als mäßig heranwachsender klaute ich mal in einem schäbigen plattenladen eine kassette. es war mitte neunziger und teil einer bösartigen mutprobe. böse, weil die anderen mich trotz erfolg nicht in ihre bande ließen. das corpus delicti – eine hastig eingesteckte kassette – fiel mir letztens beim aufräumen wieder in die hände:

tatsächlich habe ich sie nach dem raub oft gehört – wohl eher aus ermanglung an besserer musik als aus wahrem interesse. eingängiger synthiepop mit unverständlichem italienischem gesang

vorher hatte ich noch was gehört von der band. und der typo ist wohl keiner.

kürzlich las ich in einem renomierten magazin für popkultur und meinung einen artikel über die geschichte des duos. und frage mich, ob wir jemals wieder was hören werden von Federico Milano und Friedrich Brieselang?

9 thoughts on “venire contra factum proprium

  1. Ich muss hier dem Pixelreiber zustimmen. Runkelheimer hat nicht einmal verstanden, was eine Synkope ist. Als er am Schluss der Rezension den Klang eines geschlossenen Hihats nicht von dem eines offenen unterscheiden konnte, war’s mit der Glaubwürdigkeit vorbei. Für mich nur noch Zillo.

      • Ich darf mal aus Spex 1/1993 zitieren: „Es gibt einen Zusammenhang zwischen europäischem Autonomie- und Verschmelzungsstreben und Faschismus auch auf popkultureller Ebene.“ Ich halte es für unerträglich, dass Sie das hier implizit und ungeniert relativieren.

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