Kategorie: wissen

podcast tipp: swr2 wissen: Der Philosoph Karl Popper und die „offene Gesellschaft“

sehr spannender podcast über einen weniger bekannten. sein begriff der „offenen gesellschaft“ ist ein anderer als unserer, dennoch hilft es, sich mit ihm zu beschäftigen.

Voltaire begründet die Toleranz damit, dass wir einander unsre Torheiten verzeihen sollen. Aber eine weit verbreitete Torheit, die der Intoleranz, findet Voltaire mit Recht schwer zu tolerieren. In der Tat, hier hat die Toleranz ihre Grenzen. Wenn wir der Intoleranz den Anspruch zugestehen, toleriert zu werden, dann zerstören wir die Toleranz und den Rechtsstaat.

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redaktionelle richtigstellung zu irreführendem artikel

der höhlenhäuptling wird, wie regelmäßige leser wissen, in einem der vielen freiluftgehege mit angeschlossener sklavenzucht gefangen gehalten, die aus propaganda- und marketinggründen als großstädte verkauft werden.

durch diesen umstand hat er, wie auch die meisten mitgefangenen, das leben außerhalb von gefangenschaft fast völlig verlernt und müsste erst mühsam wieder an ein leben in der natur gewöhnt werden.

für die befriedigung der genetisch noch veranlagten sehnsucht nach lebendiger natur, gibt es in und um diese massensklavenhaltungseinrichtungen kleine grünflächen mit bäumen.

und jetzt hat unser armer höhlenhäuptling eine dieser flächen als wald bezeichnet. vermutlich geschah dies als folge chronischer überarbeitung in verbindung mit hektik, stress, bombardierung mit irrelevanten informationen usw.

menschen, die das glück haben in natürlicher weise ein psychisch und physisch relativ freies leben zu führen, wird das eventuell merkwürdig vorkommen – daher dieser relativierende artikel.

und als entschädugung gibt’s noch bilder von echtem wald (für europäische verhältnisse).
teilweise zwar nur von außen, aber dafür mit filtern und solchen spielereien, so wie es die pixelregeln vorsehen.

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Die Sklaverei der Arbeit oder unsere selbstgewollte Unfreiheit

ich dachte mir, ich teile auch mal wieder ein video. nicht dass dieses video das beste wäre, das ich je gesehen habe…aber es ist das neueste, das ich gesehen habe und behandelt auch ein elementares thema. nur leider in einer relativ öden vortragsweise. inhaltlich trotzdem spannend und irgendwo muss man ja anfangen.

"Die Sklaverei der Arbeit - ..." The YouTube account associated with this video has been terminated due to multiple third-party notifications of copyright infringement.

„Arbeit ist eines freien Bürgers unwürdig.“ So brachte Aristoteles die Haltung der kleinen Oberschicht freier Männer seiner Zeit auf den Punkt.

Zitat der Woche 33|2014

„Wer glaubt, dies nicht ertragen zu können und auch nicht neugierig genug ist, um es auszuprobieren, sollte die Lektüre an dieser Stelle abbrechen.“
(aus dem Vorwort von: LUHMANN, Niklas: Organisation und Entscheidung, 2000)

(meinen zarten Versuch das Buch zu lesen, habe ich nun erstmal nach hinten verschoben.)

Hoch lebe der mündige Bürger…

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

(Edward Bernays)

Bernays war Pionier in der Anwendung von Forschungsergebnissen der noch jungen Psychologie und Sozialwissenschaften in der angewandten Öffentlichkeitsarbeit. Er vermied den historisch belasteten Begriff Propaganda zugunsten des Begriffes Public Relations. Er entwickelte seine Kampagnen zur Meinungsbeeinflussung auf Basis damals aktueller Erkenntnisse von Massenpsychologie.

not safe for vegetarian

heterocephalus berolinum (nov 2011)

Der Berliner Nacktmull (heterocephalus berolinum) ist eine Art der Fleischbällchen in der Küche. Er lebt in riesigen unterirdischen Bauten in den Halbwüsten Brandenburgs. […] Er stellt innerhalb der Fleischtiere in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit dar. Vor allem seine Lebensweise in großen Pfannen, die ähnlich wie Bienenstöcke von einem fortpflanzungsfähigen Weibchen geleitet werden (Eusozialität), ist innerhalb der Fleischer einzigartig. […]1

heterocephalus berolinum nach der paarung (nov 2008)

Berliner Nacktmulle gelten als gleichwarm, doch im Vergleich zu anderen Fleischtieren fallen vor allem die Eigenschaften eines wechselwarmen Fleischs auf. Sie passen ihre Körpertemperatur im Bereich zwischen 60°C und 80°C an die Umgebungstemperatur an. Dies hilft, bei den unterschiedlichen Temperaturen in ihren Höhlensystemen Energie zu sparen.
Während in den höher gelegenen Gängen die Wärme dominiert, finden die Berliner Nacktmulle Abkühlung in den tieferen und kälteren Gängen. Die dünne Haut und die ebenfalls sehr dünne Fettschicht ermöglichen eine sehr schnelle Temperaturanpassung. Einer zusätzlichen, externen Regulation der Körperwärme dient das „Gruppenkuscheln“ in der Pfanne: mehrere Tiere pressen sich eng aneinander.2


  1. frei nach Seite „Nacktmull“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Oktober 2011, 07:18 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nacktmull&oldid=95033516 (Abgerufen: 7. November 2011) []
  2. ebd. []

Warum 2012 die Welt nicht untergehen wird

… steht hier. und ist höchst interessant.

Es ist tatsächlich völlig unnötig, vor dem Weltuntergang 2012 Angst zu haben. Er wird nicht stattfinden! Und das braucht mir niemand zu glauben. Das soll mir niemand glauben! Mit „glauben“ kommen wir hier nicht weiter. Sicherheit bringt nur „wissen“! Also lernt, über Astronomie Bescheid zu wissen. Dann verschwindet nicht nur eure Angst vor dem Weltuntergang ganz von selbst – ihr werdet außerdem feststellen, wie faszinierend das Universum ist, in dem wir wohnen!

also dann, ich will dazu nichts mehr hören. beziehungsweise nur noch fundierte fakten, die sich nicht mit astronomie widerlegen lassen.

Von Aschewolken-Erregern in der gekrümmten Raumzeit

Flugzeug am Himmel von Berlin (Mai 2006)

Fehlende Aschekonzentration ist auch scheiße. Dafür ist wenigstes das (norddeutsche) Gemüse verseucht und wir sollten alle wieder mehr Fleisch essen. Ist das noch mehr Füllmasse fürs Sommerloch oder sollten wir tatsächlich Angst haben? Früher krochen noch seltene Tiere durch die Bild-Zeitung und versetzten den Wutbürger noch in ordentlich Angst und Schrecken – heute sind es Bakterien und Mikroben.

Ganz und gar nicht erregt war der Mann, der kürzlich von seinem eigenen LKW mit Luft aufgepumpt wurde, zwischendurch sich ziemlich aufgeblasen fühlte und im Krankenhaus drei Tage lang die Luft nach und nach entweichen ließ -auf natürlichem Wege. Was der menschliche Körper alles aushält, ich bin immer wieder erstaunt.

Da passt es ganz gut ins Konzept, dass erst kürzlich Einstein bewiesen wurde (O-Ton des renommierten Wissenschaftsmagazins Focus: „Sowohl der geodätische Effekt, als auch der Lense-Thirring-Effekt konnten nachgewiesen werden. Ersterer beschreibt, wie das Gravitationsfeld der Erde die Raumzeit verzerrt. Dies mach sich in winzigen Änderungen des Erdschwerefelds bemerkbar, die von der Sonde gemessen wurden. Letzterer beschreibt, wie die Erde durch ihre Rotation den Raum wie eine Schleppe mitzieht und quasi um sich herum wickelt.„)

TEM-Diagramm: Schema zur Darstellung von „Hypothesenbildung und Theoriendynamik, die den komplexen Prozeß der Wissenschaftsentwicklung bestimmen1

Eine Nachricht, die leider ein bisschen untergegangen ist. Seit Wochen überlege ich nun schon, ob diese Erkenntnis Auswirkungen hat auf unser Zusammenleben. Ich fürchte aber, dass nicht. Vielleicht sollten wir uns da noch mal alle zusammen setzen und drüber reden.


  1. gefunden in: KUHN, Wilfried (1984): Wissenschaftstheorie und Didaktik der Physik, DPG-Didaktik-Tagungsband 1984, S. 1 – 25. Hrsg.: Prof. Dr. Wilfried Kuhn, Direktor des Instituts für Didaktik der Physik der Universität Gießen []