wo isset?

Fast food
Feed me fast
I’ve been waiting for an aeon
And I just won’t last
I want fast food
I want food fast

[Pete Townshend]

im kiez herrscht dönerkrieg seit einigen wochen. neben dem etablierten laden des vertrauens hat ein neuer aufgemacht. und der führt die schlacht unerbittlich. mit dem kampfpreis von 79cent versucht er sich gegen die tradition und gewohnheit der kunden durchzusetzen. der etablierte reagierte sofort und verkauft nun für 99cent. statt den 2€ vorher. preise wie zu großmutters zeiten also. bei ungefähr konstanter qualität (so mittleres wedding-niveau, nicht vergleichbar mit mitte und kreuzberg…). zeit für pixelroiber, den varian* nochmal raus zu kramen und das konsumverhalten zu analysieren.

die leute kaufen mehr (eigene beobachtung), stehen sich die beine in den bauch. und zwar in beiden läden. die küche bleibt kalt. ganze familie leben seit wochen nur von brot, salat und fleisch. jugendliche kriminelle beschmeißen rentner lieber mit dürüm statt mit steinen und bei penny gegenüber gibts entspanntes einkaufen ohne lange schlangen. substitutionseffekt, my dear! doch da wir auch unseren slutsky gelesen haben und somit der kopf ganz zerballert ist mit angebots- und nachfragekurven, deswegen also rufen wir ganz schnell preiseffekt, schauen dummdreist in die runde, bis der streber vorn vom giffen-paradoxon faselt. doch ist der döner denn ein giffen-gut? und was sagt robert giffen, wenn der preis fällt? an dieser stelle schleichen wir uns aus der VWL-vorlesung und gehen ein bier trinken. hunger, anyone?

* [VARIAN, Hal R.: Grundzüge der Mikroökonomik. Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, München 2004]


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One thought on “geschichten aus einer viel zu großen stadt pt. 10

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