Schlagwort: cebit

ausgelaugt #cebit

man kann über hannover schreiben was man will. die frage ist nur, ob man das auch will. dabei will ich der stadt gar keinen vorwurf machen, sie kann ja nichts dafür. und den leuten die drin‘ wohnen, die habens ja auch nicht leicht. bei all‘ dem messe-wahnsinn verliert man leicht die kontrolle, den gesunden menschenverstand und das augenmaß. aber! so eine cebit ist schon ziemlich weit weg von der realität, das muss auch mal gesagt werden. und auch wenn sich nicht soviel geändert hat und alles schon mal gesagt wurde, ein erlebnis ist es allemal. wie die asiaten in der münchner halle austicken, wie der pöbel um die stände zieht und prospekte und mitbringsel einsackt, wie man sich von businesskapser zu businesskasper volllabert, weil das business wichtig ist, dann visitenkarten austauscht, wohlwissend, dass da eh‘ nichts bei rum kommt. dann ist cebit, andere haben ihren fasching, ihren karneval, ihre saufabende, aber am ende ist es überall peinlich, die menschheit amüsiert sich und macht sich zum obst. ein bisschen wie auf dem jahrmarkt: cebit 2011

Filmkritik: Tron Legacy 3D (2010)

Gestern war ich im Kino. Ich wollte sowieso schon seit einiger Zeit mal wieder ins Kino gehen und auch endlich mal einen 3D-Film sehen. Tron Legacy stand schon länger auf dem Plan also haben Andrew1 und ich ihn uns angesehen. Nachdem die Umsetzung von Tron seinerzeit ja relativ revolutionär war kann man heutzutage über die eingesetzte Technik nur müde lächeln. Die Erwartungen an Tron Legacy – der durch besonders gute Tricktechnik glänzen sollte – waren also sehr hoch. Mit 12,90€ war der Ticketpreis allerdings ein leichter Dämpfer. Tron Legacy beginnt mit einem kurzen Rückblick auf den Originalfilm und das Ganze in 2D – wohl als stilistisches Mittel. Nach ca. 15 Minuten Aufarbeitung taucht dann auch Sam Flynn wie schon sein Vater 29 Jahre zuvor in die digitale Welt im Innern eines Computers ein. Ab hier läuft der Film in 3D und die Augen haben sich auch an die Brille gewöhnt. Es folgt ein effektvolles, farbenprächtiges Spektakel, dass die eher dünne aber den Erwartungen entsprechende und selten langweilige Handlung in den Hintergrund treten lässt. Man befindet sich in einer optisch sehr ansprechenden Welt mit hervorragend designten Räumen und Fahrzeugen und mit hübschen Frauen. Die Konturen von so ziemlich Allem werden mit Licht hervorgehoben. Die dritte Dimension lässt die Tron-Welt noch eindrucksvoller erscheinen. Mir hat der Film wirklich gut gefallen und ich kann ihn jedem empfehlen der sich mit gutem Aussehen als Ersatz für eine tiefe Handlung zufriedengeben kann.

  1. Name von der Redaktion geändert []

money makes the world go ‚round

https://www.youtube.com/supported_browsers?next_url=%2F!v=etJ9wwnYGlY Funny van Dannen mal wieder, klar. Und ein scheiß Thema. Weil Kapitalismus erstmal nichts dafür kann, dass er so einen schlechten Ruf hat. Geld stinkt nicht. Im Gegenteil, wir verehren es. Wir tanzen drumherum wie ums goldene Kalb. Wir gehen täglich akkumulieren. Vielleicht nicht unbedingt unser eigenes Kapital. Aber immerhin jemand anderes‘. Und trotzdem scheint irgendwas im großen Konzept Kapitalismus nicht zu funktionieren. Ich bin weiß Gott kein Volkswirt. Aber dass irgendwas nicht stimmt – um das zu erkennen braucht man keinen Schulabschluss. Und man muss auch nicht gleich zum Antikapitalisten werden. Aber ein bisschen Hinterfragen, Nachdenken und Reflektieren reicht schon. Dass nämlich irgend einer verliert, wenn wir im Discounter sparen. Dass der Großteil der Apple-Gewinne nicht den Fabrikarbeitern zu Gute kommt. Dass BP bisher noch keinen größeren wirtschaftlichen Schaden durchs Ölleck genommen hat. Darüber sollten wir wütend sein. Wir sollten fragen, warum die Regierung der Autoindustrie in den Arsch kriecht, aber jedem Hartzie wie einen Schwerverbrecher behandelt. Wir sollten anfangen, bewusst zu konsumieren. Wir sind die Verbraucher und Konsumenten, ohne uns gibt es keine Dividenden. Ohne uns gibt es keine Manager-Gehälter. Wir sollten aufhören, uns wie blökende Schafe („SCHLAND!“) zu benehmen. Geld ist nicht alles. Aber ohne Geld ist Alles nichts. Oder so. Money for Nothing. Kapitalismus ist nicht böse.

God’s away, God’s away God’s away on business, business God’s away, God’s away on business, business

{Tom Waits}

noisletter#1 – whatshot & whatnot

INTRODUCTION: hallo du, dies ist unser erster newsletter. du erhälst ihn per mail, weil du dich für ihn eingeschrieben hast, weil du oft kommentierst oder weil ich dich einfach nur mag. falls du ihn nicht mehr erhalten willst, musst du mir schreiben. dass du ihn nicht mehr erhalten willst. manchmal kann das leben so einfach sein. paralell wird es den newsletter auch auf der seite geben, zum später nachlesen. ################################## WHATSHOT:
  • im kraftfuttermischwerk ist tarantinos erstlingswerk aufgetaucht: „my best friend™s birthday”. hab‘ ich mir noch nicht angesehen, wollte ich aber immer schon. kommt also noch.
  • der (kinder-)film coraline (2009) ist richtig gut gemacht und wirklich spannend anzuschauen. zwar wird ein bisschen zu viel auf effekte gesetzt. trotzdem sind die story und moral alles andere als platt…
################################## WHATSNOT:
  • hannover – das war dieses jahr so unspannend, dass mir partout nichts eingefallen ist zu schreiben. der stand war gut besucht und ich hab da auch die ganze zeit geredet, das hotel war das gleiche und überhaupt sah‘ alles so aus wie die jahre zuvor. nichts neues also im westen
  • cottbus – die woche danach, auch messe. hat mich immerhin zu diesen beiden texten inspiriert: berlin ist woanders. heute: cottbus & Von der Menschwerdung
################################## DISCLAIMER: dieser newsletter ist nur für deinen persönlichen gebrauch. denk an den wald und druck‘ ihn nicht aus. schick ihn mir zurück, falls du ihn nicht mehr brauchst. und schreib‘ mir auch, wenn dich das penetrante duzen nervt. ich wünsche uns allen einen frühling, carsten aka pixelroiber

warum hasspredigen nicht gegen hassprediger hilft

gestern 3sat in der heimischen fernsehapparatur entdeckt, kulturzeit gekuckt, da lief ein interview mit hilal sezgin, die viele interessante und kluge sachen gesagt hat, über frankreich, burkaverbote in frankreich, islam im allgemeinen und islamophobie im speziellen. dabei war sie so unaufgeregt, sachlich und argumentativ, dass ich meinen glauben wieder gewonnen habe. meinen glauben an den gesunden menschenverstand, der mir leider irgendwann mal abhanden gekommen war. aufgrund der unzähligen diskussionen über den islam im internet und zum teil auch in den medien. da ist so viel unsinn, verleumdung und falsches dabei, da kann einem schlecht werden. ich bin wahrhaft kein großer freund von religionen. religiöse fanatiker und fundamentalisten halte ich für gefährlich. die gibt es aber leider in jeder religion, nicht nur im islam, das wird oft vergessen. und genauso oft wird vergessen, dass religionen interpretierbar sind und jeder für sich entscheiden muss, was er für sich rausnimmt. und so läuft das auch im islam: es gibt millionen von gläubigern, die vor sich hin glauben und dabei keinen nerven. und es gibt ein paar arschlöcher, die am liebsten die ganze welt islamisieren wollen und dabei über leichen gehen. aber wegen jenen die ganze religion verteufeln? das ist grob fahrlässig und schürt nur neuen hass. (bedingen sich religion und dummheit?) und hinweis: dies ist mein blog, ich moderiere die kommentare und schmeiße jene raus, die gegen verfassung und/oder gesunden menschenverstand kommentieren. es gilt bei diesem thema wie überall: erst denken, dann schreiben. ende der durchsage.

krimisonntag

offenbar haben auch tatorte sommerpause. schöner nebeneffekt: anne will auch. dafür wiederholungen und einiges neues. erst ein schimanski aus 2005 und dann ein irene huss aus schweden. es verprach also ein spannender krimisonntagabend zu werden. Schimanski: Sünde (2005): eigentlich an allem schuld war die frau von schimanski, denn wenn sie nicht so rumgezickt hätte wegen dem zelt, dann wäre er auch nicht in den graben gefahren und hätte nicht den ausgebüchsten mörder getroffen. dessen sohn war auch ein bisschen daneben und es folgte ein roadmovie der nervigen art. passte aber auch zum derzeitigen sommer, hat nämlich ständig geregnet. wie kaugummi fühlte sich dann die story an, ständig flippte einer aus und wurde wieder eingefangen. und gewaschen haben sie sich auch nicht. am ende wars dann jemand anderes. [xrr rating=5/7] Irene Huss, Kripo Göteborg – Feuertanz (2008): wesentlich sauberer ging es anschließend bei den schweden zu. die erfolgsermittlerin hatte es mit einem pyromanen zu tun und mit mord an einer tante und töchterchen sah sich dem mobbing vorwurf gegenüber. aber alles kein problem, das hat die ermittlerin mit dem wehenden mantel einfach mit schlafentzug gelöst und ganz nebenbei noch ihren 15 jahre alten fall. ihre kollegen waren eher nicht so die arbeitsbienen. und am ende kams zum showdown. dem tänzer seine pflegeschwester zumindest hat dem schwedischen stereotyp entsprochen: blond. alle anderen irgendwie nicht. aber irgendwie ist mir diese frau zu glatt, zu perfekt. [xrr rating=5.5/7]

wie ich einmal mitten im tazkongress stand

am samstag wars, da wollten wir nur zu pictopia, einer ausstellung im weltkulturenhaus. ermäßigten eintritt bezahlt und dann umringt von langhaarigen wollpullis die sich zusammen fanden um zu diskutieren. dabei wollten wir doch nur zur ausstellung! die fanden wir dann auch und fanden sie zu klein. nette bilder, nette sachen, aber viel zu klein. und nicht mal autoscooter durften wir fahren, weil ein teil von uns zu klein dafür war. und so rempelten sich dann die langwolligen ökopullis gegenseitig an. es blieb nur die flucht und die erkentniss, dass tazkongressler auch nur dasitzen und ins internet schreiben (während sie diskutieren).

Hier schreibt der Kulturpessimist noch selbst (#9)

Es folgt die Topographie des Terrors. Geschichten, wie sie das Leben schreibt. Ein Leben aber, fernab jeder Vernunft und bar jedes gesunden Menschenverstands. Ein Messebesuch rüttelt an deinem Glauben an das Gute im Menschen, er lässt Dich regelrecht verzweifeln ob der schieren Eleganz von Unvernunft und er zeigt Dir Deine Grenzen. Moralisch und überhaupt. Und das vorneweg: Ich will hier gar nicht über Hannover lästern, denn ich habe Kassel gesehen. Insofern bin ich abgehärtet. Aber nur soviel: Wenn Hochdeutsch sprechen der Preis ist für stadtgewordene Langeweile, dann will ich den Rest lieber grausames Sächsisch sprechen. Soviel jedenfalls steht fest. Aber kommen wir zum Eigentlichen: Eine Messe in Zeiten von Finanzkrise und Abwrackprämie ist dekadent bis grob fahrlässig. Nichtsdestotrotz waren wieder alle dabei und da will ich es mir nicht nehmen lassen, eine kleine Typisierung der Besucher und Aussteller vorzunehmen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Here we go:
  1. Der Aussteller einer kleinen Firma: Er ist der wahre Held der Messe. Stoisch steht er an seinem Stand und harrt der Dinge, die kommen. Er präsentiert sein Produkt und seine Firma so gut er kann und redet den ganzen Tag. Er muss da sein und darf keine Chance verpassen, denn der Stand kostet viel Geld und Umsatz will er auch bringen. Also verzichtet er auf Essen und Trinken und Toilette sowieso, um dann abends totmüde im Billighotel umzufallen. Nächstes Jahr wird er wieder kommen, dass heißt, wenn er bis dahin noch dabei ist. Die Kugelschreiber sind sein Marketinginstrument. Auffällige Kennzeichen: Augenringe, Bartschatten, Anzug von der Stange, nervöser Tick.
  2. Der Aussteller einer großen Firma: Er ist dabei und muss Kontakte bringen, dafür hat er Vorgaben und wenn die erfüllt sind, geht die Party richtig los. Dann wird gefeiert mit den Kollegen und die Kneipenbesuche sind Spesen. Auffällige Kennzeichen: Augenringe von der durchzechten Nacht, entspanntes Lächeln, Gelfrisur und Telefon am Ohr. Man ist wichtig.
  3. Der engagierte Besucher: Er schaut sich alles ganz genau an und lässt sich alles erklären. Geld ausgeben will er nicht, nur so informieren, was der Markt denn so zu bieten hat. Den Kugelschreiber nimmt er gerne und auch das Prospekt. Vielleicht ergibt sich was. Auffällige Kennzeichen: Rucksack für die Werbegeschenke, die abgenervte Familie im Schlepptau.
  4. Der Fachbesucher: Er steuert Stände an, die er sich vorher ganz genau angesehen hat, er weiß was er will und stellt präzise Fragen. Lässt sich aber auch gern ablenken von den jungen Hostessen, Kugelschreiber nimmt er ungern, mit hochwertigen Geschenken lässt er sich aber bestechen. Auffällige Kennzeichen: Aktentasche, dicker Papierstapel und voller Terminkalender.
  5. Der Linuxer: Er geht zu Ständen mit Windowsbasierter Software und führt da seinen Feldzug für offene Standards, er beharrt auf seiner Meinung und ist unbestechlich. Auffällige Kennzeichen: Bart, nachlässige Kleidung, Visitenkarte mit pgp-key.
  6. Die Hostesse: Von Alice Schwarzer hat sie noch nie was gehört, sie ist jung und sieht gut aus. Es ist ein Job wie jeder anderer und die sabbernden alten Männer findet sie einfach nur eklig. Auffällige Kennzeichen: Professionelles Lächeln, Kleidchen, Flyer in der Hand.
  7. Der Sammler: Er nimmt alles mit, was irgendwie rumliegt, gern auch mehrere Sachen. Interessieren tun ihn die Firmen nicht, Hauptsache ist, es gibt was. Kugelschreiber gern. Auffällige Kennzeichen: Durchdringender, suchender Blick, große Tasche, krummer Rücken.
Ich könnte ewig so weitermachen und noch mehr Typen beschreiben, allein, es fehlt mir die Lust und ich muss auch ins Bett, denn gleich beginnt der letzte Messetag und es gilt, die letzten Kugelschreiber zu ergattern. Ich wünsche Euch was, doch hütet Euch vor Messebesuchen!
hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8)

kurz verlinkt

  • Browserboy: Der innere Obama Ja, ich kann aufstehen. Ja, ich kann Kaffee machen und Eier kochen. Ja, ich kann abwaschen, aber ich stells in die Spülmaschine, ja? Ja, ich kann die Spülmaschine anmachen. Ja, ich kann mir die Zähne putzen…

  • tsp: Kabel gekappt: Tausende vom Netz getrennt Kein Telefon, kein Internet und selbst die Bankautomaten machen schlapp: rund um den Südwestkorso geht nach dem Missgeschick eines Baggerfahrers bei Bauarbeiten gar nichts mehr.

  • tsp: Castor und Chaoten: Polizei lässt Fußball ausfallen Weil Beamte den Atomtransport sichern sollen, müssen Vereine zwei Spiele absagen. Betroffen ist auch das brisante Spitzenduell in Babelsberg gegen Halle.

  • nerdcore: Poll: Echte Zombies rennen oder eben nicht

  • pasQualle: Change

  • tagesanzeiger: Was die Generation Internet ihren Eltern voraus hat Eine neue Jugend wächst heran – die «Digital Natives». Diese Webgeneration schickt sich an, unser Leben umzukrempeln. Was sie anders macht und wieso viele sie nicht verstehen.

hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (#4): They doin‘ the mess around

endlich vorbei. eine halbe woche messeleben geht an die substanz, nagt am guten gewissen und schlaucht das rückenmark. rumstehen, kilometerweise laufen, reden, reden, zuhören und menschen ertragen. zuviele menschen mit zuwenigen problemen auf einen haufen. schlimm sind die aussteller an den ständen, schlimmer die so-called fachbesucher, doch ganz schlimm die jäger und sammler. ständig auf der suche nach gimmicks, werbegeschenken, kulis und infomappen. tüten gabs in allen größen und formen. so viele, dass meist tüten in tüten steckten. ansonsten waren die aussteller sehr knausrig. gut so! oder schlecht. denn nichts ist nerviger als der gemeine mob, der nichts abbekommt. abends dann parties auf den ständen. merke: je schlechter das produkt, desto größer der marketingetat, desto größer auch die standparties. kurz vor der abfahrt noch am hessen-stand geschlemmt und bierchen getrunken. respekt! für ein land ohne regierung funktioniert das super! kümmerlich dagegen die standparty am berlin-brandenburg-stand. im hotelzimmer kein internet, dafür schlechte amerikanische serien im tv. auch mal schön. zurück in berlin und keine bvg, der feedreader platzt gleich und die ungelesene tageszeitung wartet. hört mir auf mit digital lifestyle! seid menschen. und benehmt euch auch so. [youtube MavllwOuVI0] hier schreibt der kulturpessimist noch selbst (1) (2)(3)

Jetzt eine unterbewertete Aktie kaufen!

3-Tages-Kursziel: 0,12 EUR Hintergrund (hier wird ja alles noch investigativ und per hand und so…):
Die Welle der Börsen-Spams sei von den USA nach Deutschland herüber geschwappt, erklärt Kunze. Hinter den dubiosen Aktienempfehlungen stecken professionelle Organisationen, die eiskalte Interessen verfolgen. Die Masche der Spam-Autoren und deren Hintermänner bestehe darin, dass diese vor dem Spam-Versand die empfohlenen Billig-Aktien in hoher Zahl selber geordert haben und die Wertpapiere mit dem Abebben der Welle sofort wieder verkaufen. Der geköderte Anleger ist dann der Dumme, da der gestiegene Kurs sehr schnell wieder falle. Potenzielle Anleger sollten einen weiten Bogen um diese unseriösen Angebote machen und die jeweilige Spam-Mail schnell wegklicken, warnte DIAS-Vorstand Kunze. (quelle)
es wird zeit, umzudenken! anerkennen wir die spam als kulturerbe. zu lange haben wir sie als dreck behandelt! dabei ist sie ein wichtiger teil unserer kultur geworden. sie hat einen festen platz in unserem leben gefunden und ermahnt uns regelmäßig und ausdauernd ob ihrer existenz. sie schafft arbeitsplätze und manchmal ist sie sogar unterhaltend. und mal ehrlich: das konzept ist so neu nicht: es gibt menschen im realen leben die ähnlich penetrant nerven. immer wiederkehren und gegen die gar kein filter hilft. also seid nett zu euren spams, hebt sie euch auf in einem eigenen ordner, druckt sie aus, zeigt sie euren enkeln. lasst sie am leben! schickt sie weiter! schreibt neue und schickt sie an alle eure freunde. macht was!
WEITERLESEN: frisch aus der spam-box reddy for the next generation spam? bitte recht freundlich zwischenstand spaß mit spam, paroli bieten!

was war.

das wars, jetzt kommt nicht mehr viel. zeit also, zurück zu blicken. und weil wir hier sehr dienstleistungsorientiert sind, gibts die zwölf wichtigsten einträge mundgerecht serviert. nach meinem gutdünken selektiert. here we go: retro
  1. JANUAR: d[r]üseneffekt -> heute nachmittag – der lieblingseintrag der spamhorden. und am meisten geklickt. damals war sturm, besonders in den medien. und es war langweilig auf arbeit. am ende kam ich dann völlig durchnäßt zuhause an.

  2. FEBRUAR: ubahnfahren im fieberwahn IIIIIIIV – fast eine woche quälte ich mich krank auf arbeit und schrob darüber. kann man lesen.

  3. MÄRZ: chaostage hannover [fragmente] – cebit in hannover. ich war dabei und schreibe alles auf. sehr wirr.

  4. APRIL: ging dann los mit dem tagebuch eines innenministers und wurde politisch. das ist es bis heute. wobei ich ein ausgewogens themnsprektrum will aus politik und schwachsinn. kein gegensatzpärchen? na denn…

  5. MAI: inneres zerwürfniss – demonstrieren in zeiten des terrors. eine entscheidungshilfe.

  6. JUNI: bedenkliche nachrichten aus dem netz – flickr wurde böse und das internet verlor ein weiteres mal seine unschuld. trieb mich zeitwesie woanders hin, bin aber wieder zurück. ein bitterer nachgeschmack bleibt. und die erkenntnis, wieviel dynamik eine kritische masse an nutzern schaffen kann. auch negative für den jeweiligen dienst.

  7. JULI: impressiv – ich war im museum und muss darüber schreiben. reflektion 2.0 – so geht das.

  8. AUGUST: aus. vorbei. – der eintrag, als wo das internet starb. aber nur bei mir. manchmal erschrecke ich vor meinen eigenen gedanken.

  9. SEPTEMBER: fear and loathing in bad wimpfen – eine meldung über die Wimpfener Terror-Truppe (WTT), schließt mit der forderung überwachungsstaat! jetzt! so absurd kann das leben sein.

  10. OKTOBER:: strajk! – die bahn streikt irgendwie. aber die züge kommen an. nur später.

  11. NOVEMBER: hier schreibt der kulturpessimist noch selbst – sehr verkopfte abrechnung mit dem begriff flatrate.

  12. DEZEMBER: Hey little world! You know… – einmal mehr gedanken über netzkultur und die nutzer. ansonsten gabs nur weihnachtskalender.