Das geht mir schon länger durch den Kopf und beschäftigt mich. Doch bisher konnte ich es noch nicht so richtig fassen, geschweige denn formulieren. Es folgt also ein wirres Gedanken-Konglomerat. Ein inneres Vabanquespiel. Ein Wust an Ideen, eine ganze Ideenwüste. Ein Wirrwarr an nachdenklichen Fetzen. Anmerkungen bitte in die Kommentare.

Wir denken in Extremen. Die wenigsten leben Extreme. Aber wir alle (zumindest ich, und ihr so?) spielen in Gedanken Extremsituationen durch. Vielleicht auch nur ich, dann bin ich Psycho und sollte vielmehr zum Arzt und weniger bloggen. Jedenfalls male ich mir immer aus, wie es wäre wenn. Wie ich reagieren würde, wenn das SEK plötzlich meine Wohnung stürmen würde. Und überhaupt – hätten sie dazu einen Grund? Wie wäre das, wenn ich ein so richtig Krimineller wäre – mit gesuchten Freunden und einer Kanone im Gürtel? Wie würde ich dann sprechen, reagieren, handeln? Würde ich tatsächlich ein Anderer sein? Oder Geld zu haben, ich meine richtiges, so viel Asche, dass mir alles egal sein kann – würde es mein Leben beeinflussen, mein Denken? Klar, den ganzen materiellen Mist könnte ich dann anhäufen. Aber ist das nicht alles nur schnöder Mammon? Manchmal stelle ich mir auch vor, wie es wäre, ein richtiges Arschloch zu sein. Jedem eins in die Fresse zu geben, der mir nicht passt. Alle anzupissen, weil ich sie nicht leiden kann. Toll wäre das. Wäre es? Ich weiß es nicht.

Wahrscheinlich müsste ich erstmal alles ausprobieren. Zwar kann man mit Literatur, Filmen, Spielen und Internet in jede nur erdenkliche Rolle schlüpfen. Aber ist es das Gleiche? Das fühlt sich doch alles nur virtuell an. Und wird niemals wirklich die Realität ersetzen.

Der Ratzinger ist doof, war er aber schon immer. Überhaupt macht Ihr Menschen ziemlichen Bullshit. Wie kommt Ihr eigentlich drauf, das der verpeilte Hippie mein Sohn sein könnte? Habt Ihr garnicht aufgepasst im Biologieunterricht? Geht garnicht, ey! Und dann gründet Ihr alle Jubeljahrtausende noch mehr Religionen und baut sogenannte Gotteshäuser und nie habt Ihr mich gefragt, ob Ihr die überhaupt so nennen dürft. Pah. Und hört mal endlich auf mit dem ewigen Beten. Denkt Ihr eigentlich, ich habe unendlich Supportleitungen? Kost‘ doch alles Geld schließlich. Und am Ende macht Ihr doch sowieso alles was Ihr wollt. Schlagt Euch die Köppe ein und bescheißt Eure Nachbarn. Verzieht Eure Kinder und geht Euch auf die Nerven. Aber bitte nicht in meinem Namen. Ich hab‘ besseres zu tun, als mich um Eure kleingeistigen Probleme zu kümmern.

Viele Grüße,
Gott

ich war gerade vor der tür eine rauchen und da habe ich einem mann hinterher geschaut, der selig vor sich hin lächelnd die straße entlanglief. kein verrückter, oder sonstwie abgedrehter. ein ganz normaler mann mit aktentasche. er grinste wie ein honigkuchenpferd. sieht man ja nicht allzu oft in berlin. und so mach ich mir jetzt gedanken, warum er so fröhlich war. gründe gibts genug, auch mal glücklich zu sein, keine frage. sogar am montag morgen! aber neugierig bin ich schon.

Wir haben eine neue Jugendbewegung. Und diese Jugend muss sich dafür nicht einmal bewegen. Lassen wir sie einfach mal machen. Denn die Chefs, die sie mal haben werden, wenn die heutigen Entscheider den Weg alles Irdischen, Nicht-Digitalen, gegangen sind, waren auch alle mal jung und zwar mit ihnen zusammen. Die Politiker, die sie wählen, waren bei StudiVZ oder haben so getan, als würden sie auf die deutsche Fahne urinieren.
Und Google wird es beweisen können.

(Malte Welding erklärt peinliche bilder im netz und warum personalchefs auch nur menschen sind. lesebefehl!)

zugegeben, ich hab auch probleme damit, mich im netz darzustellen. vieles wird weggelassen, anderes getunt. nur ja nix peinliches für später veröffentlichen. aber im gegensatz zu manch gleichaltrigen die ich so kenne, bin ich schon eine netzhure. muss halt jeder für sich entscheiden, blabla.

und diese wahrnehmung hat sich eben verschoben. es sind wieder die jugendlichen, die lockerer damit umgehen. und weil es fast alle aus ihrer generation so machen werden sie auch niemals ein problem damit bekommen.

denn das schlimmste was uns passieren kann ist eine prüde und verklemmte gesellschaft. in der sich niemand was aufmüpfiges zu sagen traut.

überhaupt die jugend! wie sie alle lächeln und ihre glückshormone ausschütten! pah!

no title (August 2007)

bin mir gerade selbst nicht so richtig ähnlich. deswegen hier keine inhalte. heute abend dann wieder. muss mich erst sammeln. bin nämlich auf schmerzhaftem (kaltem) kaffee-entzug. und total unlustig. und kopfschmerzen. achherje.

file under: befindlichkeitsgejammer, nicht beachten.

[nachtrag:] am abend, ein paar kaffee und ein bierchen später dann doch noch inhalt (alle bilder aufgenommen im beschaulichen berliner westend):

woche der selbstähnlichkeit #10

# erinnert an ein uraltes computerspiel

# wenn baustelle, dann auch überdimensionale röhren ("pipes")

# kein supermario gesehen

# wenn baustellencontent, dann schwarzweiß

woche der selbstähnlichkeit #11

# den gutbürgerlichen berliner westen gesucht und den wedding gefunden.

# mülltrennung ist gut.

# einkaufswagen sind praktisch.

# zweckentfremdung ist ein langes wort.

# der gelbe sack ist anderswo eine tonne.

# nicht aller plastikmüll ist grüner punkt.

woche der selbstähnlichkeit #12

# den gutbürgerlichen berliner westen gesucht und den wedding gefunden.

# gewerbeeinheit in bester lage zu vermieten.

# wenn renovierungscontent, dann schwarzweiß.

Rückspiegelspielereien in Westend

# parkende motorräder gehen immer.

# flickris im spiegel auch.

# mal wieder zum frisör.

# nächstes mal mit sonnenbrille.

# ich kann kein moped.

EPILOG: die woche der selbstähnlichkeit ist eine offene veranstaltung, jeder kann mitmachen und seine gedanken zum thema veröffentlichen, in jeglicher form. habt spaß.

heute mit selbstähnlichem meißen-content. das muss der knüller werden. und wenn nicht: gibt ja noch vier tage. ich wünsche einen sonnigen donnerstag.

woche der selbstähnlichkeit #7

# der blick von oben entschädigt den beschwerlichen aufsstieg

# der rundweg um die burg beschreibt eine bogenkurve, obwohl die burg eckig ist.

woche der selbstähnlichkeit #8

# die preise fallen ins bodenlose

# ein goldrahmen rettet auch nicht ein abgewatschtes bild.

# ich wünsche mir eckschutz bei flickrbildern.

woche der selbstähnlichkeit #9

# ein blöder blick macht die aufnahme auch nicht besser.

# trash im schaufenster verkauft sich besser, wenn man einen fetten klunker mit reinstellt.

# schaufensterpuppen brauchen nicht unbedingt einen kopf.

EPILOG: die woche der selbstähnlichkeit ist eine offene veranstaltung, jeder kann mitmachen und seine gedanken zum thema veröffentlichen, in jeglicher form. habt spaß.

wir alle kennen die neckischen experimente unserer alten physiklehrer. in denen sie scheinbar mühelos unsere optische wahrnehmung verarschen. auch ein beliebtes thema in so mancher zeitschriften-redaktion. bei wiki gibts noch mehr dazu. im grunde gehts darum, dass wir (unser hirn) uns selbst austricksen. kann man nicht viel gegen machen. wozu auch?


music: www.myspace.com/rotosonixxx

# streifen machen videos dick

# ein rausch ohne drogen ist möglich

# die geschwindigkeit steigt quadratisch im verhältniss zur oberflächenbeschaffenheit der streifen

# bunte optische täuschungen sind auch nicht klarer

EPILOG: die woche der selbstähnlichkeit ist eine offene veranstaltung, jeder kann mitmachen und seine gedanken zum thema veröffentlichen, in jeglicher form. habt spaß.

das wars, jetzt kommt nicht mehr viel. zeit also, zurück zu blicken. und weil wir hier sehr dienstleistungsorientiert sind, gibts die zwölf wichtigsten einträge mundgerecht serviert. nach meinem gutdünken selektiert. here we go:

retro

  1. JANUAR: d[r]üseneffekt -> heute nachmittag – der lieblingseintrag der spamhorden. und am meisten geklickt. damals war sturm, besonders in den medien. und es war langweilig auf arbeit. am ende kam ich dann völlig durchnäßt zuhause an.
  2. FEBRUAR: ubahnfahren im fieberwahn IIIIIIIV – fast eine woche quälte ich mich krank auf arbeit und schrob darüber. kann man lesen.
  3. MÄRZ: chaostage hannover [fragmente] – cebit in hannover. ich war dabei und schreibe alles auf. sehr wirr.
  4. APRIL: ging dann los mit dem tagebuch eines innenministers und wurde politisch. das ist es bis heute. wobei ich ein ausgewogens themnsprektrum will aus politik und schwachsinn. kein gegensatzpärchen? na denn…
  5. MAI: inneres zerwürfniss – demonstrieren in zeiten des terrors. eine entscheidungshilfe.
  6. JUNI: bedenkliche nachrichten aus dem netz – flickr wurde böse und das internet verlor ein weiteres mal seine unschuld. trieb mich zeitwesie woanders hin, bin aber wieder zurück. ein bitterer nachgeschmack bleibt. und die erkenntnis, wieviel dynamik eine kritische masse an nutzern schaffen kann. auch negative für den jeweiligen dienst.
  7. JULI: impressiv – ich war im museum und muss darüber schreiben. reflektion 2.0 – so geht das.
  8. AUGUST: aus. vorbei. – der eintrag, als wo das internet starb. aber nur bei mir. manchmal erschrecke ich vor meinen eigenen gedanken.
  9. SEPTEMBER: fear and loathing in bad wimpfen – eine meldung über die Wimpfener Terror-Truppe (WTT), schließt mit der forderung überwachungsstaat! jetzt! so absurd kann das leben sein.
  10. OKTOBER:: strajk! – die bahn streikt irgendwie. aber die züge kommen an. nur später.
  11. NOVEMBER: hier schreibt der kulturpessimist noch selbst – sehr verkopfte abrechnung mit dem begriff flatrate.
  12. DEZEMBER: Hey little world! You know… – einmal mehr gedanken über netzkultur und die nutzer. ansonsten gabs nur weihnachtskalender.

Hey little world! You know what you're getting // Oh please little world! He's kicking your head in // He's got 'em all lined up and ready to go // They're all lined up and I told you so // Hey little world! Back in the ocean again

gerade wurde ich auf über 30 geschätzt. an manchen tagen ein kompliment. heute voll daneben. denke ich doch schon die ganze zeit über mich und mein leben nach. nicht sehr schön, sag ich euch. vielleicht denke ich auch zuviel. aber alles im alkohol zu ersäufen bringt nichts. meine gedanken also, gedacht irgendwann anfang dezember im trüben jahr 2007:

wozu das alles im internet? liest ja doch keiner. bringt kein geld und bei jeder story fängst du von vorn an. feedback ist rar und die konkurrenz unüberschaubar groß. egal, was du machst im netz, es wird untergehen in der schieren masse. trotzdem macht die masse als ganzes das ganze (bessere) netz. es gibt einen schönen satz, der mir immer wieder einfällt: "…it symbolizes the hope and enthusiasm of an entire generation…". und deswegen poste ich meine gedanken auch jetzt und hier. weil es sicher irgendwen da draußen gibt, der genau das gleiche denkt. weil ich das jetzt denke, gerade zeit hab und mir nichts besseres einfällt. weil es zu kalt ist um rauszugehen und ich mich um das thema erbrecht drücken will (keine angst, ist nur vorbereitung für uni).

was wäre ich wohl internet, ohne die netten menschen, die ich hier kennen gelernt habe? ohne die ganzen tools, die seiten, die dienste, die mich jeden tag neu überraschen. die links! die ideen, die bilder und die texte. es summiert sich alles zu einem großen teil in meinem leben, auf den ich nicht mehr verzichten möchte. bin ich abhängig? womöglich. aber ich führe auch ein offline-leben. und, man glaubt es kaum, ich habe immernoch freunde.

die frage aber, die sich immer wieder stellt: willst du ewig so weitermachen? das internet lebt von neuen ideen, input, updates. es gibt keinen stillstand. der flow verlangt opfer. jeden tag, stündlich und steht niemals still. das ist gut, aber manchmal wünsche ich mir weniger tempo. denn irgendwann bin auch ich mal über 30 und komme vielleicht nicht mehr hinterher. ahh, egal, sicher ist dann sowieso alles zu spät…

[update:] nachdem ich jetzt zwei pizzen gegessen und einen kaffee getrunken habe, gehts insgesamt besser. war wohl doch nur der hunger. ich mach jetzt erbrecht. ideas anyone?

hab ich schon danke gesagt?

den ball flach halten, abflachende wirkung, flachbildschirm – kein wort wird mehr vergewaltigt wie flach, in allen seinen unerträglichen beugungen und zusammensetzungen. die krönung des ultraflachen sind die flatrates. wiki eiert rum und wird sich nicht klar über den ursprung des begriffs. sicher wieder ein sch(w)eineanglizismus. mögen wir zwar nicht, sagen aber dann doch hin und wieder handy. nun, seit wann also flatrates? den anfang machte das fernsehen. da gibts seit jahrzehnten unbegrenzt rotz für eine läppige gebühr. wird zwar nicht gerne gezahlt, aber die gebührenknechte bemühen sich. dann kamen der öffentliche nahverkehr, das telefon und internet. und wohl auch saufen. also soviel wie möglich für einen festpreis. das konzept allerdings ist mindestens so alt wie der urknall: seitdem gibts kohlenstoff, soviel wie du eben bist. also nix sonderlich neues. den höhepunkt bildet zweifelsfrei die praxisgebühr. und so dringt die flatrate in alle unsere lebensbereiche ein und unterhölt das eiserne gesetz vom preis. denn: können wir den wert einer sache überhaupt noch schätzen, wenn er ständig und überall verfügbar ist? wird der kaffee besser, wenn er immer gleich nachgebrüht wird? wird ein zoobesuch aufregender mit einer jahreskarte? was kommt als nächstes? die gammelfleisch-flat beim örtlichen discounter? wohnen in einer wohnung für einen monatlichen festpreis?

irgendwann muss das ein ende haben, verehrte leserschaft. denn wenn wir den wert einer sache garnicht mehr einschätzen können, was sind wir dann überhaupt noch selber wert? wann kommt die flatrate auf die flatrates? es wird zeit, dass wir uns darüber gedanken machen. die kulturflatrate scheint mir da der falsche weg.

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Now playing: Knorkator – Alles ist Scheiße

mittwoch, das internet nervt nur noch. ein paar mails beantworten, ein paar nachrichten klicken. die neuesten kommentare prüfen und zurück kommentieren. das wars. eine halbe stunde später nichts. fertig. das internet von heute bietet nichts spektakuläres, keine skandale, keine neuen produkte. jetzt könnte ich den rechner ausmachen. und nach draußen gehen. herbstspaziergang und so. einfach mal goethe zitieren. aber muss ja arbeiten. also unfreiwillig wieder ins internet. und auf einmal ist es garnicht mehr so glamourös, so schick und neu und modern. es ist veraltet, dreckig, stinkt und macht keinen spaß heute.

Kinder, woran liegts?
macht mal was.

grip
den ganzen tag habe ich schon diese faust im auge. ich überlege rum, formuliere in gedanken und jongliere mit worthülsen. erst wollte ich über die bedeutung der faust im antisozialistischen millieu lateinamerikas der jahrhundertwende schreiben. doch das erschien mir dann zu plump. es folgte ein auszug eines persönlichen gesprächs mit rio reiser. doch dem hatte ich ja versprochen, die texte unveröffentlicht zu lassen. sind auch überall rotweinflecken drauf. dann dachte ich mir eine besonders krasse story mit viel blut und so aus, doch das manuskript verschwand bei einem besonders gewitzten literaturagenten aus chile. deswegen das bild ohne großen kommentar. weil es eben so rockt!

[picture by 96dotsperinch (lizenz)]

es roch nach kaltem qualm. meine augen schmerzten und der kopf dröhnte. alles dreht sich. die sonne knallte unerbittlich durchs fenster und mich überkam ein kratziger hustenanfall. ich quälte mich aus dem bett ins bad, übergab mich dramatisch und rutschte auf den knien zum spiegel. dort überkam mich der kalte schauer. das gesicht zerkratzt und aufgedunsen vom alkohol. so stand ich in klamotten vor mir selbst: ein haufen elend. selbstmitleidig kramte ich in meinen hosentaschen und zauberte ein aufgeweichtes päckchen zigaretten hervor. und natürlich steckte ich mir eine an, hustete galle und lunge aus mir raus, spuckte ins waschbecken und fühlte mich von einem wohligen schauer erfasst. sie fiel mir wieder ein. diese frau mit dem lächeln. natürlich. von gestern abend. oder war es heute morgen gewesen? mein kopf begann zu rotieren, ich musste mich aufstützen. was war geschehen? scheiße. irgendwas musste wohl schief gelaufen sein im laufe des abends. ich begann, panisch meine taschen nach einer nummer abzusuchen. nichts. null. das kanns doch nicht gewesen sein. die badezimmeruhr zeigte kurz nach vier uhr nachmittags. persönliche bestzeit. nachdem ich mich erneut ausgiebig ausgekotzt hatte legte ich mich wieder ins bett und schlief ein. zwei stunden später erwachte ich mit noch schlimmeren kopfschmerzen. trank gefühlte zehn liter wasser, duschte und holte mir einen runter. jetzt rechner anschalten und nach ihr im netz fahnden. doch nichts. sie hatte mich noch nicht gesucht, noch nicht vermisst. inzwischen musste es gegen sechs gewesen sein, ich zog mir frische sachen an und begab mich auf die suche nach ihr, nach hinweisen, nachrichten. bestimmt lief ich zwei stunden die halbe stadt ab. in meinen lieblingsclubs und stammkneipen. doch keine spur von ihr. spurlos verschwunden. meine flüchtigen bekannten konnten sich nicht erinnern, dass ich mit einer frau unterwegs war. sie hielten es für ganz und gar ungewöhnlich, war es doch sonst nicht meine art. ich zweifelte an mir selbst. das erste bier tat unglaublich gut. die anderen waren eher normalität, doch langsam kam ich wieder zu klaren gedanken. zumindest hielt ich sie dafür. aus den lautsprechern dröhnte langweiliger pop. ich musste mich erinnern, wo ich überall war. das überforderte mich und ich besoff mich einmal mehr. plötzlich kam sie zur tür rein und lächelte ihr bezauberndes lächeln. ich glaubte zurück zu lächeln und fiel um. einfach so. vor die bar. und stand nicht wieder auf.

wir waren fünfzehn. trafen uns meist im schulpark oder auf dem busplatz und tranken bier. rauchten uns die lunge aus dem leib und quatschten blöde. probleme gabs genug. in der schule. unter freunden. mit den frauen. und überhaupt. zum vögeln waren wir zu schüchtern. aber prügeln konnten wir uns. und über philosophie spekulieren. da waren wir groß drin. einer hatte ein handy. und obwohl wir ihn heimlich bewunderten, verkloppten wir ihn. so geht das. dachten wir. die zeit wollte einfach nicht vergehen. immer dasselbe. samstag vormittag saßen wir auf der bank in der großen stadt, schauten den passanten und vor allem frauen nach und dachten uns geschichten aus. wo sie herkamen, wo sie hinwollten und was sie dachten. wir hatten eine scheiß wut auf studenten, besonders langhaarige, die scheinbar mühelos die frauen abschleppten. für clubs und diskos und drogen waren wir zu verklemmt. also saßen wir meist rum und tranken. besoffen vor glück und mehr alkohol als nötig fielen wir dann ins bett im kinderzimmer. überhaupt die kinderzimer! sie waren ausdruck unseres anarchistischen gedankenguts, vollgestopft mit reliquien aus der geschichte des kommunismus und anarchismus. was waren wir stolz auf die fahnen aus dem EMP-Katalog. fühlten uns wie CHE persönlich und lernten halbherzig spanische revolutionsvokabeln. hasta la victoria siempre! andy warhol, the doors und der ganze scheiß. fünfzehn eben. zum glück gabs damals noch keine blogs, kein myspace und kein youtube. so ist alles verschollen. besser so.

zehn jahre später sieht alles anders aus: ich sitze freitag abend zuhause und ordne mein leben: krankenkasse, dsl-vertrag, arbeitszeiten, ebay, todo-liste, nebenkostenabrechnung, vattenfall,…

scheiße. was ist passiert? ist das noch normal? irgendwas muss ich doch in all den jahren falsch gemacht haben. manchmal würde ich mich gerne in den schulpark setzen und über philosophie reden. einfach so. ohne groß irgendwie bescheid zu wissen. aber das ist wohl vorbei. muss ja weitergehen. wa?

[direktes update zu dem hier]

[prequel] für heute war der große rundumschlag geplant: mal richtig loszubloggen und garnicht mehr aufzuhören: verschiedene themen schwirren seit tagen in meinem kopf herum. finden sich zu großartigen sätzen zusammen, zirkulieren in der nebennierenhöhle, ergießen sich dann bruchstückenhaft im notizbuch und werden vom kopf wieder verworfen. ich werde gegeißelt von ohrenschmerzen. links. ganz recht. das linke ohr nervt mich seit tagen. bin so quasi halbtaub. jeder gedanke wird unterbrochen durch ständiges rauschen. zwischenmenschliche kommunikation wird massiv gestört. erstens versteht mich keiner mehr, weil ich angst habe zu brüllen. das führt zu frustrierenden situationen. außerdem muss ich immer dreimal fragen, was der andere gesagt hat und schaue dabei bescheuert. schön ist das nicht. dienstag gehts zum arzt. versprochen. dann auch wieder mehr an dieser stelle. wenn ich wieder ganz bin.

[midquel]
themen, die ich zur zeit nicht vernünftig zu ende denken kann. die sich aber lohnen. vermutlich. oder auch nicht. hier in ungeordneter reihenfolge:

1. studidingen, fliltr und co: warum wir verdammt nochmal anfangen sollten, uns gedanken über die *richtige* netznutzung zu machen. statt immer alle bedenken wegzuklicken.

2. ubuntu-linux und mein wlan-teil. warum ist eigentlich das leben so vertrackt?

3. ich und der alkohol – eine story zum nachdenken. muss mal langsam runterkommen vom level. klappt ganz gut diese woche. habe wasser als alternative entdeckt. schmeckt tatsächlich.

4. übers älterwerden – warum ich froh bin, nicht mehr 20 sein zu müssen.

5. schlafentzug. ein selbstversuch.

6. mit dem strom – warum es manchmal angenehm ist, mainstream zu sein.

[sequel]
mitmachdings – hier jetzt auch. es kann gevotet werden, über was ich als nächstes schreiben sollte. hier in den kommentaren. pixelroiber2.0 sozusagen. da bin ich garnicht so.

[sidequel]
wie man ganz gut zeit vernichtet, erfährt man hinter diesem link.

bloxorz-snapshot

diese geschichte lagert seit über sieben jahre auf meinem rechner. sie ist geprägt, von meiner jugendlichen naivität. damals habe ich noch gedacht, das leben ist verzwickt und kompliziert. Ha! hätte ich gewusst, dass es eigentlich noch schlimmer ist und fast genauso passieren wird… aber lest selber: 

Sie fragte mich, ob ich Lust hätte, mit in die große Stadt zu fahren. Warum nicht, sagte ich mir, was gibt es zu verlieren. Sie war nicht mein Mädchen, nicht mal annähernd. Aber ich war scharf auf sie. Was stand also einer gemeinsamen Fahrt im Weg?

Am Abend saß ich alleine bei mir im Zimmer, hatte mir eine Flasche billigen Martini-Verschnitt gekauft und trank ihn hastig aus einem Whisky-Glas. Irgendetwas bluesig-souliges lief im Radio, ich saß einfach nur da, trank und rauchte. SIE hatte mich gefragt, warum ausgerechnet mich? Ich kam einfach nicht dahinter, konnte mich aber auch nicht überwinden, sie anzurufen.

Sie war hübsch, hatte das, was Männer anzieht: Eine sonderbare Mischung aus gutem Aussehen und Ausstrahlung. Sie war intelligent, vielleicht ein wenig naiv. Soweit ich das beurteilen konnte (ich hatte bis dahin nicht viel mit ihr geredet), war sie also genau das Richtige für mich. Ich dachte also die ganze Zeit an sie, was werden wir machen, sollte ich mich an sie ranmachen? Oder sie als einen guten Kumpel behandeln? Vielleicht hatte sie mich nur gefragt, weil sie nicht alleine fahren wollte oder ich nur eine Pufferzone zwischen ihr und einem neuen Freund sein sollte (genaugenommen vermutete ich so was, das passierte mir nämlich öfters – Frauen nehmen mich bei ihren ersten Rendezvous mit und ich sollte dann sagen, was ich von ihm halte. Ich rate dann immer von dem Typen ab, in der Hoffnung, die Frau ist so deprimiert und geht mit mir am selben Abend ins Bett – manchmal klappt es, manchmal sehe ich sie nie wieder.)

Ich goss mir noch ein Glas ein, zündete mir noch Eine an. Draußen war es schon lange düster, ich saß auf meiner Couch und überlegte. Eine seltsame Situation. Jetzt war ich zu besoffen, um noch einen klaren Gedanken zu fassen und ging ins Bett. Kurze Zeit später war ich eingeschlafen.

Die Reise ging in aller Herrgottsfrühe los, ich rasierte mich und marschierte zum Bahnhof, trank dort einen Kaffee und aß irgendwas beobachtete die Menschen um mich herum. Sie wollten zur Arbeit. Hetzten in ihren Anzügen, quälten sich in die Züge oder studierte nervös die Fahrpläne. Das Frolein kam mal wieder zu spät, entschuldigte sich verlegen. Komisch, früh sehen alle Frauen irgendwie sexy aus, Männer dagegen einfach nur verschlafen. Wir gingen zum Zug, stiegen ein. Wir redeten nicht viel, über was denn auch, wir kannten uns ja kaum. Ich glaube, ich kannte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ihren Nachnamen. „Hey, wie heißt du eigentlich?" Sie guckte mich verdutzt an, als wäre ich irgendein Irrer, der ständig alles vergisst. Sie war so herrlich naiv. "Dein Familienname", fügt ich erklärend dazu. "Blomke" seltsam, dachte ich mir, ein sehr kalter Schauer lief mir über den Rücken. "Meine erste Frau hieß auch so", erklärte ich, "Was n Zufall!". "Nee ist es nicht – Sabrina ist meine Schwester".

Rumms. Da war es wieder mein altes Leben. Stress, Kinder und Sabrina. Es war kein sehr schöner Abschnitt meines Lebens. Gleich nach der Heirat hassten wir uns, ich konnte ihre Freunde nicht leiden, ihr gingen meine Frauengeschichten auf den Sack. Eigentlich heirateten wir nur wegen der Kinder. Nach zwei Jahren trennten wir uns – trotz der Kinder. Ich verzichtete auf alles, hatte keinen Bock auf den alten Mief, alles hätte mich an sie erinnert. Ich zog in eine andere Stadt, ordnete mein Leben neu und vergaß diese Jahre der Abhängigkeit und der Gebundenheit. Ich brauchte Abwechslung, neue Freunde. Damals fing ich auch mit Schreiben an.

Warum verfolgt mich mein altes Leben auf diese absonderliche Weise, warum kam ich mir damals im Zug so verfolgt vor, ich hatte Angst vor Sabrina, damals vielleicht noch mehr als heute, nach allem was vorgefallen war. Ich fragte mich, warum die Schwester, die ich vorher noch nie gesehen hatte – sie war lange Zeit, glaube ich, in Afrika -, mich unbedingt mit mir treffen wollte, warum sie mit mir verreisen wollte.

Mein Leben ist eigentlich noch nie spannend gewesen. Gut ich war fünf Jahre in Afrika, aber das war’s auch. Früh fing ich mit studieren an und irgendjemand hat mir mal angeboten, irgendeine Forschungsprojekt im Dschungel zu machen. Es hat mir gefallen, es war eine schöne Zeit. Mal was anderes. Aufgewachsen bin ich in einer Kleinstadt, Vater ist früh gestorben und Mutter hat uns zwei großgezogen. Meiner Schwester ist zwei Jahre älter als ich und hat schon immer (in der Schule mehr als jetzt vielleicht) mehr Glück mit Männern. Mich interessierte die Wissenschaft mehr als das.

Als ich nach den fünf Jahren wieder zurückkam hatte sich viel verändert. Meine Mutter ist gestorben, meine Schwester hatte geheiratet, Kinder bekommen und war schon wieder geschieden. Ich mochte sie, wohnte eine Zeitlang bei ihr. Wir hatten viel Spaß, sie erzählte mir viel über ihren Ehemaligen. Sie hatten keinen Kontakt mehr miteinander, er bezahlte sein Geld regelmäßig aber mehr auch nicht.

Eine Zigarette am Sonntag Morgen ist die beste in der ganzen Woche. Es ist Ende Oktober, die letzten Sonnenstrahlen erwärmen meine Wohnung, die Pflanzen und mich. In den Sonnenstrahlen wirkt der blaue Dunst so poetisch, unbekümmert. Es ist nun schon einen Monat her, seitdem wir in der großen Stadt waren. Es war die Reise, von der ich so viel erhofft hatte, es war die Frau, von der ich soviel erwartet habe. Jetzt ist alles vorbei, ich sitze am Sonntag morgen alleine an meinem Schreibtisch und denke nach über Zigarettendunst. Ich bin alleine – alles ist so wie vorher, nichts, aber auch gar nichts hat sich geändert.

Die Reise stellte sich schon bei der Anreise als Fehler raus. Sie war die Schwester meiner Ex-Frau, eine zugegebenermaßen scheiß Situation. Wir schwiegen eine Weile und dann unterhielten wir uns über unsere Pläne in der großen Stadt. Über Sabrina fiel and diesem Tag kein Wort mehr. Sie wollte feiern, ich wollte andere Leute sehen. Mal raus aus dem Kleinstadt-Mief. Den Rest der Fahrt haben wir beide gelesen. Ich konnte mich nicht konzentrieren, betrachtete sie mir die ganze Zeit. Es hätte mir eigentlich von Anfang an auffallen müssen – sie hatte große Ähnlichkeiten mit Sabrina. Sie war groß und hatte diese komische Blomke-Nase, ein wenig klein, aber nicht zu klein.

pssst! seid mal alle still jetzt! ja, du da hinten auch. opa erzählt von früher und da solltet ihr genau hinhören. denn es geht auch um euch. und lacht nicht immer, wenn opa beim reden sabbert, das ist normal und ihr seid irgendwann auch mal so alt. also fünf minuten ruhe jetzt! kommt schon, opa darf sich nicht so aufregen…

als wir damals im bundestagswahlkampf '98 NPD-plakate im elterlichen heimatdorf runterissen, beschmierten und verunstalteten, fühlten wir uns groß, revolutionär und ungemein gefährlich. die ganze aktion blieb ohne konsequenzen und effekte, nicht einmal das dorfblatt erwähnte uns. die NPD hat auch nicht gewonnen. und wir tranken weiter bier im schulpark. wir glaubten tatsächlich, dass dänische filme die besseren sind und musik auf keinen fall wie musik klingen darf.

ein paar jahre saßen wir da und dann trennten sich unsere wege. school's out. manche blieben da, die meisten zogen weg. die NPD gibts immer noch. aber wen interessiert das schon? die musik kam auf jeden fall aus berlin und filme sollten auf keinen fall verstanden werden.

heute ist die welt für uns ein klein wenig komplizierter geworden. es gibt keinen feind mehr, kein schwarz-weiß. schröder und kohl haben noch polarisiert. heute haben wir eine der langweiligsten regierungen und streiten übers kinderkriegen. als wenn der staat darauf auch nur ein quentchen einfluss hätte. die amerikaner bleiben böse und musik kommt jetzt auf jeden fall aus dem netz.

probleme und konflikte gibts wirklich genug. information auch. vielleicht zuviel? ich bin so schrecklich unpolitisch geworden. jetzt auch gerade in diesem moment. keine lust rauszugehen und zu kämpfen. gegen was? wasweißich. spielt das denn eine rolle? ich bin im system angekommen, längst teil des ganzen. aber war ich das denn nicht schon immer? ernesto rafael guevara de la serna kann man auch als terroristen und mörder sehen. kann man, muss man aber nicht. der alltag frisst die politik. grausiger, zäher büroalltag. unpolitisch zu sein ist ja das eine, keine meinung zu haben, aber viel fataler. aber wozu sollte ich auch zu allem eine meinung haben? oder wie ein freund mal sagte: "…manche sind eben immer irgendwie." gut, das schlechte gewissen bleibt. aber trotzdem muss ich in ca. sechs stunden aufstehen und dann gehts weiter.

dazu vielleicht ein bischen mahoni. kann man gucken, muss man aber nicht.

[youtube xDMMioEEpZk] 

stell dir vor, es ist sonntag morgen und du willst mit deiner freundin gemütli frühstücken gehen. und dann fällt dir ein, dass du – erstens – arbeiten musst und – zweitens – gar keine freundin hast.

szenenwechsel:
die zeitumstellung heute morgen passierte weitesgehend ohne mich. dafür war ich eine stunde zu früh auf arbeit und habe mich zum bäcker geschleppt. schon mal alleine gebruncht? sehr entspannend. niemand, der dir vorwirft, wieder viel zu viel zu essen (oder zu wenig – immerhin haben wir ja das ganze viele geld bezahlt…). und noch eine entdeckung durfte ich erleben: wenn man frühstückt, hat man den restlichen tag über weniger hunger. das ist interessant, sollte ich im auge behalten…
acht stunden sonntags arbeiten ist digital bohemian minus schnauzer minus ulkige frisur. wollte ich nur mal gesagt haben. jedenfalls hatte ich ausreichend zeit, über dieses posting nachzudenken. daneben hatte ich immerwieder eigenartige gedanken (nachwirkungen einer grippe von letzter woche):

1. der druckertreiber KANN einfach nicht die lösung meiner windows-probleme sein
2. wieviel kaffee verträgt eigentlich der menschliche körper?
3. warum erzählen mir alle frauen, mit denen ich rede, von ihrem freund?
4. warum sind eigentlich die nazis an allem schuld?
5. da fällt mir ein: gestern war ich zum ersten mal in marzahn, war gar nicht so schlimm…
6. merksatz: frauen beim weggehen kennen zu lernen ist nur eine geniale marketingidee der gastroindustrie.

in diesem sinne:

esst mehr frühstück und lest die besseren bücher!

(oder anders herum)

update: nachdenken über postings hebt nicht unbedingt deren qualitität.

ein paar stunden später, wir machten keine pausen mehr und fuhren nur noch, es dämmerte bereits und die sonne färbte den abendhimmel blutrot, fing der moter an zu heulen. gas weg und an die seite gefahren. scheiße, eine panne mitten in der pampa. was tun? kelly sah inzwischen aus wie ein zombie, mit blutleeren augen starrte sie mich fragend an und ich zuckte nur mit den achseln. unsere stimmung war am tiefpunkt angekommen. ich stieg aus und schaute mir den motor an. nur um sie zu beruhigen. ich hatte keine ahnung davon. sah eigentlich ganz normal aus. kein grund, nicht mehr weiter zu fahren. wenigstens bis zur nächsten tanke. ich schaute noch interessiert die verdreckte technik, da hörte ich kelly schreien. wasn los, fragte ich noch. aber sie wollte sich nicht beruhigen lassen. kam einfach angerannt, völlig apathisch. kratzte und trat mich, ich musste sie fest an den armen packen, sie zu mir ranziehen und schütteln. aber es half nichts, sie war woanders und ich konnte ihr nicht helfen. da blickte ich in die richtung aus der sie kam und ahnte schreckliches. kelly verstaute ich auf den beifahrersitz und gab ihr erstmal ein bier. sie trank in großen schlücken. einmal durchgeatmet und hingelaufen und da ich es auch, zwei klumpen mensch zwischen den kakteen. und wie im film verdüsterte sich der himmel. ich kam näher, erkannte formen, gesichter und kotze in ein erdloch. scheiße.

leaving the road again #2das waren billy und mary. friedlich lagen sie im dreck und stanken vor sich hin. wie lang mochten sie jetzt schon da liegen? stunden. aber heute morgen hatten wir uns doch noch verabschiedet. zugegeben, wir waren alle dicht bis oben. aber an die beiden kann ich mich noch gut erinnern. was hat das zu bedeuten? ich lehnte mich an einen kaktus und dachte nach. mein hirn war wie brei und ich starrte abwechselnd die toten freunde an. ich brüllte sie an. schritte von hinten. ruckartig und hektisch drehte ich mich rum. kelly wars und sie sah verdammt gefasst aus. gutes mädchen. wir müssen. wenn uns jemand sieht, niemand glaubt uns. ihre stimme, ihre vernünftigen gedanken, ihr ganzes auftreten verschwamm mit den heutigen erlebnissen. es rauschte in meinem kopf. sie zerrte an mir und schaffte es tatsächlich mich ins auto zu bekommen. sie fuhr und ich starrte hinaus. es war fast dunkel als wir das motel erreichten. wir stiegen aus und schuaten uns minutenlang übers autodach an. das wars, jetzt schlafen. vorbei. bitte, lass alles nur einen bösen traum sein…

.::to be continued::.