einer der letzten s/w-filme, die ich noch nicht selbst entwickelt habe. ordentliches ergebnis mit dem T-Max 400, der auch schon mit an der ostsee war. wir besuchen den polenmarkt in słubice, ein unglaublich trauriger ort. schnell weg da, ab zum helenesee. mit einem stopp in groß lindow.

Film: Kodak T-MAX 400 (400-2TMY) bei ISO 400
Kamera: Nikon F4s
Zeit: Juli 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (3,35 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

sicherlich waren gestern nicht alles nazis und schwurbler auf den beinen. man darf, muss und soll die coronamaßnahmen der bundesregierung kritisch hinterfragen. was im märz aufgrund fehlender fakten beschlossen wurde, muss im august nicht unbedingt richtig sein. lockerungen und ein warmer sommer haben den anschein erweckt, der virus sei doch gar nicht so schlimm und die maßnahmen überzogen. nun kommt der herbst und wir werden sehen. ich will und kann das nicht bewerten, dafür gibts experten und wissenschaftler, auf die wir endlich mal hören sollten. gewißheit gibt es nicht, vorhersagen sind auch nach monaten immer noch schwierig. ich verstehe die kritik, auch mich nervt maske und fehlende veranstaltungen. persönlich bin ich darüber hinaus nicht betroffen, habe keine einnnahmeeinbußen oder -ausfälle. andere sind stark betroffen, bis hin zu existenzieller not. gefühle wie wut, enttäuscheung, angst, kann ich nachvollziehen. hinzu kommen die unterschiedlichen signale der politik – hier stört der förderalismus, in dem jedes bundesland eigene entscheidungen trifft. rettung von großen unternehmen wie lufthansa stehen unzureichenden geldern für einzelunternehmern gegenüber. anderseits gab und gibt es schnell und unbürokratisch hilfen. auch hier natürlich gibt es schwere einzelschicksale, keine frage. und das alles nur, damit menschenleben gerettet werden. wir werden nie erfahren, was in D. passiert wäre, hätte es die maßnahmen nie gegeben. ein blick auf die todesraten in usa und brasilien jedoch lässt zumindest erahnen, dass es hierzulande anders gekommen wäre. so einfach ist das. ein spiel mit vielen unbekannten und unbekannten ausgang. nicht beherrschbar und unübersichtlich. man kann dagegen sein, klar. man kann dagegen demonstrieren, naklar. seinen unmut heraus schreien. ob man dazu die reichskriegsflagge braucht und den reichstag stürmen muss – zweifelhaft. ob man wegen hygieneschutzgesetzen und maske das system infrage stellen und gewaltsam stürzen sollte? nun, es wurde schon wegen weniger geputscht in der geschichte, aber naja. wenn wir uns die bilder der demo anschauen, dann sehen wir frustrierte menschen, aggressive menschen. sie schreien und brüllen und erinnern an pegida. wir sehen aber auch familien und hippies und ökos und regenbogenfahnen. ein breites bündnis, vereint im kampf gegen ein virus, an das sie nicht glauben? manche möchte man in den arm nehmen und trösten, andere schüttlen und mit den aggros, naja, lieber nichts machen. die relativ kleine teilnehmerzahl spricht derzeit noch für wenig akzeptanz in der bevölkerung, im umkehrschluss ist der großteil der bevölkerung also vernünftig. die frage ist, kippt das irgendwann? ist das, was wir gestern gesehen haben, die zukunft deutschlands? wollen wir das? wissenschaftsverweigerung und kaisertreue? oder ebbt das wieder ab, wenn eine kritische menge auf der intensivstation liegt? wo waren vernunft und rationalismus gestern?

schöner film und diesmal hat auch die entwicklung geklappt. unterwegs im brosepark und schlosspark und wedding.

Film: Foma Fomapan 200 Creative
Kamera: Nikon F90
Zeit: August 2020
Entwicklung:Adox Rodinal 1+25 4min15s 22°
Scan: Epson Perfection V330 Photo

der dritte selbst entwickelte film ist etwas verunglückt. die spule war irgendwie falsch in der dose und das entwicklerzeug ist dauernd rausgesuppt. daher der helle streifen auf allen bilden. nicht schön, aber wieder was gelernt: spule richtig rum und dose schön fest zu machen.

unterwegs im brosepark und um das rathaus pankow.

Film: Ilford 400 HP5 Plus
Kamera: Nikon F90 und 50mm 1.8
Zeit: August 2020
Entwicklung: Adox Rodinal 1+50 11min 20°
Scan: Epson Perfection V330 Photo

kleine süße kamera. kann die belichtung messen und piepst, wenn zu dunkel oder zu hell ist. gebaut zwischen 1979-841. kleine knopfzellen, mehr braucht es nicht. der film wird manuell weiter gedreht und zurück gespult. mit ihrem zeitlosen design ist sie schön anzusehen, robustet verarbeitet und auch nach 50 jahren gut in schuss.

nur ist sie mir zu klein und zu leicht, bietet wenig einstellmöglichkeiten und hat keinen autofocus. ein grund, warum ich mit manuellen kameras nicht so richtig warm werde, bin vielleicht zu ungeduldig und ungeübt. sie ist auch keine einsteigerkamera in meinen augen, dafür muss man auf zu viele dinge gleichzeitig achten. aber auf einer reise kann ich sie mir gut vorstellen, mit dem schlanken 50mm 1.8 Serie E passt sie auch in die tasche.

vorher im blog:


  1. mehr dazu hier []

unnormal bock auf klammern an der wäscheleine, besuch in brandenburg und ein bisschen eberswalder in der nacht. der kodak gold ist ein angenehmer film, ich mag die farben.

Film: Kodak Gold GB 200-7
Kamera: Nikon F4s
Zeit: Juli 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (3,83 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

vierter teil der kleinen serie mit den abgelaufenen filmen (siehe auch teil 1, teil 2 und teil 3). diesmal im mauerpark mit claudius. an dem abend entstand auch dieses video.

Film: Kodak T-MAX P3200 (TMZ 5054) abgelaufen am 09/1989 – entwickelt bei ISO 800
Kamera: Nikon F4s und 50mm 1.8
Zeit: Juli 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (6,70 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

[UPDATE:]

einziger film mit der Nikon EM, teilweise doppelt belichtet, weil belichtungsmesser am anfang nicht ging. film war schon 8 jahre abgelaufen. besuch in der jungfernheide.

Film: Agfa Vista Plus (CA24 200N C31) – abgelaufen 2012
Kamera: Nikon EM und 50mm 1.8
Zeit: Juli 2020
Entwicklung: dm, Rathaus Center Pankow (3,91 €)
Scan: Epson Perfection V330 Photo

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ISBN: Farbe:

sammlung von kurzgeschichten (im original bereits 2017 als The Relive Box erschienen) über gebrochene männer. tatsächlich geht es um fragile alte weiße männer, frauen sind nur deko in den geschichten. kann natürlich absicht sein, oder ist einfach das naheliegendste für den autor (*1948). teilweise bizarr bis grotesk. und in gewohntem erzählton. ein kluger beobachter und erzähler.

juhu! mein erster selbst entwickelter film. gar nicht so schwer, obwohl ich sicher gut 20 minuten gebraucht habe, den film aus der dose zu bekommen und ihn einzuspulen. im dunkeln in der kleinen abstellkammer bei sehr sommerlichen temperaturen, schweißtreibend, sag ich euch. zum vergleich: die ergebnisse mit dem gleichen film bei dm entwickelt: 079402 und 029612.

Film: Agfaphoto APX 100 4356-11
Kamera: Nikon F4s 50mm 1.8
Zeit: August 2020
Entwicklung: Adox Rodinal 1+50 10min 20°
Scan: Epson Perfection V330 Photo