was geht da eigentlich gerade wirklich ab im iran? und warum sind die westlichen kommentare alle so einseitig und einheitlich? wer ist eigentlich Mir Hossein Mussawi? klar, dass das alte regime die berichterstattung behindert, aber um so mehr könnten doch „unsere“ medien mal sagen, um was es wirklich geht. ein paar interessante hintergründe finden sich beim spiegelfechter.

noch was (nur so vor mich hinspekuliert): iran liegt genau zwischen irak und afghanistan und wäre aus geopolitischer und wirtschaftlicher sicht das gefundene fressen für die usa:

Iran stand 2005 mit ca. 200 Mio. Tonnen gefördertem Erdöl an vierter Stelle der weltweiten Erdölförderung. Das Land verfügt über bekannte Erdölreserven von ca. 18 Mrd. Tonnen (136 Mrd. Barrel) und damit die drittgrößten Erdölreserven weltweit. (wiki)

und eine kleine revolution, die eine amerikafreundlichere regierung an die macht bringt, das wäre schon was feines aus washingtoner sicht, gelle? muss ja nicht immer gleich krieg sein. was macht eigentlich gerade george soros?

oder habe ich mich damit zu weit aus dem fenster gelehnt und es ist alles ganz anders?

humor im netz. das klingt nach schlechten witzeseiten und viel schrott. nach perlen zu fischen (tauchen können andere) ist die aufgabe der blogs. sag ich mal so. und so gibts heute eine kleine auswahl:

[youtube zJSmZzJdHp8]
diese seite listet hunderte von gemashupten trailern.

der fail-blog ist eigentlich jeden tag einen klick wert.

ab und zu sollte man sich auch hier blicken lassen, obwohl der humor manchmal sehr grenzwertig ist (wer’s mag…)

nicht witzig dagegen ist das klischee vom weddinger bei den journalisten. schreibt die welt:

Die Zeiten, da Erna Kasupke aus Berlin-Wedding von Hollywood träumt, wenn ein Moderator in paradiesvogelartig anmutender Garderobe US-Schauspielerinnen ins Dèkolletè grapst, sind vorbei.

Ich mach jetzt endlich alles öffentlich
Und erzähle, was ich weiß
Auf der Strasse der Verdammten
Die hier Bremer Straße heißt

[element of crime]

wie schon letztes jahr, auch diesmal wieder eine woche horror in der stadt an der leine. keine ahnung, ob da irgendwo internet ist und / oder ich zeit habe hier was reinzuschreiben. deswegen also geduld. interessant auch, wie sich alle zurückziehen und distanzieren. hoffentlich ist da überhaupt noch jemand…

wo isset?

Fast food
Feed me fast
I’ve been waiting for an aeon
And I just won’t last
I want fast food
I want food fast

[Pete Townshend]

im kiez herrscht dönerkrieg seit einigen wochen. neben dem etablierten laden des vertrauens hat ein neuer aufgemacht. und der führt die schlacht unerbittlich. mit dem kampfpreis von 79cent versucht er sich gegen die tradition und gewohnheit der kunden durchzusetzen. der etablierte reagierte sofort und verkauft nun für 99cent. statt den 2€ vorher. preise wie zu großmutters zeiten also. bei ungefähr konstanter qualität (so mittleres wedding-niveau, nicht vergleichbar mit mitte und kreuzberg…). zeit für pixelroiber, den varian* nochmal raus zu kramen und das konsumverhalten zu analysieren.

die leute kaufen mehr (eigene beobachtung), stehen sich die beine in den bauch. und zwar in beiden läden. die küche bleibt kalt. ganze familie leben seit wochen nur von brot, salat und fleisch. jugendliche kriminelle beschmeißen rentner lieber mit dürüm statt mit steinen und bei penny gegenüber gibts entspanntes einkaufen ohne lange schlangen. substitutionseffekt, my dear! doch da wir auch unseren slutsky gelesen haben und somit der kopf ganz zerballert ist mit angebots- und nachfragekurven, deswegen also rufen wir ganz schnell preiseffekt, schauen dummdreist in die runde, bis der streber vorn vom giffen-paradoxon faselt. doch ist der döner denn ein giffen-gut? und was sagt robert giffen, wenn der preis fällt? an dieser stelle schleichen wir uns aus der VWL-vorlesung und gehen ein bier trinken. hunger, anyone?

* [VARIAN, Hal R.: Grundzüge der Mikroökonomik. Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, München 2004]

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die heutige dosis wahnsinn:

  • fx3.org: Das Rainbow Disco Team: Won’t forget these days.
  • geschichten aus den neunzigern. liest man mit einer träne im auge. achja…

  • Spreeblick: Schneewittchen – Der deutscheste Seufzer
  • ein großartiger text übers ausgehen und merkwürdige assoziationen: sollte man gelesen haben.

  • ein pankgrafen-stein in weilburg an der lahn
  • vor einiger zeit hatten wir ja schon das standbild in rüdesheim. die pankgrafen sind richtig rumgekommen damals…

  • last.fm-Streams als mp3 downloaden … auf StyleSpion
  • sollte man vielleicht mal ausprobieren.

  • spreeblick: browser?
  • ein video, ein t-shirt und eine spannende diskussion. der klick lohnt.

  • interessante sache: der bloggende callcenter-agent
  • seit anfang juli schreibt hier einer über seinen job im callcenter. das ist nicht nur traurig und frustrierend, es ist vor allem alles wahr. habe ich selber erlebt. sicherlich ist nicht die ganze branche so, aber es gibt eine ganze menge schwarzer schafe

And if you go chasing rabbits
And you know you're going to fall
Tell 'em a hookah smoking caterpillar
Has given you the call
Call Alice
When she was just small
[jefferson airplane] 
tiefe psychosen zeichnen sein leben bis heute. er knabbert nicht nur an seinen möhren, vielmehr auch an prägenden erlebnissen der vergangenheit (metaphysik!). er fragt sich oft: wozu das alles, womit habe ich das verdient? die antwort weiß allein el-ahrairah!
ich vermute defizite in der kindheit. vielleicht hatte er keine freunde, wurde gschlagen oder seine zahlreichen geschwister haben ihn mit schimpfwörtern bedacht. zumindest würde das sein jetziges verhalten erklären. auf mich jedenfalls ist er nicht mehr so gut zu sprechen. überhaupt spricht er sehr schlecht. auch ein indiz für eine unausgewogene kindheit. 
in der jugend besserte sich sein umfeld unmerklich. es wurde ruhig bis langweilig und die hasenpubertät verbrachte er worwiegend im dämmerzustand. traurig, aber wahr: seine eltern landeten viel zu früh im vorweihnachtlichen kochtopf. das erklärt sicher einiges. 

pixelroiber hütet eine woche lang einen hasen, der eigentlich eine häsin ist.
– alle artikel mit hasenrelevantem content
– tiere, die hasen fressen, interessieren sich auch für folgende nahrungsergänzungsmittel: kaninchen, mäuse, ratten, …

achtung

es wird gleich anstrengend. und auch ein bischen gemein. und wahrscheinlich will das keiner mehr hören, einfach weil er es schon viel zu oft gehört hat. aber manches kann man garnicht oft genug sagen. ich habe mir da nämlich ein paar gedanken gemacht…

folgendes: nach langen, endlosen und anstrengenden diskussionen ist es endlich soweit: wir veröffentlichen eine neue meinung zum thema RELIGIONEN. wobei ich zugeben muss, dass mich das ganze nervt, je länger ich darüber nachdenke. aus diesem grund nur ein paar wichtige eckpunkte:

religionen…

  1. nehmen sich selbst viel zu wichtig
  2. sind viel zu sehr mit ihrer vergangenheit und den daraus resultierenden konflikten beschäftigt
  3. versuchen ständig, auf nichtreligiösem terrain zu punkten
  4. prägen uns seit unserer frühesten kindheit
  5. sind allgegenwärtig
  6. sind meist ziemlich fundamental
  7. haben ein paar neckische traditionen hervorgebracht, ohne die unser leben ziemlich langweilig wäre
  8. polarisieren noch heute
  9. sind so aktuell wie noch nie
  10. sind so furchtbar anachronistisch
  11. erreichen mehr menschen als konzerne
  12. motivieren
  13. frustrieren
  14. nerven
  15. […]
an dieser stelle bricht die diskussion ab. ich sollte weniger nachdenken.

dies ist die geschichte vom blogtswärg, er wollte so gerne auch mal bloggen. doch leider ist das garnicht so einfach. vielleicht weil er garnicht wußte, was bloggen überhaupt ist. er fragte zuerst wiki, seinen alten nordischen freund. der erzählte zwar viel, wußte aber eigentlich auch nichts. also schaute sich blogtswärg um und – siehe da – er verstand auf einmal, wozu das alles gut ist. ein blog kann regierungen stürzen, lebenshilfe bieten, stars entdecken, skandale aufdecken oder einfach nur informieren. das ist die theorie, das hatte blogtswärg verstanden. was ihm auch auffiel, und was sich langsam in ihm zu einer grauenhaften gewissheit verdichtete: blogs reden viel und gerne über sich selber. und so kocht sie weiter vor sich hin und köchelt ab und zu auf, die blog-suppe. doch blogtswärg wird das ganze beobachten. vielleicht, wer weiß?, wird ja eines tages das ganz große ding draus!