gestern 3sat in der heimischen fernsehapparatur entdeckt, kulturzeit gekuckt, da lief ein interview mit hilal sezgin, die viele interessante und kluge sachen gesagt hat, über frankreich, burkaverbote in frankreich, islam im allgemeinen und islamophobie im speziellen. dabei war sie so unaufgeregt, sachlich und argumentativ, dass ich meinen glauben wieder gewonnen habe. meinen glauben an den gesunden menschenverstand, der mir leider irgendwann mal abhanden gekommen war. aufgrund der unzähligen diskussionen über den islam im internet und zum teil auch in den medien. da ist so viel unsinn, verleumdung und falsches dabei, da kann einem schlecht werden. ich bin wahrhaft kein großer freund von religionen. religiöse fanatiker und fundamentalisten halte ich für gefährlich. die gibt es aber leider in jeder religion, nicht nur im islam, das wird oft vergessen. und genauso oft wird vergessen, dass religionen interpretierbar sind und jeder für sich entscheiden muss, was er für sich rausnimmt. und so läuft das auch im islam: es gibt millionen von gläubigern, die vor sich hin glauben und dabei keinen nerven. und es gibt ein paar arschlöcher, die am liebsten die ganze welt islamisieren wollen und dabei über leichen gehen. aber wegen jenen die ganze religion verteufeln? das ist grob fahrlässig und schürt nur neuen hass.


(bedingen sich religion und dummheit?)

und hinweis: dies ist mein blog, ich moderiere die kommentare und schmeiße jene raus, die gegen verfassung und/oder gesunden menschenverstand kommentieren. es gilt bei diesem thema wie überall: erst denken, dann schreiben. ende der durchsage.

offenbar haben auch tatorte sommerpause. schöner nebeneffekt: anne will auch. dafür wiederholungen und einiges neues. erst ein schimanski aus 2005 und dann ein irene huss aus schweden. es verprach also ein spannender krimisonntagabend zu werden.

Schimanski: Sünde (2005):
eigentlich an allem schuld war die frau von schimanski, denn wenn sie nicht so rumgezickt hätte wegen dem zelt, dann wäre er auch nicht in den graben gefahren und hätte nicht den ausgebüchsten mörder getroffen. dessen sohn war auch ein bisschen daneben und es folgte ein roadmovie der nervigen art. passte aber auch zum derzeitigen sommer, hat nämlich ständig geregnet. wie kaugummi fühlte sich dann die story an, ständig flippte einer aus und wurde wieder eingefangen. und gewaschen haben sie sich auch nicht. am ende wars dann jemand anderes. [xrr rating=5/7]

Irene Huss, Kripo Göteborg – Feuertanz (2008):
wesentlich sauberer ging es anschließend bei den schweden zu. die erfolgsermittlerin hatte es mit einem pyromanen zu tun und mit mord an einer tante und töchterchen sah sich dem mobbing vorwurf gegenüber. aber alles kein problem, das hat die ermittlerin mit dem wehenden mantel einfach mit schlafentzug gelöst und ganz nebenbei noch ihren 15 jahre alten fall. ihre kollegen waren eher nicht so die arbeitsbienen. und am ende kams zum showdown. dem tänzer seine pflegeschwester zumindest hat dem schwedischen stereotyp entsprochen: blond. alle anderen irgendwie nicht. aber irgendwie ist mir diese frau zu glatt, zu perfekt. [xrr rating=5.5/7]

am samstag wars, da wollten wir nur zu pictopia, einer ausstellung im weltkulturenhaus. ermäßigten eintritt bezahlt und dann umringt von langhaarigen wollpullis die sich zusammen fanden um zu diskutieren. dabei wollten wir doch nur zur ausstellung! die fanden wir dann auch und fanden sie zu klein. nette bilder, nette sachen, aber viel zu klein. und nicht mal autoscooter durften wir fahren, weil ein teil von uns zu klein dafür war. und so rempelten sich dann die langwolligen ökopullis gegenseitig an. es blieb nur die flucht und die erkentniss, dass tazkongressler auch nur dasitzen und ins internet schreiben (während sie diskutieren).

Es folgt die Topographie des Terrors. Geschichten, wie sie das Leben schreibt. Ein Leben aber, fernab jeder Vernunft und bar jedes gesunden Menschenverstands. Ein Messebesuch rüttelt an deinem Glauben an das Gute im Menschen, er lässt Dich regelrecht verzweifeln ob der schieren Eleganz von Unvernunft und er zeigt Dir Deine Grenzen. Moralisch und überhaupt. Und das vorneweg: Ich will hier gar nicht über Hannover lästern, denn ich habe Kassel gesehen. Insofern bin ich abgehärtet. Aber nur soviel: Wenn Hochdeutsch sprechen der Preis ist für stadtgewordene Langeweile, dann will ich den Rest lieber grausames Sächsisch sprechen. Soviel jedenfalls steht fest. Aber kommen wir zum Eigentlichen: Eine Messe in Zeiten von Finanzkrise und Abwrackprämie ist dekadent bis grob fahrlässig. Nichtsdestotrotz waren wieder alle dabei und da will ich es mir nicht nehmen lassen, eine kleine Typisierung der Besucher und Aussteller vorzunehmen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Here we go:

  1. Der Aussteller einer kleinen Firma: Er ist der wahre Held der Messe. Stoisch steht er an seinem Stand und harrt der Dinge, die kommen. Er präsentiert sein Produkt und seine Firma so gut er kann und redet den ganzen Tag. Er muss da sein und darf keine Chance verpassen, denn der Stand kostet viel Geld und Umsatz will er auch bringen. Also verzichtet er auf Essen und Trinken und Toilette sowieso, um dann abends totmüde im Billighotel umzufallen. Nächstes Jahr wird er wieder kommen, dass heißt, wenn er bis dahin noch dabei ist. Die Kugelschreiber sind sein Marketinginstrument. Auffällige Kennzeichen: Augenringe, Bartschatten, Anzug von der Stange, nervöser Tick.
  2. Der Aussteller einer großen Firma: Er ist dabei und muss Kontakte bringen, dafür hat er Vorgaben und wenn die erfüllt sind, geht die Party richtig los. Dann wird gefeiert mit den Kollegen und die Kneipenbesuche sind Spesen. Auffällige Kennzeichen: Augenringe von der durchzechten Nacht, entspanntes Lächeln, Gelfrisur und Telefon am Ohr. Man ist wichtig.
  3. Der engagierte Besucher: Er schaut sich alles ganz genau an und lässt sich alles erklären. Geld ausgeben will er nicht, nur so informieren, was der Markt denn so zu bieten hat. Den Kugelschreiber nimmt er gerne und auch das Prospekt. Vielleicht ergibt sich was. Auffällige Kennzeichen: Rucksack für die Werbegeschenke, die abgenervte Familie im Schlepptau.
  4. Der Fachbesucher: Er steuert Stände an, die er sich vorher ganz genau angesehen hat, er weiß was er will und stellt präzise Fragen. Lässt sich aber auch gern ablenken von den jungen Hostessen, Kugelschreiber nimmt er ungern, mit hochwertigen Geschenken lässt er sich aber bestechen. Auffällige Kennzeichen: Aktentasche, dicker Papierstapel und voller Terminkalender.
  5. Der Linuxer: Er geht zu Ständen mit Windowsbasierter Software und führt da seinen Feldzug für offene Standards, er beharrt auf seiner Meinung und ist unbestechlich. Auffällige Kennzeichen: Bart, nachlässige Kleidung, Visitenkarte mit pgp-key.
  6. Die Hostesse: Von Alice Schwarzer hat sie noch nie was gehört, sie ist jung und sieht gut aus. Es ist ein Job wie jeder anderer und die sabbernden alten Männer findet sie einfach nur eklig. Auffällige Kennzeichen: Professionelles Lächeln, Kleidchen, Flyer in der Hand.
  7. Der Sammler: Er nimmt alles mit, was irgendwie rumliegt, gern auch mehrere Sachen. Interessieren tun ihn die Firmen nicht, Hauptsache ist, es gibt was. Kugelschreiber gern. Auffällige Kennzeichen: Durchdringender, suchender Blick, große Tasche, krummer Rücken.

Ich könnte ewig so weitermachen und noch mehr Typen beschreiben, allein, es fehlt mir die Lust und ich muss auch ins Bett, denn gleich beginnt der letzte Messetag und es gilt, die letzten Kugelschreiber zu ergattern. Ich wünsche Euch was, doch hütet Euch vor Messebesuchen!


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  • Browserboy: Der innere Obama
    Ja, ich kann aufstehen. Ja, ich kann Kaffee machen und Eier kochen. Ja, ich kann abwaschen, aber ich stells in die Spülmaschine, ja? Ja, ich kann die Spülmaschine anmachen. Ja, ich kann mir die Zähne putzen…
  • tsp: Kabel gekappt: Tausende vom Netz getrennt
    Kein Telefon, kein Internet und selbst die Bankautomaten machen schlapp: rund um den Südwestkorso geht nach dem Missgeschick eines Baggerfahrers bei Bauarbeiten gar nichts mehr.
  • tsp: Castor und Chaoten: Polizei lässt Fußball ausfallen
    Weil Beamte den Atomtransport sichern sollen, müssen Vereine zwei Spiele absagen. Betroffen ist auch das brisante Spitzenduell in Babelsberg gegen Halle.
  • nerdcore: Poll: Echte Zombies rennen oder eben nicht
  • pasQualle: Change
  • tagesanzeiger: Was die Generation Internet ihren Eltern voraus hat
    Eine neue Jugend wächst heran – die «Digital Natives». Diese Webgeneration schickt sich an, unser Leben umzukrempeln. Was sie anders macht und wieso viele sie nicht verstehen.

endlich vorbei. eine halbe woche messeleben geht an die substanz, nagt am guten gewissen und schlaucht das rückenmark. rumstehen, kilometerweise laufen, reden, reden, zuhören und menschen ertragen. zuviele menschen mit zuwenigen problemen auf einen haufen. schlimm sind die aussteller an den ständen, schlimmer die so-called fachbesucher, doch ganz schlimm die jäger und sammler. ständig auf der suche nach gimmicks, werbegeschenken, kulis und infomappen. tüten gabs in allen größen und formen. so viele, dass meist tüten in tüten steckten. ansonsten waren die aussteller sehr knausrig. gut so! oder schlecht. denn nichts ist nerviger als der gemeine mob, der nichts abbekommt. abends dann parties auf den ständen. merke: je schlechter das produkt, desto größer der marketingetat, desto größer auch die standparties. kurz vor der abfahrt noch am hessen-stand geschlemmt und bierchen getrunken. respekt! für ein land ohne regierung funktioniert das super! kümmerlich dagegen die standparty am berlin-brandenburg-stand. im hotelzimmer kein internet, dafür schlechte amerikanische serien im tv. auch mal schön. zurück in berlin und keine bvg, der feedreader platzt gleich und die ungelesene tageszeitung wartet. hört mir auf mit digital lifestyle! seid menschen. und benehmt euch auch so.

[youtube MavllwOuVI0]

hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (1) (2)(3)

3-Tages-Kursziel: 0,12 EUR

Hintergrund (hier wird ja alles noch investigativ und per hand und so…):

Die Welle der Börsen-Spams sei von den USA nach Deutschland herüber geschwappt, erklärt Kunze. Hinter den dubiosen Aktienempfehlungen stecken professionelle Organisationen, die eiskalte Interessen verfolgen. Die Masche der Spam-Autoren und deren Hintermänner bestehe darin, dass diese vor dem Spam-Versand die empfohlenen Billig-Aktien in hoher Zahl selber geordert haben und die Wertpapiere mit dem Abebben der Welle sofort wieder verkaufen. Der geköderte Anleger ist dann der Dumme, da der gestiegene Kurs sehr schnell wieder falle. Potenzielle Anleger sollten einen weiten Bogen um diese unseriösen Angebote machen und die jeweilige Spam-Mail schnell wegklicken, warnte DIAS-Vorstand Kunze. (quelle)

es wird zeit, umzudenken! anerkennen wir die spam als kulturerbe. zu lange haben wir sie als dreck behandelt! dabei ist sie ein wichtiger teil unserer kultur geworden. sie hat einen festen platz in unserem leben gefunden und ermahnt uns regelmäßig und ausdauernd ob ihrer existenz. sie schafft arbeitsplätze und manchmal ist sie sogar unterhaltend. und mal ehrlich: das konzept ist so neu nicht: es gibt menschen im realen leben die ähnlich penetrant nerven. immer wiederkehren und gegen die gar kein filter hilft.

also seid nett zu euren spams, hebt sie euch auf in einem eigenen ordner, druckt sie aus, zeigt sie euren enkeln. lasst sie am leben! schickt sie weiter! schreibt neue und schickt sie an alle eure freunde. macht was!


WEITERLESEN:
frisch aus der spam-box
reddy for the next generation spam?
bitte recht freundlich
zwischenstand
spaß mit spam, paroli bieten!


das wars, jetzt kommt nicht mehr viel. zeit also, zurück zu blicken. und weil wir hier sehr dienstleistungsorientiert sind, gibts die zwölf wichtigsten einträge mundgerecht serviert. nach meinem gutdünken selektiert. here we go:

retro

  1. JANUAR: d[r]üseneffekt -> heute nachmittag – der lieblingseintrag der spamhorden. und am meisten geklickt. damals war sturm, besonders in den medien. und es war langweilig auf arbeit. am ende kam ich dann völlig durchnäßt zuhause an.
  2. FEBRUAR: ubahnfahren im fieberwahn IIIIIIIV – fast eine woche quälte ich mich krank auf arbeit und schrob darüber. kann man lesen.
  3. MÄRZ: chaostage hannover [fragmente] – cebit in hannover. ich war dabei und schreibe alles auf. sehr wirr.
  4. APRIL: ging dann los mit dem tagebuch eines innenministers und wurde politisch. das ist es bis heute. wobei ich ein ausgewogens themnsprektrum will aus politik und schwachsinn. kein gegensatzpärchen? na denn…
  5. MAI: inneres zerwürfniss – demonstrieren in zeiten des terrors. eine entscheidungshilfe.
  6. JUNI: bedenkliche nachrichten aus dem netz – flickr wurde böse und das internet verlor ein weiteres mal seine unschuld. trieb mich zeitwesie woanders hin, bin aber wieder zurück. ein bitterer nachgeschmack bleibt. und die erkenntnis, wieviel dynamik eine kritische masse an nutzern schaffen kann. auch negative für den jeweiligen dienst.
  7. JULI: impressiv – ich war im museum und muss darüber schreiben. reflektion 2.0 – so geht das.
  8. AUGUST: aus. vorbei. – der eintrag, als wo das internet starb. aber nur bei mir. manchmal erschrecke ich vor meinen eigenen gedanken.
  9. SEPTEMBER: fear and loathing in bad wimpfen – eine meldung über die Wimpfener Terror-Truppe (WTT), schließt mit der forderung überwachungsstaat! jetzt! so absurd kann das leben sein.
  10. OKTOBER:: strajk! – die bahn streikt irgendwie. aber die züge kommen an. nur später.
  11. NOVEMBER: hier schreibt der kulturpessimist noch selbst – sehr verkopfte abrechnung mit dem begriff flatrate.
  12. DEZEMBER: Hey little world! You know… – einmal mehr gedanken über netzkultur und die nutzer. ansonsten gabs nur weihnachtskalender.

zwei stationen u8 und ich wurde geerdet, zum normalen menschen. der ganz normale wahnsinn hatte mich wieder. sagt das assikind (5, es war inzwischen zehn uhr abends) zu seiner mutter nach der durchsage „einsteigen bitte!“ „sind wir doch schon!“, antwortet die mutter unverständliches.

doch alles der reihe nach. alles begann am dienstagmorgen gegen fünf. ich wachte auf und stellte fest, dass mein zug in zehn minuten fährt. immerhin, dachte ich mir. […] eine stunde später saß ich im folgenden zug und qualmte meinen nachbar voll. seine schuld, was setzt er sich auch ins raucherabteil. gerade will er mir was von seinen kindern erzählen. ich antworte mit einem gekonnten „mhm“ und er bleibt still für den rest der reise. mir gegenüber sitzt ein typ und labert die ganze zeit über kreuzberger und neuköllner schulen. im anzug! Frühmorgens bin ich durchaus in der lage, jemanden eine reinzuhauen. ich war kurz davor. […] am fenster zieht brandenburg vorbei und dann niedersachsen. ich erkenne keinen unterschied. […] dann gabs da noch den typen, der verpeilt hat, in spandau auszusteigen und jetzt die ganze tour mitmachen muss. ich lache innerlich. […] zu spät angekommen und den ganzen messewahnsinn mitgemacht, mitgespielt und ein spiel ist es wirklich, aber dazu später mehr. Abends gabs dann partys. das muss man sich so vorstellen: yuppies und informatiker ticken aus, weil die informatiker sonst nie trinken und die yuppies sonst nie zeit haben. graben die hostessen und blutjungen mitarbeiterinnen an und verschwinden dann ungesehen im hotelzimmer (alleine), weil sie zu viel von alledem haben. […] abends dann noch fernsehen und ich erlebe den zweiten kulturschock dieses tages. Da hat sich seit drei jahren überhaupt nichts geändert. irgendwer erzählt von einem traumazentrum und jörg thadeusz schnorrt sich durch norddeutschland. das kann witzig sein, ist es aber nicht. am nächsten tag ist intenationaler tag des waldes und der nutzholzborkenkäfer ist eine ziemliche bedrohung. ich gehe schlafen. […] früh dann die lebenden leichen an den ständen, neunzig prozent der menschheit darf man hier ignorieren. es ist der letzte tag einer einwöchigen messe und alle sehen mitgenommen aus. keiner hat mehr lust, aber es muss weitergehen. […] menschen sind hier unterwegs, die sieht man sonst nie (außer an der uni) und am liebsten möchte ich ihnen zurufen: fahr' nach hause und blogge! nachmittags geht’s los, die asiaten wollen los, das equipment wird versteigert, verschenkt, geklaut, was aufs selbe hinaus läuft. irgendwer hat den pöbel rein gelassen, was die ganze veranstaltung zur eindrucksvollen realität werden lässt. Es werden unsinnige prospekte und die letzten werbebonbons gerafft. mir solls recht sein, hab ich doch dann weniger zu schleppen. […] überhaupt gleicht die ganze show jetzt einem festival, lauter übemüdete leute schleppen raus, was sie noch retten können und wollen eigentlich nur nach hause […] stunden später im hauptbahnhof hannover. in einem fish&chips-restaurant: man unterhält sich gepflegt und lautstark über den den semantischen unterschied zwischen rush-hour und happy-hour. so groß ist der nämlich garnicht! ich trinke mein erstes jever (stimmt jetzt so nicht, hilft aber der dramaturgie) […] ich sitze im zug, hannover verschwindet langsam im schwarzen nichts und ich versuche zu lesen. irgendwann taucht die hitlerstadt autostadt wolfsburg auf und dann stendal. da schneits und es wartet ein regionalzug nach rathenow. Will ich jetzt aber garnicht hin. das bier ist alle und irgendwann auch die musik. […] dabei fällt mir ein, dass ich bei jeder zugfahrt die zugbegleiter bewundere, wie sie sich all die gesichter merken können, denen sie schon die fahrkarte geknipst haben […] und dann u8 und ich muss mich zurückhalten, dass ich nicht schon wieder anfange mit rauchen.