Es folgt der wohl kürzeste Wahlwerbespot in der Geschichte. Damit macht sich TSG zum deutschen Obama.

Und er kocht noch selber seinen Kaffee, ein Mann des Volkes also. Einer der gekommen ist, ums dem Hessenkoch mal richtig zu geben. Wir erleben einen historischen Moment, ein Politiker duzt uns! Und bitte keine Witze über Doppelnamen jetzt. Das meine ich ernst.

(via)

ab hier wirds absurd: bernhard lasotta, landtagsabgeordneter im hessischen parlament, hat seinem parteifreund roland koch (symbolbild rechts) ein unmoralisches angebot gemacht: ganz bad wimpfen wird für den hessenfürsten stimmen. obwohl doch unser lieblingsstädtchen im beschaulichen bawü liegt! aber ein alter territorialer streit machts womöglich möglich (mehr bei wiki…). obwohl, für hessens koch wirds wahrscheinlich nicht reichen und so bekam herr lasotta noch keine antwort. dieses heitere stückchen volkstheater aus der untersten schublade kann man hier nochmal nachlesen. da gehts auch um schweine, also richtige meine ich jetzt.

blogkochen hatten wir ja schonmal. heute wirds fast live. aber aufgrund der schnellen zubereitung gibt es nur einen eintrag jetzt. hab hunger. was machen? letztens einen packen schnelle pfannen im örtlichen discounter für billiger entdeckt und gleich mitgenommen. heute die SPÄTZLE-PFANNE ausgewählt. weil wir ja alle so leicht schwaben-affin sind hier. grüße aus den bergen steht da drauf und: „Lecker is‘, einfach is‘, guat is'“ – bin mir jetzt garnicht mehr so sicher, ob das zeug auch in schwaben gegessen wird. ein kurzer blick in flickr beweist das gegenteil. einen spätzlesdrücker brauche ich aber nicht, kommt fix und fertig aus der tüte, inklusive 1% hinterschinken und 0,5% geräuchertem speck!

und so siehts dann aus:
HPIM1763
geschmack ist gehtso – gekochte gummistiefel sind zumindest besser gewürzt (und zarter). ansonsten machts aber satt. irgendwie. die zubereitungszeit von ca. 15 minuten ist auch nicht gerade was für den schnelle hunger. achso, fleisch war auch nicht zu finden.

und so was essen schwaben, ja?

milch 2nach dem ersten teil folgt streng logisch der zweite. war ja nicht anders zu erwarten. diese verpackung ist auch blau. nur etwas dunkler, saftiger gar. die zweiteilung folgt NICHT dem goldenen schnitt (nachgemessen). schade eigentlich. es sei seine beste, behauptet großspurig der hersteller mit dem merkwürdigen namen hansano. und stellt ganz trocken fest:

Ein besonders schonendes Erhitzungsverfahren sorgt für eine geringere Temperaturbelastung bei normaler H-Milch. Die Milch schmeckt dadurch weniger stark abgekocht.

könnt ihr mal sehen! die dorfidylle im linken bereich soll übrigens die norddeutsche tiefebene symbolisieren, das haus ist strohgedeckt und dahinter kommt sicher die ostsee.

der feed-reader hat hunger. doch niemand füttert ihn. gähnende leere im internetdeutschland. ein beliebiger montag sonnt die stiernacken der bratwurstigen teutonen, die gestern einen erneuten ansturm der horden aus dem osten standhielten, blabla. ey! macht mal was, mir ist langweilig.

ehe ich hier noch mehr mist schreibe: kennt ihr das? kaffeepoker im büro? die regeln:

  • in eine kanne passen 1,5l kaffee
  • kochen muss, wer den letzten schluck aus der kanne schlorkt*

wichtig ist vor allem, dass die kanne gleich alle sein muss. und dann kanns auch schon losgehen. das ist ein spaß. denn niemand will derjenige welcher sein. und so lungern sie alle auf ihren drehstühlen, führen strichlisten und warten ab. wie löwen im käfig. natürlich versteckt hinter der maske der unschuld. doch einen triffts immer. schlork. und dann grinsen sie alle und lachen hämisch. bis zum nächsten mal, wenn der kaffee fast alle ist…


*großartiges geräusch. könnte ich stundenlang zuhören.

ZUHAUSE BLEIBEN:

  • SPON: Chatten vor der Internet-Ära. Als die Antennen qualmten (via c.)
    Ob Trucker, Hausfrauen oder „Frequenzrocker“. Der CB-Funk, das erste moderne Mitmach-Massenmedium der Deutschen, machte vor 30 Jahren die ganze Nation süchtig. Heute erinnern nur noch ein paar alte Trucker-Songs im Radio an die große, wilde Zeit des Jedermann-Funks mit seiner bizarren Geheimsprache. Von Jochen Bölsche
  • wikihow: How to Create a Made Up Word

  • A Dublin theater proprietor named Richard Daly made a bet that he could create a nonsense word and within 48 hours that word would be on everyone’s lips and they would have made up a meaning for it. He won that bet by painting the word „quiz“ all over town. While this may not be the true story, or even your intent when creating a made-up word, making up words can be fun and by following a few simple steps you can expand the ways you do just that. Be careful, though. You might end up creating insquantulous muskaroons that are downright sprunky.

  • wikihow:How to Communicate With Your Cat

  • Scientists have discovered that cats have developed an elaborate communication system with hundreds of vocalizations to tell humans what they want. They know that we are in charge, so it makes sense for the cat to learn to communicate vocally, and to make sure that we understand what they are saying. Cats can also learn to understand what we want them to do by our repetition of words or actions in a consistent manner. In this way, we are able to communicate with cats in a dialogue that takes time and effort to develop but is very rewarding for both.

  • tagesspiegel: Polizeiwagen geklaut – der Schlüssel steckte

  • Berliner Polizisten staunten nicht schlecht, als sie bei einer Verfolgungsjagd in Wedding ihr Auto verließen und der Dienstwagen kurz darauf an ihnen vorbei raste. Ein Unbekannter hatte sich den herrenlosen Wagen unter den Nagel gerissen.


    informiert-wolfgang.de

    REDEN:

  • wolfgang schäuble:
  • „Alle grundrechtlich geschützten Bereiche enden irgendwo. Wo diese Grenzen sind, wie man die gegensätzlichen Interessen abgrenzt, ist Sache des Gesetzgebers. Ich verstehe, dass manche Verfassungsrichter gern Ratschläge geben würden. Dazu sind sie aber nicht demokratisch legitimiert. „

  • roland koch:
  • „Ich glaube, dass ich der Demokratie nütze, indem ich sehr zuspitze und Probleme, die die Menschen bedrücken, wie die sich häufenden brutalen Gewalttaten jugendlicher Täter, anspreche.“

  • chaosradio.ccc: Politik für Anfänger. Was man über das poltische System Deutschlands wissen sollte und wie man sich selbst beteiligen kann
  • Immer gegen alles zu sein ist einfach, aber wie bewegt man Politik selbst in die richtige Richtung und bringt sich ein bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist? Tim Pritlove spricht mit dem Politologen, Blogger und Journalisten Falk Lüke über das politische System der Bundesrepublik Deutschland, das Parteiensystem und wie man sich selbst am besten einbringen kann.
    Aufnahme vom: 14.01.2008 // Teilnehmer: Tim Pritlove (Moderation), Falk Lüke

    [picture by informiert-wolfgang.de (lizenz)]

früh aufstehen, rechner an, kaffee kochen, duschen, anziehen, mails lesen, beantworten, ars regendi, kommentare lesen und beantworten, kaffee trinken, was schreiben, sachen zusammenpacken, auf arbeit stürzen, ubahn fahren, lesen, leute beobachten, zehn minuten fußweg, ankommen, kaffee organisieren, begrüßung, rechner an, mails checken, kommentare checken, rumarbeiten, mittagspause, essen, kaffee, quatschen, wieder arbeiten, mails und kommentare checken, bloggen, feierabend, zur ubahn schleppen, ubahn fahren, zu müde um zu lesen, sich vornehemen, endlich mal den player mit anderer musik zu bestücken, zu hause ankommen, döner, rechner an, duschen, mails und kommentare…, wieder losstürzen, alkohol, tag vergessen, ablenken, quatschen, nach hause, rechner an, mails und kommentare, rechner aus, schlafen.

Bundesgerichtshof: G8-Razzien waren rechtswidrig + G8: Rückschlag für die Antidemokraten
CSU fordert Online-Razzien „ohne jede weitere Verzögerung“

zwei meldungen von heute, die erstmal nichts miteinander zu tun haben. auf den ersten blick. doch dann steigt es langsam auf, dieses gefühl. nicht mehr als ein stammtischgefühl. doch immerhin ist es ein gefühl. und es kocht wütend in mir hoch, verdrängt den erkältungsrotz aus der nase und steigt ins hirn. richtet dort erheblichen schaden an und kollabiert schlußendlich und will raus. da hilft nur kotzen. und ich entschuldige mich nicht für die wortwahl. die stimmung in diesem land geht mir ganz gewaltig auf den nimbus. basta!

das neue jahr dümpelt vor sich hin? neee, kaum haben wir unseren rausch ausgeschlafen, da reiben wir uns verwundert die augen. harte themen in den nachrichtenspalten und die veröffentlichten meinungen werden immer absurder. ich kann hier nicht alles kommentieren und will auch nicht zu allem meine meinung sagen. aber andere zu wort kommen lassen. das darf ich.
and here we go:

  • hagen rether beim scheibenwischer jahresrückblick 2007 (via)

    … mit kritik an der islamkritik. mit bitteren kommentaren zu unserem eindimensionalen denken.

  • dem schäuble sein chor

    ..macht gerade die runde. satire, professionell und vom öffentlich-rechtlichen zdf. also doppelt bemerkenswert.

  • der batz übers fernsehen, das sozialsystem und die medien

    …unbedingt lesenswert

  • der spiegelfechter über roland koch

    … so wird politik gemacht!

  • willsagen.de sieht einen zusammenhang zwischen flugzeugen und der umweltzone in berlin

    …und über 125.000 menschen stimmen für den erhalt dieses irrsinns. da bleibt nur kopf schütteln.


es gibt noch soviele themen und es bleibt spannend. mehr dazu in den nächsten tagen.

frühmorgens aufgestanden, zur uni gehastet, referat, vorlesung, mittag essen, nach hause, bloggen. sich aufregen über die deutsche politik, dann im museum gewesen. aber müde. beine schwer, hinsetzen. stundenlanges starren auf eine skulptur von max ernst. wahnvorstellungen und psychosen. dann endlich raus aus dem museum und ab ins baiz. bier getrunken. geredet. völlig überdreht im taxi nach hause. taxifahrer bescheißt uns und will uns um die kurzstrecke bringen. hat er auch geschafft. zu fertig um zu diskutieren. rest des weges nach hause gelaufen. langsam wieder klarer kopf. ab ins bett. mitten in der nacht aufstehen, kaffee kochen und zu arbeit sprallen. die augen kaum aufbekommen in der u-bahn. andere fahrgäste böse anschauen. auf arbeit kopfhörer auf und noch ein bisschen länger bleiben. dann döner um fünf als erste mahlzeit. dafür lecker mitte-döner! in der u-bahn nachhause. werde böse angeschaut von den anderen fahrgästen. wochenendeinkäufe und klopapier. alles voll und alle abgenervt. freitag abend eben. dann zuhause. kaffee, duschen, internet. gleich wieder los. das wochenende ruft. fühle mich wie überfahren. dabei hat es gerade erst angefangen…

ich wünsch euch was. entspannt euch mal.

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Now playing: Art Brut – Bad Weekend

wir erinnern uns:

"[..] eine einzelne Wurst, die im Topf zerkocht wird, um zu verhindern, dass später hinein gelegte Würste durch den Kontakt mit dem Wasser ihr Aroma verlieren."

ist schon länger her. damals hab ich noch für eine verbrecherbande gearbeitet, die ganz legal den leuten das geld aus den taschen zogen. von der beute haben sie mir nur einen bruchteil gegeben. aber das ist eine andere geschichte. geld abheben wollte ich. nur leider mochte mir der zuständige bank-o-mat meines vertrauens die angepeilte summe nicht auszahlen, sondern behielt einfach die karte. die sau. solche situationen entstehen meist, wenn man absolut kein geld in den taschen hat. unbedingt zigaretten braucht. und hunger hat. bin ja mehr so der unterwegsesser… ich also zur filiale und (wutschnaubend!) gefragt, was hier eigentlich los ist… die antwort ließ mich erschauern: tags zuvor hatte ich fast 2000 euro in rotterdam und bukarest abgehoben. gleichzeitig. wow. wildes leben, dachte ich noch. machen könnten sie nichts, restgeld abgehoben. zeit für einen beruhigungsschnaps blieb nicht, musste zur polizei und anzeige erstatten. die polizeidienststelle in der eberswalder lohnt übrigens einen ausflug. sozialistische schlichtheit, sozialämtige tristesse und reiner kubismus ergänzen sich zu einer melange aus tausendundeiner bereitschaftsnacht. die kollgen waren reserviert aber freundlich. ich machte meine angaben, hatte eine großfahndung mit hubschraubern, zumindest aber der hundestaffel erwartet. nichts passierte. wochenlang. monatelang. ich gewöhnte mich an einen dispo in millionenhöhe im vierstelligen bereich. ich rief ein paarmal an. mit verweis auf laufende ermittlungen, bla, bla… ein dreiviertel jahr später war das geld wieder da samt überziehungszinsen. aber auch kein cent mehr. warum auch. irgendwo hab ich mal gelesen, dass banken und sparkassen versichert sind für solche fälle. oder den schaden aus der portokasse bezahlen, um image und vertrauen nicht zu gefährden. hab jetzt auf die schnelle nichts dazu gefunden. aber macht schon sinn. die böse verbrecherbande hatte wohl meine kartendaten ausgelesen und meine pin gefilmt. die karte mehrmals nachgemacht und damit dann im ausland abgehoben. sie wurden wohl auch nie gefangen. eine bauanleitung gibts übrigens hier. und ich bleibe die opferwurst. bis heute. 

essen

heute abend gabs tk-essen. willkommene abwechslung zur üblichen döner-, stullen- und bäckerbaguette-ernährung. highlight genug also, um ein wenig darüber zu schreiben. das zeug hieß ‚gyros reispfanne‘ und war wirklich lecker. irgendwann letzte woche beim discounter um die ecke gekauft und fast vergessen im kühlschrank. der untertitel ‚leckere mediterane küche‘ hat auch wirklich nicht zu viel versprochen. fühlte ich mich beim essen ein wenig wie zeus in Ηράκλειο. fehlte nur noch sonne, wärme und guter wein. aber ich schweife ab. hergestellt wird das ganze von elbtal, eine frosta-gesellschaft mit sitz im heimischen sachsen. frosta hat sogar einen corporate blog. wie toll. upps, schon wieder arbeitsplätze erhalten. da schmeckt das essen gleich doppelt. in nur 10minuten in der pfanne gebrutzelt und lecker. sogar das gyros schmeckte wie beim mitte-döner. ein manko gibts allerdings: die masse aus der tüte entspricht nicht der endmenge. das fällt irgendwie in sich zusammen. kann das vielleicht jemand erklären? den preis kann ich hier nicht wiedergeben, ich schaue beim einkaufen nicht auf den preis, das mag jetzt dekadent klingen, ist aber eher faulheit.

anmerkungen an mich: demnächst mehr wert aufs essen legen // nach weiteren tollen tk-produkten ausschau halten // eventuell mich irgendwo zum essen einladen, selber kochen soll ja auch schmecken // endlich mal wieder politischer bloggen

gerade gab es zum ersten mal in meinem leben himmel und erde, so eine art warmer apfelmus mit kartoffeln. die brauseboys nebenan entdecken im oktober ihre westfälischen wurzeln und der geneigte zuhörer schmunzelt über die geschichten aus der provinz. vor kurzem erschien das neue buch von florian illies. auch bei ihm geht es um scheinbar altmodische begriffe wie „heimat“. und hier wird aktuell der ganze prozess noch etwas tiefer beleuchtet.

im grunde geht es nicht um eine gegenbewegung zur globalisierung, sondern um die folgen: wenn nämlich die welt immer näher zusammenrückt, wächst gleichzeitig die bedeutung der region und die staaten lösen sich auf. egal, was dir deine regierung erzählt, unser ganzes denken, unser handeln wird in nicht allzu ferner zukunft da ankommen, wo die wirtschaft längst ist: global aufgestellt, aber regional verwurzelt. dafür spricht die aktuelle coke-kampagne. dafür sprechen die communities im netz, in denen zwar englisch gesprochen wird, aber es letztlich doch zu lokalen häufungen kommt. der mensch ist eben ständig auf der suche nach seiner identitiät, egal wie global citizen er ist.
so schnell wird kein staat verschwinden, aber das denken verändert sich langsam. die beflaggung zur wm wirkte da eher wie ein hilfloser anachronismus oder aber es war wirklich nur ein hipper trend…