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  • Carsten 23:28 on February 2, 2009 Permalink
    Tags: aschenbecher, aufzeichnungen, , , einsamkeit, freud, , Nietzsche, , , , selbstmitleid, , ,   

    Aufzeichnungen aus dem Jammerloch 

    l'art pour l'art, Januar 2009
    Ich sitze in einem leeren Raum an einem Tisch. Vor mir ein Aschenbecher und eine Packung Zigaretten. Vor der Tür Schritte. An der Decke eine Glühbirne, sonst nichts. Ein Wecker tickt. Draußen Geräusche, ganz leise. Ansonsten Stille, Zeit zum Nachdenken, doch mir fällt nichts ein. Wie spät mag es sein? Der Wecker zeigt eine absurde Zeit. Der Bleistift rauscht über das Papier. Nur müde. Nicht fähig, Gedanken zu fassen. Sie huschen an mir vorbei, ich will sie greifen, doch nichts. Noch eine Zigarette, auf die kommts jetzt auch nicht mehr an. Ich habe Durst und doch keine Lust aufzustehen. Es knarrt wieder vor der Tür, die alten Dielen sinds, doch es passiert nichts. Nervös ziehe ich an der Kippe, es will nicht schmecken. Die Kälte frisst die Gedanken, der Wein betäubt nicht, sondern macht alles nur noch schlimmer. Auf dem Tisch Asche und Tabakkrümel. Seit Stunden sitze ich nun hier, die Luft ist schwanger vom Zigarettendunst. Draußen klirrende Kälte, meine Füße sind Eisklumpen. In den Ritzen rauscht der Wind. Vor der Tür wieder Schritte, Gespenster ohne Namen, Körper ohne Masse. Nur Schritte, unregelmäßig und unnatürlich. Der Aschenbecher quillt über und ich fülle das Notizbuch, Seite für Seite mit Unzusammenhängendem. Wieder eine Flasche Wein leer jetzt. Nun ist es still, Schatten huschen über den Tisch, ich beobachte sie und denke nicht mehr. Mache Schluss, klappe das Notizbuch zu und gehe ins Bett.

    Disclaimer/Subtext: Bitte nicht ernst nehmen. Manchmal schreibe ich selbstmitleidige Einträge, obwohl es mir blendend geht. Ich finde nur Gefallen an der deutschen Sprache und bin der Meinung, dass solcherart Postings das Sprachgefühl ungemein trainieren. Ist ja schließlich auch schon spät…

     
    • artemisia 11:52 on February 3, 2009 Permalink | Reply

      Danke für den beruhigenden Subtext. Das Bild ist – trotz seiner Knastigkeit – ästhetisch wirklich extrem gelungen, d.h. gut komponiert.
      “huschen” magst Du wohl gern — kommt zwei Mal vor und klingt ein wenig zu niedlich aus Deiner 'Feder' (Du = zu jung, zu cool, zu Web-basiert, um dieses Wort zu nutzen, imho).

  • Carsten 22:45 on May 28, 2008 Permalink
    Tags: , , , , , , , , , , , freud, , , , , , , , , , , , Mothers Little Helpers, , , , peta, schadenfreude, , , , , , , , toy run, , ,   

    kurze wahrheiten #2 

    • “schadenfreude” ist ein lehnwort im englischen und meint dort dasselbe #
    • farin urlaub erklärt den schwäbischen grundfehler #
    • am samstag spielen die Mothers Little Helpers in berlin und ich hab da keine zeit (beziehungsweise muss ein gewisser jemand da schon im bett sein) #
    • SPON hat ausnahmsweise mal recht: der film once ist gequirlter mist. echt jetzt mal #
    • SPON hatte heute (und nicht nur heute) totalen quark geschrieben. und alle schreiben ab #
    • der pfeilgiftfrosch ist nur bedingt gefährdet und PETA darf man nicht immer glauben #
    • schmeißt heute schon eure mäuse weg #
    • wie der spruch Brot für die Welt – Fleisch für mich zum karrierekiller wird #

    [die erste ausgabe der kurzen wahrheiten war auch schon heiß diskutiert…]

     
    • Caro 10:26 on May 29, 2008 Permalink | Reply

      roisper – das mit den Schwaben gilt wohl auch für uns andere Zugereiste. Ich behaupte aber auch nur von mir, Wahl-Berlinerin bzw. Überzeugungs-Berlinerin zu sein. Man wird aber sicherlich niemanden (!!!) treffen, der ins Ländle zieht und dann von sich behauptet: “Ich bin Schwabe!” *rofl*

    • c.h. 10:31 on May 29, 2008 Permalink | Reply

      ich bin kein berliner, ich bin berlin!!! eigentlich wollte ich aber auf die kommentare hinweisen die unter dem pfeilgiftfroschtext stehen… an anderer stelle musste ich übrigens über die sexiest vegetarian wahl von peta berichten…

    • Caro 11:33 on May 30, 2008 Permalink | Reply

      sei schwabe.
      sei rheinländer/in.
      sei berlin?

    • c.h. 17:37 on May 30, 2008 Permalink | Reply

    • pixelroiber 17:44 on May 30, 2008 Permalink | Reply

      [1] sehe ich da dirk bach nackt?
      [2] will ich das denn?
      [3] muss ich Tatjana Patitz kennen?
      [4] will ich das überhaupt?
      [5] kennt ihr hahnenkampf ohne hühner? also für zwei leute, die stellen sich gegenüber, hüpfen auf einem bein, verschränken die arme und kämpfen gegeneinander, verloren hat der, der zuerst das zweite bein auf die erde setzt.
      [6] kennt ihr noch ZK?

      Zu jedem Tag, zu jeder Zeit,
      ist jeder Mensch zum kämpfen bereit.
      Lug und Trug und Brutalität,
      werden täglich ausgesät.
      Hass, das wird die Ente sein,
      zu jedem Tag, zu jeder Zeit.

      Hahnenkampf, wo es keine Regeln gibt.

  • Carsten 21:11 on August 29, 2006 Permalink
    Tags: , , , , , , freud, , , , krankenhaus, , , , , , , , , , , , , , , , , , unterbewußtein, ,   

    ein wenig licht in diesen dunklen tagen: 

    remember: the truth is rarely on top of a breadhabe gerade mit deinem behandelnden chefarzt geredet. er will seinen namen nicht genannt haben, aber ich denke, wir wissen beide, von wem ich rede. du bist in keinem krankenhaus und mit der schulmedizinischen psychatrie kann man das eigentlich auch nicht vergleichen. es ist ein bundesweites experiment. mit dir nehmen noch ein dutzend weiterer patienten teil. ziel ist nicht die resozialisierung von hoffnugslos hysterischen mitmenschen sondern das heranzüchten von echten psychowracks. sozusagen ein potenzieren der latent vorhandenen macken in jedem von uns. es liegt also keineswegs an deiner verfassung, dass du ausgewählt wurdest. reiner zufall oder, in den lakonischen worten des mannes vom fach: ‘dumm gelaufen’, dazu grinste er auch noch müde.

    nun, wozu aber das ganze? steckt ein tieferer sinn dahinter? dazu wollte er sich nicht äußern, meinte nur, es gebe vermutungen innerhalb des kollegenkreises, worauf ich aber lieber nicht wetten solle. später sprach ich dann mit einer schwester, die du sicher auch schon gesehen hast. sie lächelte verschwörerisch, zog mich in eine ecke, nachdem sie sich dreimal umgesehen hatte und flüsterte mir ungefähr folgendes zu: wir züchten hier die mitteleuropäische antwort auf nahöstliche selbstmordattentate, die elite sozusagen. sprachs und ging. dieses leuchten in ihren augen hatte ich vorher noch nie gesehen.

    merkwürdig bleibt trotzdem, warum sie denn gerade dich für ihre zwecke benutzen. uns außenstehenden wird das ewig ein rätsel bleiben und kopfschüttelnd-ratlos schauen wir bei diesen menschenverachtenden zuständen zu.

    halt den kopf oben und antworte, wenn dich wer fragt. raus kommst du da eh nicht mehr. lass uns aber trotzdem in kontakt bleiben.

    mitfühlend,
    carsten

     
    • kain schaum 12:02 on August 30, 2006 Permalink | Reply

      eieieiei hast du jemand kennen gelernt? was denn nun passiert? muss ich mir sorgen machen? das dumme bei solchen texten ist immer das man nie weiß ob man sich angesprochen fühlen soll oder nicht…
      ich gehe mal von nicht aus… heute trinken?

    • ortrun 22:36 on September 25, 2006 Permalink | Reply

      nein, ich bin hier angesprochen, schließlich war der beitrag gestern, als ich zum ersten mal hier war, noch nicht da, sondern du hast ihn extra auf meinen geburtstag zurückdatiert, außerdem ist es mein bild, es ist also eindeutig. (das mit dem datieren nicht, wie hast du auch gleich noch den kommentar auf den 30. bekommen?)
      ich fühle mich auch wie in einem experiment, allerdings war es mir bisher eher wie ein selbstversuch vorgekommen.
      danke für dein mitgefühl, aber erzähl uns bitte keine weiteren lügengeschichten über die schwester. ich kenne sie.

    • pixelroiber 09:00 on October 7, 2006 Permalink | Reply

      liebe ortrun,
      du kennst die schwester auch? sehr interessant, war ich doch bisher der meinung, jemand anderes aufzumuntern. darüber sollten wir noch einmal reden. zurückdatiert wird hier nichts, der zeitstempel lügt nicht. es hat wohl alles seine richtigkeit. aber frage lieber nicht mehr nach, die deutsche ärztekammer schickt mir schon abmahnungen wegen dieser veröffentlichung. den kern der sache hats wohl getroffen. trauriges land – traurige zustände.

      aufmunternde grüße aus der realwelt,
      carsten

    • ortrun 14:06 on October 7, 2006 Permalink | Reply

      ja, ich weiß, jemand anderes. da trügen die fakten. das bild und das datum wissen mehr. (ich hab gelogen, ich kenne keine schwester, hätte in wirklichkeit gerne mehr über die sache mit der ecke erfahren, aber ich schweige jetzt wegen der ärztekammer.)

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