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  • Carsten 07:49 on November 28, 2017 Permalink | Reply
    Tags: Flucht, ,   

    Migrationssteuerung: Der Markt ist ein Maulwurf

     
  • Carsten 16:55 on January 30, 2017 Permalink | Reply
    Tags: , , , Flucht, ,   

    Januar 2017 

    während wir uns über die neuesten einreiseverbote der usa echauffieren, warten vor den toren europas menschen in teilweise unwürdigen lagern. oder sie ertrinken im mittelmeer. während wir im trockenen und warmen sitzen, klopfen sie an, wir aber ignorieren sie. statt infrastrukturen und lösungen für immigration zu finden und zu diskutieren, schotten wir uns ab, ziehen mauern und zäune hoch und klopfen uns auf die schultern, weil wir trump soeben für jene politik kritisiert haben.

    jahrzehntelang haben wir uns gegenseitig versichert, dass soetwas wie hitler nie wieder passieren kann und nun erleben wir die anfänge auf twitter. die sprache verroht, erst in den sozialen medien, dann in öffentlichen debatten. immer hemmungsloser werden obergrenzen, schießbefehle und segregation gefordert, als hätte es aufklärung, die lehren aus dem zweiten weltkrieg und bürgerrechtsbewegungen nie gegeben. geschichte wiederholt sich, als farce diesmal. unser problem sind nicht verschleierte frauen, unser problem ist unverschleierter hass gegen andere die nicht so denken und aussehen wie wir.

    wir müssen wieder die demokratie verteidigen gegen die hetzer. die debatten und die politik werden getrieben von unsinnigem getrolle. bei all’ dem bleibt keine zeit für wichtige debatten. wer konnte in den letzten monaten schon substanziell über politik sprechen, ohne dass er dabei merkel verteidigen musste? hätten wir uns vorher nie vorstellen können! lasst uns anfangen, über gerechtigkeit und verteilung zu sprechen. lange jahre exportweltmeister sind eine ungleich größere gefahr für deutschland und europa, als es flüchtende sind.

     
  • Carsten 23:08 on May 15, 2011 Permalink
    Tags: , , , außengrenze, , , , Daniel Lommatzsch, einreise, , einwanderungspolitik, , , Florence Kasumba, , Flucht, , , , James Faulkner, , Katzmann, Kerstin de Ahna, , Maryam Zaree, , Michael Pink, Michael Wenninger, Nikola Kastner, , , , , ,   

    Tatort: Der illegale Tod (2011) – Lürsen & Stedefreund 

    frau lürsens tochter ist nun ihre chefin, stedefreund trinkt zuviel und kann sich an nichts erinnern, die wasserpolizisten vertuschen einen zusammenstoß mit flüchtlingen im mittelmeer, eine frau verliert dabei mann und tochter und will sich (scheinbar) an den verantwortlichen rächen. ein tatort mit großen aktuellen themen, vielen dramatischen bildern und keiner lösung am ende. aber spannend und dicht erzählt.

    komisch nur, dass anne will lieber über griechenland und den euro reden wollte statt über die brachiale einwanderungspolitik der EU.

    +++ LINK +++ Erstausstrahlung: 15.05.2011

    [xrr rating=6.25/7]

     
    • ortrun 13:34 on May 16, 2011 Permalink | Reply

      ich war auch sicher, anne wuerde ueber fluechtlinge reden wollen.

      den tatort fand ich anstrengend, zu spannend, nur die kommissarin zu langweilig.
      und erst heute morgen beim aufwachen waren mir die zusammenhaenge richtig klar. eine schwarze moerderin kann es in tatorten einfach nicht geben, das haette man sich gleich denken koennen.

      • Carsten 23:46 on May 16, 2011 Permalink | Reply

        also hab’ ichs richtig verstanden: sie wollte keine rache, nur die wahrheit ans licht bringen. ist aber eher gescheitert, oder?

  • Steffen 13:17 on January 17, 2011 Permalink
    Tags: , Berluc, City, , Electra, Flucht, , Karat, Keks, Metapher, , Neil Young, Ostrock, Puhdys, Renft, Silly, Stern-Combo Meißen, ,   

    Ostrock 

    Denkt mal ein paar Zahrzehnte zurück. 80er Jahre. DDR.
    Der Aufstand gegen die Regierung wird immer stärker. Auch in der Musik ist dieser Trend zu spüren was zu vielen sogenannten Berufsverboten führte.
    Es gab damals eine Menge guter Bands, die den Ost-Rock geprägt haben. Renft, City, Silly, Karat, Berluc, Electra, Stern-Combo Meißen, Keks und auch die Puhdys.
    Viele dieser Bands gibt es heute nicht mehr und/oder kaum einer kennt sie mehr. Für mich Grund genug, mal wieder etwas für die Populartät dieser Musikrichtung, die mir ziemlich am Herzen liegt, zu tun.

    Da man sich ja mit freier Meinungsäußerung in der DDR etwas schwer tat, wurden heikle Themen wie die Flucht aus der DDR sehr geschickt mit vielen Metaphern in den Texten versteckt, so dass der typische Jugendliche von heute Probleme hat sie überhaupt zu verstehen (wenn er zufällig mal über Ostrock stolpern sollte).
    Besonders gut gefallen mir die Texte der Klaus-Renft-Combo.

    Ketten werden knapper
    Und brechen sowieso
    Wie junger Rhabarber
    Wie trockenes Stroh
    An der Hand des Riesen
    Der tausend Nasen hat
    Der braucht nur zu niesen
    Und wendet das Blatt

    Ketten werden knapper – liebe Regierung, das Eis wird dünner, ihr könnt uns nicht alle wegsperren, wir lassen uns nicht alles gefallen.
    Der Riese, der tausend Nasen hat und nur zu niesen braucht um das Blatt zu wenden – hier dürfte das Volk gemeint sein, dass nur mal auf die Barrikaden gehen muss, um etwas zu verändern.

    Singt für alle, die alles wagen
    Für die Leute in Vietnam
    Die riskieren nicht nur ihren Kragen
    Die planieren den braunen Schlamm

    Gegen den braunen Schlamm. Nazis in Vietnam. Amis sind Nazis? Spekulationen…
    Da kann man auch viel hineininterpretieren aber das sind wirklich tolle Texte. Und die Musik dazu ist auch nicht schlecht.

    Hier noch ein Text, der auf die Melodie von Neil Youngs Lied Helpless gesungen wird. Herrlich.

    Hier steh ich, seh die Sterne,
    blau, blau Glas dahinter.
    Leicht schwebt ein Schatten
    über die Erde, an der ich klebe.

    Vater Vogel fliegt den Seinen
    Freisein über den Felsen vor,
    der gelbe Mond gibt sein ganzes Hell
    so ich sehe – Machtloser –

    Steh ich
    hilflos, hilflos, hilflos, hilflos.
    He, Träumer, hörst du mich?
    So viele Tore sind uns versperrt.
    Vater Vogel fliegt die Freiheit vor

    Ich will euch jetzt nicht mit noch mehr Texten bombardieren, aber diese beiden musste ich einfach in den Artikel reinfummeln.
    Hört es euch einfach mal an. Viellecht gefällt es ja dem einen oder anderen. Diese tolle Musik darf nicht in Vergessenheit geraten.

    Wenn es ihnen gefallen hat erzählen sie es weiter, wenn es ihnen nicht gefallen hat behalten sie es für sich.

    Da Youtube bei dieser Musik ziemlich versagt, stelle ich Interessierten gerne Hörproben einiger musikalischer Perlen zur Verfügung.

     
    • Steffen 12:15 on January 20, 2011 Permalink | Reply

      Und? Gibt’s Meinungen? Kritiken? Tolle Musik, scheiß Musik? “Soll der Ostrock doch endlich untergehen” oder “Hoch lebe die Musik der DDR”?

      • Carsten 15:47 on January 20, 2011 Permalink | Reply

        Mit Ostrock konnte ich noch nie so richtig warm werden. Die geheimnisvollen Texte, die putzige Musik, die Altherrenrockerplattitüden, das war mir alles nix. Vieles kann man sich auch einfach nicht mehr anhören. Manches schon, vieles nicht.

        • Steffen 14:53 on January 23, 2011 Permalink | Reply

          hmm, schade drum. aber die geheimnisvollen texte mussten ja so verschleiert sein. das ist ja auch gerade so toll daran.
          man darf sich natürlich nicht an den beiden videos im artikel aufhängen. es gibt noch bessere sachen, nur die beiden fand ich ganz passend.

    • claudius 13:41 on January 23, 2011 Permalink | Reply

      und die puhdys haben jetzt den eisbären song (die hymne der berliner eisbären ist von den puhdys, die eisbären sind ein verein im eishockey, für die unsportlichen hier)neu aufgenommen! und ratet mal mit wem! mit dem könig von malle! dem drews dem jürgen! peinlich!!

      • Steffen 14:47 on January 23, 2011 Permalink | Reply

        ja, das ist wirklich peinlich. die puhdys habe ich auch mit absicht ganz zu letzt in die aufzählung geschrieben.
        die haben im gegensatz zu den anderen bands immer gute einschätzungen von den stasi-spitzeln bekommen. warum wohl? die haben irgendwie zusammengearbeitet.

    • Weltraumfred 15:23 on January 28, 2011 Permalink | Reply

      Ein Tag ohne Wein,
      ist wie ein Tag ohne Bier.

  • Steffen 03:04 on January 16, 2011 Permalink
    Tags: Die goldenen Zitronen, , Flucht, , Hektik, Lagerfeuer, Landstreicher, Phantasie, , , , Tagtraum, Wiese   

    Freiheit im Kopf 

    Für immer weg, das möchte ich sein.

    Irgendwann will jedermann raus aus seiner Haut. Irgendwann denkt er dran, wenn auch nicht laut.

    • Renft, “Als ich wie ein Vogel war”

Ja, das sind Zitate die doch wirklich jedem irgendwann mal in den Sinn kommen.
Einfach mal ausbrechen. Raus. Raus aus dem Dreck, dem Stress, dem Trott, der Hektik. Weg von den vielen Menschen, der Arbeit, der Zivilisation. Das kotzt mich momentan alles an. Ich will es nichtmehr ertragen müssen. Einfach mal raus. Nicht für immer, aber ein paar Tage oder Wochen. Das wär mal was.
Einfach in den Tag hineinleben. Unterwegs auf endlosen Wiesen, ab und zu kommt ein kleiner See in dem man rumplantschen kann, man ernährt sich von Früchten oder fängt sich mal einen Fisch, den man dann über einem Lagerfeuer grillt. Man schläft unter freien Himmel, es ist angenehm warm, die Luft ist sauber und nachts hat man einen umwerfenden Blick auf die Sterne. So ähnlich wie man es aus manchen alten Märchenfilmen kennt.

Toll wäre auch eine Fahrt auf der Route 66 in einem alten Ami-Schlitten – natürlich ein Cabrio. Im Radio läuft Creedence. Und man fährt so vor sich hin, ab und zu kommt mal ein anderes Auto oder eine Tankstelle. Auch eine tolle Vorstellung.
Solche oder ähnliche Tagträume kennt wahrscheinlich jeder und irgendwie retten sie einen manchmal über den Tag.

Freedom is just another word for nothing left to lose.

  • Kris Kristofferson, “Me and Bobby McGee”

Und hier noch das Original:

 
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