Warning: array_push() expects parameter 1 to be array, null given in /data/web/1/000/042/814/158083/htdocs/blog/wp-content/themes/simplenotes/functions.php on line 201
fahne – roiberhöhle

roiberhöhle

das richtige blog fürs falsche leben

Symbolfoto: Deutschland 2014

Jun
07
SAM_3937

Hoffen wir, dass der aktuelle schwarzrotgoldene Nationalismus (wir berichteten) ein wenig entspannter und pluraler und offener daher kommt, als es Nationalismus für gewöhnlich ist. Die Bild oben übrigens entstand heute in Brandenburg, so geht das.

Neulich beim Bäcker

May
29
Während andere im Supermarkt abkotzen, ist es mir heute beim Bäcker passiert:

20140529_124129

umFRAGE

Dec
27
Als ich vor ein paar Jahren angefangen habe, da stand noch die Kleinschreibung auf meinen Fahnen. Das hat sich inzwischen geändert, tendiere ich doch in letzter Zeit zur korrekten Benutzung der Umschalttaste. Deswegen frage ich Dich jetzt, lieber Leser, wie hätten Sie es denn gern in Zukunft?

[poll id=”5″]

tourist in der eigenen stadt – teil 1

Aug
21
vergangenes wochenende war sightseeing angesagt. die eltern waren da und wollten unter anderem auch berlin sehen. grund genug, mal wieder tourist in der eigenen stadt zu sein. wir haben viel gesehen und abends schmerzten die füße. so entstanden auch ein paar bilders, die ich euch nicht vorenthalten will:
PdR 3PdR 2

der besuch am ehemaligen palast der republik (oder was inzwischen davon übrig geblieben ist) ist fast schon obligatorisch. inzwischen sieht das ding aus wie die innenstadt von bagdad. zu allem überfluss wurde auch noch ein musikvideo gedreht vor dieser eindrucksvollen kulisse. mit roten fahnen und menschen in merkwürdigen outfits, die auf einem W50 gruselige lieder sangen.

(more…)

foto der woche 33|2008

Aug
12
berliner bär
[picture by ][\/][, license]

heute kinder, wirds was geben

Jun
29
bald haben wir es geschafft. nur noch ein paar stunden und dann ist wieder ruhe im land. kein hysterisches gequietsche mehr von frauen, die sich sonst nie für fussi interessieren. die fahnen verschwinden höchstwahrscheinlich schnell wieder im keller und das land versumpft im sommerloch. hoffentlich. und sowas müssen wir auch nicht mehr ertragen:

screenshot
(screenshot bild.de)

heute wird woanders gelesen:

Jun
11

Wir haben eine neue Jugendbewegung. Und diese Jugend muss sich dafür nicht einmal bewegen. Lassen wir sie einfach mal machen. Denn die Chefs, die sie mal haben werden, wenn die heutigen Entscheider den Weg alles Irdischen, Nicht-Digitalen, gegangen sind, waren auch alle mal jung und zwar mit ihnen zusammen. Die Politiker, die sie wählen, waren bei StudiVZ oder haben so getan, als würden sie auf die deutsche Fahne urinieren.
Und Google wird es beweisen können.

(Malte Welding erklärt peinliche bilder im netz und warum personalchefs auch nur menschen sind. lesebefehl!)

zugegeben, ich hab auch probleme damit, mich im netz darzustellen. vieles wird weggelassen, anderes getunt. nur ja nix peinliches für später veröffentlichen. aber im gegensatz zu manch gleichaltrigen die ich so kenne, bin ich schon eine netzhure. muss halt jeder für sich entscheiden, blabla.

und diese wahrnehmung hat sich eben verschoben. es sind wieder die jugendlichen, die lockerer damit umgehen. und weil es fast alle aus ihrer generation so machen werden sie auch niemals ein problem damit bekommen.

denn das schlimmste was uns passieren kann ist eine prüde und verklemmte gesellschaft. in der sich niemand was aufmüpfiges zu sagen traut.

überhaupt die jugend! wie sie alle lächeln und ihre glückshormone ausschütten! pah!

rien ne va plus

Feb
01
wir lieben unsere bvg - 1

heute also streik, verkehrschaos, nervenzusammenbrüche, nichts geht mehr bei dem gelben dienstleister. menschen kommen nicht zum malochen, arbeitsverhältnisse enden, familien brechen auseinander, beziehungen gehen in die brüche, kinder entfremden sich, freundschaften werden gekündigt, die soziale temperatur kühlt sich weiter ab, der staat schaut tatenlos zu, zusammenrottungen kopfloser menschen an den haltestellen plündern und zerstören, ziehen marodierend durch die stadt, die letzten infrastrukturen brechen zusammen, öffentliche einrichtungen werden geschlossen, selbst die polizei hat berlin aufgegeben, das kleine bundesland an der spree versinkt im chaos, brandenburg rüstet zum finalen schlag, die pendlerinfanterie ist schließlich schon da, stündlich werden neue übergangsregierungen ausgerufen, es kommt zu straßenschlachten, brennende barrikaden überall, wo man nur hinsieht, wowereit im holländischen exil, momper reitet durchs brandenburger tor, die berlinfahne schwenkend, aber nichts passiert, im reichstag brennt eine toilette (ein abgeordneter hat heimlich geraucht), nach wochenlangem straßenkampf kann die NATO mithilfe von kampfrobotern die situation beenden und die eigentlichen gründe des ursprünglichen streiks kommen heraus:

eigentlich wollte die bvg nur die bezeichnung TRAM aus dem sprachschatz abschaffen…

ein vierteljahrhundert später….

Aug
17
wir waren fünfzehn. trafen uns meist im schulpark oder auf dem busplatz und tranken bier. rauchten uns die lunge aus dem leib und quatschten blöde. probleme gabs genug. in der schule. unter freunden. mit den frauen. und überhaupt. zum vögeln waren wir zu schüchtern. aber prügeln konnten wir uns. und über philosophie spekulieren. da waren wir groß drin. einer hatte ein handy. und obwohl wir ihn heimlich bewunderten, verkloppten wir ihn. so geht das. dachten wir. die zeit wollte einfach nicht vergehen. immer dasselbe. samstag vormittag saßen wir auf der bank in der großen stadt, schauten den passanten und vor allem frauen nach und dachten uns geschichten aus. wo sie herkamen, wo sie hinwollten und was sie dachten. wir hatten eine scheiß wut auf studenten, besonders langhaarige, die scheinbar mühelos die frauen abschleppten. für clubs und diskos und drogen waren wir zu verklemmt. also saßen wir meist rum und tranken. besoffen vor glück und mehr alkohol als nötig fielen wir dann ins bett im kinderzimmer. überhaupt die kinderzimer! sie waren ausdruck unseres anarchistischen gedankenguts, vollgestopft mit reliquien aus der geschichte des kommunismus und anarchismus. was waren wir stolz auf die fahnen aus dem EMP-Katalog. fühlten uns wie CHE persönlich und lernten halbherzig spanische revolutionsvokabeln. hasta la victoria siempre! andy warhol, the doors und der ganze scheiß. fünfzehn eben. zum glück gabs damals noch keine blogs, kein myspace und kein youtube. so ist alles verschollen. besser so.

zehn jahre später sieht alles anders aus: ich sitze freitag abend zuhause und ordne mein leben: krankenkasse, dsl-vertrag, arbeitszeiten, ebay, todo-liste, nebenkostenabrechnung, vattenfall,…

scheiße. was ist passiert? ist das noch normal? irgendwas muss ich doch in all den jahren falsch gemacht haben. manchmal würde ich mich gerne in den schulpark setzen und über philosophie reden. einfach so. ohne groß irgendwie bescheid zu wissen. aber das ist wohl vorbei. muss ja weitergehen. wa?

[direktes update zu dem hier]