neues aus der roiberhöhle
no ads 🚫 no tracking ⛔ no nazis 🚯 no AI 🚩

Posts

empfehlungen des hauses:

29.08.07
  • Bilderbuch Deutschland - entlang der Jagst

leider verpasst: “Gerd Ries besucht die Menschen, die hier leben: einen philosophierenden Schafkäser, den Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg auf der Jagd, engagierte Landwirte, historische Handwerksbetriebe und die berühmten Burgfestspiele von Jagsthausen”

  • UNTERWEGS IM SENDEGEBIET - WUCHTIGE SCHÖNHEIT

talentierte polizeifotografen in der schweiz

  • The world’s most disturbing children’s book?

so ein buch seinem kind vorlesen? keine ahnung. schwierig.

  • WANDWORTE hat Wand-Tattoos, Wall-und Wand-Sticker, Schablonen

nett. braucht man keinen edding mehr.

  • Dark Room: they.misled.us

nettes kleines tool zum schreiben ohne ablenkung. für mac und win.

dosencontent

27.08.07

trittin ist schuld. früher war alles anders. da drückte man die dose gegen die stirn und sie war platt (zugegeben, ich konnte das nie, aber andere!). in der freistunde vor sport gingen wir in den lokalen supermarkt, kauften ciabatta , rissen es auf und legten eine komplette schokolade rein. dazu gabs cherry coke aus der dose. lecker und tierisch ungesund. abends dann bier aus der 0,5l-dose. leer landeten sie im müll. manche lagen auch rum, die konnte man dann so schön kicken. doch das ist längst vorbei, keine dose liegt mehr rum. und wenn doch, wird sie schnell weggesammelt. letztes jahr zur fusi-WM gabs mal kurz the return of the bierdose. seitdem ist es ruhig geworden. zuviel pfand, zu eklig, sie leer im rucksack nach hause zu transportieren. aber es gibt alternativen:

[youtube 4Mk6qt0ZpLQ] (via kati)

daswarsdannwohl

27.08.07

Hier wurd ich an Land gespült, hier setz ich mich fest. Von dir weht mich kein Sturm mehr fort, bei dir werd ich bleiben, so lang du mich lässt. Deine Hand kommt in meine, und jede Hilfe zu spät. Ein Glas auf uns und eins auf die See. Ein Glas auf uns und eins auf die See

die ganze geschichte in den nächsten tagen, ich muss das alles verdauen.

panic soup

21.08.07

angriff da war sie wieder, diese panische angst. schweiß tropft mir die stirn hinunter. ich starre in die suppe, dann wieder zu meiner reizenden begleitung. sie lächelt noch. ob sie schon bemerkt hat, was mit mir los ist? aber würde sie dann lächeln? ich spüre wie die panik langsam meinen ganzen körper von innen aufreißt, die kälte zieht sich quälend das rückenmark hoch, mein blut gefriert, ich denke abwechselnd an historische polarexpedition und den absturz einer raumfähre in der atmosphäre. der blick verschwimmt und die begleitung neigt fragend den kopf. ‘gehts dir nicht gut?’ ich versuche eine antwort zu formen, es gelingt nicht, setze an und… schweigen. ich starre sie hasserfüllt an. sie erschrocken zurück. eine halbe ewigkeit geht das so, ich nehme meinen letzten mut zusammen und presse unter schmerzen in den entlegensten körperregionen hervor: ‘da ist eine fliege in meiner suppe’. schweigen. dann lacht sie laut auf und geht. ich sinke in mich zusammen. sitze. und beschließe, nie wieder aufzustehen. der kellner kommt, ich starre ihn haßerfüllt an und er zuckt zusammen. ich gehe.

damals wär' das nicht passiert...

20.08.07

eigentlich ist es ja nicht lustig. moralisten und gutmenschen also nicht weiterlesen: symbolbild: umgefallen symbolbild: umgefallen (lizenz)

nazis purzeln vom laster. allein die vorstellung ist echt absurd. und auf jeden fall einen beitrag wert. ob das jemand gefilmt hat? wird es dann am filmende lustige szenen geben? bei einem so ernsten thema sicherlich nicht. aber auf youtube werden sie auftauchen. spätestens morgen. darf man dann drüber lachen? darf man eigentlich stauffenberg kritisieren?

ein vierteljahrhundert später....

17.08.07

wir waren fünfzehn. trafen uns meist im schulpark oder auf dem busplatz und tranken bier. rauchten uns die lunge aus dem leib und quatschten blöde. probleme gabs genug. in der schule. unter freunden. mit den frauen. und überhaupt. zum vögeln waren wir zu schüchtern. aber prügeln konnten wir uns. und über philosophie spekulieren. da waren wir groß drin. einer hatte ein handy. und obwohl wir ihn heimlich bewunderten, verkloppten wir ihn. so geht das. dachten wir. die zeit wollte einfach nicht vergehen. immer dasselbe. samstag vormittag saßen wir auf der bank in der großen stadt, schauten den passanten und vor allem frauen nach und dachten uns geschichten aus. wo sie herkamen, wo sie hinwollten und was sie dachten. wir hatten eine scheiß wut auf studenten, besonders langhaarige, die scheinbar mühelos die frauen abschleppten. für clubs und diskos und drogen waren wir zu verklemmt. also saßen wir meist rum und tranken. besoffen vor glück und mehr alkohol als nötig fielen wir dann ins bett im kinderzimmer. überhaupt die kinderzimer! sie waren ausdruck unseres anarchistischen gedankenguts, vollgestopft mit reliquien aus der geschichte des kommunismus und anarchismus. was waren wir stolz auf die fahnen aus dem EMP-Katalog. fühlten uns wie CHE persönlich und lernten halbherzig spanische revolutionsvokabeln. hasta la victoria siempre! andy warhol, the doors und der ganze scheiß. fünfzehn eben. zum glück gabs damals noch keine blogs, kein myspace und kein youtube. so ist alles verschollen. besser so.

zehn jahre später sieht alles anders aus: ich sitze freitag abend zuhause und ordne mein leben: krankenkasse, dsl-vertrag, arbeitszeiten, ebay, todo-liste, nebenkostenabrechnung, vattenfall,…

scheiße. was ist passiert? ist das noch normal? irgendwas muss ich doch in all den jahren falsch gemacht haben. manchmal würde ich mich gerne in den schulpark setzen und über philosophie reden. einfach so. ohne groß irgendwie bescheid zu wissen. aber das ist wohl vorbei. muss ja weitergehen. wa?

[direktes update zu dem hier]