordneten sonst einen guten job machen, so geht das jedenfalls nicht. wir sind doch nicht auf mallorca schließlich!

    (via)

     
    • pixelroiber 16:36 on August 19, 2008 Permalink | Reply

      hier sind schon einige fragen an frau WM aufgelaufen, es bleibt spannend…

    • artemisia 14:21 on August 19, 2008 Permalink | Reply

      Frau W-M ist der Grund, warum fast ganz Tübingen grün wählt! Ist schon gruselig, irgendwie.

    • pixelroiber 10:22 on August 22, 2008 Permalink | Reply

      [update:] und nun hat sie auch geantwortet. irgendwie.

    • pixelroiber 16:05 on August 22, 2008 Permalink | Reply

      ich kenne die biggi garnicht. zumindest hat sie keine nebeneinkünfte 2006 gehabt und komische ohrringe.

    • artemisia 12:43 on August 22, 2008 Permalink | Reply

      Na klasse. Biggi Bender war auch mit. Entweder sie ging auf shoppingtour während es um Stammzellenforschung ging oder sie hat die Amis bzgl. dieses Themas abgewatscht. Da versteht sie nämlich gar keinen Spaß

    • artemisia 22:45 on August 22, 2008 Permalink | Reply

      Ich habe mal versucht, an einem politischen Chat mit ihr teilzunehmen, war allerdings zum Thema auch etwas voreingenommen. Sie ist mir aufgrund dieser Erfahrung nicht sehr sympathisch in Erinnerung. Kann und möchte hier aber nicht mehr dazu sagen.

    • pixelroiber 13:23 on August 25, 2008 Permalink | Reply

      musst du auch nicht. aber immerhin kannst du zugeben: politischer tschät klingt gruselig!

  • Carsten 11:10 on July 7, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , , , rauchen   

    das leben ist kein honigkuchenpferdestall, oder doch? 

    ich war gerade vor der tür eine rauchen und da habe ich einem mann hinterher geschaut, der selig vor sich hin lächelnd die straße entlanglief. kein verrückter, oder sonstwie abgedrehter. ein ganz normaler mann mit aktentasche. er grinste wie ein honigkuchenpferd. sieht man ja nicht allzu oft in berlin. und so mach ich mir jetzt gedanken, warum er so fröhlich war. gründe gibts genug, auch mal glücklich zu sein, keine frage. sogar am montag morgen! aber neugierig bin ich schon.

     
  • Carsten 16:30 on June 26, 2008 Permalink
    Tags: abbildung, , , , , Enquetekommission, , , , , , , , , , , , , öffentlicher raum, , , pro panoramafreiheit, rauchen, , , , , , , , vergütungspflicht,   

    blödsinn per gesetz: 

    das verbotene a1exA-bild II

    dies bild hier entstand unter einsatz von leben und tod. aufgenommen in einem einkaufszentrum im herzen berlins. keine zwanzig sekunden nachdem ich die knipse ausgepackt habe, kam schon der freundliche security-mensch und machte mich barsch darauf aufmerksam, dass das ja nicht erlaubt sei: “ist verboten, packst du kamera weg!”. ok, nun könnte man sagen, die haben da hausrecht und das fotografieren nicht erlaubt. ist in museen bspw. ja genauso. ärgerlich, aber ein stückweit verständlich. unter umständen.

    was dagegen gar nicht geht ist ein vorschlag der sogenannten enquetekommission zum thema. nämlich das generelle verbot von gewerblicher fotografie im öffentlichen raum ohne bezahlung. wenn das gesetz wird, muss jeder, der mit seinen bildern geld verdienen will, dem besitzer des gebäudes, parks, kunstwerks usw. vorher fragen und bezahlen. für ein fernsehturmbild, dass irgendwo gewerblich erscheint bekommt dann zB die telekom schotter.

    die begründung für derlei unsinn: das gesetz von 1907, das keine vergütung für obigen zweck vorsah, diente patriotischen anliegen. das brauchen wir heute nicht mehr und so soll es zu einer vergütungspflicht kommen. aha.

    regen sich natürlich die journalistenverbände tierisch auf. denn die professionellen fotografen leben ja davon, den öffentlichen raum zu fotografieren. was denn sonst?

    nachzulesen alles auf der extra eingerichteten seite Pro Panoramafreiheit, die ich natürlich unterstütze.

     
    • Manniac 05:45 on June 27, 2008 Permalink | Reply

      Bidde?? Ist ja wohl nicht wahr… :-(
      Die Copyrightmafia breitet sich wirklich immer mehr aus..

      Und dass in Einkaufszentren nicht fotografiert werden darf, finde ich eine Unverschaemtheit. Solange sie die Oeffentlichkeit in ihre Gebaeude locken, muessten sie auch dazu verpflichtet werden, Fotografien – zumindest private – zuzulassen.
      Ist mir vollkommen unverstaendlich, dass es anders sein sollte.

  • Carsten 00:44 on June 19, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , , matheprüfung, , , , rauchen, , , ,   

    hallo berlin! 

    zwei meldungen, die richtig nerven diese woche: da ist einmal der waschbär in der tiefgarage und dann die verschusselte matheprüfung. während der arme bär ja wirklich nix dafür kann für dieses medienecho und einfach nur in seinem beneidenswerten tierischen dasein vor sich hin wäscht bärt (und mit ihm wohl millionen ratten und anderes getier – und nicht zu vergessen der fünf-euro-pro-stunde-finanzminister), während der bär also vor allem bär ist und eigentlich eine nullmeldung, ist die matheprüfung so typisch berlin! auf der einen seite sind ein haufen schüler, die – warum auch immer – nicht die fresse halten können und alles ausplaudern, wärt ihr mal stille gewesen, hätte keiner was gemerkt… dann sind da die profilierungssüchtigen eltern, die natürlich klagen müssen. ich kenne mich da nicht so aus, aber wie lange werden wohl die gerichte brauchen? zwei jahre? bis dahin versumpfen eure kinder ohne abschluss wohl in hartz. und dann gibts da noch den senat, der sich einen scheiß um die belange der schüler schert und mal kurzerhand die prüfung für ALLE wiederholen will (in der größenordnung einer mittleren kleinstadt, so ca. 30 tausend schüler). das bindet ungemein ressourcen, die dann wieder woanders fehlen. ey, könnt ihr euch nicht mal einigen? erst verschlampt ihr was und dann müssen die anderen den kopf hinhalten.

    boahr, das musste jetzt mal sein. sorry für den tonfall. aber manchmal kotzt mich die mischung aus unprofessionalität, starrsinn und inkompetenz richtig an. am besten ihr lasst den waschbären zur prüfung antreten!

     
  • Carsten 07:39 on May 15, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , , rauchen, , , , , , , , , , ,   

    woche der selbstähnlichkeit – tag 3 

    heute mit selbstähnlichem meißen-content. das muss der knüller werden. und wenn nicht: gibt ja noch vier tage. ich wünsche einen sonnigen donnerstag.

    woche der selbstähnlichkeit #7

    1. der blick von oben entschädigt den beschwerlichen aufsstieg
    1. der rundweg um die burg beschreibt eine bogenkurve, obwohl die burg eckig ist.

    woche der selbstähnlichkeit #8

    1. die preise fallen ins bodenlose
    1. ein goldrahmen rettet auch nicht ein abgewatschtes bild.
    1. ich wünsche mir eckschutz bei flickrbildern.

    woche der selbstähnlichkeit #9

    1. ein blöder blick macht die aufnahme auch nicht besser.
    1. trash im schaufenster verkauft sich besser, wenn man einen fetten klunker mit reinstellt.
    1. schaufensterpuppen brauchen nicht unbedingt einen kopf.

    EPILOG: die woche der selbstähnlichkeit ist eine offene veranstaltung, jeder kann mitmachen und seine gedanken zum thema veröffentlichen, in jeglicher form. habt spaß.

     
  • Carsten 13:03 on March 19, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , , , , , , , inventions, , , , , , , , , , rauchen, , , , ,   

    ein lockenkopf erklärt die welt. heute: fortschritt 

    howdy!

    damals im geschichts-LK* gab es eine nervige und quälende (fruchtbare? furchtbare!) diskussion über fortschritt und entwicklung. ich will das hier nicht lauwarm aufwärmen, nur kurz: es ging um die frage, wieviel fortschritt wir brauchen und ob das immer positiv ist. kann man endlos drüber reden. dabei sind es die kleinen dinge des alltags, die unser leben versüßen: die marssonde, der elektrische korkenzieher oder der usb-raketenwerfer.

    und so wünschte man sich im jahre 1956 sehr witzige dinge: das beidseitige telefon, lichter am rasenmäher oder beleuchtete hausschuhe. und wenn ich drüber nachdenke, hat uns die welt noch keines von diesen dingen geschenkt. die hoffnungen liegen also schwer auf den schultern des 21. jahrhunderts. macht mal was!

    [nachtrag:] dazu passt auch, dass es geschnitten brot erst seit 1912 gibt…

    *das schreib ich nur, um mir selber zu beweisen, dass ich intellektuelle elite bin und eigentlich schon immer war. was natürlich quatsch ist, wie der geneigte leser sicherlich weiß. denn dann wär ich nämlich nicht hier, sondern woanders oder gar dort.

     
  • Carsten 21:39 on January 18, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , Brigitte Zypries, , franz josef wagner, , , , , , herrmannstraße, , , , Justizministerin, , , , , , , , qualitätsjournalismus, rauchen, , , , , , , , ,   

    geschichten aus einer viel zu großen stadt pt. 11 

    da fährt also der herr wagner von der großen qualitätszeitung mit der verehrten frau justizministerin brigitte zypries u-bahn in berlin und ihnen passiert nichts! was für eine ausnahme. treiben sich doch da die wildesten typen rum, da, unter der erde. der arme herr wagner musste todesängste ausgestanden haben (link, via c.):

    Ich stelle mir vor, wie ich blutüberströmt zu der Notrufsäule krieche und den untersten Knopf erreiche.

    phantasie hat er ja. und nerven wie stahl. und ehrlich ist er:

    Unter der Erde Berlins herrscht ein anderes Leben. Es ist nicht mein Leben.

    frau zypries redet wirr, am ende rauchen sie noch eine (wahrscheinlich auf dem bahnsteig, 15€ Strafe, herr wagner!), knutschen rum und verabreden sich. da bahnt sich was an. ich sags euch. und jetzt zeig ich euch, was den herrn wagner ganz bleich werden ließ:

    die pixelroiber fahren u5 (und müssen sich fest halten)

    WOANDERS: mein parteibuch | hauptstadtblog | SZ |

     
    • c.h. 10:21 on January 22, 2008 Permalink | Reply

      der misstilly blog hat einen aufruf gestartet!

      herr wagner melden sie sich!

  • Carsten 17:41 on November 29, 2007 Permalink
    Tags: , , e-zigarette, elektronische zigarette, , , , , , , , , , , , , , rauchen, , , , , , ,   

    angewichtelt 

    kinder, es wird zeit einzukaufen. nur knapp einen monat zeit. bis zum besagten tag. den ich hier nicht erwähne. ist ja noch november. ich also ins internet gegangen und geschaut. und gefunden was ich suche. elektronische zigaretten. für den spottpreis von 10.000 euronen. damit beschenke ich alle freunde und familienmitglieder. nie war rauchen gesünder. reinstes nikotin ohne die schädliche wirkung der verbrennung. das ist doch mal was. kann man sicher auch im zug und in der kneipe rauchen. erklärt ist es auch hier.

    DISCLAIMER:

    der brenner findet rauchen nicht gut und erklärt folgendes (ausschnitt aus dem film komm, süßer tod):

    [audio:https://pixelroiber.de/audio/Smoke.mp3%5D

    und der pixelroiber erklärt: rauchen stört beim küssen. deswegen: zigarette vorher aus dem mund nehmen.

    —————-
    Now playing: The Arctic Monkeys – Cigarette Smoke

     
  • Carsten 22:52 on November 17, 2007 Permalink
    Tags: , , , , hausfrauentipps, haushalttipps, , , kekse, , , , , rauchen, , , , ,   

    roibers echte™ 

    vater naht,
    mutter näht,
    hund kackt
    und roiber backt.

    plätzchen backen is ganz einfach. weihnachten stapft mit riesenschritten auf uns zu und wir müssen die unsrigen ernähren. also backen. aber wie? dafür gibts orginal roibers echte™. da bin ich garnicht so und poste das rezept unter cc-lizenz. zum nachbacken. zum mitmenschen überraschen. und auch selber essen. denn manchmal muss es auch mal ego-backen sein. here we go: wir brauchen garnicht viel:

    1 packung puderzucker
    2 eier
    1 tüte haselnüsse
    1/2 packung oblaten

    IMG_6117

    und das wars auch schon. alles verrühren zu einer breiigen masse. mit einem löffel auf die oblaten zaubern und aufs blech. dann backen bei 180grad und die dinger langsam braun werden lassen. fertsch! essen. verschenken. rezept ist beliebig skalierbar. statt haselnüsse gehen auch kokosflocken oder mandeln oder sonstwas. an illigale substanzen will ich garnicht erst denken…

    und wer jetzt denkt, ich werde langweilig oder gar irrelevant, der kennt noch nicht meine fünf ultimativen tipps gegen schwangerschaftsstreifen

    —————-
    Now playing: Eric Clapton – Come On In My Kitchen

     
  • Carsten 18:03 on October 17, 2007 Permalink
    Tags: , , , , , , , on tour, , , rauchen, , , , ,   

    heimatreise 

    bin gerade ein paar tage zuhause gewesen. klingt absurd. also anders: bin gerade für ein paar tage in der heimat gewesen. klingt schon besser. heimat ist wohl meist dort, wo man aufgewachsen ist. seinen ersten rülpser getan, sein erstes bier getrunken und das erste mal händchen gehalten hat. ob man später irgendwann zurück in die heimat will, hängt stark von einem selbst ab und ist keine hinreichende bedingung für heimatgefühl.
    mir jedenfalls reichen ein paar tage im jahr. aber dafür kommen dann die erinnerung umso konzentrierter und plötzlicher wieder und scheinen einen zu erschlagen. man färt mit dem auto über die dörfer ( bin ja eher so der provinz-heini ) und entdeckt die stellen, mit denen man erinnerungen verbindet. dabei werde ich immer ein bisschen melancholisch, nachdenklich und schweige erstmal mürrisch vor mich hin.
    anderseits ist es auch witzig, in den alten trott zu verfallen. zu sehen, wie verinnerlicht die früheren denkstrukturen eigentlich immer noch sind. da habe ich ernstlich überlegt, mir ein auto zuzulegen! so ein quatsch. oder im elterlichen haus abends heimlich am fenster zu rauchen. wie aufregend! den nachbarn zu grüßen und einen smalltalk nach streng festgelegten regeln zu halten ( in berlin gibts dafür was auf die fresse ).
    überhaupt die menschen, die offenbar noch genauso leben wie vor ein paar jahren. die zurückgebliebenen. die es nicht geschafft haben. oder wollten sie es nur nicht? kann ja nicht jeder wegziehen. wird ja dann nur voll irgendwo und irgendwo anders leer. so ganz logisch gedacht.
    warum ist das nur so? woran liegt das wohl und geht es den geneigten lesern da genauso?

     
    • c 10:04 on October 18, 2007 Permalink | Reply

      kenn ick! schaust du hier:

    • c 09:09 on October 19, 2007 Permalink | Reply

      ich lösch das wieder, kann mir das grad nur nich aufschreiben… kijiji.de

    • pixelroiber 18:44 on October 19, 2007 Permalink | Reply

      hä?

    • matze 19:25 on October 21, 2007 Permalink | Reply

      geht es. wenn ich die leute daheim treffe tun sie mir fast immer ein wenig leid und für den gedanken mag ich mich dann auch nicht besonders da die so halt anscheinend happy und zufrieden sind und das ist ja letztlich das wichtigste.

    • ortrun 22:07 on October 21, 2007 Permalink | Reply

      ich komme nicht aus der finstersten provinz, aber mir wird da immer ganz eng. in der stadt, wo ich zur schule gegangen bin, bin ich gerne mal wieder, das fühlt sich eher angenehm wie früher an. mit nachbarn hab ich nie geredet…

    • c 12:31 on October 22, 2007 Permalink | Reply

      reden mit nachbarn? wozu denn?
      mir fällt grad auf, ich kann das ja garnicht mehr löschen oder?

    • pixelroiber 12:47 on October 22, 2007 Permalink | Reply

      das wäre ja noch schöner, wenn hier jeder löschen könnte…

      und mit nachbarn reden gehört einfach dazu. finde ich.

    • c 09:44 on October 23, 2007 Permalink | Reply

      nich jemanden – mich!

      wie oft redest du denn mit deinen nachbarn? erzähl mal! und sag nicht die aus der 32 wären deine nachbarn! das zählt nich!

    • pixelroiber 23:44 on October 23, 2007 Permalink | Reply

      na, in berlin ist das eher selten. man sagt sich hallo, man grinst sich blöde an. das wars dann auch. oft regt sich auch der nachbar von unten auf weil er mit der lautstärke von oben unzufrieden ist.
      ich meinte aber in der heimat. da bleiben die nachbarn nachbarn auf lebenszeiten. da weiß man alles über sich, auch wenn man das manchmal garnicht will. und so perfektioniert sich ein smalltalk… so halt.
      und übrigens: willst du auch hier mitschreiben? dann darfst du auch kommentare löschen….

  • Carsten 23:30 on July 24, 2007 Permalink
    Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , rauchen, , , , , ,   

    nachgedacht 

    jetzt wirds mal richtig schwierig. zur abwechslung. also holt euch mal lieber einen stuhl und noch einen kaffee und dann gehts auch schon los:
    ich habe keine ahnung, bei wie vielen diensten ich im internet angemeldet bin. so richtig überschaue ich auch nicht mehr, wo ich überall aktiv bin. eine handvoll besuche ich täglich, manche einmal wöchentlich und andere verrotten vor sich hin oder ich hab sie längst vergessen. dabei habe ich mich selber beobachtet und komme zu folgenden schlußfolgerungen:

    1. je schneller verständlich ein dienst daherkommt, desto länger ist die verweildauer
    2. je schneller erste erfolge (feedback, kommentare, favs, usw.), desto höher die motivation
    3. je umfangreicher ein dienst bei gleichzeitiger verständlichkeit, desto größer die verweildauer
    4. je runder die ecken und pastelliger die farbverläufe, desto höher die klickrate

    das war natürlich irgendwie klar, meine erkenntnisse hauen niemanden vom hocker. deswegen nochmal als grafische darstellung.

    der geneigte leser (und auch der andere) wird schnell erkennen, dass ich hier ein wenig geschummelt habe und die datenherkunft bewußt verschleiere. das muss ich aber tun, weil die typen in den anzügen mit den sonnenbrillen neben mir das eben so wollen. basta.

    die aufmerksamkeits-defizit-kurve (die ich hier in den dreidimensionalen raum abgetragen habe) verdeutlicht sehr schön, worauf ich hinaus will: erst findet man alles toll, klickt und klickt und stellt content rein und nach einer gewissen zeit (2-5 tage) stellt sich ernüchterung ein. wenn man es als seitenbetreiber hin bekommt, in dieser zeit noch einmal zusätzlich zu motivieren, dann hat man es fast geschafft. dann nämlich folgt die normalisierung. je länger der nutzer dann regelmäßig! und intensiv! klickt, desto länger bindet er sich an den dienst. böse geister nennen das sucht. egal. lasst uns das netz ein bischen voller machen.
    ‘wir sind doch alle irgendwie’ hat mir mal ein freund gesagt. jahre später muss ich noch oft daran denken. meines erachtens sind wir gerade an einem spannenden punkt angelangt. wir haben ein relativ neues medium, erste erfahrungen sammeln wir seit 5-10 jahren. aber so richtig umgehen damit können wir immernoch nicht. es wird noch eine weile brauchen, denke ich. im moment klicken wir noch wild rum, überschätzen communitys und unterschätzen die datensammelwut der großen anbieter. bei studivz hieß es letztens "nur weil wir hier freunde sind, heißt das noch lange nicht…" und das bringt es auf den punkt. nur besteht halt die gefahr, dass das internet in die falschen hände gerät (meine) oder – noch schlimmer – in die von doofbacken. also lasst uns mal ganz schnell nachdenken.

    [die kurven hab ich mal ganz frech hier geklaut.] und jetzt zur kurvendiskussion…

     
    • ortrun 22:48 on July 25, 2007 Permalink | Reply

      hübsche kurven aber, besonders die erste. was gibt’s da zu diskutieren?

    • pixelroiber 08:16 on July 26, 2007 Permalink | Reply

      sicher, du bist vom fach. trotzdem, ich finde sie toll. so formschön.

  • Carsten 11:43 on January 25, 2007 Permalink
    Tags: , , rauchen   

    tagesaktuell 

    abmahnung

    aus aktuellem anlaß: diese grafik stelle ich unter cc-lizenz allen zur verfügung, die es brauchen. bin ja garnicht so.

     
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