egal wie lange du schon in berlin wohnst, es überrascht dich immer wieder. und auch wenn sich dein alltag dem deiner eltern mehr als angenähert hat, es passiert immer und immerwieder und immerimmerwieder, dass berlin dich überrascht, dieses dreckige, fauchige moloch, sündenbabel, überall dreck, schmutz und verdorbene gedanken, zu laute musik und kaputte menschen. unzeitgemäßes und spießiges steht neben szenigem, hippem. die stadt erfindet sich jeden tag neu und du bist nur ihre projektionsfläche. längst hat sie dich und deinsegleichen in sich aufgesogen und du bist ihr treuer diener geworden, ihr sklave. du reist in ihren gelben adern von einem punkt und sie gibt dir das gefühl, dass du alles in der hand hast. vielleicht fährst du am wochenende und in den ferien sogar mal raus, doch stets kommst du zurück, folgst ihren rufen. sie verändert sich, stets, nicht schnell, doch immer und immerwieder, du kannst geschichte in ihr lesen wie in einem buch und gleichzeitig vernichtet sie ihre geschichte, überall, es passiert jeden tag. der senat und all’ die bezirksämter sind nur willige ausführer ihrer macht, niemand hat die kontrolle, es gibt nur sie. gib dich hier hin, schwimm in deinem kiez, geh’ bier holen und genieß es, du kannst ihr nicht entkommen….

den soundtrack zu berlin musst du dir selber zusammen stellen, die passenden bilder liefert Martin Swarovski.

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