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wahrscheinlich gibt es 20 jahren noch messe in hannover. und hannover wird es auch in 2000 jahren noch geben. wenn nicht, wäre das aber nicht schlimm. man merkt, meine zuneigung zur niedersächsischen landeshauptstadt hält sich in grenzen, höchstwahrscheinlich weil ich den besuch immer mit arbeit und messe verbinde. man möge mir also verzeihen. der berliner in mir schaut zumindest neidisch auf die Calamari Moon-Parties in der Cumberlandschen Galerie (bild #2) – tolle lokation.


Lesen Sie auch die weiteren Qualitätsbeiträge zur CeBIT der vergangenen Jahre:
2011, 2009, 2008, 2007

Konzertkarten Kaiser Chiefs

Konzertkarten Kaiser Chiefswir gehen da hin, wo es laut ist und waren mehr als zufrieden: die herren kaiser chiefs (nicht zu verwechseln mit kaizers orchestra) waren in berlin, immerhin #79 auf meiner liste und damit absolut hörbar. die vorbands tribes und transfer klampften und mühten so vor sich her, spektakulär ist aber was anderes. immerhin klang die zweite (nur welche?) einmal kurz nach den pixies.

und dann der auftritt von den jungs um ricky wilson. mit eindrucksvollem licht und nebel und schönem wummernden sound, da kann man nichts sagen. handwerklich perfekt. das nicht ganz ausverkaufte huxleys war entzückt und lupfte auch artig die arme in die luft. die band selbst ließ nichts anbrennen und spielte alte bekannte songs und auch ein paar neue vom aktuellen album (The Future Is Medieval – was mit rittern).

ein bisschen zu perfekt das alles, zu clean, zu sauber. aber das ist meine meinung. eindrucksvoll war es auf jeden fall.

egal wie lange du schon in berlin wohnst, es überrascht dich immer wieder. und auch wenn sich dein alltag dem deiner eltern mehr als angenähert hat, es passiert immer und immerwieder und immerimmerwieder, dass berlin dich überrascht, dieses dreckige, fauchige moloch, sündenbabel, überall dreck, schmutz und verdorbene gedanken, zu laute musik und kaputte menschen. unzeitgemäßes und spießiges steht neben szenigem, hippem. die stadt erfindet sich jeden tag neu und du bist nur ihre projektionsfläche. längst hat sie dich und deinsegleichen in sich aufgesogen und du bist ihr treuer diener geworden, ihr sklave. du reist in ihren gelben adern von einem punkt und sie gibt dir das gefühl, dass du alles in der hand hast. vielleicht fährst du am wochenende und in den ferien sogar mal raus, doch stets kommst du zurück, folgst ihren rufen. sie verändert sich, stets, nicht schnell, doch immer und immerwieder, du kannst geschichte in ihr lesen wie in einem buch und gleichzeitig vernichtet sie ihre geschichte, überall, es passiert jeden tag. der senat und all’ die bezirksämter sind nur willige ausführer ihrer macht, niemand hat die kontrolle, es gibt nur sie. gib dich hier hin, schwimm in deinem kiez, geh’ bier holen und genieß es, du kannst ihr nicht entkommen….

den soundtrack zu berlin musst du dir selber zusammen stellen, die passenden bilder liefert Martin Swarovski.

Flyer Motorola Express Exchange (1994)
Faltflyer Motorola Express Exchange (1994)

Eine tolle Innovation. Die Übertragung sämtlicher Daten eines aktuellen Smartphones dauert vermutlich länger als 15 Minuten. Nur kann man es selber machen und braucht keinen autorisierten Fachhändler. Schön auch der “eher unwahrscheinliche Fall, daß Ihr Telefon während der Garantiezeit eine Reparatur benötigt…” – früher war alles ein bisschen besser. Und größer.

Ich habe heute gelesen, dass die Queen keinen Reisepass hat, weil Reisepässe in Großbritannien im Namen der Königin ausgesellt werden und die Queen sich selber keinen Pass austellen muss. Es reicht, wenn Sie ihre Identität mündlich bestätigt. Trotzdem hat sie schon über 100 Länder bereist. Das fand ich doch relativ interessant und es gibt noch mehr Dinge, die vielleicht nicht jeder von Queen Elizabeth II weiß.
Zum Beispiel ihren Titel nach der Krönung: “Elizabeth II, by the Grace of God, of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and of Her other realms and territories Queen, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith”.
Ihr bürgerlicher Name ist Elizabeth Alexandra Mary Windsor.
Außerdem ist Sie u.a. auch das Staatsoberhaupt von Australien und Kanada und leistete 1944 ihren Militärdienst ab in dessen Rahmen sie zur Automechanikerin und Kraftfahrerin ausgebildet wurde.
Was es nicht alles gibt…

man kann über hannover schreiben was man will. die frage ist nur, ob man das auch will. dabei will ich der stadt gar keinen vorwurf machen, sie kann ja nichts dafür. und den leuten die drin’ wohnen, die habens ja auch nicht leicht. bei all’ dem messe-wahnsinn verliert man leicht die kontrolle, den gesunden menschenverstand und das augenmaß. aber! so eine cebit ist schon ziemlich weit weg von der realität, das muss auch mal gesagt werden. und auch wenn sich nicht soviel geändert hat und alles schon mal gesagt wurde, ein erlebnis ist es allemal. wie die asiaten in der münchner halle austicken, wie der pöbel um die stände zieht und prospekte und mitbringsel einsackt, wie man sich von businesskapser zu businesskasper volllabert, weil das business wichtig ist, dann visitenkarten austauscht, wohlwissend, dass da eh’ nichts bei rum kommt. dann ist cebit, andere haben ihren fasching, ihren karneval, ihre saufabende, aber am ende ist es überall peinlich, die menschheit amüsiert sich und macht sich zum obst.

ein bisschen wie auf dem jahrmarkt: cebit 2011

Gestern war ich im Kino. Ich wollte sowieso schon seit einiger Zeit mal wieder ins Kino gehen und auch endlich mal einen 3D-Film sehen. Tron Legacy stand schon länger auf dem Plan also haben Andrew1 und ich ihn uns angesehen. Nachdem die Umsetzung von Tron seinerzeit ja relativ revolutionär war kann man heutzutage über die eingesetzte Technik nur müde lächeln. Die Erwartungen an Tron Legacy – der durch besonders gute Tricktechnik glänzen sollte – waren also sehr hoch. Mit 12,90€ war der Ticketpreis allerdings ein leichter Dämpfer.

Tron Legacy beginnt mit einem kurzen Rückblick auf den Originalfilm und das Ganze in 2D – wohl als stilistisches Mittel. Nach ca. 15 Minuten Aufarbeitung taucht dann auch Sam Flynn wie schon sein Vater 29 Jahre zuvor in die digitale Welt im Innern eines Computers ein. Ab hier läuft der Film in 3D und die Augen haben sich auch an die Brille gewöhnt. Es folgt ein effektvolles, farbenprächtiges Spektakel, dass die eher dünne aber den Erwartungen entsprechende und selten langweilige Handlung in den Hintergrund treten lässt. Man befindet sich in einer optisch sehr ansprechenden Welt mit hervorragend designten Räumen und Fahrzeugen und mit hübschen Frauen. Die Konturen von so ziemlich Allem werden mit Licht hervorgehoben. Die dritte Dimension lässt die Tron-Welt noch eindrucksvoller erscheinen. Mir hat der Film wirklich gut gefallen und ich kann ihn jedem empfehlen der sich mit gutem Aussehen als Ersatz für eine tiefe Handlung zufriedengeben kann.


  1. Name von der Redaktion geändert []

https://www.youtube.com/supported_browsers?next_url=%2F!v=etJ9wwnYGlY

Funny van Dannen mal wieder, klar. Und ein scheiß Thema. Weil Kapitalismus erstmal nichts dafür kann, dass er so einen schlechten Ruf hat. Geld stinkt nicht. Im Gegenteil, wir verehren es. Wir tanzen drumherum wie ums goldene Kalb. Wir gehen täglich akkumulieren. Vielleicht nicht unbedingt unser eigenes Kapital. Aber immerhin jemand anderes’. Und trotzdem scheint irgendwas im großen Konzept Kapitalismus nicht zu funktionieren. Ich bin weiß Gott kein Volkswirt. Aber dass irgendwas nicht stimmt – um das zu erkennen braucht man keinen Schulabschluss. Und man muss auch nicht gleich zum Antikapitalisten werden. Aber ein bisschen Hinterfragen, Nachdenken und Reflektieren reicht schon. Dass nämlich irgend einer verliert, wenn wir im Discounter sparen. Dass der Großteil der Apple-Gewinne nicht den Fabrikarbeitern zu Gute kommt. Dass BP bisher noch keinen größeren wirtschaftlichen Schaden durchs Ölleck genommen hat. Darüber sollten wir wütend sein. Wir sollten fragen, warum die Regierung der Autoindustrie in den Arsch kriecht, aber jedem Hartzie wie einen Schwerverbrecher behandelt. Wir sollten anfangen, bewusst zu konsumieren. Wir sind die Verbraucher und Konsumenten, ohne uns gibt es keine Dividenden. Ohne uns gibt es keine Manager-Gehälter. Wir sollten aufhören, uns wie blökende Schafe (“SCHLAND!”) zu benehmen. Geld ist nicht alles. Aber ohne Geld ist Alles nichts. Oder so. Money for Nothing. Kapitalismus ist nicht böse.

God’s away, God’s away
God’s away on business, business
God’s away, God’s away on business, business

{Tom Waits}

INTRODUCTION:
hallo du, dies ist unser erster newsletter. du erhälst ihn per mail, weil du dich für ihn eingeschrieben hast, weil du oft kommentierst oder weil ich dich einfach nur mag. falls du ihn nicht mehr erhalten willst, musst du mir schreiben. dass du ihn nicht mehr erhalten willst. manchmal kann das leben so einfach sein. paralell wird es den newsletter auch auf der seite geben, zum später nachlesen.
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WHATSHOT:

  • im kraftfuttermischwerk ist tarantinos erstlingswerk aufgetaucht: “my best friend™s birthday”. hab’ ich mir noch nicht angesehen, wollte ich aber immer schon. kommt also noch.
  • der (kinder-)film coraline (2009) ist richtig gut gemacht und wirklich spannend anzuschauen. zwar wird ein bisschen zu viel auf effekte gesetzt. trotzdem sind die story und moral alles andere als platt…

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WHATSNOT:

  • hannover – das war dieses jahr so unspannend, dass mir partout nichts eingefallen ist zu schreiben. der stand war gut besucht und ich hab da auch die ganze zeit geredet, das hotel war das gleiche und überhaupt sah’ alles so aus wie die jahre zuvor. nichts neues also im westen
  • cottbus – die woche danach, auch messe. hat mich immerhin zu diesen beiden texten inspiriert: berlin ist woanders. heute: cottbus & Von der Menschwerdung

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DISCLAIMER:
dieser newsletter ist nur für deinen persönlichen gebrauch. denk an den wald und druck’ ihn nicht aus. schick ihn mir zurück, falls du ihn nicht mehr brauchst. und schreib’ mir auch, wenn dich das penetrante duzen nervt.

ich wünsche uns allen einen frühling,
carsten aka pixelroiber